Bausatz BISMARCK 1:100

Begonnen von m.z.m., 28 Februar 2008, 19:51:09

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Captain Hans

Hallo Stefan und Andreas und alle anderen, die interessiert sind.

Alles über die Konstruktion von Ätzteilen sowie das Ätzen hier zu veröffentlichen würde ein ganzes Buch erfordern.
Da bin ich überfordert aber ein paar grundsätzliche Sachen kann ich Euch erklären.

Als erstes man muß Konstruktionsprogramme, wie Corel DRAW (semiprofessionell)oder AutoCAD (professionell)
beherrschen. Für 90 % der im Modellbau verwendeten Ätzteile langt Corel Draw (Version 8,0 aufwärts)
Dann benötigt man genaue Zeichnungen oder Skizzen mit Maßangaben der Teile, die man zeichnen will. Manchmal scan ich auch ein Teil aus einem Bauplan und zeichne es nach.
Das konnte ich schon als ich mit dem Modellbau vor 5 Jahren anfing denn ich habe mit den Programmen seit 15 Jahren professionell gearbeitet.

Für komplizierte zusammengesetzte Ätzteile sollte man schon ein wenig Konstruktionserfahrung haben, oder man wird
viele ,teure Fehlversuche haben.
Auch ich mußte Lehrgeld zahlen!!!!!!!

Wenn man nun ein Teil gezeichnet hat, muß man sich  Gedanken machen, wie man die Ätzstege setzt, sodaß das Teil  beim Ätzen nicht herausfliegt sich aber nachher auch leicht herausschneiden läßt, ohne kaputt zu gehen.

Eine Ätzplatine besteht immer aus einer Vorder-und Rückseite und wird immer von beiden Seiten geätzt.
Jede Platine hat einen Rahmen, jenach Größe 10 - 15 mm auf dem man Beschriftungen einätzen lassen kann. (Vorsicht bei Schriften, die sollten vorher in Kurven gewandelt werden,
Die Rückseite muß gespiegelt werden.
Danach wird von der Vorder-und Rückseite eine Belichtung gemacht.
Aus den beiden Belichtungen wird eine passgenaue Fototasche erstellt.
Dann braucht man photoempdlich beschichtete Metallplatinen.
Diese kommen in verschiedenen Stärken und Größen.
Ich mache verschiedene Platinen von 0,1 bis 0,5 mm und bei der Größe nehme ich das Industrieformat von 300 x 500 mm. (DIN A4, A5,A6) Je größer das Format, desto besser rechnet sichm da die Belichtungskosten immer fast dieselben sind. Die Ätzkosten von kleinen Formaten variieren nur minimal von den Großen.
Man kann aus verschiedenen Metallen ätzen. (Messing,Kupfer,Neusilber sind die gängigsten aber auch Aluminium und Bronce ist möglich.)
Ich habe Ätzteile aus all diesen Metallen hergestellt.
Die Eigenschaften dieser Metalle sind natürlich äußerst unterschiedlich und man muß sich schon genau informieren für welches Teil man welches Metall benutzt.
Nun kommen wir zu einem Problem: nähmlich den Ätztoleranzen:
Je dicker eine Ätzplatine ist, desto größer die Ätztoleranzen.
Dies ist ein wenig schwerer zu erklären, aber Ihr findet im Internet sehr genaue Angaben hierüber
Kommen wir zum Anätzen.
Man kann Strukturen eines Teils (Nietenköpfe, Scharniere, Nuten usw)
einseitig anätzen. Hier zu müssen Angaben gemacht werden wie z.B 50 % beidseitig anätzen. Will man die Anätzung stärker haben macht man Angaben, wie 60 / 40 oder 70 / 30 d.h die Struktur beträgt 60 oder 70 % der Plattenstärke und das Trägermaterial 40 oder 30 Prozent. (Das letztere geht nicht in der Tankätzung, da man hier die Säure nicht einseitig dosieren kann.)

