Klein oder groß: Er gab allen Feuer! Oder: Was ein Seefahrtsbuch erzählt...

Begonnen von Deichkind, 20 September 2026, 17:23:36

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Deichkind

Hallo,
da dieser Text andernorts Anklang fand, findet er vielleicht auch hier interessierte Leser. Vielleicht kann der eine oder die andere etwas zu den Schiffsbiografien oder zum Thema sonst beisteuern.
Auslöser dieses Fadens ist ein Seefahrtsbuch, das einem Heizer gehörte, der vor- und während des Krieges bei der Handelsmarine tätig war nachdem er einen Teil seiner militärischen Dienstzeit im 1. Weltkrieg bei der kaiserlichen Marine verbrachte.Ausgefertigt wurde das Dokument am 07. August 1913 in Hamburg, also vor gut 113 Jahren.

Es gehörte dem damals 31 jährigen Heinrich Kühnel, der als Heizer, später auch als Oberheizer, bei der christlichen Seefahrt arbeitete. Er wurde am 02. 04. 1882 in Stäubchen, Krs. Schweidnitz, (polnisch Godkowice, wenige Häuser groß) geboren. Es war nicht sein erstes Seefahrtsbuch, aber aus meiner Sicht ein besonders spannendes. Im August 1913, ein Jahr vor Kriegsausbruch,  hatte er ein Zimmer in dem Gasthof von einem H. Stoppa, 300 m vom Hafen entfernt, an den Michelwiesen. Vielleicht war es aber auch nur eine Meldeadresse. Später wohnte er zur Untermiete unweit der Landungsbrücken, in der Kurzen Straße, bei einer alleinstehenden Dame, die ausweislich seiner Sterbeurkunde (Dank an Charlie!) später seine Frau wurde.
Was man darauf wegen der langen Ärmel nicht sehen kann, ist sein "unveränderliches" Kennzeichen. Auf seinem Unterarm prangte ein Tattoo in der Form eines von Flaggen flankierten Adlers auf einem Globus.
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Seinen Dienst in der Kaiserlichen Marine hatte er bereits 1903 bei der Werft-Division abgeleistet und war 1913 Teil der Seewehr, I. Aufgebot. Die militärischen Belange, die ihn betrafen, regelte aufgrund seines Wohnortes die III. Abteilung des Hamburger Bezirkskommando.
Der erste Anmusterungs-Eintrag in seinem neuen Seefahrtsbuch weist ihn als Heizer auf dem knapp 12.500 BRT großen HAPAG-Dampfer BLÜCHER aus. Das 1902 bei Blohm & Voss in HH gebaute Schiff war 10 Jahre im Liniendienst nach New York gefahren, mit gelegentlichen Einsätzen als Kreuzfahrtschiff. 1912 wurde das 167,5 m lange Schiff  erheblich umgebaut und im Anschluß (laut Wikipedia) ab dem 26. Juni 1912 im Liniendienst nach Rio de Janeiro eingesetzt. Genau für diesen Dienst hatte auch Heinrich Kühnel für die nächsten 4 Monate angeheuert, als er am 07. 08. 1913 an Bord ging. So wie 251 weitere Seeleute mit ihm. Sein Kapitän war Paul Wiehr (*07. 05. 1868 † 1942), seit 1895 bei der HAPAG und Reserveoffizier der Marine. Er durfte also die Handelsflagge mit dem Eisernen Kreuz führen.
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Bei Rückkehr nach Hamburg am Nikolaustag 1913 musterte Kühnel erneut auf der BLÜCHER an und feierte so zusammen mit Kapitän Wiehr auf der Anschlußreise Weihnachten auf See. Dieser zweite Törn endete am 11. 04. 1914 in Hamburg, Kühnel machte noch "klar Schiff" und musterte am 14. 04. 1914 ab. Dadurch "verpaßte" er den Zusammenstoß zwischen der BLÜCHER und der FÜRTH von der Deutsch-Australischen Dampfschiff-Gesellschaft am 18. 04. 1914 auf der Elbe vor der Werft von Blohm & Voss, wo beide Schiffe verbleiben mussten, um die notwendigen Reparaturen durchführen zu lassen.
