S.M.S. LÜTZOW

Begonnen von D184, 21 Oktober 2015, 08:45:54

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D184

Hallo Zusammen
Meine Frage: Wurden die vorderen 4 8,8cm Geschütze noch vor Ihrer Selbstversenkung eingebaut?
MfG Gunnar

bodrog

die hatte mW nur Derfflinger...

Trimmer

Also nach " meinen" Unterlagen hatte die Lützow diese 4 x 8,8 cm L/45 - Flak  ( Insgesamt 8 X ) an Bord bei ihrer Versenkung.

Gruß - Achim - Trimmer
Auch Erfahrung erhält man nicht umsonst, gerade diese muß man im Leben vielleicht am teuersten bezahlen
( von Karl Hagenbeck)

bodrog

Es geht nicht um die Flak sondern um die vier Geschütze im vorderen Aufbau, die in Kassematten untergebracht waren und das waren reine Seezielgeschütze zur Torpedobootsabwehr und die hatte nur Derfflinger. Lützow hatte diese schon nicht mehr, wie man auf den Bildern kurz nach der Indienststellung deutlich sehen kann - und die Skizzen im Gröner stimmen so nämlich auch nicht, da werden generell alle hypothetisch vorhandenen Flak eingezeichnet obwohl nur 2 (Derfflinger) resp. 4 (Lützow und Hindenburg) tatsächlich an Bord waren...

Urs Heßling

moin,

und diese nicht uninteressante Seite
http://webpages.charter.net/abacus/news/jutland/18/CHAPTER%2018.htm
zeigt, daß KEIN deutscher Großer Kreuzer seine 8,8 cm (3.5") Geschütze einsetzte ..

Gruß, Urs
"History will tell lies, Sir, as usual" - General "Gentleman Johnny" Burgoyne zu seiner Niederlage bei Saratoga 1777 im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg - nicht in Wirklichkeit, aber in George Bernard Shaw`s Bühnenstück "The Devil`s Disciple"

bodrog

Hallo Herr Heßling, so ganz stimmt die Seite aber auch nicht... laut den dortigen Angaben hat keiner von Wiesbaden überlebt. Tatsächlich ist jedoch der Oberheizer Zenne von einem norwegischen Schiff aufgefischt worden...

Urs Heßling

moin,

Zitat von: bodrog am 21 Oktober 2015, 16:49:51
.. so ganz stimmt die Seite aber auch nicht.....
Keine Frage, daß solche Quellen Fehler enthalten (können) !
Auch das begehrte Hümmelchen-Buch "Schnellboote" hat so einige (siehe meinen Beitrag gestern).

Gruß, Urs
"History will tell lies, Sir, as usual" - General "Gentleman Johnny" Burgoyne zu seiner Niederlage bei Saratoga 1777 im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg - nicht in Wirklichkeit, aber in George Bernard Shaw`s Bühnenstück "The Devil`s Disciple"

D184

Hallo Zusammen
Ich meinte die Flakgeschütze ,die auf dem "C-Deck" auf Sockeln vorgesehen waren.(Zwischen den Bordkränen)
Es gibt Fotos von der LÜTZOW wo nur die Sockel zu sehen sind.
MfG Gunnar

juergenwaldmann

Eindeutig ist ein Geschütz 8,8 cm im hinteren Bereich Lützow zu sehen


D184

Das ist vollkommen korrekt,ich meinte aber die 4 im vorderen Bereich.
MfG Gunnar

D184


bodrog

auf diesem Bild hat Lützow gar keine Flak - sollte also zu den Probefahrten aufgenommen worden sein...

D184

Hallo Zusammen
Bei einem Bekannten habe ich noch einmal im Buch von Erich Gröner nachgeschlagen.
Er schreibt:das ab 1916 4 Sk 8,8 L/45 an Bord (Achtern) eingebaut waren.Vorgesehen waren wie bei den Schwesterschiffen 8.
Dank für Eure Bemühungen Gunnar

MarkusL

Hallo,
nach "Staff: German Battlecruisers of WWI" warren die vorderen Flak vorgesehen, wurden aber nie eingebaut.
Die vier achtern im oder ab April 16, im Bild mit den "Versenkungstreffern" auf Höhe Turm C befindlich.
Gruß
Markus

Leipzig

#14
Die Fotos in den Antworten 8 und 10 sind durchaus richtig: Sie stammen beide von der Meilenfahrt am 19.05.1916 in der Kieler Bucht (Flagge "M" am Fockmast) und zeigen "Lützow" ausrüstungsmäßig im letzten Zustand. Die achteren 8,8 cm BAG sind vorhanden, wenn auch auf dem Foto in Antwort 10 schwer zu erkennen, ihre Schilde sind in einem deutlich helleren Grau gestrichen als die normale Aufbautenfarbe.

Falls es interessiert, sind hier auch sonst die wesentlichen Veränderungen seit der Indienststellung zu erkennen: Der Lagerkasten für Torpedoschutznetze an der Barbette von Turm A wurde entfernt, ebenso im Brückenbereich die Fenster am Friedensfahrstand vor dem vorderen Kommandostand, die langen Brückennocken und die vor ihnen auf dem Brückendeck befindlichen, überdachten und mit Fenstern versehenen Unterstände. Die Fenster der Admiralsbrücke waren mit Blenden verdeckt. Die Bugspitze war grau und nicht mehr wie anfangs schwarz gestrichen, der vordere Schornstein war voll ummantelt und hatte an der Rückseite zwei rechteckige Bleche (wofür, wüsste ich auch gern). Auf dem Deck über den 15 cm-Kasematten wurden E-Messgeräte montiert, zwischen dem 2. und 3. 15 cm-Geschütz von vorne. Dort befand sich im Batteriedeck jeweils noch ein Kommandostand, zu erkennen an den Sehschlitzen in der Panzerung. Auf der Steuerbordseite war es ein 3 m-Gerät, auf der Backbordseite ein 2 m-Gerät. Auf der Backbordseite stand außerdem ein 2 m-Gerät auf einem Stativ auf dem eigentlich für das vorderste 8,8 cm-Geschütz vorgesehenen Platz (mit Persenning an der Reling), ein gleiches E-Messgerät mit Stativ stand auf der Decke von Turm C, vermutlich für die Feuerleitung der Flak, die eben auch nur in der achteren Schiffshälfte eingebaut war. Die 4 vorderen 8,8 cm-BAG sind nie an Bord gekommen. 

Viele Grüße
Leipzig

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