Royal Airforce Jägerlandungen auf HMS GLORIOUS

Begonnen von Leutnant Werner, 17 Dezember 2008, 20:15:06

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Peter K.

Grüße aus Österreich
Peter K.

www.forum-marinearchiv.de

Leutnant Werner

Akzeptiert, Urs,

gerade in den Romanen über die Kriegsmarine des WW II wie z.B. natürlich "Das Boot" oder auch "Haie und kleine Fische" kommt die Haltung und Stimmung im Offizierskorps ganz gut rüber, wie ich mich erinnere, und die war nah an der Waffengattung und am Vaterland, aber nicht so nah an der Partei.
Auf der anderen Seite gab es von der Marine auch ein paar Vorzeige-Nazis, wie zum Beispiel den völkisch voll und ganz durchdrungenen Durchhaltekrieger Dönitz, und auch das Monster, das Reichsprotektor von Böhmen und Mähren war, für Himmler den Holocaust organisatorisch umgesetzt hat und dessen Name mir gerade entfallen ist, war vor seiner SS-Zeit Marineoffizier. Also ganz ohne ging es nicht ab.

Ist zwar off-topic, aber ich frage mal: Wieso gab es denn keine Marine-Waffen-SS. Waren die wasserscheu?

Gruß
Ekke

Urs Heßling

hallo, Ekke,

das Monster hieß Reinhard Tristan(!) Heydrich und wurde schon 1931 (also bitte, vor 1933) wegen "ehrwidrigen Verhaltens" aus der Marine entlassen (sprich: "`rausgeworfen"). Er hatte, während er schon die Verlobung mit seiner späteren Frau vorbereitete, noch ein Liebesverhältnis mit der Tochter eines höheren Marineoffiziers. Dann kam wohl eine Art "the empire strikes back". Noch im selben Jahr ging er zur SS. (Also nicht Nazi+Marineoffizier). Nun könnte man herrlich Hypothesen aufstellen, was aus ihm geworden wäre, wenn die Marine ihn behalten hätte.

Dönitz ist natürlich ein Endlosthema, besonders seine "fanatisch"-Reden, es gab aber (Ja zu dem, was Du geschrieben hast) auch andere "gläubige Nationalsozialisten", von Großadmiral von Friedeburg, der im Mai 1945 Selbstmord beging bis zu Oblt.z.S. Abel, der seinen später hingerichteten Kommandanten, Oskar Kusch, wegen Verächtlichmachung Hitlers anzeigte.

Warum keine Marine-Waffen-SS ?
Weiß ich nicht, ich nehme an, Dönitz hat sich mit Hitlers Rückendeckung erfolgreich dagegen gewehrt.

Gruß, Urs
"History will tell lies, Sir, as usual" - General "Gentleman Johnny" Burgoyne zu seiner Niederlage bei Saratoga 1777 im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg - nicht in Wirklichkeit, aber in George Bernard Shaw`s Bühnenstück "The Devil`s Disciple"

Spee

Zur Marine-SA hat's ja gereicht und später kamen noch die NSFO's dazu. Zackiger konnte auch die SS nicht sein.
Servus

Thomas

Suicide Is Not a War-Winning Strategy

Hastei

Hallo,

obwohl ich nicht alles gelesen habe, verfolge ich Eure Diskusion über das "beste" Trägerflugzeug für unseren, ich möchte
fast sagen ,zum Glück nicht fertig gewordenen Träger GZ.
Wenn ,und eigentlich mag ich sowas nicht, wenn sie sich auf ein Flugzeug geeinigt hätten und sie zeitlich auch klargekommen wären,
was wollten die denn mit einem Träger ? Gab es überhaupt ein Konzept, den oder die Träger einzusetzen ? Ich glaube nicht.
Und wenn, dann hätten die Briten alles drangesetzt ihn auszuschalten , auf See oder im Hafen.Der Träger wär m. M. nach einmal ausgelaufen und nie wieder zurück gekommen.
Und dann habe ich noch etwas,was mir auffällt.
Sowohl die Briten als auch die Amis oder Japaner bauten kurzfristig Hilfs-Träger. Da wurde ein z.B.Frachter genommen , Deck drauf und dann wars
ein Träger ,der auch mit klaren Aufgaben losgeschickt wurde. (Die Statik wird wohl vorgelegen haben )
In Deutschland wird erst überlegt, gerechnet ,konstruiert, und gestritten, wer denn nun für das Ding zuständig ist.
Vielleicht ist meine Anmerkung ja schon vorher einmal von anderen behandelt worden und ich wiederhole mich hier.

