Radargelenktes Feuer deutscher Kriegsschiffe im WWII

Begonnen von Matrose71, 09 August 2014, 17:08:26

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fsimon

Hallo Gabler,
Aus der Liste mit den Einbauszuständen zum 1.9.41, aud die Thoddy hingewiesen hat, und die Du hier gepostet hast, geht hervor dass Prinz Eugen noch mit kombinierter Drehhaube den Feinpeilzusatz installiert hatte. Daraus schließe ich, dass dies möglich war und somit auch für Bismarck möglich war. Woher schließt Du, dass Bismarck und Prinz Eugen den Vorgänger der Minimumpeilung also den früheren "Leitlinienpeilzusatz" (LPZ) nebst Leitlinienpeilgerät (LPG und dazugehörigen Umschalter (LPU) hatten? Und was ist bisher über dieses Verfahren bekannt? Nutzte es auch eine Form der Antennenteilung zum Empfang?
Deine Forschungsarbeit ist klasse!
Gruß
Frank

Darius

Zitat von: Leopard2A6EX am 04 Januar 2026, 12:01:58Hallo in die Runde - bin beim stöbern im BArch auf diese Akte hier gestoßen. Ich nehme mal an, die ist bekannt? Für mich persönlich, das Umfangreichste, was ich je zum Thema Funkmess-Schießen gesehen habe. Hier speziell Küstenbatterien. In wie weit das Ganze nun auf den Schiffseinsatz - mit ständigen 3dimensionalen Bewegungen und ner Menge Salz - übertragbar ist, vermag ich leider nicht zu sagen.. 🤔

Vielen Dank für´s Teilen.

Ich kann zu dem "Radar"-Thema nicht so viel beitragen. Aber bei der Auswertung der KTB Skl, Teil A, für 04+05/1943, habe ich paar Hinweise bzgl. Funkmess-Themen (nicht nur auf Schiffen) gesehen, die ich hier mal reinstelle:

Zitat30.04.1943:
Chef MND berichtet von einem Vergleichsschießen, das von ,,Scharnhorst" mit Funkmeßortung und optischer E-Messung durchgeführt worden ist....
[siehe Anlage]

07.05.1943:
Von Skl. Chef MND ist eine Untersuchung über den Einfluss des Funkmeßdienstes auf den U-Bootskrieges in der Biskaya angestellt worden. Als besonders wichtig ist hervorzuheben, daß Anzeichen dafür vorliegen, daß der Gegener mit für unsere Abwehr nicht hinreichend nachweisbaren Ortungsmitteln arbeitet.

Um den überlegenen Ortungsmethoden des Gegners entgegenzutreten wird mit sofortiger Wirkung die Aufstellung eines Funkmeßversuchs- und Lehrtrupps der Gr. West befohlen (Einzelheiten s. 1/Skl. 13233/43 gKdos.).

11.05.1943:
Die Funkmeßstelle Kelibia meldet am 11/5. 0300 Uhr, daß Geheimsachen und Funkgerät um 0600 Uhr vernichtet werden.
 
27.05.1943:
2 eigene Uboote melden am 22. und 28/5. in der inneren Biscaya Funkmeßortung auf 132 cm, vermutlich durch in der Nähe stehende Fischdampfer.

30.05.1943:
Chef MND meldet, daß die Absicht, von der Post Funkmeßempfänger für U-Boote zu erhalten, nicht durchführbar ist, da die Post nur wenige Geräte besitzt, deren Erprobung noch nicht endgültig abgeschlossen ist.

Im Westraum ist ein Funkmeßtrupp aufgestellt, für dessen Einsatz die Gruppe die Verantwortung zu tragen hat. Die Gruppe hatte diese ursprünglich abgelehnt. Chef Skl. bestätigt die Unterordnung des Funkmeßtrupps unter die Gruppe West.

Wenn die Schnipsel hier nicht reinpassen, dann bitte gerne ein neues Thema daraus erstellen :MV:


 :MG:

Darius

Thoddy

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