Tipps und Tricks zum Airbrush!

Begonnen von 1.Kaleu, 26 März 2008, 18:58:34

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Chrischnix

Zitat von: madtatt am 04 April 2008, 10:44:59
Nichts zu danken. :MZ:
Laß mich raten, wie die Anschaffung aussieht?!
Eine Aztek A470 wird es sein oder vertue ich mich? :O/Y

Moin Jölle

Ich würde es mir nie erlauben, diesen Wink mit dem Zaunpfahl
einfach zu übergehen  :-D :-D :-D
Schöne Grüße
Christian

Alles ist gut,
nur nicht überall,
nicht immer,
nicht für alle !

Chrischnix


Hallo Jölle

Hast dich nicht vertan, warte nur noch auf Ihre Ankunft :-)
Dann werde ich mir deine Tip´s nochmal gaaaanz genau durchlesen  top

Grüße:
Chrischnix
Schöne Grüße
Christian

Alles ist gut,
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nicht für alle !

madtatt

#17
Ahoi Jungs.
Hatte in letzter Zeit leider viel um die Ohren und das Thema Airbrush hier, ein wenig vernachlässigt. Das will ich aber heute nachholen.
Als erstes will ich auf Jan seiner Frage nach den Pistolen mit Double Action oder auch doppelter Hebelfunktion eingehen.
Also, es gibt Pistolen mit einfacher und doppelter Hebelfunktion. Bei der einfachen hat der Benutzer nur den Luftstrom unter Kontrolle. Die Farbzugabe wird vorher eingestellt und lässt sich beim Sprühen nicht mehr verändern. Solche Pistolen sind in der Regel günstiger und eignen sich gut dazu, z.B. den Rumpf flächig zu lackieren.
Bei der Doppelfunktion reguliert die Fingerbewegung den Luftstrom und die Farbzugabe, was die Vielseitigkeit erhöht, da man die Menge an Luft und Farbe, die vorne an der Pistole rauskommen regulieren kann. Das macht den Gebrauch aber auch ein wenig komplizierter.
Bei neueren Pistole, wie z.B. bei der Aztek oder der Evolution Silverline hat man aber auch noch die Möglichkeit, die Farbzufuhr zu fixieren. Das vereinfacht die Sache, wenn man zum Beispiel einfach nur kleine Flächen uni lackieren will.

Zur Funktionsweise:
Als erstes, sollte der Hebel nur nach unten gedrückt werden. Also nur Luft aus der Pistole treten lassen, keine Farbe! Man geht immer erst nur mit Luft über die zu lackierende Fläche.
Vorher solltet ihr unbedingt erstmal auf einem Stück Papier oder Karton testen, ob auch wirklich nur Luft aus der Düse kommt. Es kann nämlich schon mal sein, das entweder durch nicht korrekten Sitz der Nadel in der Düse oder durch Farbreste auch ohne den Hebel zurückzuziehen, Farbe austritt. Also darauf achten, das die Nadel ordentlich in der Düse sitzt und/oder die Pistole vernünftig gereinigt ist.
Also noch mal, Hebel nach unten:



Nun den Hebel leicht zurückziehen. Es entsteht ein enger, feiner Sprühstrahl.



Bei ganz zurückgezogenen Hebel, entsteht ein breiter Sprühstrahl mit dem man dann Flächendeckend arbeiten kann.



Nach Beendigung des Lackiervorgangs in umgekehrter Reihenfolge aufhören.

