Russland modernisiert Atom-U-Boot-Flotte

Begonnen von Albatros, 30 Mai 2009, 23:27:34

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hillus

Hallo Manfred und Lesergemeinde,

zunächst eine Terminkorrektur. Ich schrieb, am Tag der Seekriegsflotte, in diesem Jahr der 28.07.2013, soll das 3. U-Boot Projekt 885-M NOVOSIBIRSK auf Kiel gelegt werden. Die Kiellegung ist auf den 26.07.2013 vorgezogen worden!!!

Nun zum Pendant, wie Manfred schreibt. Zunächst soviel, da haben sich weder die Sowjets/Russen noch die US-Navy etwas vorzuwerfen. Bei den Marinerüstungen ging es doch immer gleichen Schrittes, wobei einmal die Sowjets/Russen und andermal die US-Navy den ersten Schritt einer neuen Entwicklung machten. Hinsichtlich den Spionage-U-Booten war auch die USN nicht tatenlos.
Gehen wir in die Geschichte, dann waren doch AGSS-555 DOLHIN, NR-1, SSGN-587 HALIBUT, SSG-574 GRAYBACK, SSN-575 SEAWOLF und SSN-683 PARCHE auch U-Boote mit spezieller Bestimmung. Sie waren in der Aufklärung, nicht immer den Begriff Spionage, recht gut unterwegs gewesen. Hinzu kommen dann noch solche US-Tieftauchapparate wie DSV-1 TRIESTE von Piccard, DSV-2 ALVIN, DSV-4 SEA CLIFF, ALUMINAUT u.a.m. Sie waren wohl zivil organisiert, aber wurden für militärische Vorhaben von der US-Navy gechartert. Also wie bei den Russen, wird tüchtig unter dem zivilen Deckmantel der Tiefseeforschung Aufklärung betrieben.
Was aber interessant ist, sind die Wege beider Marinen. Während die USN mit der NR-1 ein atomares und sogenanntes Forschung-U-Boot bis 2008 zur Verfügung hatte, setzten die Russen auf ein andres Konzept.
Die USN fasste die Tieftauchgeräte unter dem Begriff  DEEP SUBMERGENCE VEHICLES zusammen. Die NR-1 konnte autark bis hin zum Zielgebiet handeln. Ihre Wasserverdrängung u.W. betrug 700ts und wurde als ozeanografisches Forschungs-U-Boot im Tiefseebereich bezeichnet (Nuclear propelled research submersible). Eine nicht viel andere Terminologie haben eben auch die Russen. Sie allerdings hängen ihre atomaren Tieftauchstationen (russisch AGS) unter die von mir genannten Träger-U-Boote, was auch auf der dazu beigefügten Skizze zu sehen war. Diese Träger-U-Boote setzen dann im vorgesehenen Gebiet diese AGS ab, die dann erst autark zum Zielgebiet fahren. Könnte auch seine Vorteile haben. Im Gegensatz zur NR-1 haben die größten russischen AGS des Typs UNIFORM eine Wasserverdrängung von ca. 2000 t u.W.
Die USN hat weiterhin ein DSRV-1 MYSTIC in Dienst, womit die Antwort von Holger (der erste) mit reinspielt, denn das ist ein Tieftauch-Rettungsapparat, der bis 5000m noch havarierte U-Bootmänner retten kann. Deshalb die Klassifizierung als DEEP SUBMERGENCE RESCUE VEHICLES. Er ist mit Flugzeugen transportierbar.

Unter dem Strich haben und hatten beide Marinen solche U-Boote mit spezieller Bestimmung in Dienst, die also nicht nur sich selbst anschauten oder die Lebewesen in solchen Tiefen. Die US-NAVY hatte damit genau die Möglichkeiten gefunden, ihr System SOSUS aufzubauen, um zu wissen, wo müssen denn nun die Russen unbedingt vorbei, um in die offenen Weltmeere zu kommen, egal, wie laut sie waren. Wichtig waren die zu identifizierenden Schraubengeräusche!!!

