Prinz Eugen 1940 Fahrmodell M 1/100

Begonnen von juergenwaldmann, 10 Mai 2016, 09:38:48

Vorheriges Thema - Nächstes Thema

0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.

juergenwaldmann

Auf dem Wasser sieht man den Fahrmodellen nicht an ,
ob der Rumpf aus GFK ist oder ein konventioneller Eigenbau .
Auch bei den Aufbauten , wenn sie lackiert sind , wer erkennt noch das Material .





Admiral Hipper findet man hier :
http://www.schiffsmodelle-haefner.de/html/--admiral-hipper--.html

Und beide Modelle werden am 5.6.2015 in Heiligenstadt zusammen fahren .
http://www.ig-modellschiffe.info/album15/7.%20Juni%202015%20-%20Peter%20war%20am%20Badesee%20in%20Heiligenstadt/index.html#
Gruss  Jürgen

juergenwaldmann

Wie schwer die Türme aus Resin sind , das kann ich nicht sagen , aber
die 20,3 cm Türme aus Messing wiegen 104 g - 110 g , mit den Kanonen .





Turm A verdeckt den AKKU Schalter , Turm D den Schalter für den Empfänger . Er sitzt versteckt
hinter der Barbette , abgedeckt von dem Kasten , aus dem der kleine Draht zur Betätigung dient .
Der Turm wird nur über den Süllrand gestülpt . Servowechsel erfolgte durch die Öffnung unter dem Turm D .

Baunummer 509

Hi Jürgen,

danke für die Einblicke  :-)
Deine PG sieht auf dem Wasser wirklich toll aus.

Frage, wie kommst Du denn zu den Abwicklungen bzw. was hast Du als Basis genommen?

Gruß, Sebastian

juergenwaldmann

Als Plan hatte von Franz Mrva den SMB Bauplan M 1/200 und die Kopie im M 1/100.
Dazu hat mir Willi Fraider viele Detailzeichnungen geschenkt , Waffen und Ausrüstung .
Leider fehlte damals noch das sehr gute Karton Modell im M 1/250 vom CFM Verlag , aber
der Zeichner Herr Pongartz wohnt in München , ein Kontakt folgte verspätet . Gerne
hätte ich den Hangar geöffnet dargestellt , das Kartonmodell zeigt es .
Als Ingenieur ( dem ist nichts zu schwör ) fertigte/erstellte ich die Abwicklungen selbst .

Eine Kopie wird auf 0,3 mm Messingblech geklebt , ausgesägt und über einer Holzform gelötet .





juergenwaldmann

Hallo Sebastian ,
die Haube wurde ähnlich dem gezeigten ru Modell der weiter entwickelten 10,5 cm  über Holzform gelötet .


Meine eigene Holzform war total verbrannt und war nach Graf Spee unbrauchbar .
Die Zeichnung für die Haube wurde ständig weiter entwickelt .

Wichtig sind die Verschlüsse der 10,5 cm Flak , die ja sichtbar bleiben .

Freunde verwendeten für die Bismarck Klasse diese Messinggussteile ,
von denen ich nur den Zahnkranz , als Gewicht Einsparung , verwendete .
Viele Teile der Ausrüstung wurden immer wieder in 5 Jahre Bauzeit neu erstellt ,
wenn eine im Gewicht leichtere Lösung gefunden wurde.

juergenwaldmann

Den großen Scheinwerfer hätte ich auch von den Freunden verwenden können ,
den es  als Messingguss im Verein gibt , aber für Prinz Eugen war er mir zu schwer .
Der Nachbau im M 1/100 wurde aus Aluminium gedreht und selber angefertigt .


Leider sind für mich die schönen Teile nicht für den Kreuzer geeignet , daher ist Eigenbau angesagt .


An die Schlachtschiffe habe ich mich nicht mehr als Modell getraut , da war ich froh ,
dass mir ein Freund die begonnene Bismarck abkaufte , die heute als Tirpitz im Museum steht .
Obwohl Prinz Eugen 17,5 kg auf die Waage bringt , die Aufbauten erfordern Leichtbau .

juergenwaldmann

Die großen Scheinwerfer am Schornstein - Podest wurden anfangs , ähnlich Bismarck , mit einer
herunter klappbaren Haube geschützt . Diese Ausführung wurde erst in Brest abgebaut .
Anstelle der Scheinwerfer mit Haube wurden hier jetzt 2 cm Flak Vierlinge aufgebaut .
Bei dieser Gelegenheit wurden die fehlenden Kugelköpfe der Flakleitung und zwei Behälter
für Reservetorpedos , anstelle der kleinen Beiboote , installiert . Die Torpedorohre erhielten
Hauben und die Funkmessanlage konnte erweitert und verbessert werden .



Schon beim Bau wurde am schweren Kreuzer Änderungen durchgeführt , selbst am Schornstein .

Baunummer 509

Hallo Jürgen,

ich glaube die Wahl des Bauzustandes trägt zum unverbauten, harmonischen und ursprünglichen Erscheinungsbild bei. Ich denke ich würde es ähnlich machen.
Das mit dem (zwingenden?) Leichtbau der Aufbauten irritiert mich etwas. Sollte ein Modell dieser Größenordnung mit den Gewichten nicht spielend zurecht kommen, oder geht es darum, das Modell nicht toplastig werden zu lassen?