Will man Teile Knicken, müssen Knickkanten einseitig eingeätzt werden. Will man, sagen wir mal, eine Kiste bauen, also ein Teil das 6 Flächen hat, muß man die Ätztoleranzen mit berechnen, da sonst  anden Ecken die Teile sich nicht zusammen fügen.
Will man ein Loch einätzen, so muß man das Loch entsprechend der Ätztoleranzen von der  Stärke der Platte, größer zeichnen.
Der dünnste Stab kann nicht kleiner als die Plattenstärke sein usw.

Grundsätzlich kann  man Teile ähnlich konstruieren, wie es im Kartonmodellbau üblich ist. (Die habe ich schon als Kind gebaut) Ich habe mir zu Anfang ein paar Modellbaubögen gekauft und mir angeshen, wie die das machen. Habe wahnsinnig viel gelernt wie man solche Teile konstruiert.

Mehr kann ich Euch auch nicht vermitteln, wie Alles im Leben, probieren geht über studieren und Übung macht den Meister.

1. Es gibt 3 grundsätzliche Ätzverfahren:

a. Tankätzung

Man muß sich einen tank Taufen, ein Belichtungsgerät, entsprechende Platinen und die Säure.
Es gibt im Internet mehere Anbieter der Geräte.
Tankätzung bringt nur einigermaßen gute Ergbnisse bei Plattenstärken bis 0,3 mm darüber hinaus sollte man dieses Verfahren vergessen.
Man kann also ganz gut standard Ätzteile damit herstellen. Feinste Anätzungen sind nur bedingt möglich, da bei diesem Verfahren die Ätztoleranzen größer sind als bei den folgenden Verfahren)

b. maschinelles Sprühätzverfahren semiindustriell (kleine Mengen)
    (es gibt nur wenige Hersteller in Deutschland und die sind unglaublich teuer)
    Für diesen Verfahren müssen profesionelle Belichtungen gemacht werde und dies ebenfalls ist sehr teuer
    Für eine Platine (300 x 500) mit den beiden Belichtungen wird man schnell 120 - 200 EURO los
    Das Verfahren ist wesentlich genauer, geringere Torleranzen und Platinen bis 0,5 mm ohne weiters möglich.
    Im Ausland ist das bis zu 60 % billiger, der Nachteil ist jedoch, daß sie große Mengen machen wollen und an
    einzelnen Platinen nicht interessiert sind

c. industrielles Sprühätzverfahren
    Dies sind große Firmen, wo hunderte von Platinen pro Tag durchlaufen (Automaten)
    Wenn man einen sehr freundlichen Hersteller findet, und zu mindestens kleinere Mengen bestellt, sind sie
    manchmal bereit zwischen 2 großen Poduktionen, den kleinen Auftrag abzuwickeln. Nachteil Lieferzeiten könne bis
    6 Monaten sein. Weiterer Nachteil ist, sie wollen meistens nur Aufträge wo von jeder Platine mindestens 5 Abzüge
    machen, weil es sich nicht lohnt die Maschine für eine Platine neu zu setzen und anzuschmeißen.
    Der Vorteil ist natürlich erste Qualität und fast keine Ätztoleranzen.
    Bei diesem Verfahren können sogar die Ätztoleranzen bis zu 30 % unterschritten werden.


Ich habe mich mit mehren Modellbaufirmen - Lieferanten zusammengetan, um alle unsere Platinen zu sammeln und dadurch Mengenrabatte zu erzielen, damit die Ätzteile Euch zu vernünftigen Preisen angeboten werden können.
Unser ausländischer Industriehersteller bleibt natürlich aus geschäftlichen Gründen unser Geheimnis.

Zum Schluß noch ein Schock für Euch:

Ich habe 240 Platinen mit 4200 verschiedenen und 165 000 Einzelteilen entwickelt dann  gezeichnet ,gesetzt und ätzen lassen.

