Noise Level

Begonnen von Dmitri Donskoi, 24 Dezember 2009, 13:10:35

Vorheriges Thema - Nächstes Thema

0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.

Dmitri Donskoi

Hallo Zusammen

Ein interessantes Diagramm über den Lärmpegel von russischen U-Schiffen und amerikanischen U-Schiffe.

Die amerikanischen U-Schiffe sind nach diesem Diagramm um einiges leisliger als die russischen U-Schiffe

Mit getauchten Grüssen  :MG: Dimitri Donskoi
Wenn Freiheit überhaupt etwas bedeutet,
dann das Recht, anderen Leuten das zu sagen,
was sie nicht hören wollen.

Urs Heßling

Hallo, DD,

das sind nur SSN´s.

Da fehlen zur Komplettierung des Eindrucks
- OHIO
- sowjetische / russische SSBN´s
- KILO-Klassen
- U 212 / U 214

Gruß, Urs
"History will tell lies, Sir, as usual" - General "Gentleman Johnny" Burgoyne zu seiner Niederlage bei Saratoga 1777 im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg - nicht in Wirklichkeit, aber in George Bernard Shaw`s Bühnenstück "The Devil`s Disciple"

DST

Zitat von: Urs Hessling am 24 Dezember 2009, 13:27:57
Hallo, DD,

das sind nur SSN´s.

Da fehlen zur Komplettierung des Eindrucks
- OHIO
- sowjetische / russische SSBN´s
- KILO-Klassen
- U 212 / U 214

Gruß, Urs


das wäre ja doof.
dann sind die amerikanischen uboote aber nicht mehr die besten  :-D
und das wäre , glaube ich zumindest , nicht im sinne des erfinders dieser grafik  8-) 8-) 8-)

mfg dirk

Urs Heßling

Hi, Dirk,

wenn wir so sehr einer Meinung sein können, sollten wir uns im nächsten Jahr, wenn ich zu meiner Partnerin nach Hannover gezogen sein werde, mal zu einem Klönschnack (am Maschsee ?) zusammensetzen.

Vielleicht kommen ja noch andere "Hannoveraner (KGvM, Thoddy, ...) mit dazu ?

Gruß, Urs
"History will tell lies, Sir, as usual" - General "Gentleman Johnny" Burgoyne zu seiner Niederlage bei Saratoga 1777 im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg - nicht in Wirklichkeit, aber in George Bernard Shaw`s Bühnenstück "The Devil`s Disciple"

Commander3

U 212 wäre = X-Achse oder? :-D :-D XMAS:-) XMAS:-)
Gruß aus Harra

mfg Alex

t-geronimo

Zitat von: Urs Hessling am 24 Dezember 2009, 16:18:28
Vielleicht kommen ja noch andere "Hannoveraner (KGvM, Thoddy, ...) mit dazu ?

Och, Hannover ist von Worpswede/Bremen ja auch nicht soooooo weit weg.  :lol:
Gruß, Thorsten

"There is every possibility that things are going to change completely."
(Captain Tennant, HMS Repulse, 09.12.1941)

Forum MarineArchiv / Historisches MarineArchiv

Dmitri Donskoi

#6
das wäre ja doof.
dann sind die amerikanischen uboote aber nicht mehr die besten  :-D
und das wäre , glaube ich zumindest , nicht im sinne des erfinders dieser grafik  8-) 8-) 8-)


Hallo Dirk

Ich bezweifle, ob die russischen SSBN und die russischen U-Boote der Kilo-Klasse leisliger sind als die amerikanischen U-Schiffe einer gleichwertigen Klasse.
Auch wenn man die Amerikaner nicht liebt und es als "doof" empfindet, bauen sie glaube ich halt doch die besten nuklear-betriebenen U-Schiffe.
Aber das wäre natürlich wiederum "doof", da ja die Amerikaner nicht als "blöde" da stehen würden....

Die  :MS: Amerikaner sind immer bösen und ihre "Feinde" sind ja immer so harmlos und lieb. Und wären die "Feinde" nicht böse gemacht worden durch die Amerikaner, gäbe es natürlich keine Kriege und alle würden friedlich neben einander leben...ist leider auch in der Schweiz sehr beliebt.