Nach diesem Prinzip probiere doch mal, wie oben bereits beschrieben, Linien und Punkte zu spritzen Jan. Danach vielleicht noch folgendes:

Flächen und Verlauf spritzen.
Dieses Thema, vor allen das Flächen spritzen, berührt den Modellbau doch schon wesentlich mehr. Das ist einer der Hauptaufgaben für die wir unsere Luftpinsel gekauft haben.
Beim Spritzen von Linien und Punkten habt ihr gesehen, wie das Spritzbild unmittelbar entsteht und sichtbar wird.
Beim Anlegen einer Fläche oder eines Verlaufs ist das anders.
Die entstehen durch möglichst viele und feine Farbaufträge die ihr übereinander legt, bis ihr die gewünschte Farbstärke und tiefe erreicht habt.
Der wesentliche Unterschied in der Spritztechnik bei einer Fläche und eurem Verlauf besteht darin, das die Pistole beim spritzen einer Fläche immer gleichmäßig geführt wird, bis der Farbauftrag die gewünschte Stärke hat. Beim Verlauf hingegen wird die dunkle Seite intensiver, d.h. öfter überspitzt. Siehe grafische Darstellung:



Die Bewegung der Pistole erfolgt dabei nicht aus dem Handgelenk, sondern mit dem ganzen Arm.
Da hier mehr die Spritztechnik für die Fläche gebraucht wird, färb doch mal ein paar Papierseiten schön Uni ein, Jan!

Grüße, der Jölle.

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madtatt

#18
@ Chrischnix
Eine gute Wahl. top
Grüße, der Jölle.

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Sperr_UAW

Hallo Jölle,

erst mal vielen Dank für die anschaulichen Tips.   top   
Zum  Üben, denke ich werde ich in nächster Zeit kaum kommen. Ich muß nebenbei arbeiten. Haus und Hof erledigen sich auch nicht von allein. Aber es wird er Tag kommen  :-D  .
Denr Rat mit der Fläche werde ich mal testen. Ein paar Kleinigkeiten habe ich ja bereits mal geübt ( Rettungsboote , Untiefentonnen etc. ) Ich war schon froh, keine Rotznasen produziert zu haben   :-)  .

Noch mal Danke für die Tips. Weiter so.  top   Ich lese mit.

Gruß.

Jan

1.Kaleu

Hallo Jölle.

Ich kann nun eine Aztek  Airbrushpistole mein eigen nennen.  :-D

Damit werde ich jetzt Deine Tips 1:1 umsetzen. :-D

Wiedermal eine sehr gute Beschreibung und Bilder . top top top

Gruß :MG:
Harald





madtatt

Ahoi Harald.
Zitat von: 1.Kaleu am 17 Mai 2008, 14:01:06
Ich kann nun eine Aztek  Airbrushpistole mein eigen nennen.  :-D
Damit werde ich jetzt Deine Tips 1:1 umsetzen. :-D

Ich lese überhaupt nichts über dein neues Baby.
Habe aber mal dein schönes Thema angepinnt damit es nicht in Vergessenheit gerät. :-D
Ich hoffe das war in deinem Sinne?!
Ich will mal schauen ob mir nicht noch ein paar Übungen zum gebrauch der Luftpinsel einfallen!
Grüße, der Jölle.

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1.Kaleu

Hallo Jölle.

Nun ja was soll ich sagen.
Ist noch kein meister vom Himmel gefallen.
Übung macht den Meister.

Aber ich bleibe am Ball.

Gruß :MG:
Harald
P.S.:
Weitere Übungen wären sehr gut.

madtatt

#23
Hallo Freunde des bunten Lackes.

Ich möchte diesen Thread wieder aufmachen, da sich bei der Reinigung meiner Airbrushpistole einiges geändert hat.
Auch hier hat die Anleitung am Anfang dieses Threads noch seine Gültigkeit. Ich habe sie ein wenig abgeändert, da ich inzwischen die Nadelstange nach dem säubern, von vorne zurück in die Pistole stecke. Daraus ergibt sich eine sehr viel höhere Standzeit von Nadel und der Düse.
Aber im Grunde bleibt bei dieser Reinigungsart alles beim Alten und ich habe die Bilder wieder hochgeladen und abgeändert um das zu erläutern.

Doch nun eine Anleitung wie ich meine Airbus Pistole mit einem Ultraschallreiniger sauber halte.
Auch das trägt zu einer Verlängerung der Lebensdauer von Düse und Nadelstange bei, da diese Reinigung sehr schonend ist.

