Nord Stream 1 und 2 zwei große Schiffe mit deaktivierten Peilsendern.

Begonnen von Wiking, 14 November 2022, 11:44:10

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lafet944

Zitat von: maxim am 09 Februar 2023, 11:12:23
Das Zitat bezieht sich aber nicht darauf, dass eine Pipeline nicht zerstört wurde, sondern dass die gefundenen Beweise nicht veröffentlicht wurden:
...

Es bedeutet also etwas ganz anderes: hier wird mangelnde Transparenz der deutschen Behörden von einem US-Offiziellen bedauert!

Definitiv nicht. Man sollte das vollständige englische Original statt der holprigen und unvollständigen Übersetzung ansehen:

"It's not a good thing," the official said, of the possibility that the Nord Stream explosions may remain unsolved. "Whoever did it may get away with it."

https://www.washingtonpost.com/national-security/2022/12/21/russia-nord-stream-explosions/


maxim

Da steht nichts davon, dass bedauert wird, dass eine Pipeline noch intakt ist, sondern dass bedauert wird, dass vielleicht nicht gelöst wird, wer dahinter steht!

ZitatThe prospect that the explosions may never be definitively attributed is unsettling for nations like Norway, which has 9,000 kilometers (5,500 miles) of undersea gas pipelines to Europe.

A Norwegian official said Norway is attempting to strengthen security around its own pipelines and broader critical infrastructure. It is investing in surveillance; working with Britain, France and Germany to intensify naval patrols; and trying to find ways to keep oil and gas flowing in the event of another attack.

Norway is also investigating the appearance of unidentified aerial drones around its oil and gas facilities around the time of the Nord Stream attacks.

"It's not a good thing," the official said, of the possibility that the Nord Stream explosions may remain unsolved. "Whoever did it may get away with it."
https://www.washingtonpost.com/national-security/2022/12/21/russia-nord-stream-explosions/

Und hier wird ein norwegischer Vertreter zitiert, der sich um die norwegischen Pipelines Sorgen macht!

lafet944

Zitat von: maxim am 09 Februar 2023, 11:51:14
Da steht nichts davon, dass bedauert wird, dass eine Pipeline noch intakt ist, sondern dass bedauert wird, dass vielleicht nicht gelöst wird, wer dahinter steht!

Das erstere habe ich nicht behauptet, das zweite befürchte ich auch - wenn ich die Grabesstille sehe, mit der die Untersuchungen begleitet werden. Man vergleiche nur mal zu den Verlautbarungen der allwissenden, aber ungenannt bleiben wollenden Geheimdienstmitarbeiter anläßlich der Vorfälle um MH-17, Skripal oder Nawalny, von denen quasi im Stundentakt auch die letzten neuen Erkenntnisse verbreitet wurden. Hier dagegen scheint wirklich allen das Reden untersagt worden sein. Ich würde mich inzwischen auch nicht wundern, wenn man vorschlagen würde, die Sprengstellen (aus Sicherheitsgründen !  :-D) unter meterdickem Beton zu begraben. https://www.profil.at/ausland/untergang-der-estonia-ein-15000-tonnen-schweres-geheimnis/401463343

Zitat von: maxim am 09 Februar 2023, 11:51:14
...
Und hier wird ein norwegischer Vertreter zitiert, der sich um die norwegischen Pipelines Sorgen macht!

Solange dieser unerkannte Pipeline-Sprenger sein Unwesen treibt, würde ich mir auch Sorgen um meine Pipelines machen.
Der einzige, der von US-Offiziellen geschrieben hat, warst Du selbst (Antwort #14).


Viele Grüße

maxim

Dann verstehe ich nicht, was du da ausdrücken wolltest und warum du mir widersprochen hast - und ich zwei Mal auf den Kontext der Aussagen hinweisen musste.

Ich hatte "US-Offizieller" geschrieben - da ich deine Aussage so verstanden hatte. Aus dem T-Online-Artikel ist dessen Herkunft auch nicht klar und dessen Aussage ist dort aus dem Zusammenhang gerissen - aber immerhin, geht es in beiden Artikel um die Frage, wer verantwortlich war (und nicht um die intakte Pipeline).

Es gibt übrigens massive Unterschiede zu MH-17: da gab es einen offiziellen Prozess. Gerüchte und Meinungsäußerungen gab es auch im Falle der Sprengung der Pipelines Anfangs im Minutentakt.


bettika61

Hallo,
Eine neue Spur führt in Richtung Ukraine
ZitatDie deutschen Ermittlungsbehörden haben bei der Aufklärung des Anschlags auf die Pipelines Nord Stream 1 und 2 offenbar einen Durchbruch erzielt. Nach einer gemeinsamen Recherche von ARD-Hauptstadtstudio, des ARD-Politikmagazins Kontraste, des SWR und der ZEIT konnte im Zuge der Ermittlungen weitgehend rekonstruiert werden, wie und wann der Sprengstoffanschlag vorbereitet wurde. Demnach führen Spuren in Richtung Ukraine. Allerdings haben die Ermittler bislang keine Beweise dafür gefunden, wer die Zerstörung in Auftrag gegeben hat.
https://www.zeit.de/politik/ausland/2023-03/nordstream-2-ukraine-anschlag
Die Spur der mutmaßlich beteiligten Yacht führt von Polen über Rostock. Wieck (Darß) zur  dänischen Insel Christiansø, nordöstlich von Bornholm.

Die an der Recherche beteiligten Redaktionen lassen  eine seriöse Ermittlung annehmen ,
Im Unterschied zu den bisher in diesem thread bisher verbreiteten Spekulationen .
Grüße
Beate

,,Wer sich nicht an die Vergangenheit erinnern kann, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen." George Santayana

Woelfchen

#21
Ja, der Artikel ist seriös geschrieben. Dementsprechend steht dort sehr viel "soll" und eine Bandbreite von die Spuren führen in die Ukraine bis es hat jemand den Ukrainern in die Schuhe geschoben.
Soweit so gut.

