Schlachtschiff Taktik und daraus falsche Schlussfolgerungen?

Begonnen von Mighty Sam, 10 März 2007, 13:03:11

Vorheriges Thema - Nächstes Thema

0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.

Woelfchen

#30
Bei Schlachtschiffen hat man einfach ein riesiges Problem.
Man kann nicht schnell welche Nachbauen.
Das dauert Jahre und bis die fertig sind ist der Krieg schon zu Ende, oder zumindest entschieden.
Deshalb einfach mal die Zahlen der deutschen Flugzeuge zum Vergleich.
Die 20.000Fw wurden alle wären des Krieges gebaut.
Oder soll man es mal so ausdrücken:
Die Luftwaffe hatte 39 so 2000-3000 Flugzeuge, 44 wurden 40 000 gebaut.
Die Marine hatte 2 Schlachtschiffe, 2 wurden noch fertiggestellt.
Sinkt ein Schlachtschiff ist es weg, ein Flugzeug wird halt ersetzt.

Ja, Schlachtschiffe mit Flugzeugen zu versenken ist keine leichte Aufgabe. GB/Deutschland haben es eine Zeit lang probiert, Japan hat es dann vorgemacht wie es geht.

Zu deinen Beispiel:
Du gehts wohl davon aus das es zu einem Patt in der Trägerschlacht kommt und dann die Schlachtschiffe interresant werden.Hier sind halt manche Leute der Meinung das man besser mehr Träger hat und gleich die Schlacht gewinnt.
Bei einer Abschussquote von 1:1 gewinnt der mit mehr Flugzeugen.  :wink:

Und wenn man nur noch Träger, Kreuzer und Zerstörer hat und die feindliche Schlachtflotte auf einen zukommt?
Gibt es 2 Möglichkeiten:
1. Man wartet ab bis man versenkt wird.
2. Man fährt davon, Träger, Kreuzer und Zerstörer schaffen mindestens 30kn, Schlachtschiffe sind im besten Fall minimal schneller. Dabei kann man auch noch ein paar Flugzeuge zum Angriff starten lassen und vielleicht beschädigt/versenkt man ja noch was.

Die Flugzeuge die man in der Schlacht verloren hat ersetzt man halt durch neue. Piloten sind da ehr das Problem aber die lassen sich auch ausbilden. Hat man hier schon vorgesorgt hat man ziemlich schnell wieder einsatzbereite Träger.

Mit denen kann man dann ja auf Schlachtschiffjagd gehen.


Ich bin mal davon ausgegangen das du von einer Trägerschlacht im Pazifik ausgehst. In der Nordsee sieht es wieder ein bischen anders und Trägerunfreundlicher aus, da:
- Landgestützte Flugzeuge
- oft schlechtes Wetter

Dominik

#31
Mighty,

du stellst Dir einen Verband von mind. 10 modernen BBs vor? OK, von mir aus. Die amerikanische Rüstungsindustrie könnte es schaffen, drei Einheiten jährlich auf die Beine zu stellen - um wirklich den gesamten Verband aus modernen Einheiten bestehen zu lassen. Japan musste den 4. Yamato-Rumpf aufgeben, weil Material fehlte, der 3. (Shinano) lief nicht unter höchster Priorität. Von der Bauzeit ganz zu schweigen.

Selbst wenn Du 10 Yamatos zusammenbekommst, würde der Gegner (USA) nicht mit nur drei, vier Trägern anrücken. In der Zwischenzeit baut der mal schnell ein paar Dutzend Essex (je 80-100 Flugzeuge). Ein dutzend hier, ein dutzend dort aufgestellt, immer schneller als die Yamatos und damit außer Reichweite. Aber zusammen bringen sie schnell ihre 2500 - 3000 Flugzeuge in die Luft. Dein BB-Verband hat zwei Flottenträger als Begleitschutz? Ok, dann Richtig: Akagi und Kaga - zusammen stolze 180 Flugzeuge, davon 40-50 Jäger.

Fazit: die amerikanischen Jäger (knappe 700 - 1000) prügeln sich drum, WER die Zeros abschießen darf, die restlichen Bomber und Torpedoflugzeuge lassen ihre Torpedos und Bomben laufen. 20 Torpedos für eine Yamato, also 200 für Deinen Verband? Ich habe hier etwa 1000 zur Verfügung, zusätzlich ein paar (1000 :D) Bomber. Ab zu den Fischen!