Letztlich hat alles in der Zeit angefangen, wo man einfach sagte, es lebe der kalte Krieg!

hillus

olpe

Hallo,
die Angaben von Jochen in zwei Tabellen ... komprimiert und ergänzt ...und noch ergänzungsfähig ...  :-)

Nr. 1: die U-Boote im Bau/Planung mit nuklearem Antrieb
[tabular type=2]
[row]
[head] U-Bootname [/head][head]U-Boottyp[/head][head]NATO-Klasse[/head][head]Anmerkungen[/head]
[/row]

[row][data]_________________________________[/data]
        [data]___________________[/data]
        [data]_______________[/data]
        [data]_______________________[/data]
[/row]

[row]
[data]K-550 "ALEKSANR NEVSKIY"[/data]
[data]955/09551 BOREY[/data]
[data]BOREY[/data]
[data]i.B., gepl. Fertigst. 2014 [/data]
[/row]

[row]
[data]K-551 "VLADIMIR MONOMAKH"[/data]
[data]955/09551 BOREY[/data]
[data]BOREY[/data]
[data]i.B., gepl. Fertigst. 2015[/data]
[/row]

[row]
[data]K-... "KNYAZ VLADIMIR"[/data]
[data]955A/09552 BOREY-A[/data]
[data]BOREY[/data]
[data]i.B., gepl. Fertigst. ... [/data]
[/row]

[row]
[data]K-... "ALEKSANDR SUVOROV"[/data]
[data]955A/09552 BOREY-A[/data]
[data]BOREY[/data]
[data]i.B., gepl. Fertigst. ... [/data]
[/row]

[row]
[data]K-... "MIKHAIL KUTUZOV"[/data]
[data]955A/09552 BOREY-A[/data]
[data]BOREY[/data]
[data]i.B., gepl. Fertigst. ... [/data]
[/row]

[row]
[data]K-... ?[/data]
[data]955A/09552 BOREY-A[/data]
[data]BOREY[/data]
[data]i.B., gepl. Fertigst. ... [/data]
[/row]


[row]
[data][/data]
[data][/data]
[data][/data]
[data][/data]
[/row]

[row]
[data]K-560 "SEVERODVINSK"[/data]
[data]885 YASEN'[/data]
[data]GRANAY[/data]
[data]vor Übergabe[/data]
[/row]

[row]
[data]K-... "KAZAN'"[/data]
[data]885M/08851 YASEN'-M[/data]
[data]GRANAY-(M?)[/data]
[data]im Bau[/data]
[/row]

[row]
[data]K-... "NOVOSIBIRSK'"[/data]
[data]885M/08851 YASEN'-M[/data]
[data]GRANAY-(M?)[/data]
[data]Baubeginn gepl.[/data]
[/row]

[row]
[data][/data]
[data][/data]
[data][/data]
[data][/data]
[/row]

[row]
[data]K-329 ex K-139 "BELGOROD'"[/data]
[data]09852[/data]
[data]OSCAR-II-(mod.?)[/data]
[data]Umrüstung[/data]
[/row]

[row]
[data][/data]
[data][/data]
[data][/data]
[data][/data]
[/row]

[row]
[data]BS-64 ex K-64 "PODMOSKOV'E'"[/data]
[data]09787[/data]
[data]?[/data]
[data]Umrüstung[/data]
[/row]
[/tabular]



Nr. 2: die U-Boote im Bau/Planung mit konventionellem Antrieb
[tabular type=2]
[row]
[head] U-Bootname [/head][head]U-Boottyp[/head][head]NATO-Klasse[/head][head]Anmerkungen[/head]
[/row]

[row][data]_________________________________[/data]
        [data]___________________[/data]
        [data]_______________[/data]
        [data]_______________________[/data]
[/row]

[row]
[data]B-261 "NOVOROSSIYSK"[/data]
[data]06363/636.3 PALTUS[/data]
[data]Improved? KILO [/data]
[data]i.B., gepl. Fertigst. 2013/14[/data]
[/row]

[row]
[data]B-237 "ROSTOV-NA-DONU"[/data]
[data]06363/636.3 PALTUS[/data]
[data]Improved? KILO [/data]
[data]i.B., gepl. Fertigst. 2014/15[/data]
[/row]

[row]
[data]B-262 "STARY OSKOL" od. "STAVROPOL"[/data]
[data]06363/636.3 PALTUS[/data]
[data]Improved? KILO [/data]
[data]i.B., gepl. Fertigst. 2015/16[/data]
[/row]

[row]
[data]B-...[/data]
[data]06363/636.3 PALTUS[/data]
[data]Improved? KILO [/data]
[data]?[/data]
[/row]

