U-Bootverpflegung WK2

Begonnen von Ulrich, 16 Dezember 2006, 03:32:28

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Ulrich

Moin, moin Seeleute,
Ich suche nach Informationen über U-Bootverpflegung im 2. Weltkrieg. Habt ihr darüber Informationen und gibt es davon Foto's?

Danke für die Hilfe und Grüße von
Ulrich

Ulrich

Hallo U-Bootfachleute,
Wie kommt es, dass scheinbar niemand von euch weiss was die U-Bootfahrer im 2. Weltkrieg gegessen haben? So wie ich gehoert habe war das Essen etwas besonderes, das bekamen die normalen Matrosen nicht. Ich bin gespannt auf eure Reaktion.
Gruesse von Ulrich

Mario

Hallo Ulrich,
so genau kann ich Dir da nicht helfen, aber ich gehe davon aus, daß die Eliteverbände, und dazu gehörte ja die U-Boot-Waffe, größere Rationen erhielten. Letztendlich bedeutet dies, das die Büchse mit dem Fleich, der Wurst usw. etwas größer war.
Auf See sah das natürlich anders aus. Zu Beginn der Feindfahrt gab es noch frisches Gemüse, Brot usw. Aber schon nach wenigen Tagen gab es nur noch Konservenkost. In den ersten Monaten des Krieges konnten es die Männer der U-Boote noch wagen, in entlegenen Seegebieten während der Fahrt zu angeln, oder ein aufgebrachtes Schiff nach wertvollen Lebensmitteln zu durchsuchen. Aber dieser "Luxus" ging immer mehr zurück und verschwand sehr bald.
Es kam auch vor, das ein Kommandant seine Feindfahrt aufgrund Erfolglosigkeit verlängern mußte, falls noch genug Treibstoff vorhanden war, oder von einem leergeschossenem Boot übernommen werden konnte. In solch einem Fall wurden die Rationen sogar gekürzt.

Brandenburger


  Hallo !!!

Ich glaube auch , das es bei U-Booten eine reine Frage des Platzes war .
Wie Mario schon schreibt , ab einer bestimmten Zeit gab es nur noch Konserven .
Habe vor kurzem einen Dokumentarfilm über U-Boote gesehen , da haben die Matrosen
das Brot und andere Lebensmittel zwischen die Torpedos geklemmt . Ich würde eigentlich
sagen , die Matrosen in den Großschiffen hatten es da besser . Es gab Kantinen und immer
warmes Essen , und durch den großen Stauraum hatten die mehr an Bord als sie brauchten .
Alleine schon der Gedanke an das Brot , das nach spätestens zwei Tagen an Bord des U-Bootes
nach Diesel stank . Nicht umsonst waren die U-Bootfahrer eine Elite !!!!   :MG:

                                             MfG Andreas
Meine Website !!!!

http://sturmboot-kommando.de/

Ulrich

Hallo Mario und Brandenburger,
Ich begreife, dass die Versorgungslage auf den U-Booten manchmal schwierig war aber:

Ich habe eine Notitz von meinem Vater (er war bei der MAA in Norwegen) gefunden darin stand daß sie zu Anfang sogar U-Bootverpflegung erhalten haben, das war etwas besonderes.

Es waren in der Tat unter anderem Konserven und andere Lebensmittel die länger haltbar waren.

Aus dieser Notitz schließe ich, daß die U-Bootbesatzungen hochwertigeres Essen aus Büchsen bekamen wie die Marineleute an Land, oder liege ich da falsch?

Gruße von Ulrich

Brandenburger


  @ Ulrich

Ich würde eher sagen , das U-Bootverpflegung länger haltbar war .  Es wird sicher auch für
die U-Boote Sonderzuteilungen gegeben haben , wie beim Heer die Schoka-Cola .
Am besten Du fragst direkt   Taucher  , der kann ja mal den Herrn König fragen . Der ist ja
ein alter U-Boot Kämpfer und könnte Dir die Sache genau erklären .