Mal im Ernst: Das Schlachtschiff war ausgedient. Selbst wenn Du eine ganze Trägergruppe an Flugzeugen verlierst, der Träger wird in den meisten Situationen heil davonkommen (weil schneller). Das Schlachtschiff ist weg, der Träger noch da und Flugzeuge sind schnell ersetzbar.

edit:

Wenn Du jetzt einwirfst, Du würdest ja Deinen BB-Verband mit allen IJN-CVs zusammen einsetzen. Ist berechtigt! Welchen Auftrag würden die Träger bekommen? Bekämpfung der feindlichen Trägerverbände? Na sicher doch! Welche Aufgabe haben da noch Deine Schlachtschiffe? Im besten Fall erscheinen sie auf der Bildfläche, wenn der Gegner bereits versenkt ist. Im Normalfall sind noch Reste übrig. Deine modernen und wertvollen Schlachtschiffe für Restarbeiten einsetzen? Nee, lieber für ein Schlachtschiff drei weitere Träger, welche die Restarbeiten aus sicherer Entfernung erledigen können.

DST

Zitat von: Mighty Sam am 12 März 2007, 09:00:06
@harold
ZitatFlugzeuge:
ME 109 30.000
FW 190 20.000
Ju 88 20.000
Ja richtig, aber es kamen nicht mal 1/3 gegen die Britische Flotte zum Einsatz.

Noch ein wichtiger Punkt für mein Beispiel, das man genügend Flugzeuge hatte, aber auch nicht die Britische Flotte damit versenken konnte, mir sind die Gründe dafür klar.

die engländer waren halt schlau genug nicht mit ihrer ganzen flotte in die nordsee zu fahren um mal eben kurz wilhelmshafen zu beschießen.weil dann hätte die deutsche luftwaffe prima zielübungen machen können und die engländer hätten keine marine mehr gehabt.aber solange die engländer außerhalb der reichweite der deutschen flugzeuge sind is halt essig mit versenken.

Zitat von: Mighty Sam am 12 März 2007, 09:00:06


Wie es weiter gehen könnte, man hat 10 Flugzeugträger, die von Zerstöre bewacht werden, so nun hat man schon mal in der Schlacht mit der Luftwaffe gegen die Flugzeugträger gekämpft, somit fallen viele Flugzeugträger Piloten schon mal aus, so und jetzt tauchen auf einmal Schlacht schiffe auf die mit den Trägern kurzen Prozess machen.

auf einmal auftauchen ? ein schlachtschiff vor einem träger ?  naja dann müßen aber ein paar tausend leute pennen auf dem träger. normaler weise dürfte der träger das schlachtschiff aufklären wenn es noch 3-5 stunden vom träger entfernt ist ,bei voller fahrt des BB wohlgemerkt.und wenn alle meine flugzeuge abgeschossen wurden , gibt es für den träger keinen grund auf das schlachtschiff zuwarten. und da träger schneller sind als das schlachtschiff is eine verfolgung sinnlos.


Zitat von: Mighty Sam am 12 März 2007, 09:00:06
Aber wie wäre es gewesen, wenn man auf einen Gegner mit Modernen Schlachtschiffen(Wie Bismarck Klasse?) getroffen wäre

Meinetwegen kannst du dir das auch mit Torpedo Zahlen ausrechnen, bei einer Modernen Amerikanischen Flotte, nehme die vergleichbare Yamato, die mit 18. Torpedos und 17 Bomben? versenkt wurde, jetzt addiere das zu einer Flotte zusammen und man brauchte Hunderte Bomber und noch mal so viele Jagdflugzeuge, um eine Gegnerische Moderne Flotte zu versenken.


hmmm ich glaube die roma der italienischen Vittorio Vennetto klasse war doch eher modern , mit 169mm deckspanzer. und die deutschen haben genau 2 bomben gebraucht um sie zu versenken. wobei die erste bombe das schiff komplett durchschlagen hat, sonst wäre sie wohl schon bei ersten treffer gesunken.

Zitat von: Mighty Sam am 12 März 2007, 09:00:06

Ich habe mal Dick unterstrichen, worauf ich hinaus möchte, in meinem Text steht aber auch nichts von keine Schlachtschiffe!, wie kommt ihr darauf?!