[b]Kostenpunkt 21 000 Euro[/b]

Summasumarum:

Warum wollt ihr einfache Ätzteile selbst entwickeln, wenn sie überall von Modellbaufirmen erhältlich sind.
Herr Zinnecker hat zum Beispiel ein umfangreiches, ausgezeichnetes  Sortiment von Ätzteilen zu sehr gunstigen Preisen.
Ich habe mein Sortiment nur hergestellt, weil ich ganz spezielle Ätzteile haben wollte, die es nirgendwo gab.
Herr Zinnecker und ich haben uns zusammengetan, diese Ätzteile Euch zur Verfügung zu stellen.
Herr Zinnecker kann natürlich nicht alle Teile auf einmal anbieten, da es für ihn eine sehr große Investition ist.
Er muß erst mich für das Entwickeln, Zeichnen und Setzen der Platinen bezahlen, dann die Belichtung und schließlich
das industrielle Ätzen.
Er bietet ja schon Ätzteile von mir an (Scheinwerferblenden, FT-Antennen mit Baubeschreibung mir und die Tiefgangszahlen sind ebenfalls von mir.)

Glaubt ihr wirklich, daß der Kauf eine sTanks, Belichtungsapperates , der Platinen und der Säure billiger wird als mal schnell 100 Bullaugen von einem Händler zu kaufen?
Wenn die meine Ätzteile gehabt hätten, hätte ich alle gekauft.

Ich persöhnlich verkaufe keine Ätzteile und habe kein kommerzielles Interesse, außer,daß ich für meine zusätzliche Arbeit bezahlt werde.

Herr Zinnecker und ich hoffen ,daß dies jeden Modellbauer hilft ,bessere Modelle zu bauen ,ohne langwierige und teure
Eigeninvestitionen zu machen.

Meine Ätzteile sind ausschließlich auf die Baukästen von Herr Zinnecker abgestimmt. (Ich besitze 9 der angebotenen
Bausätze)
Die Bausätze sind , bis auf kleinere Macken sehr gut und die vollständigsten Bausätze für diese Schiffe, die ich weltweit gefunden habe.
Mann kann diese Baukästen auch mit einfacheren Ätzteilen, als die meinen, bestücken und trozdem sehr schöne Modelle schaffen.
An Hand meiner Modellbauzeiten könnt Ihr feststellen, daß sich diese Modelle in Rekordzeiten bauen lassen und dies steht für die Qualität der Baukästen.
Zum Abschluß möchte ich noch sagen, daß Ätzen auch seine Grenzen hat und viele Teile muß man aus normalen Materialien fertigen und dann mit ein paar kleinen Ätzteilen verbessern. Solche Teile findet ihr zu hundert auf meiner Bismarck.

Ich hoffe Euch etwas interessantes berichtet zu haben und freue mich auf Eure Reaktion. :-)


Beste Grüße


Kapitän Hans :MG:








,Nur wer sich ändert,bleibt sich treu"!!!
,,Nicht was du bist,ist das was dich ehrt,wie du bist,bestimmt den Wert"!!!

Captain Hans

sorry für die vielen Tippfehler in meinem letzten Bericht, habe ihn sehr schnell runtergeschrieben und sollte vielleicht doch korrekturlesen.

Herr Zinnecker und ich haben mal überschlagen, was ein kompletter Satz meiner Ätzteile für die Bismarck kosten würde. Das liegt bei ca. 2500 Euro.
Ob man nun alle meine Ätzteile anbauen will hängt natürlich vom Geldbeutel und dem Aufwand den man betreiben will ab.
Deswegen wollen wir ja die Ätzteile in Stufen anbieten. Auch wenn man nicht alle meiner Ätzteile anbaut wird es ein tolles Modell.
Auch mit normalen Ätzteilen wird es immer noch ein tolles Modell.
Die meisten Ätzteile kommen in Messing(die man natürlich streichen muß), da ich aber Neusilber haben wollte, mußte ich viele Standard Ätzteile neu entwickeln.
Ich streiche die meistens Ätzteile nicht grau, weil ich ich damit einen speziellen Gesamteindruck des Modells erreiche will, der mir wichtiger ist, als die asolute Genauigkeit. (Natürlich waren sie am Original gestrichen)

Großflächige Ätzteile spritze oder streiche ich auch, alle anderen Ätzteile werden nur semimatt lackiert.

