San Bernardino-Straße, 25.Oktober 1944

Begonnen von Big A, 04 September 2013, 22:06:37

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Urs Heßling

moin, Thomas,

Zitat von: Spee am 24 Oktober 2013, 20:44:17
deshalb meine Frage, wie stellt sich Kurita auf, wenn er Kontakt zu Halsey hat?
That is the question (Hamlet)

Aus meiner Sicht hat Kurita mindestens diese beiden Möglichkeiten
a. Direkter Angriff mit allen Kräften
Das entspräche in etwa seinen vor Beginn der Schlacht gemachten Äußerungen (s.o.)
Nachteil: Halsey kann sich dem ohne taktische und psychologische Probleme entziehen
b. Herbeiführen eines "laufenden" Schlachtschiffgefechts
Dies entspräche nicht unbedingt der japanischen Mentalität, hätte aber die Vorteile, daß
- Kurita seine zahlenmäßige 4:2-Überlegenheit so weit wie möglich nutzen kann
- Halsey dieses Gefecht, außer bei schweren Gefechtsschäden, nicht so einfach abbrechen kann
- ein Angriff der Torpedoträger zumindest möglich wird.

Zitat von: Huszar am 24 Oktober 2013, 21:19:15
Kurita fährt (müsste fahren) zum Zeitpunkt, wo Halsey auf den Radarschirmen/in den Optiken auftaucht fast genau nach WESTEN. Halsey kommt aus NORDOSTEN, und dreht auf 25k yds auf Parallelkurs.
Ja.

Zitat von: Huszar am 24 Oktober 2013, 21:07:48
Mit meiner Idee haben wir nur ca. 20 Min, und nur wenige Minuten in US-Schussweite. Wenn alles glatt läuft.
Das kann ich mathematisch/geometrisch einfach nicht nachvollziehen  :| 
Bitte noch einmal genau erklären.

Gruß, Urs
"History will tell lies, Sir, as usual" - General "Gentleman Johnny" Burgoyne zu seiner Niederlage bei Saratoga 1777 im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg - nicht in Wirklichkeit, aber in George Bernard Shaw`s Bühnenstück "The Devil`s Disciple"

Huszar

Hallo, Urs,

mal eine schnelle Skizze.

mfg

alex
Reginam occidere nolite timere bonum est si omnes consentiunt ego non contradico
1213, Brief von Erzbischof Johan von Meran an Palatin Bánk von Bor-Kalán

Spee

Wenn er genau nach Westen fährt, ist er schon direkt vor der San-Bernardino-Strasse oder lässt seine Flotte auflaufen.
Servus

Thomas

Suicide Is Not a War-Winning Strategy

Urs Heßling

moin,

Zitat von: Huszar am 24 Oktober 2013, 21:31:34
mal eine schnelle Skizze.
Das funktioniert nur, wenn Halsey wie ein Hündchen an der Leine mitmacht.

Halsey hätte aber die Möglichkeit, wenn Kurita auf Ostkurs wendet, auf Westkurs zu bleiben und erst einmal mit allen Schiffen den Zerstörerangriff zu zerschlagen. Danach stünde er zwischen Kurita und der SB-S und der stünde ziemlich schlecht da, wenn er nicht sofort reagierte und zurückdrehte.

Wie schon gesagt: ein Seegefecht hat viele Entwicklungsmöglichkeiten !

Gruß, Urs
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t-geronimo

Jetzt ist Jahrestag.
Bis heute Nacht müßt ihr das lösen!  8-)
Gruß, Thorsten

"There is every possibility that things are going to change completely."
(Captain Tennant, HMS Repulse, 09.12.1941)

Forum MarineArchiv / Historisches MarineArchiv

Urs Heßling

moin,

Zitat von: t-geronimo am 25 Oktober 2013, 00:02:01
Jetzt ist Jahrestag. Bis heute Nacht müßt ihr das lösen!  8-)
Nö. Bis zum 70sten Jahrestag haben wir noch 365 Tage Zeit  :MZ: :ML:

Gruß, Urs
"History will tell lies, Sir, as usual" - General "Gentleman Johnny" Burgoyne zu seiner Niederlage bei Saratoga 1777 im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg - nicht in Wirklichkeit, aber in George Bernard Shaw`s Bühnenstück "The Devil`s Disciple"

Huszar

Moin, Moin,

ZitatWenn er genau nach Westen fährt, ist er schon direkt vor der San-Bernardino-Strasse oder lässt seine Flotte auflaufen.

