Deutsches Schiff in Gewalt von Piraten

Begonnen von Albatros, 31 Mai 2008, 20:25:47

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Big A

@spee
Spitz aber äußerst zutreffend analysiert
Axel
Weapons are no good unless there are guts on both sides of the bayonet.
(Gen. Walter Kruger, 6th Army)

Real men don't need experts to tell them whose asses to kick.

Spee

@Axel,

das kannst du ja vielleicht erklären. Wenn ein Schiff/Boot der Bundesmarine ein deutsches Schiff kontrollieren will, muß, so denke ich, niemand wegen außenpolitischer Fragen angesprochen werden (deutsches Schiff, deutsches Hoheitsgebiet). Wenn dieses deutsche Schiff einen Amerikaner/Russen/Briten etc. anhält, begibt es sich in den Bereich "Außenpolitik" (amerikanisches/russisches/britisches Hoheitsgebiet). Richtig? Was wäre in diesem Fall der Unterschied zwischen einem britischen Schiff und einem aus Gibraltar? Rein rechtlich betrachtet, aus Sicht der Bundesmarine?
Servus

Thomas

Suicide Is Not a War-Winning Strategy

Albatros

@Spee

inwieweit das die Steuern betrifft weis ich nicht,das Schiff ist Ausgeflaggt weil:den Reedern die Schiffsbesetzungsordnung ,der Tariflohn und die Sicherheitsstandards nicht gefallen,die erscheinen den Reedern in z.B.Gibraltar angenehmer.
Der Reedereisitz ist in diesem Fall aber scheinbar noch in Deutschland also werden wohl auch hier Steuern bezahlt.

Gruß, :MG:

Manfred



Big A

@spee
Erstmal: nicht Bundesmarine, sondern seit 1992 Deutsche Marine
(ich weis, ich bin ein Korinthenkacker... :wink:)

Im Freien Seegebiet nach IMO haben wird keinerlei Hoheitsrechte ohne Mandat, da das Polizeiaufgabe ist, die ist aber vor Somalia (z.B) nicht in der Lage dazu, daher will unser Inspekteur ja auch eine rechtliche Klarstellung und steht im Widerspruch zum Auswärtigen Amt.
Richtig kompilziert ist es wenn der zu durchsuchnede Dampfer in Hoheitgewässer einläuft, die sog. Nacheile ist rechtliche Grauzone und ohne UNO-Mandat in Verbindung it eindeutiger Rechtslage zu Hause ist da wohl nach meinem Verständnis wenig auszurichten, leider...
Weapons are no good unless there are guts on both sides of the bayonet.
(Gen. Walter Kruger, 6th Army)

Real men don't need experts to tell them whose asses to kick.

Spee

#19
@Albatros,

wieso ist es eine deutsche Firma, wenn sie, übertrieben, nur noch ein Büro hier unterhält, den Rest aber über andere Länder abwickelt?
Grundsätzlich zählt die Flagge als Hoheitszeichen, und das ist nicht die deutsche Flagge. Also ist es wohl rechtlich kein deutsches Schiff, es wir nur von einer deutschen Firma bereedet.

@Axel,

ok. Ich sehe schon, die DEUTSCHE MARINE fährt richtig grau, farblich wie per Verordnung.
Servus

Thomas

Suicide Is Not a War-Winning Strategy

Big A

Weapons are no good unless there are guts on both sides of the bayonet.
(Gen. Walter Kruger, 6th Army)

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Albatros

@ spee,

schau Dir doch mal z.B. diese Reederei  an http://www.hans-lehmann.de/mv-lisa-lehmann.html ist es ein deutscher Betrieb oder einer aus Gibraltar.

Und dann lese Dir das noch mal durch http://books.google.de/books?id=Ae151Y04xv8C&pg=PA201&lpg=PA201&dq=Ausflaggen+gr%C3%BCnde&source=web&ots=crSR4fxXBk&sig=6hEj7L90nALgFxw3EQX-hPZRWzQ&hl=de&sa=X&oi=book_result&resnum=2&ct=result

solange nicht unterzeichnet wird bleibt die Sache offen.

Gruß, :MG:

Manfred




Spee

@Albatros,

das sieht man bei der UN wohl anders:

Gemäß dem Seerechtübereinkommen der Vereinten Nationen (SRUe) sind Schiffe, die auf
hoher See fahren, der ausschließlichen Hoheitsgewalt des Flaggenstaates unterworfen. Außer
in außergewöhnlichen Situationen hat nur der Flaggenstaat das Recht, ein Schiff auf hoher
See zu entern oder anderweitig zu inspizieren (der Küstenstaat übernimmt dieses Recht und
diese Pflicht in seiner ausschließlichen Wirtschaftszone oder EWZ).