Meine Bauweise ist wesentlich schwieriger als wenn man komplette Bauteile mit angebrachten Ätzteilen spritzt.
Ich klebe die Ätzteile auf die fertig gespritzten Bauteile auf. Der kleinste Fehler zerstört den Lack und es ist ein einziger Kampf gegen Klebenasen. Klebstoffresten usw.

Nachträgliche Reparaturen sind sehr aufwendig und ich spritze alle fertigen Teile mit Ätzteilen noch einmal mit Schutzlack(Klarlack für Autos). Das verklebt die Ätzteile noch mal und macht kleinste Klebstoffreste unsichtbar.

Um kleinste Reparaturen noch vornehmen zu können muß der Grundlack sehr hart und schleifbar sein. Deswegen verwende ich den professionellen Bootslack. (Epoxy)(sehr gute Farbe ist auch sehr teuer)

Hier mal eine Liste von Ätzteilen die nach meiner Meinung besser als bei Herrn Kaiser`s Modell sind.
1. Bullaugen
2. Fenster
3. Türen mit Schließsystem
4. Niedergänge
5. Treppen
6. Scheinwerferblenden und Teile (hat MZ)
7. Funkmeßantennen (hat MZ)
8. Tiefgangsskalen (hat MZ)
9. diverse Lukendeckel
10. Kompasse und Peilscheiben (sind im Bausatz nicht enthalten)
11. einige Platformen
12. Brückenelemente (sind im Bausatz nicht enthalten)(viele Kleinstätzteile)(schwierig zu bauen)
13. Lüftersiebe mit Deckel
14. Lamellenlüfter (sind im Bausatz angegossen haben aber keine Siebe)
Dies sind die wichtigsten Teile und Unterschiede.

Meine Reelingsstützen habe ich speziell für mein System (wie zuvor dargestellt) mit Deckskanten entwickelt.
Hier kann man auch Standard Systeme nehmen, denn es hängt davon ab wie dick Eure Beplanckung ist.
Wassergräben und Deckskanten sind Meterware und als Ätzteile sehr teuer.

Meine Elektroteile und Kabelbahnen sind zwar wesentlich besser als bei Kaiser, sie sind aber auch nicht perfekt und sind sehr, sehr aufwendig. Man braucht hunderte von Einelteilen und sie sind saumäßig schwer anzubringen.

Bei großen und mittleren Geschützen sind im Baukasten Nieten angegossen, die natürlich nicht den Schrauben des Originals entsprechen. Ich habe die Nieten durch kleine, geätzte Ringe ersetzt. (Eine Sauarbeit und die Ringe haben 2 mittlere Ätzplatinen verbraten)( 2800 Stück)

Der Schornstein hat Schweißnähte, dort habe ich 0,3 mm Drähte aufgeklebt.

Eine große Menge meiner Ätzteile habe ich dazu verwendet, im Bausatz vorhandene Teile zu verbessern. Dazu brauchte ich die Fotos von Herrn Kaisers Buch "Das Original"  denn in den Plänen sind diese Feinheiten nicht eingezeichnet.

Es gibt viele Wege gute Modelle zu bauen, meiner ist nur einer von vielen.

Zum Schluß möchte ich noch etwas zu einigen Begriffen, die im Modellbau auftauchen, meine Meinung sagen.

