Schiffsverluste und -schäden durch Marineartilleriebatterien,Heeresartillerie

Begonnen von TD, 20 Januar 2009, 09:17:26

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igor

Zitat von: Ulrich am 27 Juli 2010, 07:58:50
Was mir an der Auflistung auffällt ist daß die Trefferquote ab 1943 deutlich höher liegt als in der Zeit davor. Ich vermute daß in der Zeit auf der Fischerhalbinsel modernere Geschütze aufgestellt wurden, oder sie bekamen bessere Leit- und Peilstände? Könnte das stimmen?
Ich habe nämlich gehört daß Anfang des Krieges 6 oder 7 Feldkanonen (15 oder 17 cm Geschütze ohne Leitstand) auf der Fischehalbinsel stationiert waren. Später wurden amerikanische halbautomatische Langrohrgeschütze mit Leitstand aufgestellt. Kannst du dies bestätigen?
In July 1942 eine 100-mm battarie (3 geschutze, Nr.232) war in Rybachiy verlegen. Dann 3-4 feldbatterie aus 104 PAP (puschechno-artilleriyskiy polk) war flottenartillerie unterstutz (Aug. 1942) und schiesst oft an Fjord. Diese batterien haben neue 122-mm oder alte 152-mm geschutze. Letzte Verstarkung war in 1944, wenn noch eine batterie war eingestellt (Nr. 210). Mit amerikanische feldgeschutze USSR nicht beliefern (nur AA).
Ferner in ende 1943 ein Wärmepeilung-gerat eintreffen.

Ulrich

Hallo Igor,
Herzlichen Dank für deine Informationen.

Die sind für mich interessant, da ich alles über Kap Romanov (Petsamo) sammel und meine Fakten über die russischen Kanonen auf der Fischerhalbinsel jetzt korrigieren muß. Wenn es dir nichts aus macht komme ich später mit anderen Fragen über diese Region auf dich zurück.

Was mir auffällt ist: 1942 wurden also neue Geschütze aufgebaut die oft in den Fjord geschossen haben. Das deckt sich mit meinen Informationen. Mir wurde berichtet daß die Geschütze ab dieser Zeit viel treffsicherer waren. Stimmt das mit deinen Informationen überein?

Hallo Theo kannst du mir deine Exeltabelle bilateral zusenden? Nehme bitte per PM mit mir Kontakt auf, dann kann ich dir meine E-Mailadresse zusenden. Ich kann die Tabelle nämlich noch immer nicht öffnen. Vielleicht liegt das an meiner alten Exelversion. Herzlichen Dank im Voraus.

Viele Grüße von Ulrich

t-geronimo

Hallo Ulrich!

Da Theo leider noch nicht wieder 100%ig fit ist, versuche ich mal auszuhelfen.
Meinst Du die Tabelle aus Theos allererstem Beitrag in diesem Thema?

Die habe ich mal auf Excel 95 runterkonvertiert.
Probier mal, ob das klappt.

Wenn nicht schick mir eine PN - wir bekommen das schon hin.  :-)
Gruß, Thorsten

"There is every possibility that things are going to change completely."
(Captain Tennant, HMS Repulse, 09.12.1941)

Forum MarineArchiv / Historisches MarineArchiv

Ulrich


igor

Zitat von: Ulrich am 28 Juli 2010, 22:59:44
Was mir auffällt ist: 1942 wurden also neue Geschütze aufgebaut die oft in den Fjord geschossen haben. Das deckt sich mit meinen Informationen. Mir wurde berichtet daß die Geschütze ab dieser Zeit viel treffsicherer waren. Stimmt das mit deinen Informationen überein?
Sorry, ich verstehe sie nicht. Was meinen sie unter "treffsicherer geschutze"? Meine Deutsch zu schlecht fur verstandnis diese alle satz...

Ulrich

Hallo Igor,
Du schriebst:
... (Aug. 1942) und schiesst oft an Fjord. Diese batterien haben neue 122-mm ... geschutze.

Ich wollte sagen:
Mir wurde erzählt: 1942 schossen die Geschütze genauer. Die Geschütze waren besser.
Kannst du das bestätigen? Stimmt das?

Viele Grüße von Ulrich

igor

A, das ist klar jetzt.
Nein. Diese geschutze haben nur eine batterie fon 104 PAP, und alle batterie diese regiment kampfen meist mit deutschen batterien (kap Romanov/Sensenhauser, Petsamo, Nurmansetti u.a.). Ich habe dokumenten aus deutsche Seite fur Erfolgen/Feheler soviet kontrbatterien kampfen, aber analisiert ihr nicht.
Soviet  kustenbatterie (SOR - Severnyi oboronitel'nyi rayon, Nord Verteidigungsbereich von Nordflotte) haben 130-mm geschutzen durch alle krieg. Nur eine (Nr.210, wenn mich mein Gedächtnis nicht täuscht) war 100-mm, aber liegen nahe seine Ziele.