[row]
[data]B-...[/data]
[data]06363/636.3 PALTUS[/data]
[data]Improved? KILO [/data]
[data]?[/data]
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[data]B-...[/data]
[data]06363/636.3 PALTUS[/data]
[data]Improved? KILO [/data]
[data]?[/data]
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[row]
[data][/data]
[data][/data]
[data][/data]
[data][/data]
[/row]

[row]
[data]B-586 "KRONSTADT"[/data]
[data]677 LADA[/data]
[data]LADA[/data]
[data]Bau ?, gepl. Fertigst. 2015[/data]
[/row]

[row]
[data]B-587 "SEVASTOPOL'"[/data]
[data]677 LADA[/data]
[data]LADA[/data]
[data]Bau ?, gepl. Fertigst. 2016 [/data]
[/row]

[/tabular]

Grüsse
OLPE

SeppU552

Es gibt halt nur drei Schiffsarten: U-Boote, Schnellboote und Ziele.

hillus

Moin Olaf und alle Mitleser,

ich hatte noch gestern mit Olpe am Telefon gesnackt und da sagte er mir, dass er meine Meldungen zu den U-Boot-Neubauten wieder schön tabellenmäßig zusammenfasst. Also mein Lieber, in alter Klasse.  :MG: top
Das ist vor allem für die nicht ganz so im Stoff (ich meine hier die russischen U-Boote und kein Prenol!) stehenden Mitleser sehr übersichtlich und gut. So ergänzt man sich eben ohne Aufforderung. Ich nenne so etwas Teamwork.
Da muß ich heute noch die Diesel-U-Boote darstellen, damit dieser Teil des Threads mit der Tabelle von Olpe vergleichbar ist.

In Braunschweig hat es schon wieder nicht geregnet. Ich muß schon wieder alles gießen. flop :ML:

hillus

hillus

#124
Moin,

leider ging es nicht schneller, die Fortsetzung des Threads über die Modernisierung der russischen U-Boote zu vollenden. Zunächst, bevor ich konkret zu den dieselelektrisch angetriebenen U-Booten (DEPL) komme, sollte zunächst der Blick auf ein U-Boot gerichtet werden, das durchaus Beachtung verdient. Es handelt sich um B-90 SAROV.

1. Baugeschichte B-90 SAROV
Das U-Boot hat eine schon recht lange Geschichte hinter sich und ist ein Rudiment aus der Sowjetzeit, fiel aber nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion wie viele andere Schiffe und Boote der Finanznot zum Opfer.
B-90 wurde am 18.09.1988 gemäss Projekt 20120 (NATO Code u/i) bei der Schiffbauwerft KRASNOYE SORMOVO in Gorkij als OBDEPL (Großes diesel-elektrisches Versuchs-U-Boot) auf Kiel gelegt. Geplante Übergabe an die Seekriegsflotte war 1993. Wegen fehlender finanzieller Mittel verlangsamter Weiterbau bis 1998. Bei 40% der Fertigstellung geplanter Weiterbau bei der FGUP PO SEVMASH. Im Oktober 2001 erfolgte der vorläufige Baustopp und das Boot wurde konserviert aufgelegt. Im Juni 2003 wurde der Bau wieder freigegeben und trotzdem dauerte es noch bis 08.2003, als im Transportdock die Überführung zur FGUP PO SEVMASH in Sewerodwinsk vollzogen wurde.
Am 19.03.2006 zum 2. Mal auf Stapel gelegt bei der FGUP PO SEVMASH als universeller Unterwasser-Erprobungsprüfstand. Am 26.05.2007 war die Namensgebung SAROV. Fortan ging es etwas schneller, denn am 14.12.2007 wurde B-90 SAROV aus der Bauhalle gezogen und am 24.12.2007 war der Stapellauf. Ab 01.01.2008 begannen die Werfterprobungen und Abnahmen durch die staatliche Abnahmekommission und am 07.08.2008 konnte das Boot an die Seekriegsflotte übergeben und die Seekriegsflagge gehisst werden. Noch 2008 sollte die Übergabe an die Nord Flotte sein. Bis 11.2010 fanden weitere Erprobungen, vor allem der Hauptmaschinenanlage und Elektrogeneratoren, statt. 2011 war die offizielle Indienststellung bei der Nord Flotte geplant, aber bisher wurde keine offizielle Bestätigung bekannt.! Das Boot liegt noch heute im Werftgebiet der OAO TsS ZVEZDOCHKA.

