USS Hartford (SSN 768) versus USS New Orleans (LPD 18)

Begonnen von Ulrich Rudofsky, 20 März 2009, 18:57:07

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Ulrich Rudofsky

http://www.defenselink.mil/news/newsarticle.aspx?id=53568   

Wieder ist ein Unterseeboot einen Unfall geraten.  Die SSN 768 kollidierte mit LPD 18 in der Straße von Hormuz. 
Ulrich Rudofsky

Leutnant Werner

Bissl komisch, Rudolph. Wenn man Tom Clancy glaubt, hört so ein Los Angeles Sub mit seiner Sonar-Phalanx sogar den Furz vom Plankton. Wie geht dann eine Kollision durch. Selbst wenn das Landungsschiff gestoppt lag, muss das einen Lärm gemacht haben, das einem die Ohren wegfliegen.

Denk ich mal
Ekke

PS: Schon was gehört wg Haiti

Urs Heßling

Hallo, Ekke,

bei den Wassertiefen in der Straße von Hormuz ist es denkbar bis wahrscheinlich, daß die Hartford aufgetaucht fuhr.
Wenn es so gewesen sein sollte: bei Überwassefahrt nützt ihr die vielgerühmte Sonaranlage nicht viel ...

Gruß, Urs
"History will tell lies, Sir, as usual" - General "Gentleman Johnny" Burgoyne zu seiner Niederlage bei Saratoga 1777 im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg - nicht in Wirklichkeit, aber in George Bernard Shaw`s Bühnenstück "The Devil`s Disciple"

Ulrich Rudofsky

#3
Angeblich fuhr das U-Boot knapp unter dem Wasserspiegel, obwohl sich niemand sicher ist.  Beide Schiffe waren mit der Vorbereitung zur Hafeneinfahrt beschäftigt.  Also hat Urs recht.  Der Wassertiefe und Enge und dem Verkehr nach müsste  das U Boot schon mit Radar und Ausguck auf der Oberfläche sein und die große New Orleans sehen können.

Strait of Hormuz:  http://moinansari.files.wordpress.com/2008/07/iran_strait_of_hormuz_2004.jpg

http://www.nytimes.com/2009/03/21/world/middleeast/21hormuz.html?ref=world
"The submarine was submerged, Lieutenant Christensen said, and the vessels were headed to port around 1 a.m. when the collision occurred. The fleet reported that there was no damage to the submarine's nuclear reactor, and that both ships were able to return to port under their own power."
http://www3.signonsandiego.com/stories/2009/mar/21/1n21sub235921-navy-begin-collision-investigation/   

PS: USS New Orleans ist auf ihrer Jungfernfahrt;  USS Hartford hatte zuvor schon einmal ein Unglück http://en.wikipedia.org/wiki/USS_Hartford_grounding 

Addendum:   USS Harford war doch nicht ganz auf der Wasseroberfläche.  Hier ist USS Hartford mit "Spinnaker".
http://www.imagebam.com/image/ce6aed30414129/

http://thetension.blogspot.com/2009/03/photo-essay-uss-hartford-and-uss-new.html


Ulrich Rudofsky

Raptor

Das wird wohl  auf "menschliches Versagen" hinauslaufen

Ob der Schuldige mittlerweile in Alaska ne Radarstation vom Eis befreien muß?


Diese Aufnahmen passen nirgendwie zum Thread. Unglaublich, wie nahe das U-Boot auf dem ersten Bild am Heck des Kutters vorbeifährt, der "Alte" muß wohl Tomaten auf den Augen gehabt haben (Hoffe das ist keine Fotomontage)



toppertino

Da wird wohl ein neues "Sail" fällig...

Im ersten Moment dachte ich an Schlagseite aber dann hab ich beim Vergleich mit dem (Seiten)Ruder gemerkt das das Sail verbogen ist... :O/S

mfg
Lebensende mit 3 Buchstaben: EHE!

Ulrich Rudofsky

Ich messe circa 10 Grad! 

Ich kann mir nicht vorstellen, dass dieser Schaden in Bahrein repariert werden kann oder ob das Boot so einfach in die Heimat fahren könnte.  Also nur Huckepack auf einem Heavy Lifter 


http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:MightyServantRoberts-gedreht-.jpg&filetimestamp=20070524204939
Ulrich Rudofsky

Urs Heßling

Hi

Zitat von: Ulrich Rudofsky am 22 März 2009, 16:05:29
Ich kann mir nicht vorstellen, dass dieser Schaden in Bahrein repariert werden kann oder ob das Boot so einfach in die Heimat fahren könnte.  Also nur Huckepack auf einem Heavy Lifter 

Ja. Boot ist bestimmt nicht mehr (hoch-)seefähig.

Zitat von: toppertino am 22 März 2009, 15:23:14
Da wird wohl ein neues "Sail" fällig...