Ich sage sogar man braucht beides, siehe Edit Text oben.


eben genau das ist ja das problem   :roll: so irgenntwann zwischen 1940 und 1945 sind schlachtschiffe völlig sinnlos geworden , weil man technisch in der lage war flugzeuge die von einem schiff starten so schwer zu bewaffnen das ein passiverschutz der schiffe unmöglich war.und wenn ich eh träger brauche um meine schlachtschiffe zu schützen dann baue ich mehr träger  :-D und keine schlachtschiffe mehr .


mfg dirk

Mighty Sam

So da bin ich wieder! :-D


Ich werde es einfach anhand eines Beispiels verdeutlichen, nehmen wir eine Schlacht aus dem Jahr 1944 im Pazifik, die US Flotte schaffte es gegen die Japanische Flotte zu gewinnen, weil sie:

1.Die US Piloten sich die Lufthoheit erkämpfen konnten, mit 3 zu einem 1 Abschuss.
2.Somit die US Flotte die gegnerische Flotte versenken konnten.
3.US Flugzeuge kämpften gegen Schlachtkreuzer die man mit wenigen Torpedos versenken konnte.

"Die US-Zerstörerdivisionen begannen um 3:00 Uhr mit Radar geleitete massierte Torpedoangriffe. Ein Torpedo traf die Fuso die nach einer halben Stunde auseinanderbrach und sank."
Nishimura setzte trotz allem seinen Weg fort und lief direkt auf die US- Schlachtschiffe und Kreuzer zu. Die amerikanische Kiellinie lief quer vor der japanischen und konnte somit alle Geschütze einsetzen, während die japanischen Schiffe nur mit den vorderen Türmen feuern konnten, was in der Seekriegstheorie als Crossing the T bezeichnet wird. Die amerikanischen Schiffe hatten außerdem radargeleitetes Feuer und konnten auf über 20 km feuern und treffen, während die Japaner während der gesamten Schlacht überhaupt nur den vorgeschobenen amerikanischen Kreuzerflügel erfassen und erfolglos beschießen konnten. Um 3:51 Uhr eröffneten die Amerikaner das Feuer und deckten die japanischen Schiffe binnen weniger Minuten mit so vielen Treffern ein, dass diese abdrehten und nach Süden zu entkommen versuchten.


pragues Schiffe begannen sich einzunebeln und hatten das Glück, von einer Regenwand zeitweilig verdeckt zu werden. Kurita, der sich wegen der Gefahr durch Luftangriffe gezwungen sah, möglichst viel Schaden in möglichst kurzer Zeit zu verursachen, löste seine Kiellinie auf und ließ seine Schiffe einzeln operieren. Spragues Begleitzerstörer fuhren Torpedoangriffe, um die Japaner zu Ausweichmanövern zu zwingen, drei davon wurden dabei versenkt. Die wenigen einsatzbereiten Flugzeuge der Träger flogen Luftangriffe, darunter auch einige Scheinangriffe. Sie erzielten Torpedotreffer auf mehrere japanische Kreuzer, von denen die Chikuma, die Chokai und die Suzuya im Verlauf des Gefechtes sanken. Ein weiterer wurde schwer beschädigt und später auf dem Rückmarsch durch Flugzeuge versenkt. Die Amerikaner verloren trotz der massiven Unterlegenheit nur einen der Geleitträger, was zum Teil auch an der panzerbrechenden Munition der japanischen Schiffe lag, deren Granaten die leichten Bordwände der Träger oftmals lediglich durchschlugen, ohne zu detonieren.

Jetzt die gleiche Situation, etwas anders, etwa so.

10 Moderne Schlachtschiffe normalen Typs, dazu eine Träger Flotte mit Radar (Wie die US Flotte) und aus der ersten Schlacht haben sich bereits die beiden Luftwaffen aufgeopfert, das heißt beide Flieger haben kaum noch Maschinen usw. Das Szenario also etwas zu Gunsten Japans.

Jetzt gibt ein Zerstörer/Kreuzer? den Befehl für den Angriff der Schlachtschiffe die sich in einiger Entfernung Seitlich auf die gegnerische Flotte zu bewegen und vorher im Hintergrund blieben, beide Luft-Träger Flotten sind zerstört, weil das laut Forum Members am warscheinlichsten wäre?,
jetzt könnte ich mir vorstellen die Träger die noch übrig sind, setzten sich ab und mann deckt für den Rückzug, die Träger mit Kreuzer und Schlachtschiffe usw, die aber jetzt von der Gegnerischen Schlachtschiff Flotten angegriffen werden!