Die deutsche U212 kann man glaube ich mit den nuklear U-Schiffe vergleichen.
Das deutsche U-Boot ist viel moderner als die U-Schiffe der Los Angeles und der Ohio Klasse.
Das die deutschen die besten U-Boote bauen, steht wohl auch nicht zur Diskussion.
Aber ob der bekannte deutsche U-Boot Kommandant so ein leichtes Spiel gehabt hätte, wie mit den zwei bewachenden SSN der Los Angeles, die den Flugzeugträger Enterprise schützten, wären es zwei SSN der Virginia-Klasse gewesen, sei dahin gestellt.

Bin kein Experte, aber ein Vergleich der Technik eines U-Bootes der 212A Klasse mit einem SSN der Virginia Klasse wäre sicher Interessant.
Beide sind ja vollgestopft mit modernster Elektronik.


So die Weihnachtszeit ruft......
Melde mich mal bis in das neue Jahr 2010 ab.

Mit getauchten  :MG: Grüssen und eine besinnliche fröhliche Zeit wünscht Euch  Thomas
[/color]
Wenn Freiheit überhaupt etwas bedeutet,
dann das Recht, anderen Leuten das zu sagen,
was sie nicht hören wollen.

Tostan

#7
Zitat von: Dimitri Donskoi am 25 Dezember 2009, 15:32:43
Ich bezweifle, ob die russischen SSBN und die russischen U-Boote der Kilo-Klasse leisliger sind als die amerikanischen U-Schiffe einer gleichwertigen Klasse.

Ich wette voll dagegen, zumindest bei der Kilo-Klasse. Die armen Amis haben nämlich gar keine Boote einer vergleichbaren Klasse ;) Sie haben nur Nuklearboote im Einsatz haben. Das hat seine Gründe unter anderem in der Geographie und im unterschiedlichen Einsatzprofil.
Und schon vom Bauprinzip her kann man ein Nuklearboot nie so leise bauen wie ein Elektroboot. Denn die Kühlwasserpumpen des Kernreaktors sorgen immer für einen gewissen Grundlärmpegel.

Zitat von: Dimitri Donskoi am 25 Dezember 2009, 15:32:43
Die deutsche U212 kann man glaube ich mit den nuklear U-Schiffe vergleichen.

Deutsche U-Boot-Fahrer lachen IMHO über die Amis mit ihren Krach-Booten. ;) Allerdings haben die Boote halt auch ein völlig unterschiedliches Einsatzprofil, damit sind sie nicht vergleichbar.

Ein Vergleich der SSBN/SSGNs würde mich auch mal interessieren, außerdem fehlt in der Grafik das Akula II, bei welchem ja im Vergleich zum Improved Akula noch einmal die Lärmdämmung verbessert wurde. Denn dieses "4. Generation" in der Grafik scheint sich auf Projekt 885(Sewerodwinsk-Klasse) zu beziehen(... würde mit Kiellegung 93 passen, denn die Akula II wurden ja eher auf Kiel gelegt.) Dann sind es aber zum einen nur grobe Schätzungen, das Typboot ist ja noch nicht ganz fertig, zum anderen sind das aber keine klasssichen SSNs mehr sondern SSGNs, und dann fehlt wiederum die Oscar-Klasse in der Grafik!

Und ein Vergleich Kilo/Lada mit deutschen und evtl. anderen nichtnuklearen Booten.

Am schönsten wäre natürlich eine nette Tabelle mit Werten für unterschiedliche Geschwindigkeiten, die man selbst auswerten kann. So muss man sich nicht auf vorgefertigte bunte Bilder verlassen. (In dem Diagramm fehlt die Angabe bei welcher Geschwindigkeit verglichen wurde).

... fohe Weihnachten noch...

Tostan

DST

Zitat von: Dimitri Donskoi am 25 Dezember 2009, 15:32:43

Ich bezweifle, ob die russischen SSBN und die russischen U-Boote der Kilo-Klasse leisliger sind als die amerikanischen U-Schiffe einer gleichwertigen Klasse.
Auch wenn man die Amerikaner nicht liebt und es als "doof" empfindet, bauen sie glaube ich halt doch die besten nuklear-betriebenen U-Schiffe.
Aber das wäre natürlich wiederum "doof", da ja die Amerikaner nicht als "blöde" da stehen würden....

