Ubootkommandant Carl Gabriel Graf von GUDENUS verstorben

Begonnen von Peter K., 30 Dezember 2012, 19:52:03

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Hall,

anderer Ansatz:

Ich glaube Staatsgrenzen sind prinzipiell etwas notwendiges, aber - und das das sagen mir die vielen Konflikte die es weltweit deswegen gibt - im Grunde etwas unnatürliches. Was bin ich aber nun? Deutscher, würde ich sagen. Ob ich so etwas wie Nationalstolz habe? Ja, ich denke das habe ich. Das hätte ich aber ebenso wenn ich in Österreich leben würde, oder in Österreich leben würde, Österreich aber ein Teil von Deutschland wäre und dieses Staatengebilde irgendwie anders heißen würde. Aber auch wenn Deutschland ein Teil Österreichs wäre. Warum auch nicht?

Staaten und Staatsgrenzen abschaffen funktioniert nicht, alleine schon wegen der Notwendig einer Verwaltung, der Aufrechterhaltung von Wirtschaftssystemen und Geldflüssen und der Notwendig von klaren Gesetzen (sonst funktionieren größere Menschenmassen einfach nicht. Leider). Also bin ich eben Deutscher und Peter und Harold sind eben Österreicher. Weil irgendwer das irgendwann mal für mich festgelegt hat. Allerdings ohne mich vorher zu fragen  :MV:

Wenn ich jetzt hergehe und sage "Österreich" ist deutsch, dann impliziert dass unterschwellig eine Art Überlegenheit oder einen Assimilationsgedanke. Das würde ich mir als Österreicher auch nicht bieten lassen. "Leider" heißt unser Land nunmal "Deutschland", würde es anders heißen, sagen wir "Neugermanien" dann hätten die Österreicher wahrscheinlich weniger ein Problem damit sich "deutsch" zu nennen. Eine gewisse Verwandschaft in Wort, Schrift und Art ist nun eben auch nicht abzuleugnen (trotzdem lade ich nicht alle meine Verwandten, die ich auch mag, dazu ein bei mir zu wohnen und meinen Nachnamen anzunehmen) und vielleicht würden sie das ganz gerne tun, wenn sie damit nicht ihre eigene Identität - als Österreicher - in Gefahr sehen würden.

Verbunden fühle ich mich mit den Österreichern ganz besonders. Warum? Weil sie angenehme Menschen sind und wahrscheinlich auch weil sie die gleiche (oder zumindest eine ähnliche  :biggre:) Sprache sprechen. Hab mittlerweile sogar einen in der entfernteren Verwandschaft.  Auch wenn man mit Österreichern zusammenarbeitet merkt man, dass man zusammen funktioniert. Warum? Weil man Ansichten und Wesenszüge teilt. Das denke ich zumeinst. Anders als bei Indern oder chinesen, da sind die Hürden ungleich größer.

Staatsgrenzen sich "natürlich", dynamisch und frei entwickeln lassen funktioniert nicht mehr, sobald ein Staat seine Souveränität erhält und somit Gebietsverluste als Angriff wahrnimmt. Auch alleine schon wegen den - immer noch - getrennten Wirtschaftssystemen wäre das für viele vielleicht gar nicht mal so gesund. Finanziell gesehen. Für die Identität der Völker wäre - in meinen Augen - aber genau das das richtige.

Völker vereinigen, nicht Staatsgrenzen verschieben oder Gebiete fremder Staaten annektieren. Das wärs. Vielleicht ein kühner Traum der sehr wahrscheinlich nie Wirklichkeit werden wird, solange der Drang nach Macht existent bleibt.

Seid aber bitte so gut uns lasst jeden selbst entscheiden für was er sich hält. Mit einem dicken Stempel durch die Gegend zu laufen hat noch nie etwas sinnvolles bewirkt.