Und mann hätte, im Duell vielleicht besser da gestanden, ist ja vergleichsweise schon passiert.


Einige würden jetzt behaupten 600 Bomber für diese Gegnerische Flotte einzusetzen, ich hallte dies aber für unrealistisch, das die Alliierten diese Bomber nicht für die Operation zur Verfügung gestellt hätte, da man.
1. Europas Industrie Bombardierungen vernachlässigen müsste!
2. Andere Fronten Opfern müsste.
3. Da man Deutschland und Japan an jeder Front eine erhol Pause gegeben hätte.
4. Flotten Operationen dauerten nicht einen Einsatz, sondern waren Feldzüge, also hätte man über einen langen Zeitraum die Kräfte abziehen müssen für die jetzige Operation.
5. In diesem Zeitraum hätte man ach eigene Kräfte für Start und Landebahn Bombardierungen im Pazifik einsetzten können.
6. Es gab erst Bomber Nach Okinawa? die in Reichweite waren.
7. Bomber sind zu ungenau in 8000m, da die Schiffe ausweich Manöver gefahren wären.

Mir geht es darum, Schlachtschiffe waren keine alte Eisen, sondern nur die der Japaner, und daraus den Schluss auf alle Marinen zu ziehen, halte ich für falsch.

Es ist eine Kombination von Taktik, Technik und wissen, Nachschub(Piloten), wenn eines dieser Parameter nicht vorhanden ist, wie Schlechte Japanische Piloten, kein Radar, Schlachtkreuzer die nicht auszuzeichnenden Torpedo Schutz hatten, kann ich eigentlich schon einpacken. Und brauche zurecht keine Schlachtschiffe aber auch überhaupt keine Flotte, da sie nur mit sehr viel Glück gewinnen kann.

Wie gesagt hätte Japan, genau so gute Schlachtschiffe(Schlachtkreuzer)Flotte wie die US Flotte, hätte man eben nicht so gewonnen, sondern sie hätten auch verlieren können.









t-geronimo

ZitatMir geht es darum, Schlachtschiffe waren keine alte Eisen, sondern nur die der Japaner, und daraus den Schluss auf alle Marinen zu ziehen, halte ich für falsch.

Ein Glück, daß Du das alleine so siehst.
So ist auf der Welt nicht noch mehr Geld ausgegeben worde für Schiffe, die eben doch nur "altes Eisen" gewesen wären.


Bei all Deinen unsinnigen Annahmen (wenn die Japaner auf einmal 10 moderne Schlachtschiffe hervorzaubern, können die Amerikaner auf einmal auch Laser-Kanonen haben...) hast Du eines immer noch nicht beantwortet:

Warum sollte man statt zwei oder drei Trägern überhaupt ein Schlachtschiff bauen? ???

Ich weiß auch, warum Du das nicht beantwortest:

Weil Du es nicht kannst!

Jedenfalls nicht, ohne alles, was Du bisher argumentiert hast, ad absurdum zu führen...
Gruß, Thorsten

"There is every possibility that things are going to change completely."
(Captain Tennant, HMS Repulse, 09.12.1941)

Forum MarineArchiv / Historisches MarineArchiv

Mighty Sam

@t-geronimo
Und da haben wir wieder die nicht vorhandene Argumentations Logik?
ZitatIch weiß auch, warum Du das nicht beantwortest:

Weil Du es nicht kannst!

Jedenfalls nicht, ohne alles, was Du bisher argumentiert hast, ad absurdum zu führen...

Was 50 Jahre aus Amerikanischer Sicht für richtig war, darf auch Heute nicht angezweifelt werden.

Aber bevor ich jetzt weiter auf deine Persönliche Angriffe eingehe,(Was mich nicht stört kleine Fische soll man in ruhe lassen), lese einfach mal Meinen Text!

Benjamin

@Mighty Sam: aus amerikanischer Sicht war auch der Irak Krieg richtig  :roll:

Flugzeugträger haben halt die Schlachtschiffe abgelöst. Sie sind effektiver, können aus einer größerer Entfernung angreifen und sich so auch viel schneller aus dem Krisengebiet zurückziehen. Und wie gesagt, moderne Schlachtschiffe sind auch nach Flugzeugangriffen gesunken. Nicht nur die "alten" schiffe der Japaner. Hier wurden jetzt mittlerweile oft genug diese Dinge aufgezählt, und die sprechen nun einmal alle für den Flugzeugträger und gegen das Schlachtschiff!In der Praxis ist das im WK II auch bewiesen worden. Also vielleicht solltest du mal diese Posts durchlesen und nicht andere auffordern selbiges zu tun.
If there's more than one possible outcome of a job or task, and one of those outcomes will result in disaster or an undesirable consequence, then somebody will do it that way.

