Schlachtkreuzer

Begonnen von Huszar, 01 Juni 2005, 20:09:08

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Spee

@Huszar,

warum machten die "Alaska's" 1942 keinen Sinn? Für die Gefechte bei Guadalcanal wären sie perfekt gewesen.
Servus

Thomas

Suicide Is Not a War-Winning Strategy

kalli

@Spee

Zitatlarge light cruiser

Ich sag dazu nichts- hatten ja auf Zimmer Nr. 346 dazu ein interessantes Gespräch :D
Oder war es ein anderes Zimmer in HH in welchem wir über Budgets sprachen ? :oops:

Spee

@Kalli,

äh...Kneipe.......St. Pauli.........Bierbudget????  :D  :D
Servus

Thomas

Suicide Is Not a War-Winning Strategy

VoBo

@Spee,

neuer Versuch (nach einigem Lesen): Es gab im Etat für leichte Kreuzer noch Geld, an das man durch die Bezeichnung grosse leichte Kreuzer noch herankam?

Ähnlich wie der Beamte der nach Oslo flog, um dort ein Ortsgespräch zu führen (weil: im Telefonetat war ein Ferngespräch nicht mehr drin, im Reiseetat war aber noch Geld genug :D ).

Volker
And like some Pirate-Sailor
we crossed the Spanish Main(Procol Harum)

Spee

@VoBo,

der Kandidat erhält 3 Punkte  :)  !
Nach Kriegsbeginn wurde der Bauauftrag für die 6. und 7. Einheit der "Revenge"-Klasse ("Repulse" ex "Resistance" und "Renown") von der britischen Regierung anulliert. Aber für beide Einheiten waren die Türme schon im Bau. Lord Fisher hatte also 8 Türme zur Verfügung und er mußte sie nicht für die von ihm wenig geliebten Schlachtschiffe verwenden ("Dreadnought's" empfand er persönlich als eher überflüssig).  2 Türme gingen auf die Monitore "Marshal Ney" und "Marshal Soult" und damit waren noch 6 Türme übrig.
Klar war für Lord Fisher, daß er weitere Schlachtkreuzer nicht genehmigt bekommen würde, also bediente er sich eines kleinen "Kunstgriffes". Leichte Kreuzer mußten nicht von Parlament genehmigt werden und außerdem waren die Finanzen für 3 neue leichte Kreuzer schon im Etat enthalten. Aus diesem Grund wurden die neuen "light battlecruiser" eben als "large light cruiser" bezeichnet und konnten auf Stapel gelegt werden. Was einmal im Bau ist, wird im Krieg auch nicht mehr gestoppt, nur weil es ein wenig größer ist als üblich  :)  . "Furious" erhielt allerdings eine modifizierte Variante des 38,1cm-Zwillingsturmes, um das bei Armstrong georderten 45,7cm-Geschütz aufnehmen zu können.
Servus

Thomas

Suicide Is Not a War-Winning Strategy

t-geronimo

Zensiert.

Man sollte immer auch erst die letzte Seite eines Themas lesen..... :oops:
Gruß, Thorsten

"There is every possibility that things are going to change completely."
(Captain Tennant, HMS Repulse, 09.12.1941)

Forum MarineArchiv / Historisches MarineArchiv

t-geronimo

Zu den Alakas:
Sicherlich hätten sie rund um Gaudalcanal ihren Wert gehabt, aber genauso auch ihre Probleme.
Die Amerikaner mußten sich halt erstmal an Nachtgefechte und den Wert des Radars bei selbigen gewöhnen, und mit den Long-Lance-Salven der Japaner, die ja für die Amis teilweise aus dem "Nichts" kamen, hätten auch Alaska und Guam ihre Problemchen gehabt. Da macht halt auch die Masse viel aus. (Genauso gilt natürlich dann: je mehr Japaner versenkt, umso weniger Masse)
Am Tage natürlich keine Frage, da wären die Alaskas genau die richtigen Schiffe gewesen.
Gruß, Thorsten

"There is every possibility that things are going to change completely."
(Captain Tennant, HMS Repulse, 09.12.1941)

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Lutscha

Die Alaskas hatten keine TDS und waren extrem anfällig vor Torpedotreffern. Ich halte die Des Moines für den optimalen Kreuzerkiller, das sie einen Gegner einfach in wenigen Minuten hätten zertreten können und viel grösser waren sie ja nicht. Das Problem war, dass die nötige Feuerleitung (Mk 13, Mk 37 und RPC) sowie die Geschütze erst spät vorhanden waren. Ich hätte mit einem vollwertigen Schlachtschiff lieber gegen einen mir unterlegenen Schlachtkreuzer gekämpft, als gegen eine Des Moines. Die Feuerleitung um sie sicher aus Distanz zu bekämpfen hatten die Achsen nicht (27km Reichweite). 3 Dutzend Treffer in ein paar Minuten hätte bei jedem BB schnell zum soft-kill geführt. Jeder sollte bedenken, dass bspw. eine SH die Des Moines niemals ausserhalb ihrer Feuerreichweite hätte treffen können. (vielleicht 2 Treffer bei Abfeuern aller Granaten bei Reichweiten jenseits der 30km) Stattdessen wird ja gerne rumgesponnen und rumfantasiert... (na gut, eigentlich in nem anderen Forum ^^)
Die Des Moines wären mit ihrem Feuervolumen auch sehr gut für Guadalcanal gewesen.
Das ist ja barer Unsinn, wenn das stimmen würde, hätten SIE ja recht!