Gruß

Sebastian

t-geronimo

Zitat von: Urs Hessling am 02 März 2013, 10:35:51
Zitat von: wirbelwind am 02 März 2013, 09:39:20
Eher wohl die Frage zu klären, die Urs wegen der Anzahl der geworfenen Wabos gestelt hat.
wikkie  :| nennt für die kanadischen Tribal-Zerstörer unter Bewaffnung: 60 WaBo.

Interessanterweise wird das Geschehnis hier http://uboat.net/allies/warships/ship/4441.html und auch hier http://www.naval-history.net/xGM-Chrono-10DD-35Tribal-Haida.htm überhaupt nicht erwähnt.

Gruß, Urs

Edgar J. March, "British destroyers 1892-1953", gibt für die Tribal-Klasse 20 Wasserbomben an sowie eine Kriegszuladung von weiteren 10. Weitere kriegsbedingte Aufstockungen erwähnt er leider nicht oder ich habe es überlesen. An den March muß ich mich noch gewöhnen.
Die 30 passen zumindestens zur Angabe im englischen Wiki, laut dem Während des Krieges die Beladung von 30 auf 46 WaBos aufgestockt wurde. Diese Angabe bezieht man dort aus Gardiner, Robert: "Conway's All the World's Fighting Ships, 1922–1946".

Wegen der 678 und woher die Info kommt, dass diese beiden Zerstörer am Angriff beteiligt waren, habe ich Gudmundur mal angemailt. ;)
Gruß, Thorsten

"There is every possibility that things are going to change completely."
(Captain Tennant, HMS Repulse, 09.12.1941)

Forum MarineArchiv / Historisches MarineArchiv

Schorsch

Hallo Urs,

Zitat von: Urs Hessling am 02 März 2013, 00:25:02
(...)
also
Zitat von: Peter K. am 30 Dezember 2012, 21:11:44
ZitatWar sein Boot (U 427) nicht jenes, auf welches die meisten WaBo´s geworfen wurden?
... zumindest sollen 678 Stk. gezählt worden sein!
Das KTB U 427 (siehe meinen Link) selbst nennt die Zahl 260. Ich fragte mich auch schon einmal, wo bei zwei Tribal-Zerstörern 678 Wabos gelagert sein sollen.
(...)
...die ganze Geschichte passierte um den Konvoy RA.66, dem nach den Angaben von --/>/> convoyweb.uk insgesamt 23 Geleitschiffe beigeordnet waren.

Eskorten des Konvoys RA 66
HMS Vindex (D15, Nairana-class escort carrier)
HMS Premier (D23, Bogue class escort carrier)

HMS Alnwick Castle (K405, Castle-class corvette, ein Squid-Werfer und 15 WaBo)
HMS Bamborough Castle (K412, Castle-class corvette, ein Squid-Werfer und 15 WaBo)
HMS Farnham Castle (K413, Castle-class corvette, ein Squid-Werfer und 15 WaBo)
HMS Lancaster Castle (K691, Castle-class corvette, ein Squid-Werfer und 15 WaBo)

Bellona (???)

HMS Cygnet (H83, C-class destroyer, ein Hedgehog-Werfer und 125 WaBo)

HMS Honeysuckle (K27, Flower-class corvette, 40 bis 70 WaBo)
HMS Rhododendron (K78, Flower-class corvette, 40 bis 70 WaBo)
HMS Oxlip (K123, Flower-class corvette, 40 bis 70 WaBo)

HMCS Huron (G24, Tribal-class destroyer, 60 WaBo)
HMCS Haida (G36, Tribal-class destroyer, 60 WaBo)
HMCS Iroquois (G89, Tribal-class destroyer, 60 WaBo)

HMS Offa (G29, O-class destroyer, 42 WaBo)
HMS Obedient (G48, O-class destroyer, 42 WaBo, ab 05.05. beim Konvoy)
HMS Orwell (G98, O-class destroyer, 42 WaBo, ab 05.05. beim Konvoy)

