U 864

Begonnen von Arche, 03 Mai 2013, 19:29:50

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cocacabanabas

Und Urs hat nicht belehrt, sondern "IMO" darauf hingewiesen, dass die Wortfolge aufgrund ihrer Bedeutung und deutschen Übersetzung in Englische die entsprechende Doppeldeutigkeit in einem Deutschen Forum hat.

Verstehe daher deinen Post nicht und finde nun ist alles dazu geschrieben, was sich zu schreiben lohnt, da Natter bereits vor dir entsprechend auf Urs geantwortet hat.

Urs Heßling

#76
moin, Axel,

Ich verwehre mich ganz entschieden gegen die Begriffe "Penetranz" und "belehren" , besonders im Zusammenhang mit "echter Urs".

Ich habe bei der Vorstellung eines Softwareprogramms in englischer Sprache erlebt, daß der Vortragende den bewussten Begriff verwandte und ein Israeli empört den Raum verließ.

Ist das Beispiel anschaulich genug ?


Wir sind ein deutsches Forum mit  - erfreulicherweise - großer internationaler Leserschaft. Ich fand es daher als Moderator richtig,  klarzustellen,  daß wir uns der "Belastung" dieses Begriffs bewußt sind.

Gruß Urs
"History will tell lies, Sir, as usual" - General "Gentleman Johnny" Burgoyne zu seiner Niederlage bei Saratoga 1777 im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg - nicht in Wirklichkeit, aber in George Bernard Shaw`s Bühnenstück "The Devil`s Disciple"

bettika61

#77
Hallo,
Zwischenzeitlich haben weitere Untersuchungen am Wrack stattgefunden mit Empfehlungen
ZitatIm Juni 2026 gelangten ferngesteuerte Unterwasserroboter erstmals in den Kiel des Wracks und holten 22 Behälter herauf, von denen rund 80 Prozent Lecks aufwiesen. Am 28. August 2026 übergab die norwegische Küstenverwaltung ihre abschließende Empfehlung an das zuständige Ministerium...
Im Juni 2026 kamen Techniker erstmals seit der Entdeckung an den Ort, an dem die Ladung gelagert war. ..... In den beiden vorderen Kästen lagen Behälter, von denen 22 herausgehoben wurden, während zwei festgerostet zurückblieben. Nach Angaben der Küstenverwaltung zur Bergung der Behälter kam dabei etwa ein halbes Tonne Quecksilber an Land, und eine erste Prüfung zeigte, dass rund 80 Prozent der Behälter beschädigt sind und auslaufen....
Nach den Erfahrungen des Sommers 2026 hat die Behörde ihre abschließende Bewertung am 28. August übergeben und rät darin erneut zur direkten Abdeckung, weil die Bergung der restlichen Ladung nach ihrer Einschätzung mehr Schadstoff freisetzt als sie entfernt. Die Entscheidung liegt nun beim Ministerium für Handel und Fischerei, eine politische Festlegung steht weiterhin aus.
...https://www.forschung-und-wissen.de/nachrichten/archaeologie/vor-norwegen-liegt-seit-1945-ein-u-boot-mit-67-tonnen-quecksilber-133712858

Die Diskussion Heben oder Abdecken geht weiter.

Original- Bericht bei
https://www.kystverket.no/nyheter/fant-kvikksolvbeholdere-i-ubatvraket/#top

Ergänzung  auf
https://www.regjeringen.no/no/dokumenter/kystverkets-vurderinger-og-anbefalinger-etter-undersokelse-og-kartlegging-av-u-864-2025-2026/id3171648/

https://www.regjeringen.no/no/aktuelt/ny-rapport-kystverket-anbefaler-tildekking-av-u-864/id3171681/
ZitatDas Ministerium für Handel, Industrie und Fischerei wird nun den Bericht und die Empfehlungen der norwegischen Küstenverwaltung prüfen. Anschließend wird das Ministerium, gemäß dem Beschluss des Storting, eine weitere Studie der norwegischen Küstenverwaltung in Auftrag geben, die die Bergung des U-Boots mit Ladung und/oder die Entfernung der Torpedos untersucht. Ziel ist es, eine Lösung zu finden, die eine dauerhafte Reduzierung des Umweltrisikos gewährleistet und gleichzeitig technisch, sicherheitstechnisch und wirtschaftlich tragfähig ist.
(Übersetzt mit google)
Grüße
Beate