Dominik

@Mighty,

ok, die Japaner dürfen ihre 10 modernen Schlachtschiffe (der gesamte Stolz der IJN, weil NIX anderes gebaut werden konnte) antreten lassen, die Amerikaner nicht. Warum denn nicht? Wenn die IJN komplett anmarschiert, zieht die USN ihre Flotte auch zusammen. Ergo bist Du wieder im Kampf Deiner 10 Yamatos gegen unsere 20-30 Essex. Wat nun?

Schwebt Dir allen Ernstes vor, dass die USN einen Träger nach dem anderen in den Kampf wirft, sich erst die Flugzeuge wegschiessen lässt, um dann auf Deine Yammies zu warten und sich versenken zu lassen? Mit dieser Taktik hast Du natürlich vollkommen recht, das Schlachtschiff ist der ungekrönte Herrscher der Meere.

harold

...ein paar Worte zur Güte - oder auch zur (eventuell noch möglichen) Qualität dieses threads.

Offenbar geht's ja "nur" um einen "ultimative battle" zwischen der US- und der japanischen BB-Flotte.

m-sam hat wohl einige recht interessante und anregende TV-Dokus gesehn, und sich (hoffentlich!) auch hier bei uns a bissele schlau gemacht. Gut so ... aber:
Um taktische (oder gar strategische, oder: noch schlimmer, an der wirtschaftlichen Kraft von Nationen gemessene) Bilder entwerfen zu können, fehlen dir, chèr mighty sam, viele-viele Hintergrund-Infos.

Unser Forum ist u.a. dazu da, derlei Informationen zu sammeln, und für Szenarios (wenn's denn jemand will) auch anzuwenden.
Aber nicht: um Spekulationen (oder "fixen Ideen") eine Plattform zu ermöglichen, um aus realitätsfernen Annahmen und "timebashing" (Artillerieduelle/Kamikaze-Angriffe) sonderwürdige Seltsamkeiten herauszufinkeln ... die dann (u.a. von eher neu an maritimen Belangen Interessierten) als "bare Münze" genommen werden könnten.

Da ich annehme, dass m-s an maritimen Themen interessiert ist, schlage ich ihm vor,
-a) einen überschaubaren, klaren Satzbau zu pflegen, aus dem sich eine Art von Argumentation ableiten lässt.
-b) die Beiträge anderer Mitglieder wirklich zu lesen (heißt: verstehen) und dann auch gezielt darauf einzugehen.
-c) eigene Wissenlücken unumwunden zuzugeben (denn erst dann kann geholfen werden!), bevor irgendetwas irgendwie zur Diskussion gestellt wird.

BTW, mighty sam, oder "mächtiger Samuel (=der einzige der Propheten, der von Gott je bei seinem Namen gerufen wurde)", a bissele weniger G'scheit-Tun und a wengerl mehr an Dialog-Bereitschaft täte nicht nur dieser Diskussion, sondern auch dir recht gut.

Dann könnten wir doch -echt!- mal über japanische und US BB's diskutieren, ohne links-an-der-Stirn-a-Brettl, rechts-an-der-Stirn-a-Brettl, und-quer-drüber-a-Schraubzwinge zu haben.

Erlaubst du uns dies? ...oder magst du als "unbelehrbarer Dolm der Woche" hier zu zweifelhafter Berühmtheit gelangen?

Harold

4 Ursachen für Irrtum:
- der Mangel an Beweisen;
- die geringe Geschicklichkeit, Beweise zu verwenden;
- ein Willensmangel, von Beweisen Gebrauch zu machen;
- die Anwendung falscher Wahrscheinlichkeitsrechnung.

Mighty Sam

#39
@Dominik

Nein habe ich auch nicht geschrieben/Gesagt, wie kommst du darauf?!


Wo her hasst du die Infos, bitte nenne mir die Zeile, wo ich das so geschrieben habe!

@harold
Was genau wird denn nicht verstanden, oder sehe ich das falsch?

