Begleitflugzeugträger / Leichter Flugzeugträger

Begonnen von MP, 17 Januar 2015, 08:32:29

Vorheriges Thema - Nächstes Thema

0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.

delcyros

Redfort,
Zitataber nicht "Herstellerwerk", sondern Werft habe ich geschrieben. Das sind zwei verschiedene paar Schuhe.
Tortzdem gibt es noch Dinge die kann selbst auf eine eingeschiffte Werftabteilung nicht machen.
Zudem gibt es einen entsprechenden Befehl darüber das abgeflogende Motoren zum Herstellerwerk zurück zu schicken sind !
Ja. Abgeflogene. Ein Werftzug kann die Triebwerke pflegen, warten, reparieren aber eben nicht alles. Das wird auch nicht erwartet.

Alex,

ZitatFakt ist, dass bei Einsatzzahlen, wo sich ein Träger lohnt, die Motoren nach höchstens einen Monat getauscht werden müssen.

Ein Monat max. 31 Tage. Das bedeutet, jeder Motor MUSS 4 Std. am Tag in Betrieb sein, damit er nach Ablauf eines Monates getauscht werden MUSS.
Wieviele Tage im Monat im Nordatlantik gibt es wieviele Stunden Flugwetter? Warum ziehst du keine Einsatzzahlen aus dem Pazifik heran, für den Vergleichsbeispiele durchaus publiziert wurden?


ZitatDu brauchst so oder so den Einsatzmaschinen an Zahl identischer Ersatzmotoren
Verhindert das eine Trägeroperation im Nordatlantik? Wieviele Ersatzmotoren waren für GZ eingeplant?

Zitat

Zitat

    War sie logistisch unterstützbar?

Nein

Dürfen wir hoffen, auf diese Antwort eine quellenbasierte Begründung zu erfahren,
oder eher nicht? Insbesondere warum konnten Panzerschiffe im Atlantik mit Betriebsstoffen, Munition, Verpflegung und Vorräten unterstützt werden aber ein Flugzeugträger nicht?


Carsten,

der Bf-109G basierte/ Db605A getriebene, erst 1942 geplante Trägerjäger kommt zu spät und darf deswegen keine Berücksichtigung hier finden, prinzipiell sind Luftgekühlte Sternmotoren in Vorteil, aber denk an die Seeluft und welche materiellen Anforderungen dass an die Korrosionsbeständigkeit der dem Fahrtwind ausgesetzten Bauteile stellt. Die Amerikaner nehmen auf dieses Problem keine Rücksicht.


Huszar

Hallo, Delc,

Ich versuche mal auf deine "Argumente" mal ruhig zu reflektieren.

1, Trägereinsatz im Nordatlantik mit U-Boot und Langstreckenaufklärern.
Auch wenn wir unterstellen, dass bei einem Einsatz zwingend auf Langsträkenaufklärern aus Norwegen und/oder Frankreich zurückgegriffen werden kann (was aus Sicht von 1939 und davor eher nicht der Fall ist, da weder Langstreckenaufklärer, noch die Stützpunkte zV stehen), würdest du den Träger in einem Gebiet fesseln, das eher weniger für Trägerop geeignet ist. Die Tatsache, dass dieses Gebiet sich auf den östlichen Nordatlantik beschränken würde, wo mit gehäuftem Auftreten der RN zu rechnen ist, kommt noch dazu. Eine Trägerop im Mittel- oder Südatlantik, oder im westlichen Nordatlantik bedingt einen Einsatz eigener Aufklärung vom Träger. Wieso ausserdem ein Flugzeugträger in einem Gebiet eingesetzt werden soll, wo die Witterung einen Flugbetrieb (meistens) verhindert, kann ich auch nicht verstehen.
Ein Einsatz von U-Booten und Überwasserschiffen im gleichen Einsatzraum ist ausserdem verfehlt (Minderung der Diversionswirkung, gegenseitige Behinderung)