2. Typisierung B-90 SAROV
Das Versuchs-U-Boot B-90 SAROV (Б-90 CAPOB) ist ein universeller Unterwassererprobungsprüfstand, der für die Durcharbeitung und die Durchführung von Erprobungen von ausgearbeiteten und modernisierten Waffen- und Militärtechnikmustern vorgesehen ist, z. B. für militärische und nichtmilitärische unbemannte Unterwasserdrohnen, wie auch anderer Arten von maritimen Waffen, Ausrüstungen und Unterwassertechniken unterschiedlicher Zweckbestimmung, ihrer Prototypen sowie vorhandenen Modellen bzw. Versuchsmustern, die auch von Startvorrichtungen ausgestoßen werden. B-90 SAROV hat keine Bewaffnung. Der Prüfstand ist für den Langzeiteinsatz und die Möglichkeit häufiger Modernisierungen, ausgehend von den sich ergebenden praktischen Notwendigkeiten, ausgelegt.
Seit dem 26.03.2010 unterliegt die B-90 SAROV einem weiteren Modernisierungsprozess, in dessen Verlauf augenscheinlich der Brennstoffzellenmodul "KRISTALL-27" eingebaut werden soll. Es bestätigt sich damit die Annahme von Kaschube_29, Olpe und mir, dass es sich bei diesem U-Boot um einen Versuchsträger zu handeln scheint, bei dem neue Technologien in der Praxis erprobt werden sollen. Der vermutete Atomantrieb des Bootes hat sich nicht bestätigt. Nur für die Stromerzeugung soll ein so genannter Radioisotope Thermal Generator (RTG) zur Anwendung kommen.
Am 05.07.2013 kam als letzte dazu verwendbare Meldung, dass Russland an einem neuartigen nicht atomaren U-Boot mit außenluftunabhängiger Antriebsanlage baut. Das neue U-Boot könnte schon 2018 in See stechen, wie Igor Moltschanow, Chefkonstrukteur des Konstruktionsbüros RUBIN mitteilte. Im zufolge soll die außenluftunabhängige Antriebsanlage bis 2016 gebaut werden. Zwei
Jahre später soll das erste damit ausgerüstete U-Boot vom Stapel laufen. Diese Fristen seien von der Marine gesetzt worden und die Konstrukteure würden daran festhalten, sagte Moltschanow.
Hier muss hinzugefügt werden, dass nach der Erprobung im stationären Prüfstandbetrieb auch eine Seeerprobung auf einem U-Boot erfolgen sollte bzw. muss. Es ist mit hoher Sicherheit anzunehmen, dass die Erprobung mit B-90 SAROV erfolgen wird. Für ein derzeit verfügbares nichtatomares U-Boote ist der neuarteige Antrieb zu groß und es müsste ein zusätzlicher Spant bzw. eine halbe Sektion eingefügt werden.

Der Schluß wird wiederum vertagt! :MV: :MV:

hillus

Trimmer

Hier mal wieder zur Unterstützung ein - meiner Meinung nach - gutes Anschauungsbild  von Atom-U-Boot Sewerodwinsk - Projekt 885 - Jasen

Gruß - Achim - Trimmer
Auch Erfahrung erhält man nicht umsonst, gerade diese muß man im Leben vielleicht am teuersten bezahlen
( von Karl Hagenbeck)

hillus

#126
Mein lieber Achim,

diese Infografik von RIA NOVOSTI hatten wir wohl schon einmal. Ich biete dann ein Werksfoto von SEVMASH an im Jahre 2011.

Bis denne!