,,Wer sich nicht an die Vergangenheit erinnern kann, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen." George Santayana

wirbelwind

Moin,

wenn es zeitlich gesehen, so weiter geht, löst sich das Problem Quecksilberverseuchung von selbst. Die Behälter mit dem Quecksilber korrodieren munter weiter, die Lecks nehmen zu und das Umweltgift strömt weiter aus. Das geht solange, bis dann nichts mehr in den Behälterresten enthalten ist. Die Fischer wird es ,,freuen". Sie werden dort bspw.in der weiteren Umgebung des Wracks nicht mehr fischen dürfen. Da hätte ich den norwegischen Politikern bzw. der Verwaltung mehr zugetraut.

MfG Rüdiger

ufo

Zitat von: wirbelwind am Heute um 09:56:24Moin,

wenn es zeitlich gesehen, so weiter geht, löst sich das Problem Quecksilberverseuchung von selbst. Die Behälter mit dem Quecksilber korrodieren munter weiter, die Lecks nehmen zu und das Umweltgift strömt weiter aus. Das geht solange, bis dann nichts mehr in den Behälterresten enthalten ist. Die Fischer wird es ,,freuen". Sie werden dort bspw.in der weiteren Umgebung des Wracks nicht mehr fischen dürfen. Da hätte ich den norwegischen Politikern bzw. der Verwaltung mehr zugetraut.

MfG Rüdiger

Hmmm... ich weiss gar nicht, ob das so richtig fair ist. Wir machen allerlei Forschung gemeinsam mit den Norwegern. Ist immer spannend, wenn man gemeinsam Probleme beguckt, die man nicht einfach dadurch loesen kann, dass man reich ist. Ich glaube nicht, dass es den Norwegern am Willen mangelt und am Geld sowieso nicht - ich glaube U 864 ist ein gutes Beispiel dafuer, dass manche Kriegsschaeden nicht einfach so weggehen.

Unsere Nachbarn im Sueden haben ihre SS Richard Montgomery, die da feist in der Themsemuendung liegt - da hat auch in all den Jahrzehnten nie jemand die entscheidende Idee gehabt wie man die entschaerft.

Ich denke nicht, dass eine Loesung fuer U 864 existiert, die nicht mit einem Risiko behaftet ist die Umwltkatastrophe, die sie vermeiden soll, erst auszuloesen. Und so spielt Politik eben auf Zeit und wartet / hofft darauf, dass die Natur selbst einen Loesungsweg favorisiert. 

Just my Tuppence worth of thought,
Ufo

wirbelwind

Moin Ufo,

unterschiedliche Auffassungen zu einem Thema beleben in meinen Augen die Diskussion darüber. Gerade auch, wenn sie fundiert und sachlich vorgetragen werden. Mir ist schon klar, dass ein solches Unterfangen, mit dem im Wrack von U 864 befindlichen Quecksilber,umweltbewußt umzugehen, sich nicht innerhalb weniger Monate planen und umsetzen lässt. Dazu ist die Situation sehr komplex. Nur sind mittlerweile über 20 Jahre vergangen, als das Thema auf die Agenda kam. Sicher, die datenlage ist heute weitaus besser als damals. Etliche Gutachten haben sich mit dem Thema eingehend beschäftigt. Manche Befürchtung konnte inzwischen widerlegt werden. So die Annahme, an Bord des Wracks befänden sich noch hochexplosive Torpedos. Hier leisteten die U-Boot-Experten A. Niestle und H. Hodvet ganze Arbeit. Leider gibt es divergierende Interessenlagen, so dass die politisch Verantwortlichen bisher nicht ins Handeln kamen. Wer übernimmt von den Entscheidungsträgern schon gern Verantwortung für Aktionen, die schiefgehen können. Nur, die Zeit, sie wartet nicht und in nicht allzu großer zeitlicher Ferne sind die Quecksilber-Fässer total korrodiert mit den dann erwartbaren Umweltbelastungen. Deutschland hat da mit der Bergung der verkippten Munition vom Meeresboden auch sein Päckchen zu tragen.

MfG Rüdiger

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