2, Vergleich der gegenständigen Trägerop mit Trägerop im Pazifik (J oder US).
Wie mehrmals geschrieben, können diese beiden NICHT verglichen werden, da völlig andere Voraussetzung und Einsatzart. Trägerop im Pazifik waren durchgängig Angriffe auf Stützpunkte, oder gegen Kriegsschiffgruppen in Verbindung mit Angriffen auf Stützpunkte. Sogar bei der IO-Op konnten sich die Japaner darauf verlassen, dass sich östlich von ihnen keine gegnerischen Schiffe befinden.
Bei der Raider-Op im Atlantik hast du weder Stützpunkte, die angegriffen werden sollen/können, bzw in derem Zusammenhang gegnerische Schiffe in einem Winkel von höhstens 180° angetroffen werden können, noch die Gewissheit, dass sich östlich, südlich, westlich oder nördlich von die KEINE feindlichen Schiffe befinden.
Der nächste Vergleich würden die CVEs der Hunter-Killer-Gruppen sein.

3, logistische Unterstützung der Träger-Op.
Eine Versorgung bedeutet nicht nur Treibstoff, Mun und Verpflegung, sondern bei einer Träger-Op vor allem Flugzeuge. Wie schon mehrmals geschrieben, haben die Verluste ohne Feindeinwirkung auf etwa 1-10% betragen. Ich kann mich leider nicht an die genaue Zahl erinnern, noch für welchen Zeitraum und Typ diese Verluste beziehen, und kann auch derzeit nicht nachsehen (weiss nicht einmal, wo ich es gelesen habe). Indessen wurde diese Zahl hier weder angezweifelt, noch widerlegt.
Wie dem auch sei, falls sich die Unfallverluste auf mehr, als 1% belaufen, müssten Ersatzflugzeuge während der Op zugeführt werden, damit der Träger noch ansatzweise einsetzbar bleibt. Unglücklicher Weise ist dieser Nachschub nicht auf dem Luftweg zu machen (zu grosse Entfernung von jeglichen Stützpunkten), noch ist eine Versorgung mit eingekisteten Maschinen praktikabel. Zur Erinnerung: die HSK haben eher auf die Übernahme solcher Flieger verzichtet, da dies zu schwierig gewesen wäre. Dabei sprechen wir über einzelne Maschinen, und nicht über ein Dutzend!
Da sowohl Luftversorgung, als auch eingekistete Flieger ausfallen, bleibt dir nur die Versorgung mit flugfähigen Maschinen - was dann Versorger bedingt, die mindestens 12 solche Maschinen befördern können, und zumindest den Start dieser zulässt. Also fallen die beliebigen Frachter (oder eine Ditmarschen) aus.

4, Einsatzzahlen und Aufklärung.
Wenn schon ein Träger mit Kreuzern/Schlachtschiffen in den Atlantik geschickt wird, sollte schon diese Kampfgruppe etwas mehr erreichen, als eine Kapfgruppe ohne Träger. Wird auf stärkere Aufklärung verzichtet, werden die Erfolge so in etwa identisch sein, wie in Realität. Dafür einen Träger bauen und in den Atlantik schicken ist dann schon eine Verschwendung bzw unnötig. (ein Träger, der keine Aufklärung fliegt, kann sogar eine Belastung für die Kampfgruppe sein, als eine Hilfe).
Das absolute Minimum für eine Aufklärung wären täglich zwei Suchstreifen auf 180°, mit jeweils 8 Maschinen auf 200sm Tiefe. Selbst wenn die beiden Suchstreifen mit unterschiedlichen Maschinen geflogen werden, würden täglich und Maschine 3,5-4,5 Betriebsstunden zusammenkommen, nach einem Monat sind die Motoren also Werftreif. Klar, die Witterung kann an einigen Tagen einen Einsatz auch im Mittelatlantik verhindern, allerdings sprechen wir hier nur über die Aufklärung, und nicht über ev. Angriffe - von denen in einem Monat doch 1-2 möglich sein sollten.