Jochen

olpe

Hallo,
hier Ergänzungen zur Tabelle:

Nr. 1: die U-Boote im Bau/Planung mit nuklearem Antrieb
[tabular type=2]
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[head] U-Bootname [/head][head]U-Boottyp[/head][head]NATO-Klasse[/head][head]Anmerkungen[/head]
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[row][data]_________________________________[/data]
        [data]___________________[/data]
        [data]_______________[/data]
        [data]_______________________[/data]
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[data]K-550 "ALEKSANR NEVSKIY"[/data]
[data]955/09551 BOREY[/data]
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[data]K-551 "VLADIMIR MONOMAKH"[/data]
[data]955/09551 BOREY[/data]
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[data]i.B., gepl. Fertigst. 2015[/data]
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[data]K-... "KNYAZ VLADIMIR"[/data]
[data]955A/09552 BOREY-A[/data]
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[data]i.B., gepl. Fertigst. ... [/data]
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[data]K-... "ALEKSANDR SUVOROV"[/data]
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[data]K-... "MIKHAIL KUTUZOV"[/data]
[data]955A/09552 BOREY-A[/data]
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[data]K-... ?[/data]
[data]955A/09552 BOREY-A[/data]
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[data]i.B., gepl. Fertigst. ... [/data]
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Nr. 2: die U-Boote im Bau/Planung mit konventionellem Antrieb
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Nr. 3: U-Boote im Bau/Planung, Sonderbauten
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Grüsse
OLPE

Albatros

Das erste Atom-U-Boot der Borei-Klasse die Juri Dolgoruki  in ihrem neuen Stützpunkt in Gadschijewo

http://german.china.org.cn/international/2013-09/11/content_29998780.htm

Aber mit der Bulawa gibt es wohl Probleme.

http://german.ruvr.ru/2013_09_10/Pannen-Rakete-bremst-neue-Atom-U-Boote-1143/

:MG:

Manfred

hillus

Moin,

es wird viel geschrieben über die Modernisierungsvorhaben der Atom-U-Bootsflotte der Russischen Seekriegsflotte. Interessant scheint mir diese Meldung des Zentralen Portals der Seekriegsflotte zu sein.

Am 08.10.2013 meldete das Zentrale Portal der Seekriegsflotte

ZVEZDOCHKA wird die atomaren U-Boote BRATSK und SAMARA reparieren

Die OAO TsS ZVEZDOCHKA beginnt im Juli/August 2014 mit der Instandsetzung der atomaren U-Boote der Pazifikflotte BRATSK und SAMARA (Projekt 971), wurde dem Zentralen Portal der Seekriegsflotte mitgeteilt. Den U-Booten steht eine mittlere Werftüberholung und tiefgreifende Modernisierung bevor. Beide U-Boote werden über den nördlichen Seeweg nach Sewerodwinsk überführt.

In März 2013 besuchte der Verteidigungsminister Russlands, Sergej Schojgu, das Nordöstliche Reparaturzentrum in Wiljutschinsk, wo sich das Atom-U-Boot BRATSK zur Reparatur befand. Er äußerte die Unzufriedenheit vom Verlauf der Arbeiten, die 2008 begannen. Das Ministerium für Verteidigung hat bisher mehr als 250 Mio. Rubel dafür gewährt. Der Schiffbaubetrieb hat jedoch nur die Inventur der Arbeiten dafür erledigt. BRATSK sollte noch in Dezember 2012 zu den Probefahrten auslaufen. Am Ende hat man sich nun entschieden, die Reparatur und die Modernisierung des Bootes in einem anderen Betrieb durchzuführen.

BRATSK und SAMARA gehören zu den atomaren Mehrzweck-U-Booten des Projektes 971 SHCH-B der russischen Seekriegsflotte. Die Boote des Projektes sind mit herkömmlichen Torpedos, Raketentorpedos und den Flügelraketen GRANAT ausgerüstet. Ein großer Teil dieser atomaren U-Boote, wie BRATSK, KUZBASS, LEOPARD, MAGADAN, BARNAUL und KASHALOT befanden sich 2013, wie aus der Presse bekannt wurde, in der Instandsetzung oder in Erwartung einer Instandsetzung.

Das Atom-U-Boot K-295 SAMARA wurde am 7. November 1993 im Schiffbaubetrieb in Komsomolsk na Amure auf Stapel gelegt, ging am 5. August 1994 zu Wasser und wurde 1995 mit dem Namen DRAKON in den Bestand der Seekriegsflotte übernommen. Am 30. August 1999 wurde dem Boot der neue Namen SAMARA verliehen.

Das Atom-U-Boot K-391 BRATSK wurde am 23. Februar 1988 in der gleichen Werft auf Stapel gelegt und am 14. April 1989 zu Wasser gelassen. Am 28. Februar 1990 ging das Boot in den Bestand der Seekriegsflotte über und am 13.04.1993 erhielt es den Namen KIT. Am 10.09.1997 erhielt es den neuen Namen BRATSK.