Betrifft zwar eine anderes Thema, aber die Aussage ist eindeutig: http://www.europarl.europa.eu/meetdocs/committees/pech/20010618/438107DE.pdf
Servus

Thomas

Suicide Is Not a War-Winning Strategy

Albatros

#23
das artet jetzt in Wortklauberei  :MZ: aus aber bitte.Meine Fragen hast Du damit nicht beantwortet.
wenn Du in Deinem genannten Bericht weiter unten list steht auch folgendes.
"Denn ein anderes Grundprinzip ist,dass,wenn ein Land einem Vertrag nicht beitritt,es auch seine Bestimmungen nicht gebunden ist."
Gemeint sind die im Bericht oben genannten Bestimmungen.
Ich gehe davon aus das die Billigflaggen-Ländern diesen Abkommen nicht beitreten wollen.

Für mich ist es ein Deutsches Schiff und so hat es wohl auch die Bundesregierung gesehen  :MV:

So weit ich weis besteht z.B. die Deutsche Regierung darauf das auch Ausgeflaggte Deutsche Schiffe im Ernstfall unserer Gewalt unterliegen.

Gruß, :MG:

Manfred

Spee

@Albatros,

das ist keine Wortklauberei, sondern ein Fakt. Dessen Flagge am Schiff weht, der ist der die Hoheitsgewalt ausübende. Also gehört nach UN das Schiff unter die Hoheitsgewalt von Gibraltar. Da gibt's nichts zu rütteln.
(Du beziehst dich auf den Fischereivertrag und da liegen die Dinge grundsätzlich anders.)


Servus

Thomas

Suicide Is Not a War-Winning Strategy

Wilfried

Jau, gilt Flaggenrecht = Hoheitsrecht;
wer auf einem englischen Schiff heiratet, tut es auf englischem "Boden"  :-D

Sollte sich nicht geändert haben?!

Mit einem lieben Gruß
der Wilfried
... Tradition pflegen, bedeutet nicht, Asche aufzubewahren sondern Glut am Glühen zu halten ...
http://www.passat-verlag.de
http://www.kartonskipper.com
http://www.forum-marinearchiv.de - wenn Marine Dein Ding ist!

Ulrich Rudofsky

Die letzten paar Diskussionen haben den Nagel auf den Kopf getroffen.  Das ist ja das Problem: UNO und internationale Abkommen werden in der "Neuen Weltordnung" nicht anerkannt.  In den Augen vieler Nationen (USA einbegriffen) existiert die UNO doch kaum oder  nicht mehr.  NATO??? eventuell auch nicht.   Ich glaube der Piraterei UNO Vertrag ist noch nicht einmal nach 10-15 Jahren von allen seefahrenden Nationen ratifiziert worden.  Alles nur schöne Worte ohne Biss (Nice words, no bite).  
Ulrich Rudofsky

Albatros

@ Spee,

Also den Fischereivertrag hast Du ins Spiel gebracht. :MZ: Zu diesem http://books.google.de/books?id=Ae151Y04xv8C&pg=PA201&lpg=PA201&dq=Ausflaggen+gr%C3%BCnde&source=web&ots=crSR4fxXBk&sig=6hEj7L90nALgFxw3EQX-hPZRWzQ&hl=de&sa=X&oi=book_result&resnum=2&ct=result wolltest Du Dich wohl nicht äußern. :O/S
Ebenso die Frage für was Du die Reederei Lehmann hältst. :-)

Du hast ja sicher Formal recht das Die Flagge das Hoheitsrecht bestimmt,nur was nützt das.Was hast du von Gibraltar erwartet.  :roll: Wenn die Timber Lehmann unter US-Flagge fahren würde wäre die Sache klar...........denkt man.George Bush schickt seine Navy los und........da fällt vielleicht noch einem ein,Mensch das ist doch eine Deutsche Reederei ........... :MV:

Gruß, :MG:

Manfred

Spee

@Ulrich,

guter Punkt. Ohne entsprechende Macht im Rücken ist jede Deklaration wertlos.
Um auf das Beispiel Somalia anzusprechen, hätte sich das die US-Navy oder die sowjetische Flotte während des Kalten Krieges lange angesehen?
Servus

Thomas

Suicide Is Not a War-Winning Strategy

dark-schnuffi

Mensch Kinders... nu tut doch nich gleich "zanken"   :wink:
Ist halt jetzt so gelaufen und gut... Da jetzt hin und her zu diskutieren, wer auf was verweist, und wer worauf nich antwortet, bringt doch auch nix...

@ Albatros... wenn ich mir die Seite anschaue, sieht's für mich aus wie ne deutsche Reederei... Aber ich hab da jetzt nur die Daten über die Schiffe gesehen, also wo gebaut usw., hab aber jetzt keine Angabe dazu gefunden, unter welcher Flagge die fahren... Bewusst verschwiegen auf der deutschen Internetpräsenz? Keine Ahnung.

LG
Claudia
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