Ich hab bewusst auf Seitenhiebe verzichtet, und auf die Provokationen nicht reagiert, mal sehen, obs auch zivilisiert geht.

mfg

alex
Reginam occidere nolite timere bonum est si omnes consentiunt ego non contradico
1213, Brief von Erzbischof Johan von Meran an Palatin Bánk von Bor-Kalán

Q

Zitat von: Huszar am 27 Januar 2015, 08:41:07
3, logistische Unterstützung der Träger-Op.
Eine Versorgung bedeutet nicht nur Treibstoff, Mun und Verpflegung, sondern bei einer Träger-Op vor allem Flugzeuge. Wie schon mehrmals geschrieben, haben die Verluste ohne Feindeinwirkung auf etwa 1-10% betragen. Ich kann mich leider nicht an die genaue Zahl erinnern, noch für welchen Zeitraum und Typ diese Verluste beziehen, und kann auch derzeit nicht nachsehen (weiss nicht einmal, wo ich es gelesen habe). Indessen wurde diese Zahl hier weder angezweifelt, noch widerlegt.
Wie dem auch sei, falls sich die Unfallverluste auf mehr, als 1% belaufen, müssten Ersatzflugzeuge während der Op zugeführt werden, damit der Träger noch ansatzweise einsetzbar bleibt. Unglücklicher Weise ist dieser Nachschub nicht auf dem Luftweg zu machen (zu grosse Entfernung von jeglichen Stützpunkten), noch ist eine Versorgung mit eingekisteten Maschinen praktikabel. Zur Erinnerung: die HSK haben eher auf die Übernahme solcher Flieger verzichtet, da dies zu schwierig gewesen wäre. Dabei sprechen wir über einzelne Maschinen, und nicht über ein Dutzend!
Da sowohl Luftversorgung, als auch eingekistete Flieger ausfallen, bleibt dir nur die Versorgung mit flugfähigen Maschinen - was dann Versorger bedingt, die mindestens 12 solche Maschinen befördern können, und zumindest den Start dieser zulässt. Also fallen die beliebigen Frachter (oder eine Ditmarschen) aus.


Waere es nicht denkbar und eigentlich auch aeusserst Zweckmaessig, die Ditmarschen wie jedes Schiff der Achse ausserhalb der Reichweite eigener Luftbasen, mit Katapulten aus zu statten?

Ich denke mir das so:

Ein Versorger mit nem Katapult 20 Fliegern in Kisten verpackt im Bauch steht im Mittelatlantik. Ein Flugboot landet beim Traeger, nimmt Bodencrew und Flugzeugfuehrer mit zum Versorger. Denke so an 1/3 der Flugzeugfuerer des CV. An Bord des Versorgers werden die Flugis startklar genacht. Schoen eins nach dem anderen und zum CV geflogen. Dies kann in dem Fall sogar von einiger Entfernung zum Traeger passieren. Wenn beide Einheiten zur Treibstoffversorgung eh auf Tuchfuehlung stehen ist der Transfer noch einfacher. So zumindest umgeht man zumindest das Problem Flugis mit Kisten ueber zu setzten.

Zusaetzlich koennte durch solch eine Massnahme auch von anderen Einheiten, sei es HSK, Blockadebrecher wie auch Versorgern eine Kette gebildet werden, um Ausruestung wie im Beispiel der Scheer das Quarz sehr schnell bei den Einheiten ist. Ausserdem kann man dann auch die eben genannten Einheiten zusaetzlich mit Schwimmerflugis ausstatten, die nach zusaetzlich Aufklaerung fliegen. Dabei denke ich speziel an Basen der Gegner, um dadurch ein Lagebild zu erstellen, wo sich Feineinheiten und wo sich Beute auf haellt.