Das wäre also die erste Maßnahme, von Schojgu angekündigt, um das Desaster im Fernen Osten abzufedern!!

Das alles ist hier nachzulesen:
http://flotprom.ru/news/?ELEMENT_ID=154101

Bis denne!

hillus

Albatros

#130
Die  ,,Sewerodwinsk" (Projekt 885, YASEN-Klasse) soll bis 25. Dezember 2013 in Dienst gestellt werden.

http://de.ria.ru/security_and_military/20131011/267057527.html

:MG:

Manfred

Kaschube_29

Moin Moin,

vor zwei Tagen ist das Atom-U-Boot ,,Severodvinsk" (,,Ceвepoдвинск") zu den Staatlichen Abnahmeerprobungen ausgelaufen:


Quelle ria.ru vom Dienstag, den 05.November 2013 (15.42):

Das Atom-U-Boot ,,Severodvinsk" (,,Ceвepoдвинск") lief zu den Staatlichen Erprobungen aus

Moskau, 5.November – RIA Novosti. Das Mehrzweck-Typ-Atomunterseeboot  ,,Severodvinsk" ([,,Ceвepoдвинск"] Projekt 885, Chiffre ,,Yasen´" [,,Ясень"]) begann mit den Staatlichen Erprobungen , teilte der Pressedienst der Offenen Aktiengesellschaft ,,Produktionsvereinigung «Nördliches Maschinenbauunternehmen»"  am Dienstag mit.

,,Das Atomunterseeboot der neuen Generation «Severodvinsk» ([«Ceвepoдвинск»] Projekt «Yasen´» [«Ясень »]) hat die Werftfahrerprobungen  erfolgreich abgeschlossen, hinter ihm liegen mehr als 222 Tage an angespannter Wache, zehntausende an Seemeilen und mehr als 100 Tauch- und Auftauchvorgänge", heißt es in der Mitteilung. In der Endphase der Werftfahrerprobungen wurden Torpedoschießen erfolgreich durchgeführt, wurde im Unternehmen hervorgehoben.

,,Auf dem Staatliche «Hauptexamen» stehen dem Kriegsschiff Fahrerprobungen, Geschwindigkeitserprobungen und Raketenschießen bevor. Weiter wartet das Unterseeboot auf die Übergabe an die Seekriegsflotte", wurde im Pressedienst von ,,Sevmash" unterstrichen.
Die Werftfahrerprobungen bestätigten die hohen taktischen und Einsatzcharakteristiken des Kriegsschiffs, wurde auf dem Unternehmen angemerkt. Spezialisten der ,,Sevmash" merken an, dass die ,,Severodvinsk" (,,Ceвepoдвинск") das ,,modernste und geräuschärmste vaterländische Unterseeboot ist".

Zuvor wurde in den Medien eine Meldung veröffentlicht, dass die russische Seekriegsflotte angeblich darauf verzichten würde, das Atomunterseeboot ,,Severodvinsk" (,,Ceвepoдвинск") wegen technischer Probleme in seinen Bestand zu übernehmen. In der ,,Vereinigten Schiffbauholding"  wurden diese Mitteilungen dementiert. Wie zuvor der Generalkonstrukteur des Konstruktionsbüros ,,Malakhit" (der Ausarbeiter dieser Atomunterseeboote) Wladimir Pjalow (Bладимир Пялов) mitteilte, soll das Unterseeboot nach der Durchführung der erfolgreichen Staatlichen Erprobungen bis zum 25.Dezember 2013 in die Bewaffnung übernommen werden.
Gegenwärtig wird auf dem Werk ,,Sevmash" in Sewerodwinsk das zweite Unterseeboot des Projekts 885 – die ,,Kazan´" (,,Kaзaнь") – gebaut.

Seine Übergabe an die Flotte ist für das Jahr 2015 vorgesehen. Das dritte Unterseeboot, die ,,Novosibirsk" (,,Hoвосибирск"), wurde im Jahre 2013 auf Kiel gelegt.

Hier die russische Originalmeldung: http://ria.ru/defense_safety/20131105/974811209.html

Dann wollen wir mal sehen, ob die Erwartungen und die Lastenhefte der Flotte auch erfüllt werden...