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Stattdessen hatte er für eine Monatsheuer von 104 Mark auf dem damals größten Schiff der Welt, dem IMPERATOR, angeheuert.
Dem einzigen deutschen Schiff mit männlichem Artikel, auf besonderen Wunsch SM KWII. 52.117 BRT groß (mehr als 4x so groß wie die BLÜCHER) hatte das Schiff eine Länge von 276 Meter, über 110 Meter länger als die BLÜCHER. Und während dieses Schiff insgesamt eine Besatzung von 252 Seelen hatte, gab es auf dem IMPERATOR allein schon 350 Heizer (!) von denen Heinrich nun einer war. Insgesamt hatte der IMPERATOR eine Besatzung von 1200 Mann, an deren Spitze der Kommodore der HAPAG, Ernst Thomas Kier (* 10. Dezember 1869 in Hamburg; † 9. Januar 1927) stand.
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Neben der Besatzung waren bei voller Auslastung etwa 4250 Passagiere an Bord.
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Bis zum Stapellauf des Schwesterschiffes des IMPERATOR, der noch etwas größeren VATERLAND (54.282 BRT, 289,5 m) war noch kein größeres Schiff die Elbe herunter gefahren.
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Sicher ein Grund dafür, dass sich ein in Blankenese an der Elbe gelegenes Café und Konditorei nun "Café und Konditorei Imperator" nannte. Heute ist in etwa dort der beliebte gastronomische Betreib "Strandperle".
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Die Heuer auf dem IMPERATOR war bis zum 02. August terminiert, also bis auf den Tag nach dem Kriegseintritt Deutschlands gegen Rußland und einen, bzw. zwei Tage vor der deutschen Kriegserklärung an Frankreich bzw. dem Kriegseintritt Englands. So erreichte das Schiff, anders als das Schwesterschiff VATERLAND, unversehrt deutsche Hoheitsgewässer und lag bis Kriegsende auf.
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"Nach dem Waffenstillstand 1918 ... ging die Imperator als Teil der deutschen Reparationen nach dem Ersten Weltkrieg zunächst am 5. Mai 1919 als Truppentransporter an die US Navy.
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Danach kam sie unter das Management der britischen Cunard Line... Im Februar 1921 wurde Cunard auch offiziell Eigentümerin des Schiffes, es erfolgte die Umbenennung in Berengaria (WIKIPEDIA).
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Am 7. November 1938 wurde die ehemalige Imperator zum Abwracken verkauft.
Der Kapitän der BLÜCHER, Paul Wiehr, wurde im 1. WK als Reserveoffizier in leitenden Funktionen eingesetzt, so bis März 1916 als Chef der neu eingerichteten Vorpostenhalbflottille Kiel und anschließend bis Kriegsende als Chef der Minenräumhalbflottille Reval bei der II. Suchflottille (Paul Wiehr bei WIKIPEDIA). Er verließ die Marine 1920 mit dem Charakter als Korvettenkapitän der Seewehr und übernahm 1926 nicht nur das Kommando auf der ALBERT BALLIN von Ernst Thomas Kier nach dessen Ausscheiden bei der HAPAG, sondern auch 1933 den Titel des Kommodore der HAPAG. Welche Tätigkeiten Ernst Thomas Kier während des Krieges übernahm kann ich nicht sagen. Vielleicht wisst ihr mehr?