Just my 2 pence


Don't Panic
Quand tu veux construire un bateau, ne commence pas par rassembler du bois,
couper des planches et distribuer du travail,
mais reveille au sein des hommes le desir de la mer grande et large.

St.Ex

redfort

Moin,

ZitatWaere es nicht denkbar und eigentlich auch aeusserst Zweckmaessig, die Ditmarschen wie jedes Schiff der Achse ausserhalb der Reichweite eigener Luftbasen, mit Katapulten aus zu statten?

Genau dies war schon in der Planung vom Dezember 1939, da sollte jedes Troßschiff sein eigenes Bordflugzeuge bekommen bis Mai 1940 . WESTERWALD und DITHMARSCHEN, ERNLAND, FRANKEN hatten alle schon eins gehabt.
Am 22.12.1939 wurde diese Forderung seitens der 1.Skl zum Teil für einzelne Troßschiffe wieder aufgegeben.

ZitatEin Versorger mit nem Katapult 20 Fliegern in Kisten verpackt im Bauch steht im Mittelatlantik. Ein Flugboot landet beim Traeger, nimmt Bodencrew und Flugzeugfuehrer mit zum Versorger. Denke so an 1/3 der Flugzeugfuerer des CV. An Bord des Versorgers werden die Flugis startklar genacht. Schoen eins nach dem anderen und zum CV geflogen. Dies kann in dem Fall sogar von einiger Entfernung zum Traeger passieren. Wenn beide Einheiten zur Treibstoffversorgung eh auf Tuchfuehlung stehen ist der Transfer noch einfacher. So zumindest umgeht man zumindest das Problem Flugis mit Kisten ueber zu setzten.

Guter Plan, aber wenn man Flugzeuge in Kisten verpackt so ist es mal eben nicht abgetan mit einer Kiste !
Bei der Arado 196 zum Beispiel wurden im Dezember 1940, 2 Troßschiffe (ALTSTERTOR und ALSTERUFER) mit ingesamt 5 Flugzeugen für 5 verschiedene Schiffe in Kisten verpackt beladen.
So jedes Flugzeug wurde in 8 einzelne Kisten mit einen gesamtgewicht von 26.3 t verpackt ! ( * entspricht beim Eisenbahntransport 2 Güterwaggons von ca. 11 m länge ). Die größte Kiste hatte ein länge von ca. 10 x 3 x 5 m Größe ! Vieleicht kann man den Jäger oder Stuka hier da eine Kiste einsparen aber im ganzen wird sich da nicht viel ändern.

Dies wären Raummäßig bei 20 Flugzeugen ca. 160 Kisten oder 40 Güterwaggons ! Und dies alles auf ein Troßschiff aller Dithmarschen-Klasse.
Wo bleibt dann der Proviant, Treibstoff und sonstige Verbrauchsgüter für den Träger ??

Zudem ist so ein Flugzeug nicht mal eben in 20 Minuten ausgepackt und zusammengebaut.

Nur mal so zum logistischen Problem, mal eben Flugzeuge in Kisten zu verpacken.
Gruß, Axel

Luftwaffe zur See

delcyros

#109
Ar-196 hat Schwimmer und benötigt daher natürlich mehr Platz.
Eine Bf-109 zumindest passt in der Verladung laut Ladeplan auf einem Güterwagon (mit genug Platz für die etwas längeren Flächen der -T), Ju-87 braucht tatsächlich deren zwei (10m Wagen).
In beiden Fällen wäre noch genug Platz für einen Reservemotor vorhanden.
Ich nehme an, Fi-167 wäre ähnlich voluminös wie die Ju-87, hab aber keine Angaben dafür gefunden.