Bis dann,

Kaschube_29
Immer eine Handbreit Wasser unter den Kiel (Bcегда семь футов под кильем)!

hillus

Nach einer Pause melde ich mich mal wieder zu Wort!

ITAR-TASS berichtete am 07.11.2013

Das atomare Mehrzweck-U-Boot der Nordflotte К-410 SMOLENSK (Projekt 949А) wird mit den Probefahrten auf See nach der Instandsetzung und der Wiederherstellung der technischen Einsatzbereitschaft bei der OAO TsS ZVEZDOCHKA in Sewerodwinsk noch im Dezember 2013 beginnen. Diese Mitteilung erhielt am 6. November der Korrespondent von ITAR-TASS im Presseamt des Betriebes.
Nach früheren Mitteilungen sollte das Atom-U-Boot bis zum Ende dieses Jahres der russischen Seekriegsflotte übergeben werden. Nach der Instandsetzung wird die Laufzeit des Kernenergieschiffes auf 3,5 Jahre verlängert.
Der Unterwasser-Raketenkreuzer war im Dezember 2011 aus dem Wasser gehoben und eingedockt worden. Auf Stapel haben die Fachkräfte von ZVEZDOCHKA den Hauptumfang der Arbeiten am Bootskörper erfüllt. Nach dem Herausziehen aus der Bauhalle und dem Stapellauf im August 2012 wurde die Reparatur des U-Bootes weiter fortgesetzt.

K-410 SMOLENSK war das 2. Kernenergieschiff des Projektes 949А für die Wiederherstellung der technischen Einsatzbereitschaft bei ZVEZDOCHKA. Im November 2011 beendete der Betrieb die Schadensinstandsetzung des ähnlichen raketentragenden Schiffes K-119 VORONEZH, wobei die Laufzeit ebenfalls auf 3,5 Jahre verlängert wurde. Bei ZVEZDOCHKA ist man der Meinung, dass die gewonnenen Erfahrungen mit VORONEZH und SMOLENSK die Basis für die wirksame Arbeit bei der nachfolgenden Modernisierung anderer atomarer U-Boote der dritten Generation ist.

Aus den offenen Quellen ist bekannt, dass K-410 SMOLENSK bei der PO SEVMASH 1990 nach einem Projekt des Zentralen Konstruktionsbüros für Marinetechnik RUBIN entwickelt und gebaut wurde. Es ist Mehrzweck U-Boot, das keine interkontinentalen ballistischen Raketen an Bord hat, der dritten U-Bootgeneration angehört und die Projektbezeichnung 949А ANTEY (nach der Klassifikation von NATO - "Oskar-2") hat. Diese atomar angetriebenen Unterseeboote haben eine Länge von 155 m, eine Wasserverdrängung bis zu 24.000 Tonnen, eine Tauchtiefe bis zu 600 m, die Unterwasser-Geschwindigkeit beträgt bis zu 32 Knoten (ungefähr 59 km/Stunde), die Besatzung hat eine Stärke von 107 Mann. Die Bewaffnung der ANTEY-Boote verfügt über 24 Startrampen der Flügelraketen "Granit" mit einer Gefechtsreichweite von 500 km und sechs Torpedoapparaten.

Heute sind die mit Überschallraketen ausgerüsteten ANTEY's eine Hauptstoßkraft der Flotte, die wirksam beliebige gegnerische Überwasserziele bekämpfen kann, einschließlich von Flugzeugträgergruppen.

Bis bald!

hillus

Urs Heßling

moin, Jochen,

Zitat von: hillus am 07 November 2013, 22:56:17
.. Nach der Instandsetzung wird die Laufzeit des Kernenergieschiffes auf 3,5 Jahre verlängert.
Wie kann man diesen Satz verstehen ?
Ist da die Zeit bis zur nächsten regelmäßigen Instandsetzung gemeint ?

Gruß, Urs
"History will tell lies, Sir, as usual" - General "Gentleman Johnny" Burgoyne zu seiner Niederlage bei Saratoga 1777 im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg - nicht in Wirklichkeit, aber in George Bernard Shaw`s Bühnenstück "The Devil`s Disciple"

Kaschube_29

Moin Urs,

damit ist die Zeit bis zur nächsten längeren Werftüberholung gemeint.

Bis dann,

Kaschube_29 (Axel)
Immer eine Handbreit Wasser unter den Kiel (Bcегда семь футов под кильем)!

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