Das Grab von Kapitän Langsdorff

Begonnen von Spee, 20 Dezember 2005, 23:38:57

Vorheriges Thema - Nächstes Thema

0 Mitglieder und 3 Gäste betrachten dieses Thema.

Spee

Servus,

habe gestern von Federico sehr schöne Bilder bekommen. Hier schonmal eins, daß muß ich nicht erklären. Zu den anderen beiden wird Federico hoffentlich selbst etwas schreiben.
Servus

Thomas

Suicide Is Not a War-Winning Strategy

Spee

Gerade weitere Bilder angekommen!

Vielen, vielen Dank Federico!!
Servus

Thomas

Suicide Is Not a War-Winning Strategy

Spee

Veteranentreffen 2005 des
Kameradenkreises Graf Spee


Es war Sonntag, der 18. Dezember, Jahrestag des
Eintreffens der Besatzung in Buenos Aires.
Bei dieser Gelegenheit waren leider
nur wenige Kameraden zugegen; ein anderer,
Karl Tylson, war just am 11. Dezember verstorben.
Aus Córdoba, wo mehrere der alten Seebären
leben, war keiner zugegen, dafür kam einer
aus Rosario (300 km von Buenos Aires).
Auf den Bildern vor dem Grab sind u. a. zu sehen:
erster von links, stehend, Kurt Wecker, 1. Division,
Munitionslader des A-Turms, Vorsitzender des
Kameradenkreises;
ferner Hans Eubel, 15-cm-Batterie;
dann ebenfalls mit Mütze, sitzend, mit Stock,
Karl Fengler, Torpedomaat
(auch für  Arado-Katapult zuständig),
Reichsmarine seit 1934;
ganz rechts sitzend Paul B. (Zunamen nicht ganz mitgekriegt,
mit Pflaster auf dem linken Arm), aus Rosario,
gehörte der 5. Division an;
Kvtkp. Friedrich Rasenack ist schwer krank und
konnte diesmal aus Córdoba nicht kommen.
Die kurze Gedenkstunde auf dem Deutschen
Friedhof in Buenos Aires begann mit einer
kurzen Ansprache von Kurt Wecker, dem beim
Erwähnen des Namens des Kommandanten,
"der für uns alle wie ein Vater war",
die Stimme stockte.
Dann sprach Dr. Danna, der die juristischen Interessen
des Kreises nach aussen vertritt, und schliesslich
sang ein Kinderchor das Lied vom "Alten
Kameraden", währenddessen auch noch die
letzten trocken gebliebenen Augen feucht
wurden.
Als man sich am Verabschiedn war, traten
vier dunkel gekleidete Jugendliche (schwarze
Hose, graues Hemd) vor das Grab, legten einen
kleinen Blumenstrauss auf Langsdorffs Grab
und riefen dreimal laut: "Sieg, Heil! Sieg Heil!
Sieg, Heil!", wurden aber von einem der alten
Kameraden unverzüglich des Ortes verwiesen,
"weil wir hier keine Politik machen, sondern
unserer Waffenbrüder gedenken."
Wie alljährlich ging es dann gemeinsam zum
Neuen Deutschen Turnverein, wo alle
zusammen (mit Familie) gleichzeitig auch
Vorweihnacht feierten.
Aus Montevideo höre ich von Sergio Pronczuk,
dass Vorbereitungen getroffen werden, um demnächst
ein 28-Zentimeter-Rohr zu bergen.

Federico B. Kirbus, Buenos Aires
Servus

Thomas

Suicide Is Not a War-Winning Strategy

Spee

Servus

Thomas

Suicide Is Not a War-Winning Strategy

Spee

Servus,

den Text habe ich an die passenden Bilder angehängt. Vielen Dank an Federico!
Servus

Thomas

Suicide Is Not a War-Winning Strategy

DHEO

Das sind sehr ergreifende Bilder...

beschämend ist natürlich ein Zwischenfall wie im Bericht erwähnt, man sieht, daß diese Personen nicht den geringsten Respekt vor den Toten haben, und dann gerade noch bei Langsdorff...

Grüße

Dirk

Mario

Wirklich schöne und auch ergreifende Bilder von Männern, die ihrem Kommandaten die Ehre erweisen. Er hat sie verdient, denn er hat ihr Leben gerettet !!!

Taucher

Vielen Dank für die ergreifenden Bilder und den Bericht Thomas,

schade nur, das diese besagten Jugendlichen wohl keine Ahnung davon haben, das die Kriegsmarine mit dem braunem Gesindel reichlich wenig am Hut hatte, mal ganz abgesehen davon, das dieses Gebaren natürlich völlig indiskutabel ist .


Viele Grüße
Leo
Viele Grüße vom Alpenrand
Leo

Impressum & Datenschutzerklärung