Big A

Noch einmal der Hinweis: Ein verantwortungsvoller Loggi wird nicht alles auf ein Schiff verpacken, denn dann ist alles bei Verlust der Einheit  ganz simpel weg. Man wird also immer mehrere Ausrüstungs- / Nachschubpakete auf mehrere Einheiten verteilen müssen (analog der "combat load" der Landungseinheiten) um so sicher wie unter gegebenen Umständen eben möglich sein zu können, dass wenigstens der benötigte Teil auf den zu beliefernden Einheiten ankommt. Das heißt aber auch, dass ich mehr (Bedarf + durchschnittliche Verluste) auf die Reise schicken muss.. Die Argumentationskette muss man für alle Versorgungsgüter aufmachen.
Und schon wird das Problem deutlich vergrößert!

Axel
Weapons are no good unless there are guts on both sides of the bayonet.
(Gen. Walter Kruger, 6th Army)

Real men don't need experts to tell them whose asses to kick.

Q

Zitat von: redfort am 27 Januar 2015, 13:54:12

Guter Plan, aber wenn man Flugzeuge in Kisten verpackt so ist es mal eben nicht abgetan mit einer Kiste !
Bei der Arado 196 zum Beispiel wurden im Dezember 1940, 2 Troßschiffe (ALTSTERTOR und ALSTERUFER) mit ingesamt 5 Flugzeugen für 5 verschiedene Schiffe in Kisten verpackt beladen.
So jedes Flugzeug wurde in 8 einzelne Kisten mit einen gesamtgewicht von 26.3 t verpackt ! ( * entspricht beim Eisenbahntransport 2 Güterwaggons von ca. 11 m länge ). Die größte Kiste hatte ein länge von ca. 10 x 3 x 5 m Größe ! Vieleicht kann man den Jäger oder Stuka hier da eine Kiste einsparen aber im ganzen wird sich da nicht viel ändern.

Dies wären Raummäßig bei 20 Flugzeugen ca. 160 Kisten oder 40 Güterwaggons ! Und dies alles auf ein Troßschiff aller Dithmarschen-Klasse.
Wo bleibt dann der Proviant, Treibstoff und sonstige Verbrauchsgüter für den Träger ??

Zudem ist so ein Flugzeug nicht mal eben in 20 Minuten ausgepackt und zusammengebaut.

Nur mal so zum logistischen Problem, mal eben Flugzeuge in Kisten zu verpacken.
Ich sehe da garkeinen Wiederspruch zu meinem Plan. Schlussendlich kann man das verholen an deck der entsprechenden Kisten ja schon vorbereiten. So das nach eintreffen der Bodencrew und der Flugzeugfuehrer diese nur noch zusammen setzten muessen und vom Katapult der Versorger starten lassen. Ich denke das es pro flugzeug von aufbrechen der Kisten bis zur Startfreigabe nicht mehr als 1,5 h dauert. Also fuer 20 Flugzeuge Ju 87 und Bf 109 ein guter Tag. So lang denke ich kann ein Versorger schon mal alleine mit den geordneten des CV herrum schippern. Ist ja nicht so, das die beiden Einheiten neben einander her duempeln muessen waerend dieses Manoevers. Also auch weniger Gefahr das beide Einheiten zusammen erwischt werden.


Don't Panic
Quand tu veux construire un bateau, ne commence pas par rassembler du bois,
couper des planches et distribuer du travail,
mais reveille au sein des hommes le desir de la mer grande et large.

St.Ex

Sven L.

Zitat von: redfort am 27 Januar 2015, 13:54:12
Moin,

ZitatWaere es nicht denkbar und eigentlich auch aeusserst Zweckmaessig, die Ditmarschen wie jedes Schiff der Achse ausserhalb der Reichweite eigener Luftbasen, mit Katapulten aus zu statten?

Genau dies war schon in der Planung vom Dezember 1939, da sollte jedes Troßschiff sein eigenes Bordflugzeuge bekommen bis Mai 1940 . WESTERWALD und DITHMARSCHEN, ERNLAND, FRANKEN hatten alle schon eins gehabt.
Am 22.12.1939 wurde diese Forderung seitens der 1.Skl zum Teil für einzelne Troßschiffe wieder aufgegeben.