ähmm... ja. Ich bin bisher davon ausgegangen, dass das seit einigen Seiten klar ist. Halsey hat nicht die mindeste Chance, Kurita irgendwo anders abzufangen, und selbst dieses unsere Scenario ist nur bedingt möglich:
- Halsey hält für den ganzen Tag die 30Kn über Grund
- Halsey fährt direkt auf die SB-S zu, ohne irgendwelche Umwege
Nur so kann er um ca 23:00, 24sm vor der SB-S Kurita abfangen.

ZitatDas funktioniert nur, wenn Halsey wie ein Hündchen an der Leine mitmacht.


ja

ZitatHalsey hätte aber die Möglichkeit, wenn Kurita auf Ostkurs wendet, auf Westkurs zu bleiben und erst einmal mit allen Schiffen den Zerstörerangriff zu zerschlagen. Danach stünde er zwischen Kurita und der SB-S und der stünde ziemlich schlecht da, wenn er nicht sofort reagierte und zurückdrehte.


Wenn Halsey nicht mitmacht, wäre Kurita blöd, selbst diese Kurse zu halten. In diesem Fall würde zumindest ich wieder auf Westkurs gehen, die Zerstörer entweder zurückpfeifen, oder sie auf Westkurs lassen, um sich vorzusetzen. Und dann haben wir die gleiche Situation, wie vor diesem Manöver  :-D

Zitat
Wie schon gesagt: ein Seegefecht hat viele Entwicklungsmöglichkeiten !


genau aus diesem Grund mag ich seetaktische Spiele eher weniger. Kurse abstecken, die Vorbedingungen klären ok, aber sobald das Schiessen anfängt... Da genügt dir ein Lucky Hit - den du keinesfalls berechnen kannst! - um die ganze Sache umzuwerfen.

Wie wärs, wenn wir Axel und seine Kaffeerunde eine Hausaufgabe geben:
Die Anfangspositionen (Relativ und Absolut) sind gegeben, Stärken sind gegeben, Ziele sind gegeben. Bitte durchspielen  :-D

mfg

alex
Reginam occidere nolite timere bonum est si omnes consentiunt ego non contradico
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Big A

ZitatWie wärs, wenn wir Axel und seine Kaffeerunde eine Hausaufgabe geben:
Die Anfangspositionen (Relativ und Absolut) sind gegeben, Stärken sind gegeben, Ziele sind gegeben. Bitte durchspielen  :-D

her mit die Würfels :-D

Axel
Weapons are no good unless there are guts on both sides of the bayonet.
(Gen. Walter Kruger, 6th Army)

Real men don't need experts to tell them whose asses to kick.

t-geronimo

Daher auch mein Ansatz, es bis heute Nacht zu beenden (Urs darf natürlich noch 1 Jahr weiter machen ;)).
Denn seit einigen Seiten habe ich das Gefühl, dass ziemlich auf der Stelle getreten wird, weil es einfach zu viele Unwägbarkeiten gibt. Ich weiß nicht, ob eine noch weitere Erörterung diesen Thread unbedingt weiter bringt.
Gruß, Thorsten

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(Captain Tennant, HMS Repulse, 09.12.1941)

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Urs Heßling

moin,

Zitat von: t-geronimo am 25 Oktober 2013, 18:21:54
Urs darf natürlich noch 1 Jahr weiter machen
Dazu brauche ich kein Jahr :-D :wink:

Zitat von: Huszar am 25 Oktober 2013, 08:44:38
Wie wärs, wenn wir Axel und seine Kaffeerunde eine Hausaufgabe geben:
Die Anfangspositionen (Relativ und Absolut) sind gegeben, Stärken sind gegeben, Ziele sind gegeben. Bitte durchspielen  :-D
Da fehlen aber die Würfelregeln ... zum Beispiel (für 2 Würfel)
ein BB Iowa erzielt bei 25.000 yds auf einem Großziel Treffer bei einem Ergebnis mit "1" und "1 oder 2" (p = 5,5 %)
ein CL Cleveland erzielt auf einem Ziel von Zerstörergröße Treffer
- zwischen 20.000 und 15.000 yds ...
- zwischen 15.000 und 12.000 yds ...
- zwischen 12.000 und 10.000 yds ...

und so weiter ...