Museumsqualität, die ist nirgendwo definiert und ich ich war in unglaublich vielen Museen dort gab fantastische und auch weniger gute Modelle. Es hing natürlich auch davon ab wann die Modelle gebaut wurden und welche Techniken zur Verfügung standen.
Das unglaublichste Modell einer Fregatte habe ich im Kensington Museum (England)gesehen.
Es war vor 200 Jahren komplett aus Fischgräten von einem Kriegsgefangenen, der 30 Jahre im Knast von Mauritius gesessen hat, gebaut worden. Als Leim hat er Knochenleim aus seinen Essensresten gemacht.
Das Modell ist von einer Genauigkeit, die nicht zu fassen ist. Das Modell hat einen unschätzbaren Wert.

Trotz meiner großen Bewunderung werde ich diesem Herrn, aus verständlichen Gründen, nicht nacheifern.
Was ich damit sagen will ist, daß es nicht darauf ankommt etwas genau nachzubauen, sondern jeder Modellbauer muß seine eigenen Weg (System), nach seinen Möglichkeiten, finden.

Oft lese ich, daß Modelle 97 % genau gebaut wurden. Diese Leute haben wohl bei der Prozentrechnung nicht aufgepaßt.
Dazu ein Beispiel:
Ich will eine richtige Kettenreeling auf dem Hauptdeck der Bismarck bauen. Dazu habe ich die kleinste Miniaturkette in den USA gefunden. Sie hat einen Durchmesser von 0,6 mm was im Maßstab natürlich doppelt so dick ist wie am Original.
Herr Kaiser hat 2 verdrillte Drähte mit einem Gesamtdurchmesser von 0,3 mm als Kettenimmitation genommen.
Was ist nun richtiger meine richtige, aber zu dicke Kette, oder Herrn Kaisers maßstabgetreue Kettenimmitation.
Vielleicht kann einer mal die Prozente hierfür ausrechnen ,ich bin zu dumm dazu.
Es gibt keine absolut genauen Modelle. Für mich viel wichtiger ist der Gesamteindruck eines Modells und die hohe Anzahl von Details, auch wenn Alles nicht so genau ist.

In meinem Modell der Bismarck gibt es eine ganze Reihe von Ungenauigkeiten und sogar 3 richtige Fehler. Trotzdem scheint sie Euch ja zu gefallen. (und das ist die Hauptsache)

Ich wollte Euch nur ein paar Tips geben, die Euch helfen bessere Modelle zu bauen.
Wenn man das Internet durchstöbert finde ich tolle Modelle von vielen Modellbauern

Beim Modellbau ist nicht das Endprodukt, sondern der Weg das Spannende.

Man wird bestimmt nicht dümmer dabei, und erlernt viele Fähigkeiten und man liest viel über die Geschichte dieser Schiffe, die die Weltgeschichte verändert haben.

Ich hoffe Euch nicht gelangweilt zu haben - Ein bischen mehr Response würde nicht schaden - dann habe ich auch mehr Interesse Euch mehr von meinen Ideen zu schreiben.


Beste Grüße

Kapitän Hans

















,Nur wer sich ändert,bleibt sich treu"!!!
,,Nicht was du bist,ist das was dich ehrt,wie du bist,bestimmt den Wert"!!!

Captain Hans

Hallo Michael und Fabian

Habe mich sehr über Eure Antwort gefreut und falls ihr meinen Rat braucht, stehe ich Euch gerne zur Verfügung.
Modellbau ist eine sehr schöne Passion, die oft ein ganzes Leben hält. Viele Dinge, die ich im Modellbau gelernt habe, haben mir auch im normalen Leben geholfen.
Ich wünsche Euch viel Spaß beim Bauen. :-D

Beste Grüße aus Costa Rica

Kapitän Hans :MG:
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Captain Hans