Torpedo

Die Entwicklung in den 30er Jahren hat doch eindeutig die großen Artillerieträger veralten lassen. Daran beißt keine Maus einen Faden ab. Deswegen sind diese auch "nur" noch als Küstenbombardier eingesetzt worden und nicht mehr gegen andere Verbände.

Aber ich darf mal einen kleinen Blick in die Zukunft werfen. Heute beherrschen Flugzeugträger uneingeschränkt die Meere und große Teile der Küstengebiete. Mit der Erfindung des Kavitationstorpedos (Shval der Russen, jetzt auch Barracuda der Deutschen) könnte sich das gefährlich wieder ändern. Gegen diese Torpedos die mit 400-600 kn (!) durchs Wasser kommen, ist derzeit KEINE Abwehrwaffe gewachsen. Plötzlich wird der von einem Schirm Flugabwehrkreuzer, U-Jäger und Jagd-U-Boote geschützte Trägerverband empfindlich verletzbar.

Wahrscheinlich erleben wir auch das Ende dieser schwimmenden Flugplätze, oder demnächst bald einen Anti-Kavitationstorpedo?
Uli "Torpedo"   [WoW Nic: Torpedo_uas]

"Man muss seine Geschichte kennen, um nicht die gleichen Fehler zu wiederholen"

Restaurierungsbericht des SEELÖWE, 20er Jollenkreuzer Baujahr 1943
http://facebook.com/r167seeloewe

Benjamin

Zitat von: Torpedo am 12 März 2007, 16:48:55

Wahrscheinlich erleben wir auch das Ende dieser schwimmenden Flugplätze, oder demnächst bald einen Anti-Kavitationstorpedo?

Ich würd eher sagen einen Anti-Kavitationstorpedo..

Aber über diese neue Art des Torpedos weiß ich wenig mehr als den Namen, hast du da zufällig einen Link oder so etwas,der diesen Torpedo näher beschreibt?
If there's more than one possible outcome of a job or task, and one of those outcomes will result in disaster or an undesirable consequence, then somebody will do it that way.

harold

@harold
Was genau wird denn nicht verstanden, ich schreibe und schreibe aber ihr lest doch Garnnicht, oder sehe ich das falsch?


...nicht schreiben und schreiben, sondern denken und denken - das hülfe doch ungemein!

Stellt man eine These auf (zB. die japanische B-Flotte hätte der Us-Flotte ca März-Juni 42 ganzganz arg was zufügen können), so
- belegt man diese mit Aufstellungen / Statistiken / Zahlen / trom's
- macht ne Karte, wo und wie das alles stattgefunden haben könnte
- checkt Immunzonen, Schussweiten, Radarreichweiten, optische oder durch Flugzeuge gemachte Beobachtungen etc.

Tut man's nicht, oh jeh.

Schon wieder n Sandkasten-Stratege mehr (...mit meim Schäufelchen kann ich mehr als du mit deim Kübelchen - Maaamie!, dat is unfair, der da hat n Kübelchen!...)

Tja, wir sind hier n Board für Seekriegs-Interessierte. Nich für Traumschiff Entenschteiß...

Vaa-stann' ??  :MS:

Harold
4 Ursachen für Irrtum:
- der Mangel an Beweisen;
- die geringe Geschicklichkeit, Beweise zu verwenden;
- ein Willensmangel, von Beweisen Gebrauch zu machen;
- die Anwendung falscher Wahrscheinlichkeitsrechnung.

ufo

Zitat von: Mighty Sam am 12 März 2007, 15:44:58
So da bin ich wieder! :-D
...

Fein, fein!  :-)

Zitat von: Mighty Sam am 12 März 2007, 15:44:58

...
Mir geht es darum, Schlachtschiffe waren keine alte Eisen, sondern nur die der Japaner, und daraus den Schluss auf alle Marinen zu ziehen, halte ich für falsch.

...

Wahr gesprochen - die Schlachtschiffe per se waren keine alten Eisen. Die waren nur hoffnungslos ueberholt! Ich denke im Wesentlichen endete die Zeit der Schlachtschiffe durch einen schlanken, länglichen, oft glänzenden Gegenstand
... den roten Kugelschreiber.

Schlachtschiffe erwiesen sich als eine ungeheuerlich unökonomische Methode Krieg zu führen. Hinzu kommt, dass Schlachtschiffe selbst mit allen Umbauten, Aufbauten und Anbauten ein unflexibles Waffensystem darstellen.