Zitat von: Huszar am 25 Oktober 2013, 08:44:38
genau aus diesem Grund mag ich seetaktische Spiele eher weniger. Kurse abstecken, die Vorbedingungen klären ok, aber sobald das Schiessen anfängt...
Ich probiere es einmal und spiele Kurita.
Bei Feuereröffnung Halsey bleibe ich mit den Schlachtschiffen auf Kurs SB-S, Fahrt 15 kn.
Ich schicke eine Gruppe mit Tone, Noshiro und 2 Zerstörern auf Kurs 300 Grad mit dem Befehl zum Torpedoangriff.
Ich schicke eine Gruppe mit Haguro, Yahagi und 4 oder 5 Zerstörern auf Kurs 030 Grad mit dem Befehl zum Torpedoangriff.
Absicht: Ich will Halsey, bei dem ich 7 Schiffe, darunter 2 oder 3 Schlachtschiffe, sonst vermutlich Kreuzer, aufgrund des Beschusses erkannt habe, in einem Artilleriegefecht binden, um meinen Torpedoträgern (bin selbst alter "Torpedomann") die Gelegenheit zum Angriff zu geben.
Die "Westzange" soll Halsey hindern, in einem Bogen auf mich zuzudrehen, da ein Schlachtschiff normalerweise nicht das Nachtgefecht mit Torpedoträgern sucht.
Die "Ostzange soll im weiteren Verlauf des Gefechts, falls Halsey sich zurückziehen will (oder aufgrund von Gefechtsschäden muß), entscheidend angreifen.
Feuerverteilung:
"Yamato" bekämpft das "erste" Schlachtschiff, "Nagato" das zweite, "Kongo" und "Haruna" bekämpfen zwei weitere Ziele (Kreuzer), um die Chancen meiner Torpedoträger zu erhöhen.
Ich hoffe, daß die US-Schlachtschiffe ihr konzentriertes Feuer auf "Yamato" richten, da meine anderen Schlachtschiffe dann "unbedrängt" feuern können.

Wer spielt Halsey ? (wenn keiner ... machen wir zur Untergangszeit der "Nowaki" Schluß)

Gruß, Urs


"History will tell lies, Sir, as usual" - General "Gentleman Johnny" Burgoyne zu seiner Niederlage bei Saratoga 1777 im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg - nicht in Wirklichkeit, aber in George Bernard Shaw`s Bühnenstück "The Devil`s Disciple"

t-geronimo

Darf ich mal wieder off-topic werden? Hat aber mit Trefferwahrscheinlichkeiten zu tun!!

Zitat von: ede144 am 23 Oktober 2013, 19:42:39
Ich bin mir da nicht sicher, ob die IJN da wirklich so schlecht geschossen hat. Ich kopiere mal einen Link von Navweaps hier rein, wo der Autor Rob Lundgren einige Dinge ausführt:
http://warships1discussionboards.yuku.com/reply/356987/Kriegsmarine-vs-Center-Force#reply-356987
Es geht um Post 166
Yamato hatte Gambier Bay anscheinend auf 30 km eingegabelt. So schlecht finde ich das nicht.

Yamatos Treffer findet sich auch bei  --/>/> Combined Fleet wieder. Wenn das stimmt, wäre ja die Diskussion bzw. der Artikel bei Navweaps, ob nun Scharnhorst oder Warspite den Artillerietreffer auf die weiteste Entfernung erzielt haben, völlig hinfällig.
Wundert mich, dass das dort nie jemand korrigiert hat.



@ Urs:
Als Halsey würde ich auf alle Fälle jede Iowa ein BB beschießen lassen. Und zwar das erste und zweite in der Linie, denn ich weiß nicht, ob die Radar-Mixer erkennen können, welches Echo denn Yamato ist. Sie wird aber recht weit vorn laufen.

Und jetzt muß ich Geburtstag feiern.  :OuuO:
Gruß, Thorsten

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Baunummer 509


ede144

#357
Zitat von: t-geronimo am 25 Oktober 2013, 19:43:33
Darf ich mal wieder off-topic werden? Hat aber mit Trefferwahrscheinlichkeiten zu tun!!

Zitat von: ede144 am 23 Oktober 2013, 19:42:39
Ich bin mir da nicht sicher, ob die IJN da wirklich so schlecht geschossen hat. Ich kopiere mal einen Link von Navweaps hier rein, wo der Autor Rob Lundgren einige Dinge ausführt:
http://warships1discussionboards.yuku.com/reply/356987/Kriegsmarine-vs-Center-Force#reply-356987
Es geht um Post 166
Yamato hatte Gambier Bay anscheinend auf 30 km eingegabelt. So schlecht finde ich das nicht.

