Torpedoboot T 13

Begonnen von sfr85, 05 Oktober 2026, 20:28:49

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sfr85

Hallo zusammen,
zufällig bin ich auf diese Gruppe gestoßen und bin fasziniert von dem großen Wissen hier. Daher hoffe ich, mit eurer Hilfe ein wenig mehr über meinen Großvater herauszufinden.

Mein Großvater Josef Groll wurde am 08.04.1922 geboren.

Er diente im Zweiten Weltkrieg in der Kriegsmarine wohl an einer Flak. Nach unseren bisherigen Informationen im Verlauf als Obermaat, mutmaßlich bei der 3. Torpedobootsflottille und auf dem Torpedoboot T 13. Nach dem Krieg befand er sich zudem in Kriegsgefangenschaft bis zu seiner Entlassung. Über die Gefangenschaft in Frankreich hat er nie viel erzählt, wurden wohl oft geschlagen die ersten Monate.

Einen Antrag beim Bundesarchiv habe ich bereits vor einem halben Jahr gestellt, bisher allerdings weder eine Eingangsbestätigung noch eine Rückmeldung erhalten. Da die Wartezeiten dort bekanntlich sehr lang sein können, wollte ich versuchen, hier vorweg ein paar Informationen und Einschätzungen zu bekommen.

Könnt ihr mir anhand der Fotos / Uniformdetails vielleicht Näheres zu seiner Verwendung, Stationierung, Einsätze oder seinem militärischen Werdegang sagen?

Ich freue mich über jeden Hinweis, Erfahrungswerte oder Details zu den Torpedobooten bzw. der Flottille aus dieser Zeit!

Vielen Dank im Voraus für eure Hilfe!

Urs Heßling

#1
moin

zum Boot :  T 13 war das erste Boot des Typs 1937

Einige Einsätze (Zitate aus der Chronik des Seekriegs 1939-1945)

12.2.1942
Kanal

Unternehmen »Cerberus«: Rückführung schwerer Einheiten durch den Kanal nach Deutschland. Nach wochenlangen Minensucharbeiten durch die 1., 2., 4., 5. und 12. M-Fl. und die 2., 3. und 4. R-Fl. im Kanal und in der südlichen Nordsee, bei denen in der Nacht zum 11.2. M 1208 vor Barfleur verloren geht, laufen in der Nacht zum 12.2. die Schlachtschiffe Scharnhorst (Kpt.z.S. Hoffmann, mit dem BdS VAdm. Ciliax an Bord), Gneisenau (Kpt.z.S. Fein) und der Schwere Kreuzer Prinz Eugen (Kpt.z.S. Brinkmann) aus Brest aus. Sicherung durch die Zerstörer Z 29 (mit FdZ Kpt.z.S. Bey an Bord), Richard Beitzen (mit Chef der 5. Z-Fl. Kpt.z.S. Berger an Bord), Paul Jacobi, Friedrich Ihn, Hermann Schoemann und Z 25; hinzu tritt auf der Höhe von Kap Gris Nez die 5. T-Fl. (FKpt. Schmidt) mit Seeadler, Falke, Kondor, Iltis und Jaguar. Von Le Havre aus stoßen die 2. T-Fl. (KKpt. Erdmann) mit T 2, T 4, T 5, T 11, T 12 und aus Dünkirchen die 3. T-Fl. (KKpt. Wilcke) mit T 13, T 15, T 16 und T 17 zum Verband. Außerdem beteiligen sich an der Sicherung des Verbandes Einheiten des BSW und später BSN und die 4. S-Boot-Flottille (Kptlt. Bätge) mit S 48, S 49, S 52, S 64, S 109, S 110 und mit den als Verstärkung zugeteilten Booten S 39 und S 108 (von der 1. SFltl.) sowie S 51 und S 69 (von der 6. SFltl.) als Nahgeleit an Backbordseite von Scharnhorst und Gneisenau.
Die Luftflotte 3 (Feldmarschall Sperrle) stellt 176 Zerstörer- und Jagdflugzeuge (hauptsächlich JG.2 und JG.26, später noch JG.1) für die Luftsicherung zur Verfügung, von denen ständig wenigstens 16 Maschinen über dem Flottenverband sein können. Der dt. Verband wird erst auf der Höhe von Le Touquet entdeckt und erfolglos von brit. Küstenbatterien beschossen. Von Dover aus gehen 5 MTBs (Cdr. Pumphrey) und von Ramsgate 3 MTBs (LtCdr. Long) in See. Ihre Torpedoangriffe bleiben erfolglos. 3 Boote erleiden Beschädigungen. Die gerade verfügbare Swordfish-Staffel No.825 (Cdr. Esmonde) greift die dt. Schiffe auf der Höhe von Gravelines an; alle 6 Torpedoflugzeuge werden abgeschossen, eines davon durch S 69. Später eingesetzte Bomber und Torpedoflugzeuge finden z.T. ihre Ziele nicht. Sie versenken das Vorpostenboot V 1302 und beschädigen die T-Boote T 13 und Jaguar. Schließlich gelingt es einem Zerstörerverband aus Harwich (21. Z-Fl. [Capt. Pizey] mit Campbell und Vivacious und unterstellter 16. Z-Fl. [Capt. Wright] mit Worcester, Whitshed und Mackay), an den dt. Verband heranzukommen, aber auch die Zerstörerangriffe scheitern im schweren Abwehrfeuer, Worcester wird in Brand geschossen und erreicht mit Mühe den Hafen. — Auf dem Marsch erhalten Scharnhorst zwei, Gneisenau einen Minentreffer, können jedoch mit eigener Kraft Wilhelmshaven bzw. die Elbe-Mündung erreichen.