Abgesehen davon überzeugt es mich nicht so ganz das sechs Personen mit eine Yacht und Tonnenweiser Ausrüstung diese Piplines gesprengt haben sollen. Reichen überhaupt zwei Taucher um diese Sprengstoffmengen anbringen zu können? Hier im Forum müsste es doch Leute geben die sich damit auskennen (also mit Tauchen und Logistik).

Dementsprechend ist das zumindest für mich auch nur Spekulation. Vielleicht hat da jemand (die Quelle) auch "die Presse" hereingelegt.

Natürlich wüsste ich auch gerne wie das ganze abgelaufen ist und wer es war. Ich denke das wird aber noch eine Weile dauern. Bei MH 17 waren es so 8 Jahre bis ein Gericht die Urteile gefällt hat.

Viele Grüße
Johannes

Edit: Hier der Link zur MH-17-Diskussion aus einem wohl bekannten Marineforum:
https://www.forum-marinearchiv.de/smf/index.php/topic,22127.0.html

t-geronimo

Zur Spreng- und Tauchlogistik hatte Beate in einem anderen Thema einen wie ich finde sehr fundierten Link eingestellt:

--/>/> https://youtu.be/kf_IIf2e0Ek

Das alles mit einer Yacht? Puh...
Gruß, Thorsten

"There is every possibility that things are going to change completely."
(Captain Tennant, HMS Repulse, 09.12.1941)

Forum MarineArchiv / Historisches MarineArchiv

Sprotte

Ich halte diese Aussagen für fragwürdig.
Dabei denke ich auch wie der Alte Fritz "Cui Bono"?

Wessen Gas wird jetz von Deutschland gekauft??? :roll:
Auch im Orchester des Lebens dringt das Blech am meisten durch.

Spee

Servus T-G,

die Italiener haben mit 2 Torpedos 2 britische Schlachtschiffe auf Grund gesetzt. Hätte nach damaligen Maßstäben nicht funktionieren dürfen.
Richtige Menge richtig platziert. Die Ladung muß bei Verdämmung nicht groß sein um die Rohre aufzureißen. Den Rest erledigt der Gasdruck in der Leitung.
Servus

Thomas

Suicide Is Not a War-Winning Strategy

Elektroheizer

Zitat von: Woelfchen am 07 März 2023, 21:38:49
Abgesehen davon überzeugt es mich nicht so ganz das sechs Personen mit eine Yacht und Tonnenweiser Ausrüstung diese Piplines gesprengt haben sollen. Reichen überhaupt zwei Taucher um diese Sprengstoffmengen anbringen zu können? Hier im Forum müsste es doch Leute geben die sich damit auskennen (also mit Tauchen und Logistik).
Und Leute, die sich mit Sprengstoff auskennen? Zitat aus dem verlinkten Artikel:
"Auf dem Tisch in der Kabine haben die Ermittler den Recherchen zufolge Spuren von Sprengstoff nachweisen können."
Wenn man in einem Hafen am Ende der Welt ein kleines Schiff versenken will, säbelt man mit dem Bordmesser ein Stück Plastiksprengstoff ab und genehmigt sich danach einen Rotwein... Aber bei den Mengen, die hier notwendig waren, würde ich erstens von konfektionierten Ladungen ausgehen und mich dann zweitens fragen, ob Spuren daraus auf dem Tisch landen können. Außer man ist entweder total blöd oder will, das was gefunden wird.
,,Ihr seid alle Individuen" - "Ich nicht!"

t-geronimo

Zitat von: Spee am 07 März 2023, 22:32:36
Servus T-G,

die Italiener haben mit 2 Torpedos 2 britische Schlachtschiffe auf Grund gesetzt. Hätte nach damaligen Maßstäben nicht funktionieren dürfen.
Richtige Menge richtig platziert. Die Ladung muß bei Verdämmung nicht groß sein um die Rohre aufzureißen. Den Rest erledigt der Gasdruck in der Leitung.

Guck dir bitte mal das verlinkte Video an und darin vor allem die in etwa veranschlagte Menge an Sprengstoff.
Gruß, Thorsten

"There is every possibility that things are going to change completely."
(Captain Tennant, HMS Repulse, 09.12.1941)

Forum MarineArchiv / Historisches MarineArchiv

maxim

Zu der Sprengstoffmenge gab es alleine aufgrund der seismographischen Messungen schon früh Aussagen, dass es sehr große Ladungen waren.

Und nicht schon wieder die "wem nützt das Frage". Russland hatte die aktive Pipelines selbst davor abgeschaltet. Es wird heute immer noch russisches Gas über andere Pipelines, aber auch LNG in Russland gekauft. Der Großteil des Gas kommt jetzt aus Norwegen, den Niederlanden und Belgien.

AND1

@Spee   die Chariots in Alexandria verminten die dort ankernden britischen Schlachtschiffe HMS Queen Elizabeth sowie HMS Valiant ? Waren aber keine Torpedos.

delcyros

So schnell wird es keine Klärung geben dürfen, denn die Antwort der Urheberschaft ist mit Konsequenzen belastet.

Wären es die USA/ UK (or perhaps, Polen)
dann wäre es ein direkter Angriff auf die Infrastruktur eines Bündnispartners

Wäre es Russland
dann wäre es ein direkter Angriff auf Infrastruktur eines NATO Landes

----

insofern ist der blame auf die Ukraine im gegenwärtigen Kontext eher noch am wenigstens mit Konsequenzen verbunden...

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