Darius

Hallo TD,

bin heute über diesen Fall gestolpert - oder hast Du den schon in der Liste?

ZitatAccording to de Winser "B.E.F. Ships" the TWENTE was at London 22 May 1940 - taken over by Royal Navy 25 May for Operation Dynamo ...
Then used for Operation Cycle (evacuation from Le Havre and St Valery) - she arrived St Valery from Newhaven with ammuntion - sunk off St Valery by shore gunfire 12 June

http://warsailors.com/forum/read.php?1,50235,50242

...Wobei http://www.naval-history.net/xDKWW2-4006-19JUN02.htm angibt:
ZitatTug TWENTE (239grt) was lost in mining in the North Sea.



:MG:

Darius

TD

Hallo Martin,

recht vielen Dank für die Info.

Irgendwie ist dieses Schiff überall dazwischen gerutscht und ich habe bisher garnichts zu diesen Verlust.

Leider auch nicht zum genauen Verlustort.

Infos sind dazu sehr  willkommen.

Grüße


Theo
...ärgere dich nicht über deine Fehler und Schwächen, ohne sie wärst du zwar vollkommen, aber kein Mensch mehr !

kgvm

L.L. von Münching, De Nederlandse Koopvaardijvloot in de Tweede Wereldoorlog, meldet das Küstenmotorschiff "Twente" als am 12.06.1940 bei der Evakuierung von Le Havre gesunken, vermutlich durch deutschen Luftangriff ("vermoedelijk door een Duitse luchtaanval.")

Waterworld

Hallo,
zur Zerstörung vom Kreuzer Glasgow kann ich soviel schreiben: Mein Vater war Geschützführer bei der MKB York unter Olt. Hans Brenzel. Sie haben ein mehrstündiges Gefecht mit der Glasgow gehabt und haben ihr schwere Treffer beigebracht. Die Glasgow trieb 3 Tage antriebslos vor Cap de la Hague und wurde danach von einem anderen britischen Schiff abgeschleppt. Treffer wurden der Batterie zugeschrieben.

Beste Grüße

t-geronimo

Zitat von: Waterworld am 27 Juni 2011, 17:13:36
Die Glasgow trieb 3 Tage antriebslos vor Cap de la Hague und wurde danach von einem anderen britischen Schiff abgeschleppt.

Das bezweifle ich jetzt mal ganz stark.
Beschädigt, ohne Frage, aber keiner läßt einen Kreuzer drei Tage lang antriebslos irgendwo treiben, und schon gar nicht in (vermutet) U-Boot-gefährdetem Gebiet und wenn so viele eigene Kräfte vor Ort sind wie im Bereich Normandie.
Das ordne ich mal in die Rubrik Kriegsmythen ein. ;)
Gruß, Thorsten

"There is every possibility that things are going to change completely."
(Captain Tennant, HMS Repulse, 09.12.1941)

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Waterworld

Tja und für diesen Kriegsmythos war mein Vater 7 Jahre in Gefangenschaft weil er und sein Kriegskamerad mich 50 Jahre belogen haben.

Teddy Suhren

Hai

Wir reden von dieser Glasgow?
Die wurde von zwei 17cm Granaten einer deutschen Batterie vor Cherbourg getroffen. Soweit so richtig.
Deine Vater hat dich sicher nicht belogen. Ich würde sagen er wußte es nicht besser. Denn ich vermute mal er war nicht im Maschinenraum der Glasgow und hat dort 3 Tage versucht die Turbinen in Gang zu bekommen.
Von 3 Tage treiben und dann abgeschleppt hab ich jedenfalls weder im Net noch in meiner Literatur was gefunden.
Gruß
Jörg

WoWarships Nick: Teddy191

t-geronimo

Hier noch ein Auszug aus G.D. Oliver, "In Peace and War The Story of HMS Glasgow 1937-1958":

"From her designated position the cruiser fired on enemy shore batteries which responded by firing at the Allied ships and at 1251 hours that day HMS Glasgow took a direct hit in the port hanger closely followed by another abreast the Aft Director Control position. The cruiser broke off the engagement to escape further punishment and to assess the damage sustained, before returning to the conflict where she received further "near-misses".

--/>/> http://www.bbc.co.uk/ww2peopleswar/stories/08/a8653908.shtml


Zwar differiert das Datum um 2 Tage (allerdings kann hier auch ein simpler Tippfehler nicht 100% ausgeschlossen werden), aber Zeiten und Schäden gleichen exakt den von Morison erwähnten und sagen nichts von einem Antriebsschaden.
Gruß, Thorsten

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