20.– 22.7.1942
Kanal

Die dt. 3. Torpedoboot-Flottille (KKpt. Wilcke) führt mit T 4, T 10, T 13 und T 14 auf dem Tiefwasserweg östl. und südöstl. Eastbourne die Minenunternehmungen »Rhein« und »Stein« durch

1./2.8.1942
Kanal

Dt. 3. T-Flottille (KKpt. Wilcke) legt mit T 10, T 13, T 14 die Defensiv-Minensperre »Masuren«. Sicherung durch 2. S-Flottille mit S 62, S 67, S 70, S 80, S 104, S 105 und S 108.

1.– 26.10.1942
Biskaya

Fortsetzung eines geballten Ausbruchs von 9 deutschen und italienischen Dampfern von Bordeaux nach dem Fernen Osten: Der dt. Rio Grande (bereits am 27.9.) folgen am 1.10. die ital. Pietro Orseolo, am 2.10. der dt. Sperrbrecher Belgrano und der Begleittanker Spichern (ex-norw. Krossfonn), am 3.10. der Frachter Irene (ex-norw. Silvaplana), am 7.10. der Begleittanker Brake, am 9.10. die Burgenland, am 11.10. die Weserland und Karin (ex-ndl. Kota Nopan) und am 12.10. der Etappenversorger Anneliese Essberger. Sie werden auf dem 1.Teil der Reise jeweils von einigen Torpedobooten der 3. (T 13, T 14, T 18, T 19, T 21) und der 5. T-Flottille (Möwe, Greif, Jaguar) begleitet.


2.– 27.9.1944
Finnland / Ostsee / Finnenbusen

...
Der dt. Zerstörer Z 25 (FKpt Gohrbandt) führt vom 4. bis 6.9. einen Vorstoß in den Finnenbusen durch, um die von deutschen Häfen nach Schweden fliehenden finnischen Schiffe abzufangen. Nordwestlich von Dagö wird der Dampfer Najaden erbeutet. Als Macht-Demonstration und um vom Rückmarsch dt. Frachter abzulenken führt die 3. T-Flottille (KKpt. Verlohr) mit T 13, T 18 und T 20 einen Vorstoß in die Aalandsee. Auf dem Rückmarsch wird T 18 (Oblt.z.S. Meyer-Abich) nördlich Reval durch sowj. Bomber vernichtet.

