Wiederaufnahme militärischer Kontakte des Westens (hier: USA) mit Rußland

Begonnen von Kaschube_29, 16 Juni 2015, 18:00:16

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Kaschube_29

Moin Moin,

nachdem einige Threads geschlossen wurden, zu denen mein Beitrag gepaßt hätte, öffne ich hiermit ein neues Thema mit den nachfolgenden Meldungen:

Quelle ria.ru vom Donnerstag, den 11.Juni 2015 (06.41):

Rußland und die USA führten Konsultationen zur Verhinderung von Zwischenfällen auf See durch

Washington, 11.Juni – RIA Novosti, Alexej Bogdanowskij (Aлексей Богдановский). Delegationen der russischen Seekriegsflotte und der US-Navy führten am Mittwoch Konsultationen zur Vermeidung von Zwischenfällen auf See durch, teilte der Pressedienst der 6.US-Flotte mit. Das Treffen fand im italienischen Neapel statt; als Organisator trat die US-Navy in Europa auf.

,,Diese wichtigen jährlichen Rückschauen stellen eine professionelle Diskussion zu in Kraft befindlichen Abkommen dar, die Zwischenfälle oder Zusammenstöße auf See zwischen Kriegsschiffen und Flugzeugen der USA und Rußland dar", wurde im Pressedienst der 6.US-Flotte erklärt. Der Dialog wurde im Jahre 1972 mit dem Abschluß einer entsprechenden Vereinbarung zwischen der UdSSR und den USA begonnen.

Begegnungen werden traditionell jährlich durchgeführt, aber das gegenwärtige Treffen war das erste seit November 2013. Die USA und die NATO verkündeten später die Einstellung von militärischen Kontakten mit Rußland vor dem Hintergrund von Meinungsverschiedenheiten zur Krise in der Ukraine.


Hier ist diese Meldung nachzulesen: http://ria.ru/defense_safety/20150611/1069372985.html

... und:

Quelle ria.ru vom Sonnabend, den 13.Juni 2015 (14.39):

Ein US-Vizeadmiral hat den Professionalismus von Militärangehörigen der Russischen Föderation in einem Übungsgebiet der NATO hervorgehoben

Brüssel, 13.Juni – RIA Novosti, Alexander Schischlo (Aлександр Шишло). Der stellvertretende Befehlshaber der US-Navy in Europa Viezadmiral James Foggo merkte den Professionalismus der Kommandanten von russischen Kriegsschiffen an, die an einem der letzten Tage im Bereich einer NATO-Übung in der Ostsee erschienen.

,,Die russischen Seestreitkräfte und Fliegerkräfte handelten professionell und ich habe sie nicht als Bedrohung angesehen, als wir hier (in der Ostsee – die Redaktion) eine Übung durchführten, die wir als die Null-Phase oder eine Übung in Friedenszeiten bezeichnen", sagte Foggo im Verlauf einer telefonischen Pressekonferenz, dessen Niederschrift RIA Novosti zukam.

Der Vizeadmiral teilte mit, dass er am 11.Juni in Neapel eine Delegation der russischen Seekriegsflotte unter Vorsitz von Vizeadmiral Oleg Burzew (Oлег Бурцев) empfing. Im Verlauf der Gespräche haben die Seiten Maßnahmen zur Vermeidung von Zusammenstößen auf See und in der Luft besprochen.

,,Das war eine offene, aufrichtige und konkrete Diskussion über die Art, wie wir am besten unsere Aufgaben auf See in den Gewässern durchführen und Fehler und Fehlkalkulationen vermeiden", sagte Foggo.

Die Begegnung von Vertretern der US-Navy und der russischen Seekriegsflotte war die erste seit dem Beginn der Ukraine-Krise.
Zuvor erklärte der kanadische Premierminister Steven Harper, dass er russische Kriegsschiffe von Bord einer kanadischen Fregatte während einer NATO-Übung in der Ostsee beobachtete. Der kanadische Verteidigungsminister Jason Kenney war ebenso an Bord der kanadischen Fregatte und zeigte den Journalisten zwei vermutlich russische Kriegsschiffe am Horizont. Kenney beruhigte die Journalisten, dass die Praxis der Beobachtung seitens russischer Kriegsschiffe eine normale Sache ist und es keine Gefahr für das kanadische Kriegsschiff gab. Seinerzeit wurden die Handlungen russischer Kriegsschiffe ebenfalls als ,,professionell" bewertet.

Die NATO führt in diesen Tagen große Übungen auf der Ostsee und an Land durch – auf dem Gebiet von Polen, Litauen, Lettland und Estland. Vertreter der NATO-Länder erklärten mehrfach, dass die Übungen durch die Notwendigkeit hervorgerufen wurden, der ,,russischen Bedrohung" entgegen zu stehen. Zuvor erklärte der russische Präsident in einem Interview mit der italienischen Zeitung ,,Corriere della Serra", dass sich nur ein kranker Mensch vorstellen kann, dass Rußland NATO-Länder angreift; einige Länder spekulierten nur mit den Ängsten im Bezug auf die Russische Föderation. Und der bevollmächtigte Vertreter der Russischen Föderation bei der Allianz Alexander Gruschko (Aлександр Грушко) erklärte, dass die Aktivierung der NATO in Osteuropa eine Bedrohung für die Verpflichtungen der grundlegenden NATO-Rußland-Akte schafft. Das russische Verteidigungsministerium erklärte, dass es die Übungen von NATO-Truppen in der Nähe der russischen Grenzen als unfreundlich einschätzt.


Hier ist diese Meldung nachzulesen: http://ria.ru/defense_safety/20150613/1069806157.html



Damit sind nach der Anfang 2014 seitens der NATO verkündeten Einstellung der militärischen Kontakte mit Rußland nun wieder militärische Delegationen zusammengetroffen, um der Sprachlosigkeit Einhalt zu gebieten. Interessant ist hierbei, dass der genannte Leiter der russischen Delegation Vizeadmiral Oleg Burzew schon nicht mehr im aktiven Dienst ist, sondern nur einen Berater-Status beim russischen Verteidigungsministerium hat.

Auch seitens des Westens muß man sehen, dass eine Sprachlosigkeit und fehlende Austauschmöglichkeiten keine bessere Lage im Verhältnis zu Russland und dessen militärischen Vertretern schaffen. Die Amerikaner sind hier wieder einmal vorgeprescht: man handelt nicht als NATO-Staat, sondern als Unterzeichner des im Jahre 1972 mit der Sowjetunion unterzeichneten bilateralen "Abkommens zur Vermeidung von Zwischenfällen auf See"...

Einen Hinweis auf die Kontakte mit der Russischen Föderation wurde auch auf der offiziellen Internetseite der Deutschen Marine gegeben: http://www.marine.de/portal/a/marine/!ut/p/c4/NYq7DsIwDEX_yE4mFDaqMCCxwNKWzW2tKiKPynJh4eNJht4jneVcfGEl0yespKFkijjgOIfz9IVEAvTWnWNk7NtvYZhLZm1WzhqqVyEtAlsRja3sIrVAWHA01nfmZI7Znxuu_nF3zvpb98QtpcsfRgwY6A!!/


Bis dann,

Kaschube_29 (Axel)

Immer eine Handbreit Wasser unter den Kiel (Bcегда семь футов под кильем)!

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