Dazu erst mal Grundlegendes.
Ein Ultraschallreiniger funktioniert durch Kavitation. Das bedeutet, das Ultraschallwellen die Reinigungsflüssigkeit in Schwingung versetzen und winzige Bläschen entstehen lässt, die an der zu reinigenden Oberfläche implodieren. So löst man die Farberückstande an der Pistole und ihren Innereien, ohne diese zu beschädigen.

Und um die Pistole ordentlich sauber zu halten, benutze ich so ein Gerät wie dieses hier.



Einen Ultraschall Reiniger.
Das hier ist ein teures Profigerät von Bandelin, das aber nicht nötig ist. Es reicht schon ein einfaches Gerät wie das hier von Grundig für ca. 40 Euro.

Wichtig ist nur, das ihr direkt nach dem Lackiervorgang mit der Reinigung beginnt, also bevor die Farbe angetrocknet ist.
Mit so einem Ultraschall halte ich Nadel und Düse für ein bis zwei Jahre sauber und in Ordnung.

Dann erkläre ich euch mal wie ich damit vorgehe.
Da ich ausschließlich mit wasserlöslichen Acrylfarben arbeite, benutze ich tatsächlich profanes Leitungswasser als Reinigungsflüssigkeit. Es geht aber auch mit jedem anderen Farbmedium wie z.B. Terpentin, aber dazu gleich mehr.
Ich fülle also einfaches Wasser in das Gerät und schalte es ein paar Minuten an. Dadurch wird das Wasser entgast und die Reinigungswirkung verstärkt sich. Wichtig ist, das man immer genug Wasser benutzt. Es gibt da eine Markierung und man sollte darauf achten das diese nicht unterschritten wird, z.B. durch Verdunstung. Bei zu wenig Wasser gehen die Schallköpfe kaputt die im Gerät verbaut sind.



Auf den Boden des Gerätes darf auch nichts liegen, das würde ebenfalls den Schallköpfen schaden. Dafür gibt es Einhängekörbe die, wie der Name schon sagt, ins Gerät gehangen werden.



Jetzt ist der Ultraschallreiniger theoretisch klar um die Pistole aufzunehmen. Ihr seht das ich ein wenig Moosgummi aufgeklebt habe wo der Korb den Reiniger berührt. Das reduziert die Lautstärke.



Bei mir kommt aber zusätzlich noch ein kleiner Plastikkorb zum Einsatz.



Der wird dann in den eigentlichen Korb gelegt. Da dieser aus Metall ist und die kleinen Düsen und der Luftkopf durch die Schallwellen in Bewegung geraten, ist das so noch mal schonender.
Benutzt man ein einfaches Gerät wie das oben verlinkte von Grundig, braucht man das nicht. Da ist der Hauptkorb schon aus Plastik.



Und das packe ich nach dem lackieren in den Reiniger.
In den Metallkorb kommt der vordere Pistolenkörper und der Farbbecher. In den Plastikkorb Düse und Luftkopf.
Die Nadel tauche ich während des Betriebes einfach ein paar mal in das Wasser und ziehe sie dann durch ein Papiertuch.



Danach lege ich alles zum trocknen auf ein Zewa um es anschließend wieder in meinen gedruckten Kisten zu verstauen.



Kommen wir zu der Reinigung von Pistolen die ein anderes Verdünner Medium benutzen wie Wasser.
Auch das ist relativ simpel. Ich müsst euch nur ein Behältnis besorgen, das die Teile der Pistole aufnehmen kann und den Verdünner verträgt. Die Flüssigkeit im Reiniger selber ist weiterhin einfaches Leitungswasser. Das schöne an den Ultraschallwellen ist nämlich, das sie sich durch Plastik und sogar Glas fortpflanzen.