17.– 28.9.1944
Ostsee / Finnenbusen

...
Am 23.9. morgens läuft von Reval Reede der letzte dt. Geleitzug mit mehr als 9000 Menschen auf Schulschiff Hansa (Schiff 5, ex brit. Glengarry), 4 Dampfern und Lazarettschiff Oberhausen aus, gesichert von den Zerstörern Z 28, Z 25 und der 3. Torpedoboot-Flottille mit T 20, T 13, T 17 und T 19 aus. Bis zu dem Zeitpunkt sind aus Reval schon 50.000 Soldaten auf die baltischen Inseln überführt worden. Darüber hinaus werden im August/September 85.000 Flüchtlinge abtransportiert. Die Deckung der letzten Transporte am Eingang zum Finnenbusen übernehmen die Kreuzer Prinz Eugen, Lützow und die Zerstörer Z 28, Z 25, Z 35 und Z 36.

2.– 24.10.1944
Ostsee

Sowjet. Angriff auf die baltischen Inseln.
...
Die dt. 218. Inf. Div. kann die weit überlegenen sowj. Kräfte nicht aufhalten und zieht sich bis 20.10. auf die Halbinsel Sworbe zurück. Ein sowj. Angriff scheitert z. T. infolge der Küstenbeschießungen durch die dt. Kampfgruppe (VAdm. Thiele). Am 22.10. beschießen T 23 und T 28 Sworbe, am 23./24.10. beschießen der Kreuzer Lützow (Kpt.z.S. Knoke) mit den Zerstörern Z 28, Z 35 und den T-Booten T 13, T 19 und T 21 sowj. Stellungen auf Sworbe und bei Memel.

6.– 15.10.1944
Ostsee

Nachdem sowjetische Truppen vom 6. bis 10.10. zwischen Libau und Memel bis an die Ostsee durchgebrochen sind, beschießen die Schweren Kreuzer Prinz Eugen (Kpt.z.S. Reinicke) und Lützow (Kpt.z.S. Knoke) sowie die 6. Z-Flottille (Kpt.z.S. Kothe) mit Z 25, Z 35 und Z 36 am 10.- 12.10. und 13.- 15.10. sowj. Bereitstellungen bei Memel. Fla- und U-Boot-Sicherung durch die 3. T-Flottille mit T 21, T 13, T 16 und T 20.

18.– 30.11.1944
Ostsee / Baltische Inseln

Sowjetische Offensive gegen die Halbinsel Sworbe.
...
Am 20./21.11. greift von Westen her die Kampfgruppe (VAdm. Thiele) mit dem Kreuzer Prinz Eugen (Kpt.z.S. Reinicke), der 6. Z-Flottille (...) mit Z 25, Z 35, Z 36 und Z 43 sowie der 3. T-Flottille (KKpt. Verlohr) mit T 21, T 13, T 16 und T 19 in die Kämpfe ein ...

10.– 11.4.1945
Dänemark / Norwegen

Brit. Flugzeuge versenken am 10.4. im Kattegat südöstl. von Laesö aus einem Geleit den Transporter Hansa I (1923 BRT), das Torpedoboot T 13 und beschädigen T 16, das später bei einem RAF-Luftangriff auf Frederikshavn zerstört wird

Gruß, Urs


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"History will tell lies, Sir, as usual" - General "Gentleman Johnny" Burgoyne zu seiner Niederlage bei Saratoga 1777 im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg - nicht in Wirklichkeit, aber in George Bernard Shaw`s Bühnenstück "The Devil`s Disciple"

Teddy Suhren

Hai

Der Stern auf dem Ärmel steht "nur" für -Seemännische Laufbahn-.
Sonst sehe ich keine anderen Zeichen.
Gruß
Jörg

WoWarships Nick: Teddy191 im FMA Clan

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