Wer kann mir etwas zu dieser Feldpostnummer sagen?

Begonnen von Sandsch, 11 März 2013, 20:57:20

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Sandsch

Hallo zusammen,

diese Frage habe ich auch schon in anderen Foren
(www.vermisst-gefallen.de und www.lexikon-der-wehrmacht.de) gestellt, wo die Beantwortung entweder noch läuft oder (noch) nicht zum Ergebnis geführt hat.

Ich bin auf der Suche nach der Einheit meines Urgroßonkels. Es handelt sich um den Marine(artillerie) Obergefreiten Georg Eiber aus dem Bayerischen Wald.

Das Problem ist, ich habe bei den Sachen, die ich bekommen habe über ihn nur einen Briefumschlag auf dem die Feldpostnummer nicht (mehr) deutlich zu lesen ist.

Ich meine darauf 04292 W (oder so ähnlich zu lesen, fraglich sind jedenfalls wenn dann die 3. und/ oder die 4. Stelle.) Darüber wurde in den obengenannten Foren schon diskutiert.

Ich hoffe, da es sich hier um eine spezifische Marineseite handelt, hierzu neue Ansätze zu erhalten.
In dem Umschlag befanden sich Fotos. Eines der Fotos zeigt den Soldaten in einer feldgrauen Uniform, wobei auf den Knöpfen ein Anker zu erkennen ist. Das andere Foto zeigt den Mann in der blauen Matrosenuniform, mit den Winkeln eines Obergefreiten und der Kanone für die Artillerie am Oberarm.  Auf der Rückseite des Fotos in feldgrau befindet sich der Vordruck einer italienischen Postkarte. Daraus schließe ich, daß es sich um eine Einheit handeln muß, die in Italien stationiert war. Mir liegt noch ein anderes Foto vor, dass diesen Mann in Gefangenschaft zeigt, auf der Rückseite steht ein französicher Ort. Vielleicht war die gesuchte Einheit danach in Frankreich eingesetzt, wo dieser Soldat dann gefangen genommen wurde?

Wer kann mir hier weiterhelfen?

Schöne Grüße

Stefan

P.S. Der Brief wurde am 30. 5. 1944 abgestempelt

Peter K.

04292
(28.4.1940-14.9.1940) Hafen-Kapitän Dünkirchen,
(15.9.1940-31.1.1941) Hafenkommandant Dünkirchen,
(1.2.1941-11.7.1941) Kommandant der Seeverteidigung Dünkirchen,
(12.7.1941-26.1.1942) Hafenkommandant Dünkirchen,
(1.8.1943-23.3.1944) 9.3.1944 Hafenkommandant Dünkirchen u. Kommandantur der Festung von Dünkirchen,
(24.3.1944-6.11.1944) 29.5.1944 Hafenkommandant u. Kommandantur der Festung Dünkirchen,
(24.3.1944-6.11.1944) 20.10.1944 Hafenkommandant Dünkirchen.
Grüße aus Österreich
Peter K.

www.forum-marinearchiv.de

Sandsch

Danke,

das ist auch eines der diskutierten Ergebnisse in den anderen Foren, und bestätigt, daß es so gewesen sein kann!

Aber wofür steht das W? Welche Einheit könnte sich dahinter verbergen?
Ansonsten denke ich, klingt das plausibel.

Schöne Grüße

Stefan


kgvm

#3
Vielleicht könnte eine Anfrage bei der WASt hilfreich sein?
http://www.dd-wast.de/frame.htm

t-geronimo

Hallo Stefan!

Im Austausch wäre es nett wenn Du Hubertus die Infos, die Du hast, zur Verfügung stellen würdest:
--/>/> http://historisches-marinearchiv.de/projekte/crewlisten/ww2/eingabe.php

:O/Y
Gruß, Thorsten

"There is every possibility that things are going to change completely."
(Captain Tennant, HMS Repulse, 09.12.1941)

Forum MarineArchiv / Historisches MarineArchiv

Sandsch

Hallo,

Grundsätzlich habe ich eine gewisse Affinität zum Thema Marine, obwohl ich selber in der Luftwaffe gedient habe, und finde dieses Forum höchstinteressant. Natürlich werde ich, wenn ich alles zusammenhabe, alles über diese Person in den betreffenden Foren darstellen.

Leider ist dies der Einzige aus der Marine in meiner Verwandtschaft, die anderen Männer, über die ich recherchiere, waren alle beim Heer.