Wie im folgenden Bild das original Behältnis von Terpentin. Wobei der Pistolenkörper da wahrscheinlich nicht durchpassen würde.
Aber durch den aufgeschraubten Deckel habt ihr weniger Geruchbelästigung beim reinigen. Denn das Wasser und/ oder Medium erwärmt sich mit der Zeit wenn der Reiniger im Betrieb ist.



Das war es im groben. Bei Fragen, immer raus damit.
Grüße, der Jölle.

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HeavyMetalUrOpa

#24
Moin Jölle,

da hast du mich ja schon wieder angefixt. Ich hatte immer einen ganz schönen Bammel vor dem Airbrush, bzw. Respekt.

Durch deine, wiedermal, hervorragende Beschreibung werde ich mich wohl doch einmal da heran trauen.

Die Aztek ist leider wohl nur noch zu Liebhaberpreisen erhältlich. Da wäre ich für einen Tipp zum Einsteigen sehr dankbar, bevor ich da auf irgendeinen Mist reinfalle.

Zum Ultraschallgerät kann ich dir nur beipflichten. Ich habe eine etwas größere, von der gleichen Firma, aus einer Insolvenzmasse sehr günstig erstanden. Die Dinger halten ewig (bei guter Behandlung), kenne ich noch aus meiner BW-Zeit.

LG
Ernst
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,,Es ist nicht genug zu wissen, man muss auch anwenden; es ist nicht genug zu wollen, man muss auch tun." – Johann Wolfgang von Goethe

madtatt

Hallo Ernst.

Cool, wenn ich dich mein Artikel dazu bewegt hat, es doch mal mit einem Luftpinsel zu versuchen.
Dann will ich mal schauen, ob ich dich bei deiner Kaufentscheidung ein wenig unterstützen kann.  :MG:

Ich benutze die Pistolen von Harder&Steenbeck, genauer gesagt eine Evolution. Kosten Punkt, ca. 170 Euro. Sehr gute und langlebige Pistolen, aber für den Anfang dürfte es auch günstiger gehen.

Zum Beispiel mit der GHAD-39 von Gaahleri. Die bekommt man schon für 50 Euro.
Ich kann dir keine persönlichen Erfahrungen mit der Pistole mitteilen, da ich sie nicht besitze.
Aber ich habe mir ein paar Infos dazu eingeholt und die hören sich nicht schlecht an.
Es ist eine Double-Action-Airbrushpistole mit zwei Düsensystemen. Das ist gut, so kann man mit der größeren Düse auch mal große Flächen machen.
Ich habe dir hier mal zwei Testberichte zu der Pistole rausgesucht.

GHAD-39 Airbrush Review

Gaahleri GHAD 39 – Airbrush 2in1 Set Advanced Series

Ich meine, für 50 Euro kann hier nicht viel falsch machen.
Bedenke aber auch, dass es mit der nackten Pistole nicht getan ist.  :MZ:
Grüße, der Jölle.

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HeavyMetalUrOpa

Moin Jölle,

vielen Dank für deine Tipps und Anmerkungen.

Zitat von: madtatt am 21 Juni 2026, 08:35:48Bedenke aber auch, dass es mit der nackten Pistole nicht getan ist.

Wie? Ich dachte, man pustet hinten rein und dann kommt vorne die Farbe raus :MLL:
Nee, ist schon klar dass da noch etwas mehr dazu gehört.

Ich habe gerade mit einem meiner Schwiegersöhne geredet, der stellt mir sein Anfänger-Komplettset von "MEEDEN" zur Verfügung (blieb ihm nix anderes übrig, hab mit Enterbung gedroht  :-D), da kann ich erstmal üben.

Dann wird wohl, wenn es mir zusagt, ein Gerät von H&S bei mir einziehen.
Meine Frau verdreht schon die Augen, sie weiß zum Glück noch nichts von Kompressor mit Öl/Wasser Abscheider, Ersatzteile, andere Düsen usw. :roll:
LG
Ernst
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,,Es ist nicht genug zu wissen, man muss auch anwenden; es ist nicht genug zu wollen, man muss auch tun." – Johann Wolfgang von Goethe

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