Deichkind

Dafür weiß ich dank des Seefahrtbuches von "unserem" Heizer, wie es zumindest teilweise bei ihm weiter ging. Nach dem Erreichen des Heimathafens Hamburg musterte er von dem IMPERATOR ab und wurde anscheinend zur Kaiserlichen Marine eingezogen. In seinem Seefahrtsbuch erfolgt der nächste Eintrag erst wieder am 16. August 1916. An diesem Tag wird auch das Seefahrtsbuch zum Lichtbildausweis durch das Einfügen der entsprechenden Seite mit aufgeklebtem und gestempelten Lichtbild.
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Die Kaiserliche Marine hatte ihn gegen Meldeauflagen freigestellt. Von nun an fährt er auf der MARIE BREMER (Heimathafen Rostock) für den dortigen Reeder Frederick Bremer unter Kapitän Roggenstroh für einen Monatslohn von 80 M und 30 M Zuschlag im Liniendienst zwischen Schweden, Dänemark und Delfzijl in den Niederlanden, bis er am 09. 07. 1917 in Emden abmusterte. Er hatte damit 10 Monate u. 24 Tage auf diesem Schiff verbracht. Da das deutsche Schiff zwischen neutralen Staaten verkehrte, wäre es interessant zu wissen, was es auf wessen Rechnung transportierte.
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1901 in Stettin von Nüschke & Co. als LOUISE für W. Sprenger in Stettin gebaut, fuhr es unter dieser Flagge bis zum Verkauf 1915. Mit dem Reederwechsel wechselte auch der Name zu MARIE BREMER. Mit dem Verkauf 1917 an Schröder, Hölken & Fischer in Hamburg wechselte der Name erneut, diesmal zu Annix Hölken. Warum das Schiff weder unter MARIE BREMER, noch unter ANNIX HÖLKEN im Lloyd´s Schiffsregister für 1917/18 zu finden ist, kann ich nicht sagen. Eventuell hat das kriegsbedingte Gründe. Das Schiff war wohl mit 688 GRT vermessen. Bis 1926 fuhr es unter diesem, ihrem dritten Namen, um dann als KAPITÄN KROSS bis 1931 zu fahren. Unter welcher Reederei ist mir nicht bekannt. Vielleicht könnt ihr das ergänzen? 1931 kaufte dann Wilhelm Schuchmann das Schiff (Heimathafen Bremerhaven) und taufte es der Reederei-Tradition gemäß auf einen Namen der auf ...SEE endet, in diesem Fall BRECHSEE. Am 13. 01.1941 ging das Schiff im Öresund durch einen Luftminentreffer verloren.
(Lloyd´s Register 1917/18, 1935; Jan Mordhorst: 150 Jahre Bugsier, https://www.wrecksite.eu/wreck.aspx?179342)
https://imm-hamburg.de/reederei-eigner-marine/w-schuchmann-hamburg/
Mit Beginn der Heuer im August 1916 bis nach der Kapitulation 1918 wurde der Empfang der Brot- und Fleischmarken auf dem Innendeckel des Seefahrtsbuches und später auf dessen Vorsatz durch die Schiffer-Brotkartenausgabe verzeichnet.
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Sein nächstes Schiff wurde ab dem 21. 07. 1917 für 25 Tage die HORNCAP aus Lübeck, dort von der Schiffswerft Henry Koch 1912 gebaut. Sie war mit 3461 gross tons vermessen und 120 Meter lang. Ihr Kapitän hieß Matthiessen. Ihrem Namen entsprechend gehörte das Schiff der Reederei Horn. Es musste 1919 an die Briten abgegeben werden und fuhr dort für zwei verschiedene Eigner unter den Namen MAID OF SYRIA (ab 1921) und NEHA TYHI (ab 1931). Ab 1939 unter der Flagge Panamas als SAN ANTONIO wurde es 1946 an chinesische Eigner verkauft und fuhr unter dem Namen HSIN KONG. 1950 zurück nach Panama veräußert und in  NORINA umgetauft. 1951 wieder nach China verkauft, jetzt CHUNG HISING WU, 1951 CHUNG SHING No. 5. 1964 nach Kollision gesunken. (Qu: https://www.benjidog.co.uk/TheShipsList/HornLine.php)
Seine Reise führte von Hamburg über Lulea in Schweden zurück nach Harburg (Dank an Kieler Jung) 