Die  :MS: Amerikaner sind immer bösen und ihre "Feinde" sind ja immer so harmlos und lieb. Und wären die "Feinde" nicht böse gemacht worden durch die Amerikaner, gäbe es natürlich keine Kriege und alle würden friedlich neben einander leben...ist leider auch in der Schweiz sehr beliebt.


ich glaube du hast mich mißverstanden.
mir ging es nicht darum irgenntwenn als gut oder böse einzustufen.

mir ging es einzig und alleine um die ja allgemein bekannte und auch anerkannte objektivität der usa
wenn es um ihre eigenen waffensysteme geht.

ein land welches um die finanzierung weiterer nuklearer jagdt uboote kämmpft
wird niemals zugeben das konventionelle besser sind.
und das obwohl die kilo-klasse bisher noch als leisestes konv. uboot der welt gilt.die einstufung der
deutschen uboote wäre hier mal interessant.
und obwohl deutsche uboote mehrfach  "katz und maus" mit ubooten und ujägern der usa gespielt haben.
allein der umstand das ein deutsches uboot in der lage war an einen geschützen flugzeugträger heran zu kommen und dann neben ihm aufzutauchen ohne das die amies überhaupt wusten das dort ein uboot war ,spricht schon bände.

mfg dirk

Tostan

Zitat von: DST am 25 Dezember 2009, 18:17:10
ein land welches um die finanzierung weiterer nuklearer jagdt uboote kämmpft
wird niemals zugeben das konventionelle besser sind.

Leiser, nicht besser! Denn ein konventionelles Boot kann nicht die Aufgaben eines nuklearen Jagd-U-Boots der US-Navy übernehmen. Also Russische SS[B|G]Ns möglichst schon beim auslaufen abzufangen und dann über lange Zeit verfolgen. Die maximale Tauchzeit eines nichtnuklearen(konventionell kann man ja nicht mehr sagen....) Bootes liegt bei 2 Wochen(U 32, 212-Klasse).

Zitat von: DST am 25 Dezember 2009, 18:17:10
und das obwohl die kilo-klasse bisher noch als leisestes konv. uboot der welt gilt.die einstufung der
deutschen uboote wäre hier mal interessant.

Ja, der Vergleich zwischen Kilo, Lada und 212 wäre sehr interessant. Vorallem da diese Boote ja teilweise im gleichen Operationsgebiet unterwegs sind.

Zitat von: DST am 25 Dezember 2009, 18:17:10
allein der umstand das ein deutsches uboot in der lage war an einen geschützen flugzeugträger heran zu kommen und dann neben ihm aufzutauchen ohne das die amies überhaupt wusten das dort ein uboot war ,spricht schon bände.

Hast du da mal eine Quelle zum Nachlesen? Habe nur davon gehört, aber nie was genaues.

...Tostan

Urs Heßling

Hi, T-G,

Zitat von: t-geronimo am 25 Dezember 2009, 11:12:36
Och, Hannover ist von Worpswede/Bremen ja auch nicht soooooo weit weg.  :lol:

aber klar, Häuptling, Rauchsignal erfolgt rechtzeitig.

Gruß, Urs
"History will tell lies, Sir, as usual" - General "Gentleman Johnny" Burgoyne zu seiner Niederlage bei Saratoga 1777 im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg - nicht in Wirklichkeit, aber in George Bernard Shaw`s Bühnenstück "The Devil`s Disciple"

DST

als quelle habe ich auch nur das inet ^^

U24


mfg dirk

Tostan

Schade, auch nur eine Quelle "vom Hörensagen" also keine exakten Daten wann und bei welchem Manöver das gewesen ist. Aber zumindest mal die Boote werden genannt. Der zweite Vorfall ... die Karibik ist ja nicht gerade das häufigste Operationsgebiet der 206er-Boote ...

Ansonsten ein üblicher Zeitungsartikel ... Möchte mal stark bezweifeln, dass "Selbst in den USA werden U-Boote als künftige Hauptkampfschiffe großer Flotten gesehen". Also dass das dort die vorherrschende Meinung ist. Es werden ja immer noch neue Träger gebaut, während es bei den Booten Sparmaßnahmen gibt.