Gruß, Sebastian

P.S. nicht aufhören  :-)

juergenwaldmann

Hallo Sebastian ,
Toppgewichte darf man nicht unterschätzen , das sieht man dann in jeder
Kurve , dass der Zossen sich neigt und nur langsam wieder aufrecht steht/fährt .

Die schweren Kreuzer erhielten von Anfang an die Ar 196 als Aufklärer .
Den Flieger entwickelte ich und erstellte vom Prototypen eine Silikonform .



Zwaardvis

Kann ich ebenfalls bestätigen, hatte eine PE in 1:100 mit Holzaufbauten. War kein schönes Fahrbild, in Kurven kränkte der Kahn fürchterbar. Kommt auch dadurch das der Rumpf von PE viel schmäler ist als z.B. Bismarck. Die Scheinwerfer sehen aber schon extremst lecker aus, die hätte ich mir nicht verkniffen  :-D

Gruß

Sascha

juergenwaldmann

Die schweren Kreuzer hatten unterschiedliche Hangar für die Aufklärer .
Bei Prinz Eugen konnten zwei Flugzeuge hinter einander stehen , bei
Blücher und Admiral Hipper standen sie nebeneinander im Hangar .
Hier der offene Hangar Admiral Hipper , die Flugzeuge stehen " gegen " die Fahrtrichtung ,
da der Schornstein in den Hanger reicht und somit Platz weg nimmt .



Die Tragflächen mussten vor der Unterbringung im Hanger beigeklappt werden .


Leider fehlten mir beim Bau des Modells  von PG  Zeichnungen und Fotos aus dem Hangar , die
ich aber für Admiral Hipper in einem ru Forum fand .

juergenwaldmann

Das Hangardach von Prinz Eugen wurde zum Öffnen unter den Mast geschoben .


Baunummer 509

Hallo Jürgen,

schöne Bilder  top Interessant das mit der Topplastigkeit bei PG in 1:100. Ich schätze ich sollte mal erst Erfahrungen mit anderen Modellen auf dem Teich sammeln, ehe ich mein (riesen) Modell zu Wasser bringe.

Das ist genau das was ich auch möchte. Einmal eine anständige Form/einen anständigen Bausatz für z.B. Flugzeuge bauen um dann bei Bedarf recht einfach das Teil - hier der Flieger - herstellen zu können, nach Möglichkeit dann beliebig oft.

Ist Hippers Hangar von Dir? Die dort drin stehenden Arado - Rohlinge sehen so nach Deinen aus.

Gruß, Sebastian

juergenwaldmann

Hallo Sebastian ,
der Hangar war für Blücher geplant und steht hier auf dem Rumpf .

Leider fehlten mir die erforderlichen Zeichnungen vom Inneren des Hangars , denn  da
muß eine hydraulische Hebebühne vorhanden sein . ( siehe  auf dem Querschnitt oben ) .

Der Hangar wurde m.M. nach so betrieben :
Zuerst wurde eine Hangar - Dachhälfte über die andere Hälfte geschoben .
Die schräge Seitenwand wurde seitlich geklappt , wodurch nach oben der Hangar offen war .
Der Flieger wurde hydraulisch angehoben und die Tragflächen konnten installiert werden .
Zuletzt konnte der gegenüberliegende Kran  den flugbereiten Aufklärer auf das Katapult setzen .

Der oben zu sehende Rumpf ist von einem Freund zum Hipper Rumpf umgebaut worden .
Es ist ein sehr schönes Fahrmodell entstanden , aber mit geschlossenen Hangar .
Gruss  Jürgen

juergenwaldmann

Der Blücher/Hipper Hangar hat mich sehr lange beschäftigt , wobei ich bei der Suche nach Unterlagen auch das
Archiv in  Freiburg aufsuchte . Heute ist klar , dass der Hangar eine Fehlkonstruktion war , die aber gut aussah .
Insgesamt ist die Unterbringung der Aufklärer in der Mitte des Schiffes , eine für das Schiff sehr gefährliche Lösung .
Bei Blücher verhinderte der Brand des Hangars , dass die Brandbekämpfung koordiniert funktionierte .
Leider kamen die Zeichnungen vom Hanger des  Prinz Eugen erst in meine Hände , als der Nachbau fertig war und fuhr .
Einen geöffneten Hangar auf Prinz Eugen sah ich auf dem sehr schönen Modell von Peter Sager .
Anders war es mit den Schrauben , da fand ich ein Exemplar in Laboe , das 1981  mit Familie fotografiert wurde .



Als Fahrtregler sind für die 24 Volt Motoren diese Regler installiert , zwei Stück waren erforderlich .
Bei der Restaurierung wurde die Regler vom Graf Spee entnommen und nur noch mit zwei Schrauben gefahren .


https://shop.strato.de/epages/61433551.sf/de_DE/?ObjectPath=/Shops/61433551/Products/R8616

Wenn mein Schwiegersohn seine Fotos gemacht hat , kommt PG wieder in seine Vitrine , ohne Antrieb .
Aber auf einigen Treffen wird er noch teilnehmen .



Impressum & Datenschutzerklärung