Typisch deutsche Argumentationsweise.

Scharnhorst66

Lutscha ,
ab welchen Zeitpunkt stand das Radar und die Feuerleitung denn zur Verfügung???
" Fehler sind normal , Irrtümer üblich , Informationen selten vollständig , oft unzutreffend und häufig irreführend "
Sound Military Decision 1936
Gruss Micha

t-geronimo

Ist aber auf Grund des Erscheinungsdatums sehr hypothetisch.

Die Nimitz (CVN-68) wäre da auch schon recht hilfreich gewesen, und gegen BBs auch...
Gruß, Thorsten

"There is every possibility that things are going to change completely."
(Captain Tennant, HMS Repulse, 09.12.1941)

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Lutscha

Mk 8 und 13 gab es ab 42 bzw. 43, RPC gabs auch zu dem Zeitpunkt. http://www.navweaps.com/Weapons/WNUS_Radar_WWII.htm

Das Problem wären die halbautomatischen 20,3er gewesen.

Edit: Die Fertigstellung im Krieg einer Des Moines mit der einer Nimitz zu vergleichen.... :roll:
Das ist ja barer Unsinn, wenn das stimmen würde, hätten SIE ja recht!

Typisch deutsche Argumentationsweise.

Mario

Zitatwarum hießen "Glorious", "Courageous" und "Furious" eigentlich "large light cruiser"?

Ganz einfach, weil sie selbst für Schlachtkreuzerverhältnisse noch viel zu schwach gepanzert waren.
Die Schiffe dieser Klasse wurden ursprünglich gebaut, um die extrem seichten Gewässer im Gebiet um die dänischen Inseln am Ostseeeingang überwinden zu können. Auch innerhalb der Ostsee sollten sie aufgrund ihres extrem geringen Tiefgangs (7.10 m) eine große Operationsfreiheit besitzen.
Möglicherweise war auch an einem Einsatz im deutschen Wattenmeer gedacht worden. Trotz alledem hätten sie schwerstes Kaliber tragen sollen.
Letztendlich waren sie leichte Kreuzer mit einer starken Bewaffnung.

Spee

@Mario,

die genaue Erklärung warum habe ich oben schon gegeben.
Die Nummer mit einer Invasion an der deutschen Küste ist übrigens auch eher eine schöne "Verkaufsstrategie", um dem britischen Parlament die "large light cruiser" zu begründen. Lord Fisher war da sehr ideenreich. Die Idee mit einer Landung stammte ja auch von íhm. Ein Schelm, wer .....  :)
Servus

Thomas

Suicide Is Not a War-Winning Strategy

Huszar

Ich glaube nicht, dass diese drei Schiffe irgeneinen Nutzten gehabt haben. Zu leicht gepanzert, um auf irgendetwas oberhlab kleiner Kreuzer zu treffen, zu wenig leichte Ari, um auf irgendetwas unterhalb von kleinen Kreuzer zu treffen, zu wenig schwere Ari, um sich gegen echte Schlachtkreuzer wehren zu können.


Diese sind für mich ware Fehlkonstruktionen. Echte Schlachtkreuzer hatten noch Sinn gemacht, aber diese????


mfg

alex
Reginam occidere nolite timere bonum est si omnes consentiunt ego non contradico
1213, Brief von Erzbischof Johan von Meran an Palatin Bánk von Bor-Kalán

Mario

sorry, Spee, muß ich wohl überlesen haben. Das kommt davon, wenn man in der Mittagspause schnell nach Hause rennt, um Handwerkern die Tür zu öffnen. Schnell noch was zu Essen gemacht und im FDK ein wenig Kluggescheißert.  :cry:  :cry:  :cry:

Trotzdem noch ein weiterer Versuch von mir.
Zitatab welchen Zeitpunkt stand das Radar und die Feuerleitung denn zur Verfügung???
Radar war schon vor dem Krieg für Versuchszwecke auf einigen Schiffen installiert worden. Im Sommer 1942 kam es dann verstärkt auf Kreuzern zum Einsatz, aber ... !!!
Das damalige Radar ist mit den heutigen modernen Geräten nicht vergleichbar. Heute kann fast jeder Laie nach einem Blick auf das kreisrunde Display die Lage einschätzen. Damals waren die Anlagen so primitiv, das nur sehr erfahrenes Personal den Feind identifizieren konnte. Jede Klippe, sogar Vogelschwärme konnten Impulse erzeugen, die von feindl. Schiffen nicht zu unterscheiden war.
Außerdem mußten sich auch die Kommandeure mit dem Wert des Radars vertraut machen. In der Nachtschlacht vor Guadalcanal am 13. November 1942, als die US-Navy noch einmal richtig Prügel bezog, liefen die Kreuzer und Zerstörer mit Radar fast ausnahmslos in hinteren Positionen.

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