... und mehr. Alle Ausfahrgeräte (Sehrohr, Radar, usw.) dürften einen irreparablen Knacks weghaben.
Weiterhin ist die Frage, inwieweit bei einem solchen Schaden am Turm auch Schäden in der Rumpfstruktur (Druckfestigkeit) entstanden sind  :-(

Gruß, Urs
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Ulrich Rudofsky

In diesem Bild sieht es aus als ob ein Ausfahrgerät noch benutzbar war.  Ich glaube, dass das Sehrohr bei der Kollision noch nicht hoch war; man sieht das am Sail bei der Nahaufnahme der rostigen Beulen und dem unbeschädigten Rohr. 

http://www.news.navy.mil/management/photodb/photos/090320-N-9999X-935.jpg 
Ulrich Rudofsky

Urs Heßling

Hi, Ulrich,

Zitat von: Ulrich Rudofsky am 22 März 2009, 17:50:04
In diesem Bild sieht es aus als ob ein Ausfahrgerät noch benutzbar war.  Ich glaube, dass das Sehrohr bei der Kollision noch nicht hoch war; man sieht das am Sail bei der Nahaufnahme der rostigen Beulen und dem unbeschädigten Rohr. 

Da bin ich doch anderer Meinung  :wink:. Die Ausfahrgeräte reichen normalerweise in nicht ausgefahrenem Zustand schon in den Turm hinein, bei kleineren Booten (z.B. U 212) fast bis zur Oberkante. Wenn der Turm an der erkennbaren Stelle "abgeknickt" wurde, hat es auch die Ausfahrgeräte erwischt.
Wenn das U-Boot, wie gesagt, kurz vor dem Einlaufen war, ist davon auszugehen, daß alle Sensoren ausgefahren waren. Die sichtbaren Ausfahrgeräte dürften durch den "Knick" in dieser Position fixiert sein.

Gruß, Urs
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Ulrich Rudofsky

Urs: Fährt das U Boot auf diesem Bild "blind" wie zuvor?  Kein Mann im Turm, kein Radar?  Deswegen glaube ich dass das Rohr funktionieren musste. 
Ulrich Rudofsky

Urs Heßling

Hallo, Ulrich,

ich weiß es auch nicht :?, da ich keine "Los Angeles" Baupläne habe.

Klar ist: die Ausfahrgeräte können nur ein- oder ausgefahren werden, wenn sie nicht "mit-geknickt" wurden.

Ein Ausfahrgerät wie Radar oder ein elektro-optischer Sensor mag ja noch benutzbar sein, auch wenn es in einer Unten- oder Oben-Position durch den "Knick" festsitzt.

Es wäre auch denkbar, daß ein kurzes Angriffssehrohr im eingefahrenen Zustand nur im Turm (oberhalb des Rumpfes) steht und deswegen den Knick nicht mitbekommen hat.

Ich meine im Übrigen, auf dem "Spinnaker"-Bild ein kleines Navigationsradar zu erkennen.

Aber: ohne genauere Information bleiben unsere Vermutungen "guesswork"  :|

gruß,  :-)
Urs(us maritimus)
"History will tell lies, Sir, as usual" - General "Gentleman Johnny" Burgoyne zu seiner Niederlage bei Saratoga 1777 im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg - nicht in Wirklichkeit, aber in George Bernard Shaw`s Bühnenstück "The Devil`s Disciple"

Schorsch

Hallo zusammen,

ich bin nicht davon überzeugt, dass ein Periskop ausgefahren war, als der Zusammenstoß erfolgte. Wenn mir das Schema hier anschaue, komme ich zu dem Schluss, dass beim Zusammenstoß kein Periskop ausgefahren war, sondern einer der AN/BRA-34-Radarmasten, die durch ihren "Knick" jetzt nicht wieder eingefahren werden können. Das Gestalt der beiden Periskope, die hinter dem Radarmast sitzen, ist hier gut zu sehen.

Mit freundlichen Grüßen
Schorsch
'Judea, London. Do or Die.'

"Ubi dubium ibi libertas." (Wo Zweifel ist, da ist Freiheit.)

Ulrich Rudofsky

#14
AN/BRA-34- 

Ich glaube dieser Antennenmast geht auch bei der LA Klasse nicht in den Rumpf hinein (nur Kabel) und würde eventuell bei diesem Unfall nicht abknicken.  So hatte die Hartford GPS usw. zum Einlaufen, aber auf dem Bild sieht aus als ob bei der Hartfort AN/BRA 34 nur halb so hoch ist wie diesem Boot. http://www.navsource.org/archives/08/0869020.jpg

http://jproc.ca/rrp/rrp2/oberon_bra34_general_arrangement_b.jpg

http://jproc.ca/rrp/rrp2/oberon_bra34.html
Ulrich Rudofsky

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