Modell Bismarck 1:350 motorisieren?

Begonnen von Matrose Fuzzel, 18 Juli 2008, 18:34:21

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Matrose Fuzzel

Hallo Leute,
ich möchte das erste Mal ein Modellschiff motorisieren. Es ist eine Revell-Bismarck 1:350 ( :O/S Ja das ist klein und ausgerechnet Revell).
Meine Frage diesbezüglich: Was benötige ich unbedingt an Komponenten, um dieses Kleinod per Funke zu kontrollieren?
Meine Vorstellungen waren in erster Linie:
- Fahrtmachen
- Steuern
Zweitrangig zu sehen:
- drehbare Hauptgeschütze (kombiniert oder einzeln?)
- Rauchentwicklung Schornstein

Kann mir eventuell jemand hierzu Tipps geben, was selbst machbar ist bzw welche Bauteile empfehlenswert sind und mit welcher Nennleistung.
Freue mich über eure Antworten.

LG Peter

toppertino

N´Abend.
Also Fahrtmachen und Steuern sind kein Problem. Hab bei uns aufm Modellteich auch schon ne Bismarck und ne Yammy (beide Tamiya) rumdüsen sehen. Die Betonung liegt auf "rumdüsen" , denn die beiden haben ziemlich viel Fahrt gemacht: Heck im Wasser, Bug in der Luft; wie ein Speedboot.
Sonderfunktionen werden schwierig bei dem Maßstab.

Zitatund ausgerechnet Revell

Ich bin von Revell auch nicht soooo überzeugt vor allem wenn ich an die 1/570er und 1/720er denke. Aber bei den "großen" Teilen in 1/350 (Bismarck und Missouri) hat sich Revell viel Mühe gegeben. Besonders die Revell-Bismarck läuft ihrem Gegenstück von Tamiya den Rang ab.  top

mfg
Lebensende mit 3 Buchstaben: EHE!

Ralf

Die BS von Revell von diesem Jahr ist mit das Beste in diesem Maßstab...
Gruß
Ralf
___________________________________________
,,Du kannst Dein Leben nicht verlängern und Du kannst es auch nicht verbreitern. Aber Du kannst es vertiefen!"
Gorch Fock

Matrose Fuzzel

Hallo Ralf,
nuja "rumdüsn" wollte ich se ja nicht lassen, sollte schon agepasste Geschwindigkeit sein. Aber das dürte doch an sich mit umdrehungsschwächeren Motor machbar sein, oder? Ich hatte auch überlegt, alle drei statt nur zwei Schrauben laufen zu lassen, was sich ja an sich über Zahnrädchen machen lassen sollte. Au jeden Fall soll es kein Speedboat werden^^.

Gruß Peter

schimoba

Ich würde erst mal sagen,alles in mini (FS-Empfänger, Rudermaschinen, Drehzahlsteller usw.).In einem guten Modellbauladen gibt es so etwas. Die Motoren im Durchmesser der Schiffsschrauben, als Richtwert . Die Drehrichtung der Schrauben nach außen schlagend(die mittlere freilaufend?). Akkus in Mignongröße(2400 mA). Prinzipiell auf wenig Gewicht achten, Ausgleich kann mit Klebeblei (Reifenservice) geschaffen werden. Die Schiffsschrauben auf  Messingschrauben umstellen,da die Plasteschrauben nicht effektiv sind(evtl.Steigung der Blätter und Grat daran nicht i.O.). Auch bei den Motoren auf Qualität achten, keine Motoren mit über 20tausend Umdrehungen, mit Kohlebürsten.

