Welche deutschen Truppen eroberten 1941 Krementschug am Dnjepr

Begonnen von TD, 26 Dezember 2015, 19:52:59

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TD

Welche deutschen Truppen eroberten 1941 Krementschug am Dnjepr

Hallo zusammen !

Im Jahre 1941 wurde die beiderseits des Dnjepr liegende sowj. Großstadt Krementschug von Deutschen Truppen besetzt.
In verschiedenen Berichten wird erwähnt dass in Krementschug ein riesiger Schiffsfriedhof entstanden ist.
Die sowj. Truppen sollen hunderte von Schiffen, natürlich besonders Binnenschiffe, Schuten, Leichter selbst versenkt haben.
Auf etlichen Fotos ist zu erkennen dass dort auch wohl eine Tankerflotte ihr Ende gefunden hat.
Bei einer Wassertiefe von 6 bis 9 Metern ist natürlich auch davon auszugehen dass auch manches größere Schiff dort zu Schaden gekommen ist.
Warum in Krementschug so viele Schiffe selbstversenkt wurden weiß ich nicht, vermutlich war der Flussabschnitt eingekesselt.

Ich suche nun, da bei der Kriegsmarine außer einigen Hinweisen zu Schiffsbergungen durch eine halbprivate deutsche Werft, nicht zu finden ist, Angaben zu den dort 1941 ff. eingesetzten Armeeeinheiten.
Leider war vor etlichen Jahren das BA/MA bzw. die damals zuständige Fachfrau, nicht in der Lage die Frage zu beantworten.
Vielleicht haben wir unter uns auch Leser die sich im Landkrieg gut auskennen und hierzu etwas schreiben können.
Meistens ist es ja so gewesen das die jeweilige Kriegsbeute von en direkten Besetzern im
Kriegstagebuch genau fest gehalten wurden.

Für mich wäre es auf jeden Fall schön in dieser Sache weiter zu kommen und etwas zu den versenkten und ggf. gehobenen Schiffen zu erfahren.

Weiterhin ein Frohes Weihnachtsfest

Theo



...ärgere dich nicht über deine Fehler und Schwächen, ohne sie wärst du zwar vollkommen, aber kein Mensch mehr !

Trimmer

Hallo Theo - mach Dir es nicht zu schwer - sieh einfach mal unter Heeresgruppe Kleist oder 1.Panzerarmee nach. Die einzelnen Einheiten jetzt hier auf zuführen ...... verdammt viele. Ferner vielleicht auch mal ein interessanter Link   -  okrain.net.ua

Sonntagsgrüße - Achim - Trimmer
Auch Erfahrung erhält man nicht umsonst, gerade diese muß man im Leben vielleicht am teuersten bezahlen
( von Karl Hagenbeck)

RePe

Hallo Theo,

in meiner Literatur finde ich nur: Ende August 1941 gelang der XVII. Armee gemeinsam mit der Panzergruppe 1 die
Einnahme von Krementschug und damit gleichzeitig die Etablierung eines Brückenkopfes über den Dnjepr.
     Das würde bedeuten, das flussaufwärts von Krementschug die Flussschifffahrt für sowjetische Einheiten unmöglich
wurde und könnte die Selbstversenkungen erklären, um diese Einheiten nicht in Feindeshand fallen zu lassen.
     Welche deutschen Einheiten - herabgebrochen bis zu den einzelnen Divisionen - oder gar Regimentern - zu diesem
Zeitpunkt der XVII. Armee und der Panzergruppe 1 angehört haben, geht aus meiner Literatur nicht hervor. Dies
müsstest du ggfs. recherchieren, Trimmer hat dir ja einen Link genannt der vielleicht weiterhilft.

     RePe

Theo


TD

Hallo Zusammen,

recht herzlichen Dank.

Habe mich erst einmal auf Theos Forum angemeldet und werde wohl bald frei geschaltet.

Sieht auf jeden Fall auch zu anderen Sachen sehr vielversprechend aus.
Danke

Theo
...ärgere dich nicht über deine Fehler und Schwächen, ohne sie wärst du zwar vollkommen, aber kein Mensch mehr !

Violoncello

Hallo Theo,

wie Achim und RePe schon angedeutet haben, dürfte die Ermittlung der Einheit, die Krementschug besetzt hat, nicht ganz einfach sein. Ich meine aber, mich erinnern zu können, dass als erstes die 257. Infanterie-Division den Fuß in die Stadt gesetzt hat. Leider habe ich die Truppengeschichte dieser Division nicht in meiner Bibliothek. Vielleicht findet sich aber jemand, der in dem Buch:

"Benary, Albert: Die Berliner Bären-Division. Geschichte der 257. Infanterie-Division 1934-45, Bad Nauheim 1955/1970"
nachschauen kann.

Hinweise darauf, dass ein Einsatztrupp des Marine-Einsatz-Kommandos Schwarzes Meer an der Sicherung des Hafens und der Sicherstellung von Schiffen beteiligt war, sind meines Wissens nicht überliefert.

Viele Grüße

Violoncello


TD

Hallo Hartwig,

Dank für deine Zeilen.

Lt. vorhandenen KTB- Resten war die ein Einsatztrupp des Marine-Einsatz-Kommandos Schwarzes Meer nicht in Krementschug.

