Marinemuseum Dänholm/Kunsthistorisches Museum Stralsund

Begonnen von sgt.pepper, 13 November 2014, 20:08:45

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bettika61

Hallo bitti,
vielen Dank für  den virtuellen Rundgang durch die Geschichte und durchs Gelände des Dänholm  :MG:
den hätte ich bei meinem Kurzbesuch dort gut brauchen können.

Kannst Du was zur Vornutzung des abgebildeten Gebäudes sagen?

Grüsse
Beate

Grüße
Beate

,,Wer sich nicht an die Vergangenheit erinnern kann, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen." George Santayana

bitti

#16
Zitat von: bettika61 am 21 November 2014, 22:25:03

Kannst Du was zur Vornutzung des abgebildeten Gebäudes sagen?

Grüsse
Beate

Nein, leider nicht. Ich habe da auch schon herumgerätselt. In den 80er Jahren war dahinter die Sturmbahn, aber das, offensichtlich inzwischen sanierte, Gebäude hatte damit nach meinem Wissen nichts zu tun.

Ansicht 2011


Mario

Hallo bitti

Vielen Dank für die Fotos, da kommen viele Erinnerungen hoch.
Mir sind auch viele Dinge wieder eingefallen, z.B. die Sturmbahn, das Schulungsgebäude oder auch der Med-Punkt usw.

HSE24

Guten Morgen, Interessante Geschichte zur VM vor Ort.
Aber was ist mit den beiden Grenzbootgruppen, welche ebenso vor Ort ihren Liegeplatz hatten, oder verwechsle ich etwas?

Danke
Heinz Garten

sgt.pepper

Hallo Zusammen,
anbei habe ich noch das offizielle Prospekt des Kulturhistorischen Museums der Hansestadt Stralsund
beigefügt.
So Long
Sgt.Pepper  :O/Y
Fletcher-Sailors have the most fun!

sundianer

Zum Betrag //16: es gehört zur Kläranlage des Dänholms.
Wie BITTI schon geschrieben hat: das Gebäude re neben der kleinen Brücke zum kl. Dänholm   war u.a. bis etwa 1973 die Zentrale Rundfunk-u. Fernsehwerkstatt. Ab wann aber Med.Punkt wüsste ich gerne? Obwohl ich unmittelbar daneben in der Torpedowerkstatt (14 Jahre) gearbeitet habe ist mir der genaue Zeitpunkt nicht mehr geläufig

karli1

Nachdem ich wieder einige Tage in Stralsund verbracht hatte, nutzte ich die Gelegenheit, auch das Marinemuseum auf dem Dänholm zu besuchen.
Ich finde, dass dieses Museum, das im nächsten Jahr 35 Jahre alt wird, ein perfektes Beispiel dafür ist, dass solche kleinen Museen nur durch die Arbeit engagierter Mitglieder eines Fördervereins existieren können.
Sei es bei der Präsentation der Ausstellungsstücke, bei der Sauberkeit und Instandhaltung der im Außenbereich aufgestellten Objekte oder bei der Durchführung von Führungen – ohne das Engagement der Vereinsmitglieder wäre vieles sicherlich nicht möglich.
In diesem Zusammenhang möchte ich auch darauf hinweisen, dass der dort ansässige Förderverein in diesem Jahr sein 35-jähriges Bestehen feiert. Einer der Gründungsväter, Dr. Auerbach, dürfte dem einen oder anderen durch seine Veröffentlichungen bekannt sein.
Die dort ausgestellten Objekte, die die Verbundenheit der Marine mit dem Standort Stralsund und der Umgebung verdeutlichen, durchziehen nahezu alle Zeitepochen. Der zeitliche Schwerpunkt liegt dabei natürlich auf der Epoche der Volksmarine, bedingt durch die über einen längeren Zeitraum in Stralsund stationierten bzw. vorhandenen Marineteile.
Aber auch die Verbindung zur Insel Rügen wird sehr anschaulich dargestellt – angefangen beim Trajektverkehr über den Strelasund bis hin zum späteren Bau des Rügendamms.
Was ich persönlich sehr gut finde, ist die Tatsache, dass man dort noch eine große Anzahl originaler Ausstellungsstücke sehen kann und nicht nur eine digitale Präsentation, wie sie heutzutage in vielen Museen bereits zum Standard geworden ist.
Da das Marinemuseum jedoch zu den Museen Stralsunds gehört und – im Gegensatz zu den beiden anderen großen Museen, dem Meeresmuseum und dem OZEANEUM – nicht unbedingt fußläufig erreichbar ist, ist die Besucherzahl natürlich überschaubar. Und das drückt sich meiner Meinung nach auch in der finanziellen Zuwendung für das Museum aus.
Besonders deutlich wird dies meiner Meinung nach an der Sonderausstellung zum Segelschulschiff ,,Greif", ex ,,Wilhelm Pieck". Hier werden dringend notwendige Renovierungsarbeiten offenbar nicht ausreichend finanziert, sodass der Förderverein mit diesen Aufgaben weitgehend allein gelassen wird. Auch für die Instandhaltung der zahlreichen Außenobjekte sowie der Gebäude und des Magazins stehen offenbar keine oder nur sehr geringe Mittel zur Verfügung.
Darüber hinaus habe ich persönlich den Eindruck, dass die verantwortlichen Museologen teilweise nur über geringe Kenntnisse der maritimen und insbesondere der militärhistorischen Materie verfügen. Andernfalls würde manches im Museum meiner Meinung nach sicherlich anders aussehen.
Trotz dieser Kritik lohnt sich ein Besuch des Marinemuseums auf dem Dänholm meiner Meinung nach unbedingt – gerade wegen der zahlreichen originalen Exponate und des großen Engagements des Fördervereins. Dieses Engagement verdient Anerkennung und Unterstützung.

Rainer

M-54842

#22
Ich stimme den Ausführungen von Rainer vollumfänglich zu. Ich war auch vor kurzem mal wieder vor Ort und mache das seit vielen Jahren kontinuierlich. Eine feine Sammlung. Anbei ein paar Fotos.

der erste

Das Museum ist Teil des ehemaligen Kulturhistorischen Museums, jetzt des Stralsund Museum. Mi dem Antritt der neuen Direktorin des Museums vor einigen Jahren wurde das Museum zutiefst vernachlässigt. Infolgedessen haben viele ehemalige ehrenamtliche Mitarbeiter ihre Arbeit im Museum aufgegeben. Trotzdem konnte man die Ausstellung erhalten und mit der neuen Kuratorin, die auch die "Greif-Ausstellung" konzipiert hat und mit der See auch familiär verbunden ist, zieht nun auch wieder etwas Hoffnung ein. Ich wünsche ihr alles Gute. Auch der neue Vorsitzende  des Fördervereines tut alles um den Standort zu erhalten, auch wenn es nicht immer leicht ist.

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