Eine Handvoll Vergleichsdaten zu den beiden wohl am weitesten entwickelten Baureihen der USA im Zweiten Weltkrieg:

USS Iowa Typ

Bauzeit (Kiellegung bis Indienststellung): Juni 40 – Februar 43
Kosten: 125 Million Dollar
Bauwerft: notwendigerweise hochspezialisiert
Waffen Reichweite: 40km; Land- oder Seezielbeschuss.
Eigenschutz: Flawaffen und Panzer und Panzer und Flawaffen
Bei Beschädigungen am Waffensystem: Reparatur (langwirig!) in Spezialwerft
Bei Beschädigungen am Schiffskörper: Spezialwerft (Beschädigungen im Panzersystem) sonst gute Allgemeinwerft
Service: über 50 Jahre

USS Essex Typ

Bauzeit: April 41 – Dezember 42
Kosten: 83 Millionen Dollar
Bauwerft: hochwertig aber letztendlich Standart
Waffen Reichweite: mehrere hundert km; flexibel Land- und Seeangriff, Höhen- und Sturzangriff, Torpedoangriff, Aufklärung
Eigenschutz: Distanz vom Ort des Kampfes 
Bei Beschädigungen am Waffensystem: Anbordname neuer Airwings +/- 300 sm von landgestützten Basen entfernt.
Bei Beschädigungen am Schiffskörper: gute Allgemeinwerft
Service: etwas unter 50 Jahre (Wenn man die jüngsten Dienste, die Oriskany als Fischbehausung leistet, mal ausser Acht lässt.)


So alles in Allem ist ein Träger der Essex Klasse billiger, weniger wartungsintensiv, leichter zu reparieren, flexibler im Einsatz ... da ist weit und breit keine geheimnisvolle Macht am Werke, die die Stellung des Schlachtschiffe zu untergraben suchte.
Die Schlachtschiffe an sich sind weniger Bomben und Torpedos zum Opfer gefallen als vielmehr Erbsenzählern.

Deine maritimen Szenarien in allen Ehren - man kann zu jedem Szenario ein Schlachtschiff ersinnen, dass irgendwie noch klar gekommen waere. Aber niemand (schon gar nicht das Japanische Kaiserreich) haette diese Schiffe bezahlen koennen! Gerade die Macht, die in punkto Recourcen den USA hoffnungslos unterlegen war konnte den Seekrieg zunaechst nur deshalb recht erfolgreich gestallten, weil sie frueher auf eine oekonomischere Form der maritimen Kriegfuehrung gesetzt hatten - den Flugzeugtraeger.


Ufo

Mighty Sam

#44
@ufo

Ja gut erkannt!

Das die Schlachtschiffe ab 1955 überholt waren hatte ich auch schon geschrieben?, nur nicht im Jahr 1930 bis 1955 bis.


Mir scheint es, als sagen die USA einfach, wir haben gegen einen Qualitativ gleichwertigen Gegner gewonnen, und sagen dann auch noch, alles haben wir den Flugzeugträger zu verdanken, was ja stimmen mag, aber wäre eine Schlacht gegen ein Gleichwertigen Gegner genau so verlaufen?, also mit Moderne Schlachtschiffe/Schlachtkreuzer und Flugzeugträger die nicht bei schon einem Torpedo Schuss auseinanderbrechen?

Darauf bezieht sich meine Frage, mal für alle.

Und darauf!
ZitatAber wie wäre es gewesen, wenn man auf einen Gegner mit Modernen Schlachtschiffen(Wie Bismarck Klasse?) getroffen wäre und mit gute Flugzeugträger Piloten, die genau so viele Flugzeuge wie die Amerikaner abgeschossen hätten, dann gäbe es eine Patt Situation und man hätte die Schlachtschiffe einsetzten müssen, da beide Seiten nicht genügend Flugzeuge mehr hatten, oder VIELLEICHT noch besser, der Feind hätte den Luftkampf gewonnen, und hätte mit den noch 20 Flugzeugen???, ein Schlachtschiff versenkt aber für die restliche Flotte hätte man die Schlachtschiffe einsetzten müssen, da  man nicht genügend Flugzeuge mehr hatte

Und dass habe ich in 2 Seiten versucht zu erklären, Reaktionen bitte auf meine Post und nicht auf etwas was ich NICHT geschrieben habe.


Grüße :-D

Impressum & Datenschutzerklärung