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Sein nächstes Schiff war die WESTPHALIA (ex Sophie Rickmers), gebaut 1889 von Russell & Co. Greenock. Jetzt von der HAPAG bereedert, 3079 gross tons, 107 Meter lang. Der Kapitän war C. Neumann. Ab dem 17. 08. 1917 ging es für 6 Monate und 7 Tage (bis 23. Februar 1918) von Emden aus zu schwedischen Häfen und dann wohl nach Deutschland (Hamburg?) zurück. Seine Heuer betrug nun mit Zulagen 145 Mark monatlich. Die SOPHIE RICKMERS war das erste Dampfschiff der Rickmers-Reederei. Die HAPAG hatte das Schiff 1899 übernommen und es im Juni 1918 in Hamburg verkauft. Jetzt als PINNAU unterwegs, wurde das Schiff 1920 an England abgeliefert und 1922 in MAID OF CHIOS umbennant. Im selben Jahr wurde es in den Niederlanden abgewrackt.
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Wie die HORNCAP wurde auch die HAPARANDA (benannt nach einem Ort in Schweden) bei Henry Koch in Lübeck gebaut. Das war 1903. Das Schiff wird mit 1005 gross tons / angegeben, bei einer Länge von 70 Metern. Es gehörte der Vereinigten Bugsier & Frachtschiffahrt-Gesellschaft,  deren Mehrheitseigner später die Schuchmann-Reederei war. Das Schiff wechselte 1921 zu H. M. Gehrckens in Hamburg. Es wurde im Liniendienst nach Schweden und Finnland eingesetzt, überlebte auch den 2. Weltkrieg und wurde 1957 abgewrackt. (Lloyd´s Register 1917/18, https://forum-schiff.de/phpBB3/viewtopic.php?t=404&start=10). Auf ihr fuhr er vom 04. März bis zum 25. März 1918 der montatliche Lohn betrug 80 Mark und 40 Mark Zulagen. Auch hier fuhr er, wie sonst auch, als Heizer. Kapitän war P. Glüsen. Etwas unbestimmt wurde das Fahrtgebiet mit Nord- und Ostsee angegeben.
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Nach einer Erholungspause sollte er von nun an als Oberheizer auf dem Fischlogger ARNOLDE (Heimathafen Leer, Werft: C. Cassens, Emden, Bj. 1907, 146 BRT) von Geestemünde aus auf Fischfang gehen. Geestemünde gehörte zu den größten Fischereihäfen des europäischen Kontinents und war der Heimathafen des ersten deutschen Fischdampfers SAGITTA. Kühnel verbrachte die nächsten 15 Wochen bis zum 01. 08. 1918 auf See zum Fischfang auf der ARNOLDE, nur unterbrochen von den Anlandungen des jeweiligen Fanges. Als Lohn gab es 165 Mark pro Monat und 1/2 % vom Fangerlös, eine gängige Praxis in der Hochseefischerei. Je nach Funktion und Status wurde die Mannschaft am Auktionserlös beteiligt. Das förderte die Arbeitsmoral. Vom Dezember 1915 bis zum 07. 12. 1917 war die ARNOLDE als Hilfsminensuchboot bei der 4./II. Such-Halbflottille eingesetzt gewesen und nach Rückgabe an den Eigner frei für den Fischfang unter Kpt. H. Sanders. 1948 wurde es zum Motorfrachtschiff umgebaut, 1974 nach Griechenland verkauft und dort 1987 abgewrackt. (Qu: https://www.historisches-marinearchiv.de/projekte/minensucher/ausgabe.php?where_value=2287).
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Auch sein nächstes Schiff trug einen Namen mit "A". Es war die 1890 in Rostock gebaute AGNES. Sie fuhr seit mindesten 1899 für den Hamburger Reeder L. F. Mathies & Co. Es hatte 707 gross tons, war immerhin 60 Meter lang und mit 13 Mann besetzt.
Kühnel verbrachte als Heizer unter Kapitän Molzen 4 Wochen an Bord, vom 14. 08. - 03. 09. 1918. Seine Heuer betrug 80+50 Mark. Es wurden Häfen der Nord- und Ostsee angelaufen. Wer mehr über das Schicksal dieses Schiffes weiß, gerne melden.
(Qu: Lloyd´s Register 1917/18; Handbuch für die deutsche Handelsmarine 1899)