Gruß  Hastei

Spee

Servus Hastei,

die Japaner haben die Möglichkeit des Umbaus von entsprechenden Schiffe zu Flugzeugträgern schon lange vor dem Krieg eingeplant und vorbereitet. Falls du mehr dazu wissen möchtest:
http://forum-marinearchiv.de/smf/index.php/topic,378.0.html

Was die KM mit der "Graf Zeppelin" wollte? Keine Ahnung und teile deine Meinung zur möglichen Einsatzzeit des Trägers.
Servus

Thomas

Suicide Is Not a War-Winning Strategy

t-geronimo

Auch wenns jetzt abschweift:

Das war doch eigentlich erst mal haben wollen um des habens Willen, weils die anderen auch haben.
Siehe Hipper-Klasse.

Wie schon weiter oben (oder eine Seite vorher gesagt):
Hastei, lies Dir mal den Beitrag von ufo durch, der trifft sehr viele Nägel auf den Kopf!
Gruß, Thorsten

"There is every possibility that things are going to change completely."
(Captain Tennant, HMS Repulse, 09.12.1941)

Forum MarineArchiv / Historisches MarineArchiv

Leutnant Werner

Schön, ein Vehikel gefunden zu haben, in welchem hypothetische oder auch real existierende -aber nicht so eingesetzte- deutsche Trägerflugzeuge mit anderen ihrer Zeit verglichen und diskutiert werden.

Die Grundfrage in diesem Thread war aber eine andere. Wenn die Briten es schaffen, 1940 Jäger der neuesten Machart ohne Training auf eine veralteten Flottenträger mit kurzem Flugdeck landen (und starten) zu lassen, könnten es die Deutschen mit "Improvisation" auch schaffen, ihren einzigen Flottenträger schnell in Dienst zu bringen?

Diese Frage wird hier nicht diskutiert und das ist ja auch gar nicht bedauernswert, wenn eine andere, wichtige Frage, die viele offenbar bewegt, hier an Fahrt gewinnt.

Aber können wir den Thread dann nicht umbenennen "Hypothetische/reelle deutsche Trägerflugzeuge WWII im internationalen Vergleich" oder so ähnlich.

Mods = Ihr seid gefragt!

LG
Ekke

Matrose71

@ Ekke

ich glaube schon, das die KM mit hinreichender Unterstützung der LW dazu technisch in der Lage gewesen wäre!
Allerdings bewegen wir uns hier, auf der persöhnlichen und spekulativen Ebene von Personen, da der ober "Junkie", entschuldige bitte der Reichs- Luftmarschall ja der Auffasung war, alles was fliegt gehört mir.

Spaß beiseite!

Es hat nie einen See gestützten Jäger der KM oder LW gegeben, insoweit ist das alles spekulativ! Das die KM mit Improvisation und Hilfe der LW, das Landen und Starten neuster Flugzeugmodelle 1940 auf einem Flugzeugträger hinbekommen hätte, bezweifel ich nicht. Dann hätte aber die Grundstruktur zwischen den einzelnen Waffengatttungen der Wehrmacht eine andere sein müssen.
Viele Grüße

Carsten

Huszar

Hallo,

Die Diskussion ist sehr interessant, das muss ich sagen!

Zu der Eingangsfrage von Ekke:

Du vergisst eines: England hatte 1940 schon mehr als 20 Jahre (!) Erfahrung mit Flugzeugträgern, 20 Jahre Zeit, alles mögliche auszuprobieren, zu erforschen und herumzuexperimentieren.
Dtl hingegen hatte 1940 gerade mal seit einigen Jahren überhaupt eine Luftwaffe! Hatte überhaupt noch nie einen Träger gehabt...

Zumindest heutzutage haben die Engländer die Angewohnheit, von Zeit zu Zeit RAF-Piloten auf die Träger zu versetzen und umgehert (Austauschschüler  :-D ). Ich würde mich nicht wundern, dass das schon einige Jahrzehnte gemacht wird.

mfg

alex
Reginam occidere nolite timere bonum est si omnes consentiunt ego non contradico
1213, Brief von Erzbischof Johan von Meran an Palatin Bánk von Bor-Kalán

mhorgran

@Leutnant Werner
ZitatDie Grundfrage in diesem Thread war aber eine andere. Wenn die Briten es schaffen, 1940 Jäger der neuesten Machart ohne Training auf eine veralteten Flottenträger mit kurzem Flugdeck landen (und starten) zu lassen, könnten es die Deutschen mit "Improvisation" auch schaffen, ihren einzigen Flottenträger schnell in Dienst zu bringen?
als Improvisation könnte er schnell in Dienst gestellt werden. Improvisation bringt aber, nmM, trotz erheblich höheren Aufwand sehr viel niedrigere Dauerleistung. Und worauf schon Matrose hinwies, mußten BEIDE - KM und Lw - großes Interesse an Trägern haben und erhebliche Kapazitäten in das Projekt stecken. Beides war nicht gegeben.