Zum Thema "WaSt": darüber habe ich mich schon informiert, doch leider fehlt mir das Geburtsdatum dieser Person; dieser Mann war zwar mit mir verwandt, doch persönlich kannte ich ihn kaum (er wurde zwischen 1915 und 1920 geboren, und ist schon seit 15 Jahren tot). Die Fotos und der Umschlag befanden sich bei den Sachen seiner Schwester  (= meine Uroma), und ich habe erst vor wenigen Wochen mit der Recherche angefangen, weil ich für unsere Nachkommen festhalten möchte, welche "armen Teufeln" diese Männer in Uniform im WK II waren. Konkret gibt es hier noch den Buchstaben W in der Feldpostnummer zu klären.

Schöne Grüße

Stefan

Götz von Berlichingen

Zitat von: Sandsch am 11 März 2013, 21:24:16
Aber wofür steht das W? Welche Einheit könnte sich dahinter verbergen?
Zitat von: Sandsch am 12 März 2013, 14:10:03
Konkret gibt es hier noch den Buchstaben W in der Feldpostnummer zu klären.

M.W. gaben die Buchstaben hinter der Feldpostnummer die jeweilige Kompanie, bzw. Batterie, Schwadron, Staffel usw. an.

SchlPr11

Hallo,
für eine Recherche suche ich Informationen, welche Einheiten stehen hinter diesen Feldpostummern
36729, 43132, 58999
Sie stehen genau so im Raum in Korrespondenzen. Leider habe ich derzeit keinen Zugriff auf die entsprechenden Quellen.
Daher meine Anfrage an die Gemeinde - REINHARD

Violoncello

Hallo Reinhard,

abhängig vom Zeitpunkt:

36729 = Flughafenkommadantur (E) Leba See, See 2/III bzw. See 11/XI,

43132 = Lw.Sperrfeuer-Battr. 256,16.11.1944 4./schw. Flak-Abt. 216, 6./schw. Flak-Abt. 232 (o),

58999 = Marine-Annahmestelle West für Freiwillige, Zweigstelle Caen, und Marine-Annahmestelle West für europäische Freiwillige, Zweigstelle Caen (die aber nur noch auf dem Papier gestanden haben dürfte, da erst ab 6.10.1944, gestrichen 16.11.1944).

Viele Grüße

Violoncello

SchlPr11

Hallo,
herzlichen Dank für die "Erhellung". Alle drei genannten Fotos kann ich in den Kontext einordnen. Ich beschäftige mich gerade mit dem Warnemünder Fotografen Karl Eschenburg während seiner Zeit als Marinekriegsberichter und Sonderführer an seinen Einsatzorten. Dabei war auch verschiedentlich bei den Seefliegern (Leba 02.10.1940) bzw. hielt über die zweite FP-Nummer Kontakt zu einem weiteren Rostocker Fotografen bei der Flakartillerie (11.01.1944 Lagernd Postam Nürnberg). Besonders interessant seine letzte Kommandierung in Frankreich, nicht mehr als PK-Mann, sondern zur Stabsarbeit. Dieses war vom Hören/Sagen bekannt, jedoch nicht die konkrete Dienststelle (09.07.1944).
Gegebenenfalls möchte ich die Nachfrage nächstens gerne noch fortsetzen - REINHARD

Deichkind

Hallo Reinhard,
der Autor des verlinkten Textes zu Karl Eschenburg ist eigentlich Spezialist für die Zeit bis 1918, aber als ausgesprochener Kenner der Mecklenburger Fotografenszene und seriöser Autor sicher auch in diesem Fall zu empfehlen.
Deichkind
https://www.rostock-frueher.de/wordpress/?page_id=5986

SchlPr11

Hallo,
wer ist der Autor, ich kann es im Text nicht ersehen! Volker Jahnke ??? Vieles wird daran stimmig aus dem zeitlichen Kontext sein. Das Kleinbürgertum läßt grüßen!
Es sind uns allerdings so viele Fotos überliefert, die den Zeitgeist atmen, wenn man ihn kennt und entsprechend beachtet. Manches kommt mir in der Rückschau aktuell ziemlich bekannt vor, ohne sich sehr aus dem Fenster zu lehnen.
Der Lebensweg von Karl Eschenburg verlief entsprechend weiter.
Und gute Nacht - REINHARD


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