Zur Afghanistanpleite

Begonnen von Rast, 16 August 2021, 17:55:11

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Rast

Heute gehört von einem ehemaligen Bundeswehroffizier.

Zitat.

Der Westen wurde überrumpelt von einer Mopetbande.

Stimmt´s oder stimmt´s?
Lieber 5 Minuten vorsichtig als ein Leben lang tot!

M-54842

Zitat von: Rast am 16 August 2021, 17:55:11
Der Westen wurde überrumpelt von einer Mopetbande.
Stimmt´s oder stimmt´s?

Diese These ist mir zu kurz gedacht bzw. das Problem ist insgesamt wesentlich komplexer. Und dort ist bisher ja nicht nur der Westen gescheitert.
Was die konkrete und aktuelle Situation betrifft, so frage ich mich, ob die Geheimdienste und Außenpolitiker die sich entwickelnde Lage nicht erkannten oder ob die Verantwortlichen die Informationen ignoriert haben. Beides ist kein Ruhmesblatt.

thommy_l

Überrumpelt?

Nö, übertölpelt und nach Strich und Faden vorgeführt und ausgenommen. Milliarden Euro wurden in die "Ertüchtigung" Afganistans investiert und dann kapitulieren die sang und klanglos unter hinterlassung der Ausrüstung ...

Sorry, falls das politisch sein sollte, lösche ich alles.

Thommy 

Kaschube_29

Moin,

und nun stellt sich heraus, dass die Aussagen von Peter Scholl-Latour, die von vielen Beschäftigten im Staatsdienst als amateurhaft dargestellt wurden, richtig waren...:

https://www.shz.de/deutschland-welt/politik/Afghanistan-Die-Prophezeiungen-von-Peter-Scholl-Latour-haben-sich-erfuellt-id33302882.html

Bis dann,

Kaschube_29 (Axel)
Immer eine Handbreit Wasser unter den Kiel (Bcегда семь футов под кильем)!

Wilfried

...bestimmte Positionen und Ämter führen zu einer Arroganz, die mit Verstand und Sachkenntnis nur schwer oder gar nicht zu durchdringen ist!  :-D
... Tradition pflegen, bedeutet nicht, Asche aufzubewahren sondern Glut am Glühen zu halten ...
http://www.passat-verlag.de
http://www.kartonskipper.com
http://www.forum-marinearchiv.de - wenn Marine Dein Ding ist!

Urs Heßling

moin,

zwischen all den Chaos- und Untergangsberichten gibt es auch eine andere Stimme ...
https://www.kinderhilfe-afghanistan.de/

Herr Dr. Erös, den wir (meine Frau und ich) unterstützen und mit dem wir nun durch unsere Schwiegertochter entfernt verwandt sind, hat seit mehr als zehn Jahren über die falsche Afghanistan-Strategie in Vorträgen berichtet.

Gruß, Urs
"History will tell lies, Sir, as usual" - General "Gentleman Johnny" Burgoyne zu seiner Niederlage bei Saratoga 1777 im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg - nicht in Wirklichkeit, aber in George Bernard Shaw`s Bühnenstück "The Devil`s Disciple"

Rast

Mir stellt sich die Frage, wollten die Afganen überhaupt
von uns beschützt werden.

Wenn ja, warum so wenig Gegenwehr? :/DK:

Aber vieleicht bin ich auch zu dumm das zu begreifen. :ND//)
Lieber 5 Minuten vorsichtig als ein Leben lang tot!

Sprotte

Ich bin mir nicht sicher, ob die westliche Kultur - ich benutze diesen Ausdruck mal, in Ermangelung eines besseren - überall auf der Welt so gewünscht wird, wie einige Politiker sich das vorstellen.
Der Kabarettist sagte mal in einem seiner Beiträge sinngemäss, in Afghanistan verteidigt die Bundeswehr nicht nur das, was wir haben, sondern das, was wir gerne haben wollen. Das liegt zwar schon ein paar Jahre zurück, trifft für mich aber den Nagel auf den Kopf.
Wir wehren uns doch auch gegen eine wachsende Einflussnahme Chinas, weil damit auch die Gefahr besteht, dass wir andere Kulturen , andere Denk- und Staatssytseme anerkennen müssen.
Auch im Orchester des Lebens dringt das Blech am meisten durch.

jockel

Ein interessanter Artikel bei ZEIT-ONLINE:
Es gibt keine guten Taliban
Könnten die Taliban für Stabilität sorgen? Unser Autor war als Reporter in Afghanistan und sagt: Zu Frieden sind die Taliban nicht fähig. Man kann sie nur bekämpfen. ...hier weiterlesen


China läuft sich schon warm...
Afghanistans reiche Schätze

Gruß
Klaus

thommy_l

Hat schon mal jemand darüber nachgedacht, wie kurz oder lang der Weg dieses "geschenkten" Waffenarsenals zu Al Qaida ist? Wann z.B. Handranaten und Sprengstoffe in Europa auftauchen?
Mir wird Angst und Bange

Thommy

kalli


maxim

Zitat von: thommy_l am 17 August 2021, 10:40:48
Hat schon mal jemand darüber nachgedacht, wie kurz oder lang der Weg dieses "geschenkten" Waffenarsenals zu Al Qaida ist?

Gibt es Al Qaida überhaupt noch? Und sind die Taliban gut auf die zu sprechen? Die haben ihnen die Invasion von 2001 eingebrockt ;)

AND1

Wenn die Amis aus Afghanistan abziehen fällt alles in 1 -2 Wochen haben doch alle gewußt! Bei 300.000 Mann "starkes" Armee konnten man zwei NULLEN streichen. Jetzt in die Medien Besserwisserei betrieben. Die angeblichen Unterstützer (Übersetzer, Sicherungspersonal,...) war auch nicht zu trauen.
Erst hieß es sei ein humanitärer Einsatz von der Politik, als die immer mehr Särge in die Heimat fuhren, hieß es: es ist wohl doch ein militärischer Einsatz.
Früher fuhren sie weiße Toyota Geländewagen und Moped, jetzt fahren sie Hummvees! Und die Waffen der afghanischen Armee sind ihnen auch in die Hände gefallen. Da hätte man auch nach 2 bis 3 Jahren rausgehen können, da hätte sie noch gekämpft.

Afghanistan ist der Hinterhof von Pakistan und die werden alles tun damit die Durandlinie (war für 1993 vorgesehen) nie umgesetzt wird.

Nach 20 Jahren hatte dei Amis die schautze voll, fast alles auf ihren Schultern zu tragen. In D konnte man sich nicht mal zu 2% Militärausgaben durchsetzen. wenn die Amis hier abziehen stehen Merkel die Sozis und Grünen militärisch nackt da!!!

maxim

Zitat von: AND1 am 18 August 2021, 15:17:15
Nach 20 Jahren hatte dei Amis die schautze voll, fast alles auf ihren Schultern zu tragen.
Dir ist schon bekannt, wer damals in Afghanistan unbedingt einmarschieren wollte? Obwohl die Terroristen, die den Anschlag am 11.9. ausführten, in Hamburg, Spanien und den USA ausgebildet wurden? Wenn man das anschaut, war der Umfang an militärischer Beteiligung durch diverse NATO-Staaten massiv.

Die Gründe für den US-Rückzug liegen woanders. Da geht es nicht um 2% Rüstungsausgaben, sondern um massive Verluste an US-Soldaten und keine Erfolge über fast 20 Jahre sowie praktisch keinerlei innenpolitische Unterstützung für den Krieg mehr. Bereits Obama wollte die Truppen zurück ziehen, wie ja auch Trump und jetzt eben Biden.


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