Hallo Ihr Bären,

Ich dachte ich hätte, dies schon ausführlich beschrieben aber hier noch ein paar Punkte, die Ihr beachten solltet.
Von Eurer Antwort entnehme ich, daß ihr einen Holzrumpf baut ????
Habt ihr die Wellenhosen schon fertig ????
Was für Motoren baut Ihr ein ????
Wellenstahl kann in großen Längen bekommen. Am Ende müßt Ihr ein Gewinde einschneiden.
Die Welle von 40 cm sollte für die Bismarck reichen, ich habe aber ,50 cm Wellen um die Motoren mehr zur Mitte des Modells zu bekommen denn das hilft später beim Trimmen des Modells und gibt bessere Manövriereigenschaften sowie Seeverhalten.
Sehr wichtig ist, der laterale Einbauwinkel der Welle. Dies hängt aber ein wenig davon ab wie groß der Durchmesserder Motoren ist. Wie schon gesagt ,maßstabgerecht kommen die Wellen sehr flach über dem Boden in den Schiffsrumpf.
Wollt ihr ein Getriébe verwenden ???? oder die Motoren direkt koppeln ????
Was  Ihr nun braucht sind Messingrohre deren Innendurchmesser dem Aussendurchmesser der Kugellager, die Ihr einbauen wollt, entspricht.
Geschlossene Kugellager sollten es sein, die müßt in das Rohr drücken, Dannn braucht ihr schon zuvor beschrieben ein paar Teflonbuchsen, deren Aussendurhcmesser wiederum dem Innendurchmesser des Rohres entspricht.
Die Teflonbuchsen werden so eingedrückt, daß sie die bereits eingedrückten Kugellager weiter in das Rohr schieben.
Nun habt ein absolut wasserdichtes Stevenrohr.
Da ich keinerlei Maße von Eurem Rumof habe, und ich Euren Durchmesser der Welle  nicht kenne kann ich keine genauen Angaben machen. (maßstabgetreue Wellenstärke ist 5mm)
Dementsprechend müssen natürlich die Innendurchmesser der Kugellager und der Teflonbuchsen sein.

Ich habe nur kurze Rohre als Stevenrohre verwendet, die Welle aber mehrfach gelagert d.h. die Welle läuft im Rumpf ein grosses Stück frei hat aber Lagerböcke.

Wenn Ihr meinen Bericht über das Antriebssystem lest versteht Ihr auch was ich meine. Eine 40 cm lange Welle sollte mindestens dreifach gelagert werden. Meine sind 5 fach gelagert.

Ich denke das Prinzip ist Euch jetzt klar.  Ihr müßt für Euer Modell selber die Details erarbeiten.
Bedenkt auch wie stark Eure Antriebsanlage sein soll. Drehmoment, Drehzahl, Voltzahl, Ampere????
Die Batteriegröße und Leistung.
Batterien und und Antrieb machen bei mir 36 % des Gesamtgewichts der Bismarck aus.
Macht von Anfang eine Gewichtaufzeichnung. Ein Holzrumof ist wesentlich schwerer als ein Glasfiberrumpf, wie meiner.
Meine Antriebsanlage habe ich , so glaube ich, zuvor deutlich beschrieben aber jetzt müßt Ihr entscheiden was Ihr wollt.

Beste Grüße

Kapitän Hans



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Captain Hans

Hallo Stefan

Die geschlossenen Kugellager sind ganz normale Nirosta Lager von Conrad.
Die Teflonbuchsen habe ich nur eingetrieben und nicht verklebt, sitzen auch bombenfest. Ich hatte mir von Herrn Zinnecker Teflonbuchsen mit Flansch drehen lassen, d.h. sie können sich, auch bei Längsdruck, nicht verschieben.

Beste Grüße

Kapitän Hans :MG:
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Captain Hans

Hallo Stefan

De Lager könnensich ruhig berühren, da die Abdeckscheibe das Innenlager vollkommen abdeckt.
Leider kann ich das Bild von Deinen Lagern nicht aufmachen?????

Nun noch mal was Neues.

unter RCModelle/andere Marinen/Schlachtschiff Yamato findet Ihr nun mein erstes Modell, welches ich nach 20 Jahren Modellbaupause vor 5 Jahren gebaut. Dort seht Ihr auch meine ersten Ätzversuche allerdings in 1 : 200.
Das Modell ist nicht schlecht, ist und bleibt aber ein Plastikbausatz welches man auch sieht.