Yamatos Treffer findet sich auch bei  --/>/> Combined Fleet wieder. Wenn das stimmt, wäre ja die Diskussion bzw. der Artikel bei Navweaps, ob nun Scharnhorst oder Warspite den Artillerietreffer auf die weiteste Entfernung erzielt haben, völlig hinfällig.
Wundert mich, dass das dort nie jemand korrigiert hat.



@ Urs:
Als Halsey würde ich auf alle Fälle jede Iowa ein BB beschießen lassen. Und zwar das erste und zweite in der Linie, denn ich weiß nicht, ob die Radar-Mixer erkennen können, welches Echo denn Yamato ist. Sie wird aber recht weit vorn laufen.

Und jetzt muß ich Geburtstag feiern.  :OuuO:

Nun es ist aus amerikanischer Sicht wahrscheinlich besser wenn Deutsche oder Briten das unter sich ausmachen, wenn man selbst schon nicht mitspielen darf. Aber das die "kleinen gelben Bastarde" sowas mit der heiligen USN machen das gibt es nicht
:MLL:

Mit zwei Iowas gegen einen numerisch überlegenen Gegner anzutreten, entsprach nicht ganz der Doktrin. Dafür war Oldendorfs Aktion eigentlich bilderbuchmäßig das was die USN als Entscheidungsschlacht mit einem Gegner plante.

Deshalb meine Frage, würde Halsey wirklich angreifen oder versuchen Kurita zu binden und bei Tage die mit den Flugzeugträgern anzugreifen?

Gruß
Thomas

Urs Heßling

#358
moin, Thomas,

Zitat von: ede144 am 26 Oktober 2013, 20:23:42
.. würde Halsey wirklich angreifen oder versuchen Kurita zu binden
Wie will er ihn "binden", wenn er nicht angreift ?
Dann führe Kurita einfach weiter Richtung SB-S ...

Aber vergegenwärtigen wir uns noch einmal Halseys "psychologische" Lage :
- in der Nacht zuvor hat Oldendorff die japanischen Südgruppen vernichtet.
- am Morgen des Tages hat Sprague mit geringsten Mitteln Kurita "abgeschlagen".
- am Nachmittag haben die anderen TG der TF 38 (Mitscher) Ozawa geschlagen.
Nur er selbst ist zwischen den Schauplätzen hin und her gefahren, ohne einen Schuß abzugeben. Außerdem brennt in ihm die zumindest subjektiv empfundene "Schmach" des Nimitz-"Where is TF 34"-Funkspruchs.
Nun könnte er (in unserem Spielszenario) endlich, wenn auch in Unterzahl, ins Gefecht kommen (er hat bei den Trägerraids im Frühjahr 1942 vor der Schlacht im Korallenmeer vergleichbare Risiken nicht gescheut) und Nimitz eine Antwort wie "Here is TF 34" geben.
Ich glaube nicht, daß er dieser Versuchung widerstehen könnte.

Gruß, Urs
"History will tell lies, Sir, as usual" - General "Gentleman Johnny" Burgoyne zu seiner Niederlage bei Saratoga 1777 im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg - nicht in Wirklichkeit, aber in George Bernard Shaw`s Bühnenstück "The Devil`s Disciple"

Spee

Servus,

Nun es ist aus amerikanischer Sicht wahrscheinlich besser wenn Deutsche oder Briten das unter sich ausmachen, wenn man selbst schon nicht mitspielen darf. Aber das die "kleinen gelben Bastarde" sowas mit der heiligen USN machen das gibt es nicht


Mit zwei Iowas gegen einen numerisch überlegenen Gegner anzutreten, entsprach nicht ganz der Doktrin. Dafür war Oldendorfs Aktion eigentlich bilderbuchmäßig das was die USN als Entscheidungsschlacht mit einem Gegner plante.

Deshalb meine Frage, würde Halsey wirklich angreifen oder versuchen Kurita zu binden und bei Tage die mit den Flugzeugträgern anzugreifen?


Was genau entsprach denn nicht der Doktrin? Wo ist die US-Navy heilig?
Servus

Thomas

Suicide Is Not a War-Winning Strategy

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