ZitatEin Versorger mit nem Katapult 20 Fliegern in Kisten verpackt im Bauch steht im Mittelatlantik. Ein Flugboot landet beim Traeger, nimmt Bodencrew und Flugzeugfuehrer mit zum Versorger. Denke so an 1/3 der Flugzeugfuerer des CV. An Bord des Versorgers werden die Flugis startklar genacht. Schoen eins nach dem anderen und zum CV geflogen. Dies kann in dem Fall sogar von einiger Entfernung zum Traeger passieren. Wenn beide Einheiten zur Treibstoffversorgung eh auf Tuchfuehlung stehen ist der Transfer noch einfacher. So zumindest umgeht man zumindest das Problem Flugis mit Kisten ueber zu setzten.

Guter Plan, aber wenn man Flugzeuge in Kisten verpackt so ist es mal eben nicht abgetan mit einer Kiste !
Bei der Arado 196 zum Beispiel wurden im Dezember 1940, 2 Troßschiffe (ALTSTERTOR und ALSTERUFER) mit ingesamt 5 Flugzeugen für 5 verschiedene Schiffe in Kisten verpackt beladen.
So jedes Flugzeug wurde in 8 einzelne Kisten mit einen gesamtgewicht von 26.3 t verpackt ! ( * entspricht beim Eisenbahntransport 2 Güterwaggons von ca. 11 m länge ). Die größte Kiste hatte ein länge von ca. 10 x 3 x 5 m Größe ! Vieleicht kann man den Jäger oder Stuka hier da eine Kiste einsparen aber im ganzen wird sich da nicht viel ändern.

Dies wären Raummäßig bei 20 Flugzeugen ca. 160 Kisten oder 40 Güterwaggons ! Und dies alles auf ein Troßschiff aller Dithmarschen-Klasse.
Wo bleibt dann der Proviant, Treibstoff und sonstige Verbrauchsgüter für den Träger ??

Zudem ist so ein Flugzeug nicht mal eben in 20 Minuten ausgepackt und zusammengebaut.

Nur mal so zum logistischen Problem, mal eben Flugzeuge in Kisten zu verpacken.

Sind die Kistenabmessungen Länge x Breite x Höhe, oder Länge x Höhe x Breite?
Grüße vom Oberschlickrutscher
Sven


_________________________________
Solange man seinen Gegner nicht bezwungen hat, läuft man Gefahr, selbst bezwungen zu werden.
Clausewitz - Vom Kriege

Huszar

Hallo,

ZitatIch denke das es pro flugzeug von aufbrechen der Kisten bis zur Startfreigabe nicht mehr als 1,5 h dauert.

so einfach ist es auch wieder nicht. Schon alleine die Befüllung/Entlüftung der Rohrleitungen dürfte nahe an der 1-Stunden-Grenze liegen, dazu dürfte der Zusammenbau an sich - inkl Prüfung und Inbetriebnahme - schon einiges verschlingen. Hab mich nie mit dem Zeitbedarf beschäftigt, würde mich aber wundern, wenn es unter 6-8 Stunden zu schaffen ist.

mfg

alex
Reginam occidere nolite timere bonum est si omnes consentiunt ego non contradico
1213, Brief von Erzbischof Johan von Meran an Palatin Bánk von Bor-Kalán

redfort

Hallo,

ZitatSind die Kistenabmessungen Länge x Breite x Höhe, oder Länge x Höhe x Breite?

Wo ist oben oder unten oder evtl doch Höhe x Länge x Breite....  ::B)
Kannst es nicht sein lassen wie ?

ZitatIch denke das es pro flugzeug von aufbrechen der Kisten bis zur Startfreigabe nicht mehr als 1,5 h dauert.

Stelle mir gerade das Chaos auf einen Versorger vor wo auf Deck die Kisten ausgepackt und die Flugzeuge zusammengesetzt werden.