                            MfG Andreas
Meine Website !!!!

http://sturmboot-kommando.de/

Mario

Ulrich,
hochwertiger mag schon sein, vor allem die Größe der ration spielte dabei eine Rolle. Wir sind es ja heute in unserer Überflussgesellschaft nicht mehr gewohnt, aber damals wurde alles rationiert. Es gab pro Tag nur ein paar Gramm Fleisch und Wurst. Butter gab es auch nur ein paar Gramm. Die wurde dann schön dünn über das Brot gekratzt. U-Boot-Besatzungen erhielten von diesen "besonderen" Dingen dann eine höhere Ration. Allerdings galt dies vor allem, wenn die Besatzungen an Land waren. Auf See mußte gespart werden.
U-Boot-Besatzungen wurden in ihren Pausen zwischen den Feindfahrten regelrecht verwöhnt. Im Gegensatz zu anderen Einheiten erhielten sie weit bessere Verpflegung, die Unterkunft war besser. Dazu kamen Vergünstigungen wie z.B. mehr Unterhaltungsmöglichkeiten usw.

Tri

#7
Hallo zusammen,

die "Arbeitspferde" der UBoot-Waffe also die VII(C) Boote hatten keinen Gefrierraum. Erst bei den wenigen gegen Kriegsende gebauten XXI Booten gab es einen Gefrierraum (sowie Klimatisierung und anständige Luftfilterungsanlagen) -->

ZitatCrew facilities - though still spartan - were better compared to earlier types. Most crew members had their own bunks (51 for 58 hands); the boat was air-conditioned and equipped with freezers for supplies, thus markedly improving the crew's situation. There were three toilets and a fresh water distiller that increased personal hygiene and crew comfort vastly.
Zitat aus U-Boot Type XXI in Detail

Bei den Amis undenkbar so was, zumindesten auf den Standardbooten die im Pazifik operierten. Hier gibts gleich das Handbuch dazu (Stand Dez 1945) -->  http://www.maritime.org/fleetsub/refrig/index.htm  :-)


Grüße
Tri
Wozu brauchen wir Bürgerrechte, wir leben doch in der EU.

Ulrich

Hallo Leute,

Zitat von: Brandenburger am 03 Januar 2007, 19:46:57
Ich würde eher sagen , das U-Bootverpflegung länger haltbar war .  Es wird sicher auch für
die U-Boote Sonderzuteilungen gegeben haben , wie beim Heer die Schoka-Cola .
Am besten Du fragst direkt   Taucher  , der kann ja mal den Herrn König fragen . Der ist ja
ein alter U-Boot Kämpfer und könnte Dir die Sache genau erklären .
MfG Andreas

Ich vermute, du hast recht Andreas, es werden wohl die Sonderrationen an Land gewesen sein und die Menge. Kann jemand von Euch Taucher fragen (ich weiss nicht wie ich ihn erreichen kann) ob die Vermutung stimmt?

Danke und Gruesse von Ulrich

Deichgraf

Moin,

in dem Buch "Der Sanitätsdienst in der deutschen U-Boot-Waffe und bei den Kleinkampfverbänden" ISBN 3-8132-0501-0 soll, ich betone SOLL, da ich das Buch noch nicht kenne, etwas zu diesem Thema stehen.
Neu gibt es das Buch wohl nicht mehr, aber die hiesige Uni-Bibliothek hat es in seinem Fundus. Umzugsbedingt komme ich aber in diesem Monat wohl nicht mehr dazu.

Grüße

Jürgen

Spee

@Ulrich,

per PN kannst du hier jeden erreichen. Ich werde, in der Hoffnung es nicht zu vergessen, Leo am Samstag mal fragen. Steht ein kleiner Bierabend an  :OuuO: (wer Lust hat, einfach antraben).
Btw, die Italiener fanden die deutschen U-Boote ebenfalls fürchterlich unwohnlich, speziell bei langen Einsätzen.
Servus

Thomas

Suicide Is Not a War-Winning Strategy

Brandenburger


@ Spee

Habe an Leo schon eine PN zu dem Thema geschickt .

Viel Spaß beim  :OuuO:  , trinkt bitte eins für mich mit !!  :/BE:

                 
                                  MfG Andreas
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Hades

Zitat von: Spee am 04 Januar 2007, 08:48:11
Steht ein kleiner Bierabend an  :OuuO: (wer Lust hat, einfach antraben).

zuerst tauchen und dann saufen?  :-D
Penzberg oder Danauwörth?
Servus
Lothar

Spee

Donauwörth, nur saufen  :-D !
Servus

Thomas

Suicide Is Not a War-Winning Strategy

Taucher

Hallo Leute,

PN ist angekommen, werde mal versuchen Herrn König zu erreichen und etwas über dieses Thema in Erfahrung zu bringen.
Viele Grüße vom Alpenrand
Leo

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