Beste Grüße

Kapitän Hans




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Captain Hans

Hallo Stefan

Jetzt konnte ich das Bild sehen.
Diese Ringe kenne ich, ich glaube aber sie sind PVC und nicht geeignet.
Herr Zinnecker hat die Teflonbuchsen aus einer Stange gedreht. Sie sitzen erst sehr stramm aber wenn sie eingelaufen sind sie super.
Man kann auch die Teflonbuchse allein als Lager nehmen - ich glaube das macht Herr Zinnecker - ist dann wie ein Gleitlager. (Frag ihn doch mal ob er Dir welche dreht - das wahr nicht sehr teuer - Maße mußt Du natürlich angeben)

Beste Grüße

Kapitän Hans
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Captain Hans

Hallo Thorsten (t-geronimo) und alle Modellbauer

Ich hab mal eine Frage .

Viele von Euch sind keine Seeleute und haben natürlich auch Schwierigkeiten mit Seefahrtsbegriffen.
Wenn Ihr wollt kann ich ,als alter Kapitän, viele Begriffe erklären und auch einiges über die allgemeine Seemann
berichten.

Oder wißt wo her der Ausdruck Knoten für Geschwindigkeit kommt?

Für viele wird es ein alter Hut sein abr andere könnten vielleicht etwas lernen.

Wenn ihr interessiert seit, soll ich das Thema hier behandeln oder einen neuen Thread aufmachen???

Gebt Laut

Beste Grüße

Kapitän Hans


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Captain Hans

Lieber Harold

Vielen Dank für Deine umfangreichen Hinweise.

Mit ging es hier auch nur um den einfachen Modellbauer, der nicht Dein umfangreiches Wissen über die Seefahrt besitzt. Ich bin in verschiedenen internationalen Foren und habe festgestellt, daß viele einfache Begriffe schon durcheinandergeworfen, oder nicht verstanden werden.

Wenn ich natürlich die sphärische Trigonometrie, orthodromische Kursberechnungen, Berechnung von Sonnenamplituden zur Kreiselkompasskontrolle oder die Dampftechnik für Turbinenanlagen erklären moechte,
wende ich mich natürlich an dementsprechende Fachforen.

Jeder Schiffsmodellbauer wird aber mit einfachen Begriffen aus der Schiffahrt konfrontiert und dabei wollte ich
helfen und nur fetstellen ob dafür Interesse besteht.

Ich verfolge alle Threads in diesem Forum mit großen Interese auch die Deinen. Habe dabei vieles Neues erfahren und gelernt.

Beste Grüße

Kapitän Hans



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Captain Hans

Erst mal vielen Dank für all die Hinweise.

Für die Modellbauer, die es interessiert werde also bald einen Thread aufmachen unter "Technik und Waffen/Formeln und Begriffe mit dem Titel "seemännische Begriffsbestimmungen für Modellbauer"

Wen es interessiert kann ja mal reinschauen.

Beste Grüße

Kapitän Hans
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m.z.m.

Zitat von: speedl am 10 Oktober 2008, 19:46:46
Hallo Hans,

so, das hier sind die Dinger:


Keine Ahnung was das sind, irgendwelche Drucklager aus PTFE (laut Wiki = Teflon). Außendurchmesser 7,9 bis 8mm, Innendurchmesser 4mm. Sie sitzen recht stramm auf den Wellen.

Das heißt also, ich press ein Kugellager in ein Rohr, kleb (in meinem Fall) dieses Lager ebenfalls in das Rohr und dann hab ich für immer keine Probleme mehr mit Wasser im Schiff? Und zwischen Kugellager und Teflonbuchse ist ein klein wenig Platz oder dürfen sich die beiden Lager berühren? Und die Kontermutter der Schraube drückt dann gegen das Teflonlager und überträgt so den Schub auf den Rumpf? 
Ich hoffe ich hab das Prinzip jetzt verstanden. Falls nicht, bitte hab etwas Nachsicht mit mir... :roll:

Vielen Dank und viele Grüße

Stefan



Hallo Stefan und alle anderen denen diese "Buchsen" immer noch ein Rätsel sind.