Gruß Günter

Spökenkieker

Gentlemen,

ich habe bislang folgende Revell-Modelle umgerüstet:

- Lightvessel LV 17 "South Goodwin" (1:110)
- Schnellboot Klasse 148 (1:144)
- Schnellboot Klasse 148 A (1:144)
- Schnellboot S 10 (1:72) - Airfix
- Sea Air Rescue Launch (1:72) - Airfix
- Schnellboot S 100 (1:72)
- Schnellboot Defiance (1:??)
- Schlachtschiff Missouri (1:350)

Ausserdem eine Reihe U-Boote (u.a. Typ XXIII in 1:72 von MCM, Fazit: lohnt nicht, und ein XXI mit dem selben Ergebnis - beide sind bei der ersten Fahrt untergegangen), Zerstörer (u.a. Blue Devil von Lindberg als Z1 der Bundesmarine usw....) . Meine Erkenntnis: weniger ist mehr. Geschütze zu drehen ist kein Thema dank Mikroservos, Raucherzeuger geht in 1:350 auch, Lautsprecher geht, Licht, auch drehende Propeller bei der Ar 196 A-2/A-3 sehen geil aus, dann natürlich drehbare E-Messgeräte, Bordkräne usw. - aber mal ehrlich: die Bismarck ist doch nur knapp 70 cm lang! Wer sieht diese Funktionen, wenn das Modell mehr als einen Meter vom Ufer entfernt ist??

1. Für den schnellsten Fahrspass empfehle ich eine M2 Wellengarnitur von Graupner, eine 20 mm Schraube Dreiblatt, einen entstörten 140er Motor (3 V oder 6 V), einen Mikroregler ohne BEC, empfänger, Standardservo, vier 1.5 Volt-Batterien und etwas Vogelsand. Das Hauptdeck wird genauso aufgeklebt wie die Aufbauten; die Stecker zum Batterieladen versteckst Du unter einem Turm. Das sieht an Land nicht vorbildlich aus, kostet dafür aber nur knappe 45 € und ist absolut sicher.

2. Gleiche Lösung wie oben, aber eine Getriebebox und Verwendung der Originalpropeller aus dem Bausatz, eventuell mit freilaufenden M2-Wellen (alternativ: Wellen aus Federstahl).

3. Alle Antriebswellen angetrieben (z.B. drei Standardservos schlachten, dann hast Du Motor und Fahrtregler nebst Anschlusskabeln), neue Stevenrohre, neue Wellen, immer noch die Originalprops. Das sieht dann völlig authentisch aus und die Originalprops verhindern auch, dass Deine Bismarck abhebt. Die Standardservos haben langlebige E-Motoren, d.h. die klebst Du in den Rumpf und hast Ruhe. Ansteuern über Weiche oder 4-Kanalempfänger.

4. Komm, und jetzt noch rasch die Waffen: SA mit Achsen versehen, an denen Umlenkrollen (Fisher technik, Lego o.ä.) befestigt sind. Mit Gummibändern können die Türme dann verbunden werden und entweder über Ruderausschläge oder mittels Servo gesteuert werden. Rohre können über einen Keil gesteuert werden, d.h., wenn sich der Turm dreht, sorgt ein Keil links oder rechts dafür, dass die Rohre angehoben werden. Macht ein bisschen Mühe beim Basteln, sieht aber gut aus.

Den aufgeworfenen Punkt bezüglich der Effektivität von Metall vs. Plastikpropellern habe ich nicht verstanden. Vielleicht waren die Bausatzprops gemeint (?). Bei den meisten Plastikmodellen können die Propeller verwendet werden, wenn man ggf. die Steigung der Flügel etwas ändert.

Zu guter Letzt: Ich denke, je weniger Öffnungen im Rumpf sind (beispiel Missouri: mehrere Wellen und Ruder im Original, ein Propeller und ein Spatenruder im Modell), umso grösser ist die Wahrscheinlichkeit, dass das Boot auch fährt. Ich kenne einige Yamato-Modelle, die vor den Augen der staunenden Zuschauer auf einmal von der Bildfläche verschwinden, weil durch zu viele Öffnungen zu viel Wasser eingedrungen ist....

Noch Fragen? Gern ;-)

Gruss aus Brüssel,

Spökenkieker

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