Na ja wenn sonst nichts mehr ernstes ist, kann man ja die Begleitträger bauen, die passenden Troßschiffe dazu und fröhlich eigene Schiffe versenken im Atlantik spielen. Wünsche viel Spass dabei .
Gruß, Axel

Luftwaffe zur See

delcyros

Ich bin ebenfalls skeptisch, ob man mit 1,5h hinkommt. Und mehr als zwei parallel wird auch unwahrscheinlich.
Auch BigA´s Einwand ist begründet. Von 20 Flugzeugen zu diesem Zweck pro D ist also abzuraten.
Die Größenordnung die ich im Kopf habe liegt bei zehn Flugzeuge pro D (4x Bf-109T; 4x Fi-167A; 2x Ju-87T) und weniger auf anderen Versorgern (drei bis sechs). Pro Versorger wird mit einem Tag für den Transfer gerechnet werden müssen.

Die Versorger UCKERMARK, DITHMARSCHEN, ERMLAND, dazu die Tanker ADRIA, SCHLETTSTADT und ESSO haben in der Operation Berlin die beiden Einheiten SCHARNHORST & GNEISENAU über einenZeitraum von zwei Monaten versorgt. Tw. in Einzeletappen mit der Übernahme an zwei Tagen. Vom 4.2. bis 16.3. dabei im nicht von Norwegen oder Frankreich aus aufkläbaren Gewässern des Nordatlantiks.

Daraus ergibt sich die Fragestellung, ob bzw. wie lange diese Versorgergruppe eine GZ in ähnlicher Weise versorgen könnte?

P.S. Ich gehe nicht von den Seekontrolle aus, sondern von Einsatz & Aufklärung nach Lage, ähnlich -allen- KM Raidern.


Q

Nun gut, dann eben so.


10 Flugis in Zusammensetzung wie die Verteilung auf dem CV. Jweils eine Arado mit 2 Flugzeugfuehrern eine vom CA BB einer von dem Versorger. Auf dem Versorger noch 2 Leute die wissen wie sie die Flieger zusammen bauen. Pro Flieger ein Tag zum start klar machen. Waerend die Arado und das Radflugzeug zum Traeger starten, jeweils mit einem Flugzeugfuehrer als Besatzung, startet eine andere Arado mit 2 Flugzeugfuehrern aus dem Traegergeleit in Richtung des Versorgers.


Dieses landet dann beim Versorger.

Selbes am naechsten Tag.

10 Tage und schon sind alle Ersatzflugis beim Traeger. Zusaetzlich noch schoen zwischen den Schiffen 3 Suchstreifen aufgeklaert.


Just my 2 cent


Don''t Panic
Quand tu veux construire un bateau, ne commence pas par rassembler du bois,
couper des planches et distribuer du travail,
mais reveille au sein des hommes le desir de la mer grande et large.

St.Ex

Big A

Ich glaube, hier liegt ein Logik-Fehler vor (man korrigiere mich gerne):

Flugzeugnachversorgung aus der Distanz, wie beschrieben: schwierig (gerade im fraglichen Seegebiet) aber machbar.
Kraftstoffnachversorgung (Schiff(e) wie Flugzeuge), Ersatzteile, Munition, Verpflegung usw, geht nur, wenn der Versorger an den Verband direkt heranfährt. Schlauch rüber, oder Gossler-Kupplung für Solid-RAS, wie auch immer.
Wenn ich aber schon am Verband sein muss, dann kann ich die Kisten auch per direkt auf den Träger pacen.

Spar riskanten Flugbetrieb, denn der braucht (gerade deutsche Piloten waren für ihre Geschwätzigkeit bekannt) ggf. Funkverkehr resp. die Einheiten müssen miteinander kommunizieren.
Aus ist es mit Raider oder Überraschungseffekt.