Als "Hersteller" dieser Dinger will ich mich auch mal zu Wort melden.
Polytetrafluoretylen (das ist doch ein "schönes" Wort) kurz PTFE Handelsname Teflon. Kommt aus der Weltraumtechnik. Bekannt ist es als Topf oder Pfannenbeschichtung. Aber das Zeug wird auch sehr viel in der Technik verwenden.Unter anderem als Lagermaterial in fast jedem Drucker und Kopiergerät !!!
Es hält Temperaturen von -250 bis +250 °C aus ! Ist Selbstschmierend ! und hat einen sehr geringen Verschleiß.

Also ein ideales Material für Stevenrohre.Die Idee dafür habe ich aus dem Modellrennbootbereich da werden diese Lager schon seit 20 Jahren verwendet.

Die Fotos zeigen die Buchsen ,oben das Rohmaterial.
Eine Buchse auf der Welle, Buchse Unterlegscheibe und Mutter
Die Buchse im Stevenrohr.

Nur das ganze hat einen kleinen Fehler .Die Beschaffung von Stangenmaterial ist etwas schwierig.


Ich hoffe nun ist euch die Sache etwas klarer Alles andere hat Kapitän Hans bereits erklärt.:MG:

m.z.m.


Mein Internetshop: www.mz-modellbaushop.de

m.z.m.

Hallo Tri

Danke für die Richtigstellung.
Nun wissen wir es ganz genau !

Grüße m.z.m.
Mein Internetshop: www.mz-modellbaushop.de

Captain Hans

nach den vielen Texten mal ein Foto  zur Auflockerung.
Das berühmteste, erfolgreichste und noch exestierende "Schlachtschiff" HMS " Victory zusammen mit der Bismarck im Trockendock, na das ist doch mal was ungewöhnliches.

Wen die Victory interssiert sollte mal unter Modellbau/Standmodelle/ andere Marinen sich die Victory anschauen.
Das ist nun mal ein Modell, das ich vor 33 Jahren an Bord eines Tankers gebaut habe.

Viel Spaß

viel Spaß
,Nur wer sich ändert,bleibt sich treu"!!!
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m.z.m.

Zitat von: Kapitän Hans am 28 September 2008, 05:42:28
Hallo Modellbaufreunde

Obwohl Ihr wohl alle Eure eigenen Ideen habt, möchte ich Euch meine Idee für Decksbeplanckung vorstellen.
Vielleicht wird es für den einen oder anderen von Interesse sein.
Ich glaube, daß mein Verfahren sehr zeitsparend und relativ einfach ist aber trotzdem ein fast perfektes Ergebnis bringt.

1. Das Zuschneiden der Decksplancken

Hallo
Ebendiese Decksplanken könnt Ihr auch fertig bekommen. Aus Kirsch-oder Birnenfurnier. (dunkel) Ahornfurnier (hell)
Im Bündel zu 200 Stück oder 2000 Stück das reicht dann für die Bismarck.

Grüße m.z.m.




Mein Internetshop: www.mz-modellbaushop.de

m.z.m.

Hallo
Über Hell oder Dunkel scheiden sich die Geister. Frage 4 "Experten" und Du hörst 5 Meinungen !!
Kirschfurnier das sehr oft verwendet wird ist nach meiner Meinung zu rötlich, So sahen die Planken im Original nicht aus ! Ich bevorzuge helles Furnier das wird nach dem lackieren leicht gelblich das passt schon besser.
Furnier für die Leibhölzer gehört zu jedem "Bündel".

Grüße m.z.m.
Mein Internetshop: www.mz-modellbaushop.de

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