Einfach ist die Antwort sicher nicht.
Habe damals einen Tag "in Freiburg verbraten" ohne weiter zu kommen.
Dazu kam die Meldung das die SS. Division "Prinz Eugen" ebenfalls dort gewesen sein sollte und alles wurde noch umfang- und erfolgloser.
Zu dieser Suche kommt ja noch dass ggf. die Stadt im "rückwärtigen Heeresgebiet" zu finden ist ?

Bei meinen Datensuchen zum Peipussee hatte ich ja sehr viel Glück in dieser Richtung.
Man hat sich eben zu wenig mit Heeresakten beschäftigt.

Ich hoffe ja immer dass hier noch einige Armeefachleute mitlesen die sich bei Heeres KTBs auch so gut auskennen wie hier der große Stamm der Filmrollenbesitzer bei Marine KTBs.

Bis dann

Theo
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Trimmer

#7
Hallo Theo - also soweit es meine Literatur hergibt war die SS-Division " Prinz Eugen " nie auf russischen Boden. Einsatzgebiet Serbien, Kroatien, Bosnien und Montenegro - Quelle  Buch  " Vorwärts Prinz Eugen ".
Die SS - Division " Wiking " war im Raum Krementschug.
Einheiten der Marine - auch bei mir Fehlanzeige. Es werden nur Wehrmachtseinheiten benannt und OT- Einheiten. Auf dem Link welchen ich geschrieben hatte findet man u.a. auch Bilder mit den Hinweisschildern der Einheiten. Ja und ob die da gezeigten Bilder von Booten noch einen großen Nutzen auch für die Marine gehabt hätten  :?

Gruß - Achim - Trimmer

PS - " Wassermässig "  :-D findet man das Leichte Sturmbootkommando 901 und 902 u.a. auch bei Krementschug
Auch Erfahrung erhält man nicht umsonst, gerade diese muß man im Leben vielleicht am teuersten bezahlen
( von Karl Hagenbeck)

TD

Hallo Achim !
Sturmbootmässig habe ich gerade mit unseren Fachmann telefoniert.

Leider wohl genaue Zeichnungen und Angaben zu den Landungen vorhanden, aber keine Angaben zu den vorgefundenen Schiffen.

Prinz Eugen kann sich in Laufe der Jahre wohl fest gesetzt haben al bekannteste SS- Einheit !

Ist nun auch noch die Frage ob das Gebiet noch zum "rückwärtigen Heeresgebiet" kam.

Danke

Theo

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Matthias Strauß

Hallo Theo,

die Panzergruppe I der Armeegruppe v. Kleist hat Krementschug im August 1941 überrannt. Durch Änderung der deutschen Truppenkontigente der Armeegruppe v. Kleist die da vor Ort waren, wurde die 1.Panzerarmee und die 17.Armee für Krementschug und nachfolgendes Vordringen nach Osten gebildet. Vielleicht hilft Dir die Karte in der Anlage weiter.

Jack 

Thomas

Hier der Brückenkopf Krementschug, 9.8.1941, Einnahme des gegenüberliegenden Ufers durch die 13. Panzerdivision, die anschließend entlang Dnjepr nach Süden vorstieß.

Eventuell sind die Versenkungen schon mit oder kurz nach Verlust des Westufers vorgenommen worden. 18.8./19.8. abgelöst durch Verschiebung 100. leichte Division und SS-Wiking.
Einnahme von Krementschug dann drei Wochen später durch 239. und wohl Teile (?) 257. ID am 9.9.1941 von Südosten her, wo ein weiterer Brückenkopf geschaffen worden ist.

Thomas

Hier noch etwas mehr zu den Schiffsansammlungen, aufgrund Luftbeobachtung.

Offenbar war Mitte August noch Schiffsverkehr flussaufwärts Richtung NW, der Flussabschnitt nach Süden gesperrt.

Vom 9. und 11.8. stammen die Luftmeldungen über hunderte Kähne etc. nw Krementschug.

kalli

Zur Gewinnung eines bildlichen Eindrucks über Krementschuk (Кременчуг) in den Jahren 1941/42 kann man sich durch die im Link zu sehenden Bilder klicken. Bedeutsam für das von Theo angesprochene Thema erscheinen mir auch die Dnepr- Brückenbilder.

http://okrain.net.ua/photos/view/Kremenchug_1941_1942_godov.html

wahlweise auch:
http://okrain.net.ua/photos/view/Krjukovskij-most.html
http://okrain.net.ua/photos/view/Nemeckie-perepravy.html

Trimmer

Nun dann will ich auch mal noch ein Bild dazu stellen - Es handelt sich dabei um die Sicherung der " Ostland - Brücke ".  Eine Möglichkeit besteht vielleicht auch in der Richtung das erbeutetes Bootsmaterial in die Hände von OT- Einheiten gekommen ist.
Gruß - Achim - Trimmer
Auch Erfahrung erhält man nicht umsonst, gerade diese muß man im Leben vielleicht am teuersten bezahlen
( von Karl Hagenbeck)

TD

Liebe Helfer,

es tut ja richtig gut soviel neues und interessantes Material zu bekommen.
Natürlich macht die Sprache viele Probleme, aber die Bilder sprechen ja oft für sich selber.
Wenn man bedenkt das dieses schönen Brücken und Bauwerke zwei Jahre später wieder gesprengt wurden und die ganzen geborgenen Schiff ebenfalls so ist das ja alles ein großes Trauerspiel.

Hat denn vielleicht Jemand irgendwo gelesen ob die Sowjets zu den ganzen Schiffsverlusten irgendwo Namen und Angaben geschrieben haben ?

Nochmals Dank und gerne weiter so !


Theo
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