Dass das Atom-U-Boot in symmetrischen Konflikten eine große Rolle spielen würde, ist unbezweifelbar, aber bei asymetrischen Konflikten? Da sind eher kleinere Einheiten von Vorteil. Zerstörer, Fregatten, Korvetten und Amphibische Träger.... Evtl. auch kleine Boote welche Kampfschwimmer absetzen können. Und genau sowas hat die US-Navy kaum. Die SSNs sind, wie der Artikel schreibt, ja für viele Operationsgebiete zu groß.

olpe

#13
Hallo,
die Grafik von @Dimitri Donskoi ist zwar recht übersichtlich gehalten, reflektiert aber schon die Bau- und Einsatzphilosophie der U-Boote der U.S. Navy sowie der sowjetischen VMF in der Vergangenheit. USA: leise (aber langsam) , UdSSR: schnell (aber lauter) ... Ab Ende der siebziger Jahre d.v.Jh. gab es in der Sowjetunion allerdings ein baustrategisches Umdenken: hin zu leiseren Booten. Dieser Wettlauf ist nach wie vor im Gange ... Das neue konventionelle U-Bootsprojekt 677 LADA (NATO: SS der LADA-Klasse) ist, bezogen auf die Signaturen im allgemeinen und der akustische Signtur im speziellen, wohl schon recht gut aufgestellt: Propeller, Antriebsstrang, Schwingungsdämpfung der Geräte, gummierte Waben-Schutzschicht (dämpft auch Geräusche von innen nach aussen). Es natürlich kaum zu erwarten, dass konkrete und belastbare Angaben in db(A) veröffentlicht werden. Während der IMDS-2005 in St- Petersburg wurde aber ein Hohenlied auf diese Bootsklasse (und der künftigen Exportvarinate AMUR-1650) 'gesungen'.

Eine kleine Episode in Sachen noise reduction aus dem Buch "Hide and Seek" von Peter A. Huchthausen (USA) und Alexandre Sheldon-Duplaix (Frankreich) - siehe beigelegte Dateien. Kurz der Inhalt: Die UdSSR beschaffte sich auf dem westlichen Markt -trotz COCOM Embargolisten - hochwertige Fäsmaschinen mit 9 Freiheitsgraden. Erlaubt zur Lieferung in den WP-Bereich waren nur solche mit 3 Graden. Diese Maschinen dienten zur Bearbeitung von siebenflunkigen, leiselaufenden und überkavitierenden scew-back-U-Boot-Propellern, wie sie dann u.a. auch bei den Atom-U-Bootskreuzern mit Flügelraketen (PLARK) vom Projekt 949A ANTEY (NATO: SSGN der OSCAR-II-Klasse) zur Anwendung kamen. Leise bei kleinen Fahrtstufen und gleichzeitig kraftvoll - bis 33,5 kn Unterwassergeschwindigkeit. Die beiden Boote des Vorgängermodells Pr. 949 GRANIT (NATO: SSGN der OSCAR-I-Klasse) besaßen diese Propeller nicht! Entwicklung und Berechnung derartiger Schrauben konnte die UdSSR wohl leisten, aber nicht die Fertigung. Das änderte sich augenscheinlich mit den Fräsmaschinen. Die U.S. Navy kostete der erhöhte Ortungsaufwand an Sonartechnologie nicht geringe Summen aus dem Militärhaushalt.
Grüsse
OLPE

Tostan

Zitat von: olpe am 26 Dezember 2009, 23:50:02
...die Bau- und Einsatzphilosophie der U-Boote der U.S. Navy sowie der sowjetischen VMF in der Vergangenheit. USA: leise (aber langsam) , UdSSR: schnell (aber lauter) ...

Man sollte aber auch nicht vergessen, dass die Boote unterschiedliche Einsatzprofile hatten. Die Amerikanischen Boote waren nur für zwei Einsatzarten gedacht. Zum einen Aufspüren und Verfolgen der (langsam laufenden) Sowjetischen SSBNs. Zum anderen Schutz der eigenen, ebenfalls langsamen SSBNs. Die Russischen SS(G)Ns waren zusätzlich dazu auch dafür vorgesehen, die Amerikanischen Trägergrupen zu verfolgen und im Ernstfall zu anzugreifen, sowie im Kriegsfall die amerikanischen Nachschubrouten zu stören. Dafür wurden höhere Geschwindigkeiten gebraucht.

... Allerdings sind auch die russischen SSBNs lauter als ihre amerikanischen Gegenstücke. Daher operierten diese ja fast nur unter Eis, welches wohl durch Eigengeräusche eine Ortung massiv erschwert.


Impressum & Datenschutzerklärung