HNoMS Stord (G26, S-class destroyer, 70 WaBo)

HMS Zest (R02, Z-class destroyer, 70 bzw. 130 WaBo)
HMS Zephyr (R19, Z-class destroyer, 70 bzw. 130 WaBo)
HMS Zealous (R39, Z-class destroyer, 70 bzw. 130 WaBo)
HMS Zodiac (R54, Z-class destroyer, 70 bzw. 130 WaBo)

HMS Goodall (K479, Evarts-class escort destroyer, ein Hedgehog-Werfer und bis zu 160 WaBo, am 29.04.45 von U 968 torpediert und von U 268 versenkt)

Eigentlich genug Sprengkörper für die 260 Wasserbomben, die im KTB von U 427 erwähnt werden.

Mit freundlichen Grüßen
Schorsch
'Judea, London. Do or Die.'

"Ubi dubium, ibi libertas." (Wo Zweifel ist, da ist Freiheit.)

Urs Heßling

#48
moin, Schorsch,

Zitat von: Schorsch am 02 März 2013, 17:09:09
Bellona (???)

Flakkreuzer Dido-mod., siehe  http://en.wikipedia.org/wiki/HMS_Bellona_(63)

Ich habe einmal versucht, Gudenus` KTB zurückzuübersetzen, um vielleicht Einsicht zu gewinnen.
(nur die für unsere Frage wesentlichen Zeilen)

25.4.
seit 0200     WaBo Explosionen in unregelmäßigen Abständen und weit entfernt

1145            Die dauernden WaBo-Detonationen kommen beträchtlich näher

1338            20 WaBos ungefähr 500 m entfernt

1340            Suchgruppe bleibt an uns dran, dauernd Wabos in mittlerem Abstand (180 seit 12:00)

1655            Suchgruppe dreht nach NO ab, wirft weiter WaBos

...

29.4.
1950            Sehrohrtiefe; dauernde WaBo-Detonationen in Richtung Kildin

2055            Horchgeräusche ... Turbinen- und Kolbengeräusch ... dazwischen dauernd WaBos

2222            Fächerschuß auf gegnerischen Zerstörer

2329            Sehrohrtiefe, Angriff durch Korvette 200 m ab

2333            Verfolgung durch Korvette und "Kreissägenzerstörer" *

30.4.
0600            Etwa 260 Wabos in mittlerem Abstand

-Ende-         

Hypothese: Während der gesamten Fahrt wurden 678 WaBo-Detonationen gezählt.

* Ich meine mich zu erinnern, daß sich "Kreissägenzerstörer" auf ein Schiff mit Geräuschboje beziehen könnte.

Gruß, Urs
"History will tell lies, Sir, as usual" - General "Gentleman Johnny" Burgoyne zu seiner Niederlage bei Saratoga 1777 im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg - nicht in Wirklichkeit, aber in George Bernard Shaw`s Bühnenstück "The Devil`s Disciple"

t-geronimo

Zitat von: t-geronimo am 02 März 2013, 16:55:06
...Wegen der 678 und woher die Info kommt, dass diese beiden Zerstörer am Angriff beteiligt waren, habe ich Gudmundur mal angemailt. ;)

Mittlerweile hat Gudmundur auf meine Mail reagiert:
--/>/> http://uboat.net/boats/u427.htm ("Attacks on this boat")
Gruß, Thorsten

"There is every possibility that things are going to change completely."
(Captain Tennant, HMS Repulse, 09.12.1941)

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Rheinmetall

Hallo !

Ich habe unserem isländischen Freund am 9. Januar auch das Verscheiden von Carl Gabriel Graf von Gudenus mit Anhang der UBootkameradschaft München (als Quelle) mitgeteilt.
Darauf hat er aber nicht reagiert.

Aber gut wenn er es mittlerweile übernommen hat.

Rheinmetall
Ab Kapstadt ohne Kreiselkompass - Jürgen Oesten, U 861

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