Axel
Weapons are no good unless there are guts on both sides of the bayonet.
(Gen. Walter Kruger, 6th Army)

Real men don't need experts to tell them whose asses to kick.

Urs Heßling

moin,

Zitat von: delcyros am 27 Januar 2015, 20:29:51
Die Versorger UCKERMARK, DITHMARSCHEN, ERMLAND, dazu die Tanker ADRIA, SCHLETTSTADT und ESSO HAMBURG haben in der Operation Berlin die beiden Einheiten SCHARNHORST & GNEISENAU über einenZeitraum von zwei Monaten versorgt. Tw. in Einzeletappen mit der Übernahme an zwei Tagen. Vom 4.2. bis 16.3. dabei im nicht von Norwegen oder Frankreich aus aufklärbaren Gewässern des Nordatlantiks.
siehe http://www.scharnhorst-class.dk/scharnhorst/history/scharnberlin.html

Es ist aber fast immer von "refuelling" (tanken) die Rede, die angesprochene Versorgung ist nicht nur aufwendiger (und erfordert gutes Wetter), sie kann auch nicht so schnell aus taktischen Erwägungen abgebrochen werden.

Gruß, Urs
"History will tell lies, Sir, as usual" - General "Gentleman Johnny" Burgoyne zu seiner Niederlage bei Saratoga 1777 im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg - nicht in Wirklichkeit, aber in George Bernard Shaw`s Bühnenstück "The Devil`s Disciple"

redfort

Zitat von: Big A am 28 Januar 2015, 05:58:32
Ich glaube, hier liegt ein Logik-Fehler vor (man korrigiere mich gerne):

Flugzeugnachversorgung aus der Distanz, wie beschrieben: schwierig (gerade im fraglichen Seegebiet) aber machbar.
Kraftstoffnachversorgung (Schiff(e) wie Flugzeuge), Ersatzteile, Munition, Verpflegung usw, geht nur, wenn der Versorger an den Verband direkt heranfährt. Schlauch rüber, oder Gossler-Kupplung für Solid-RAS, wie auch immer.
Wenn ich aber schon am Verband sein muss, dann kann ich die Kisten auch per direkt auf den Träger pacen.

Spar riskanten Flugbetrieb, denn der braucht (gerade deutsche Piloten waren für ihre Geschwätzigkeit bekannt) ggf. Funkverkehr resp. die Einheiten müssen miteinander kommunizieren.
Aus ist es mit Raider oder Überraschungseffekt.

Axel

Es gäbe aber ein andere möglichkeit die Flugzeugnachversorgung zu gewährleisten und zwar die Katapultschiffe der Lufthansa (SCHWABENLAND, FRIESENLAND und OSTMARK, (WESTFALEN zu alt und zu langsam)) und die Schleuderschiffe (BUSSARD, FALKE und SPERBER) könnte man hierfür ranziehen, Katapultanlagen sind vorhanden, Transport-Kapazitäten müsste man ausloten.
Und diese Schiffe haben alle einen sehr guten Vorteil, die besitzen alle durchgängig sehr gute Peil- und Funkanlagen, Tanks für Flugbenzin, Werkstätten an Bord für Reparaturen und vor allen ausgebildetes Personal.

Diese könnte man soweit rausfahren lassen wie der Schutzschirm der Luftwaffe reicht oder ebenso die Geleitschutz durch Zerstörer oder Geleitfahrzeugen gesichert wäre. Oder entsprechend heimlich durchbrechen und....
Die Flugzeuge könnten dann in der maximalen Reichweite (+ Reservetanks) zum Träger GZ gestartet werden.
Ist zwar ein vagantes Spiel (Funktechnisch und Treffpunktmäßig) könnte aber theortisch klappen.

Und die Versorgung mit Verbrauchsgütern muss dann eben über die TroßSchiffe bzw. Versorger direkt laufen.


Gruß, Axel

Luftwaffe zur See

Impressum & Datenschutzerklärung