Spee

#26
1938 war eine deutsche Kommission in Japan, um sich die Konstruktion japanischer Träger anzusehen. Genaueres steht im Hadeler, den ich aber derzeit verliehen habe. Peter oder Ralf sollten hier Aufklärung verschaffen können.
Landungen auf optisch eingegrenzten Landebahnen wurden geübt. Deshalb kam ja die Anfrage der Luftwaffe an die Marine, einen Schwimmponton zur Verfügung zu stellen, damit man unter Seebedingungen weiter üben kann. Wurde von der Marine mit dem Verweis auf mangelndes Material und mangelde Werftkapazität abgelehnt. Die Luftwaffe war zeitweise viel näher an der Aufgabe dran als die Marine. Herrn Göring trifft in diesem Falle keinerlei Schuld.
Servus

Thomas

Suicide Is Not a War-Winning Strategy

t-geronimo

#27
So, das Thema ist wieder offen.

Die Diskussion zu den Flugzeugen geht hier weiter:
http://forum-marinearchiv.de/smf/index.php/topic,8085.0.html

Zum besseren Verständnis kopiere ich gleich noch ein, zwei Sachen hin und her.


Hier bitte wenigstens etwas bei Ekkes ursprünglichen Fragen bleiben, das war eine Sch****-Arbeit.  :-P
Gruß, Thorsten

"There is every possibility that things are going to change completely."
(Captain Tennant, HMS Repulse, 09.12.1941)

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Peter K.

Zitat1938 war eine deutsche Kommission in Japan, um sich die Konstruktion japanischer Träger anzusehen. Genaueres steht im Hadeler, den ich aber derzeit verliehen habe. Peter oder Ralf sollten hier Aufklärung verschaffen können.

Genau genommen, gab es zwei Kommissionen, die wegen der Konstruktion von Flugzeugträgern in Japan waren.

Eine erste Gruppe um den ehemaligen Marineflieger und damaligen Oberstleutnant Joachim COELER (http://www.geocities.com/~orion47/WEHRMACHT/LUFTWAFFE/General/COELER_JOACHIM.html) war (vermutlich) von September 1934 bis März 1935 tätig und auch in Japan unterwegs - allerdings wurde von COELER im Nachinein die Kürze des Japan-Aufenthaltes bemängelt und kritisiert, dass er einen im Stützpunkt liegenden japanischen Träger nur unter großem Zeitdruck besichtigen konnte. Die Ergebnisse dieser Konsultationen waren daher eher bescheiden.

Nachdem im Sommer 1935 während der Navy Week in Portsmouth die FURIOUS u.a. von Marinebaurat Dipl.Ing. Heinrich OHLERICH besichtigt werden konnte, fand von September bis Dezember 1935 die zweite Japan-Reise statt. Sie stand unter der Führung von Oberstleutnant Ernst August ROTH (http://www.specialcamp11.fsnet.co.uk/Generalleutnant%20Ernst-August%20Roth.htm). Dieser war ebenfalls ehemaliger Marineflieger, Chefpilot bei der Erprobungsstelle Travemünde und schließlich für die Bodenorganisation der Marineflieger zuständig. Korvettenkapitän Hans-Armin CZECH (http://www.geocities.com/~orion47/WEHRMACHT/LUFTWAFFE/Generalleutnant/CZECH_HANS-ARMIN.html), ein weiterer ehemaliger Marineflieger und nun als Referent für Luftfahrtwesen in der Marineleitung tätig, und OHLERICH waren ebenfalls in dieser Kommission vertreten. ROTH konnte am 08.10.1935 auch die AKAGI besichtigen und während eines Seetörn auch Starts und Landungen beobachten.
Grüße aus Österreich
Peter K.

www.forum-marinearchiv.de

Spee

Danke Peter!
Also 1935 und nicht 1938, wie ich fälschlicherweise annahm.
Servus

Thomas

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