Deichkind

Auch sein nächstes Schiff trug einen Namen mit "A". Es war die 1890 in Rostock gebaute AGNES. Sie fuhr seit mindesten 1899 für den Hamburger Reeder L. F. Mathies & Co. Es hatte 707 gross tons, war immerhin 60 Meter lang und mit 13 Mann besetzt.
Kühnel verbrachte als Heizer unter Kapitän Molzen 4 Wochen an Bord, vom 14. 08. - 03. 09. 1918. Seine Heuer betrug 80+50 Mark. Es wurden Häfen der Nord- und Ostsee angelaufen. Wer mehr über das Schicksal dieses Schiffes weiß, gerne melden.
(Qu: Lloyd´s Register 1917/18; Handbuch für die deutsche Handelsmarine 1899)
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Das letzte in diesem Seefahrtsbuch gelistete Fahrzeug ist der Fischlogger DIEDRICH der im Mai 1910 vom Stapel der Seebeck-Werft in Geestemünde gelaufen war. Vom 27. 10. 1915 stand er in Diensten der Kaiserlichen Marine bei der 2./I Minensuch-Halbflottille. Ab dem 01. 09. 1917 (?) diente es als Führerboot, ab dem 08. 05. 1917 war er Teil des Netzsperrverbandes Ost, bevor es am 29. 01. 1918 an die Eigner zurückgegeben wurde.
So konnte er seiner eigentlichen Aufgabe wieder nachgehen. Kühnel arbeitete als Oberheizer an Bord unter den Kapitänen Meyer und Wilhelm Heinrich und zwar vom 05. 09.  - 15. 11. 1918, also bis nach der Kapitulation. Sein Lohn betrug 160 M + 1/2 % vom Fangerlös.
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Damit enden die Eintragungen im Seefahrtsbuch.
Was aus Heinrich Kühnel wurde, vermag ich nicht zu sagen.  Auf alle Fälle war er auf Schiffen und Booten aller Größen zu Hause. Von einem Fischlogger mit 145 BRT, wie der DIEDRICH, bis zu einem Passagierschiff, mit über 52.000 BRT, das einst das größte Schiff der Welt war. Als Heizer und Oberheizer war er ein Malocher vor dem Herrn. Mit 36 Jahren am Ende des Krieges hatte er noch viele Jahre beruflicher Tätigkeit vor sich. Wo wird er sie verbracht haben? Vielleicht wieder bei seinem Vorkriegs-Arbeitgeber der HAPAG, so wie die Kapitäne, unter denen er einst diente? Vielleicht fuhr er gar auf der ALBERT BALLIN, unter seinem alten Kapitän von der BLÜCHER, Paul Wiehr. Er überlebte den 2. Weltkrieg und wohnte 1949 im Jahr seines Todes laut Sterbeurkunde in Hamburg im Graudenzerweg 15
Deichkind
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Urs Heßling

"History will tell lies, Sir, as usual" - General "Gentleman Johnny" Burgoyne zu seiner Niederlage bei Saratoga 1777 im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg - nicht in Wirklichkeit, aber in George Bernard Shaw`s Bühnenstück "The Devil`s Disciple"

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Gruß, Thorsten

"There is every possibility that things are going to change completely."
(Captain Tennant, HMS Repulse, 09.12.1941)

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