Fallschirmjägerregiment z.b.V

Begonnen von Arche, 03 Juli 2011, 13:26:20

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Arche

Hallo zusammen!

Das Angehörige der Kriegsmarine zum Kriegsende in vielen Infantrieeinheiten verheizt wurden, ist ja bekannt. Die o.g.
Einheit war mir aber nicht bekannt.
War das eine "echte" Fallschirmjägereinheit (mit Fallschirmjägern) oder wurden dort auch Angehörige der KM eingesetzt.

http://www.lexikon-der-wehrmacht.de/Gliederungen/Fallschirmjagerregimenter/FJRzbv-R.htm
Es wurde eigentlich aus Fliegern zusammengestellt.

Auch hier der kurze Hinweis aus den Kommandos.
U-Bootausbildung, U-1102, am 19.2.1945 als Angehöriger des Fallschirmjägerregimentes zbV gefallen.

Gruß

Heinz-Jürgen

Kuestenjaeger

Als kleine Ergänzung dazu:

"Vorher Fallschirmjäger-Regiment z.b.V. (Fsch.Jäg.Rgt. z.b.V."

http://gliederungundstellenbesetzung.blogspot.com/2010/07/fallschirmjager-regiment-25.html

In "Die Fallschirmjäger Chronik" von Erich Busch steht beim Kapitel 9.Fallschirmjäger-Division (in Kurzform von mir):

Aufstellung des Fallschirmjäger-Regiments 25 im Januar 45 als Fallschirmjäger-Regiment "z.b.V." in Dramburg/Pommern.

I.Battailon: Oberleutnant Kreyenbrink - aus Teilen des Sonderkommandos "Skorzeny"
II.Battailon: Hauptmann Skau - in der Masse aus der Division "Brandenburg"
III.Battailion: Hauptmann Broecker aus Soldaten des im September 1944 in Belgien zerschlagenen Fallschirmjäger-Lehr-Regiments 21 sowie aus Freiwilligen verschiedener anderer Truppenteile zusammengestellt.
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Es kann also immer sein, das bei diesen durcheinandergewürfelten Einheiten auch ein "Mariner" dabei war.
Vorallem da Deine gesuchte Person ja wohl erst in der Ausbildung bei den U-Booten war.




Arche

Hallo Kuestenjäger!

Das klingt sehr einleuchtend. Der Soldat war Stabsgefreiter und hatte als Bordkommando U-1102. Eine freiwillige Meldung macht Sinn. Andere Kommandos (Feindfahrten) gab es wohl nicht.

Gruß

Heinz-Jürgen

Trimmer

Hallo Heiz-Jürgen  - das Fallschirmjäger Regiment 25 gehörte ja eigentlich zur  9.FjD.  Das Regiment wurde aber nie mehr komplett aufgestellt.
Grund dieser "Fallschirmjäger "Benennung war das das OKL in den ersten Wochen 1945 Ausbildungs -u. Ersatzeinheiten der LW durch kämmte um alle entbehrlichen Kräfte für die Fallschirmtruppe frei zumachen. Diese Einheiten sollten im Bestand der LW bleiben weil ja die Luftw. Feld-Div.  dem Heer unterstanden.

Gruß - Achim - Trimmer
Auch Erfahrung erhält man nicht umsonst, gerade diese muß man im Leben vielleicht am teuersten bezahlen
( von Karl Hagenbeck)

Arche

Hallo Achim!

Herzlichen Dank! Wie sagtest Du mir bei unseren Gespräch mal. Hier bekommt man schon die richtigen Antworten. Ich habe auch gar nicht die Zeit alle Fragen, die so auftauchen zu recherchieren.

Schöene Grüße

Heinz-Jürgen

PS. Danke auch an Küstenjäger

Kuestenjaeger

Moin, Heinz-Jürgen!

Ich habe noch mal etwas im "Tessin" ausgegraben mit noch genaueren Angaben:

Fallschirmjäger-Regiment 25

Aufstellung Feb.45 aus Stab und III.Battl. (als I.) des Fallschirmjäger-Regiments z.b.V., II. und III. aus den auf dem Kommandoweg aufgestellten Fallschirmjäger-Battl. "Brandenburg" und "Hermann".
Das Fallschirmjäger-Regiment z.b.V. war am 25.11.1945 für Sonderaufgaben aufgestellt (das III. aus Personal des Kampfgeschwaders 200, es stand im Januar in Dramburg); II./25 wurde nach Breslau eingeflogen und in Fallschirmjäger-Battl. 67 umbenannt und ersetzt.
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Also auch hier eher nicht Marineangehörige in der Masse.....


AJFuchs67

Hallo,
Ich hab nun schon in einigen Büchern gelesen das freiwillige Meldungen zu "Elite bzw besonderen Einheiten" auch bis Kriegsende  gar nicht so selten waren.Erklärt wird das ua so. Da der sogenannte Heldenklau ja überall umging u überall "ausgekämmt" wurde, meldeten sich ne ganze Reihe Soldaten freiwillig vorher zu FJ oder SS Einheiten. Grund war mitunter
das diese Einheiten immer noch zu Adolfs "Lieblingskindern" gehörten u. somit oftmals Ausrüstungs u. verpflegungstechnisch noch immer bevorzugt wurden,während man sonst evtl in zweit u drittklassig ausgerüsteten u verpflegten Alarmeinheiten landen konnte!Also oftmals kein Heldengetue als Freiwilliger sondern klare Einschätzung der
Möglichkeiten u der Umstände!!

Gruß Fuchs
Es grüßt der Fuchs

Kuestenjaeger

Da kann ich Fuchs nur zustimmen, sowas kam wohl oft vor, denn "ohne Mampf kein Kampf" war vermutlich damals einer der Gründe.

Um mal die Kurve zum Maritimen zu kriegen, habe ich mal bei U-1102 geschaut, was da so passierte in dem genannten Zeitraum:

"Das Boot sank bereits am 24.03.1944 in Pillau/Reede infolge eines Tauchunfalls. Dabei kam ein Besatzungsmitglied ums Leben. U 1102 wurde am 12.05.1944 gehoben, in Danzig Repariert und als Schulboot wieder eigesetzt."

Quelle: http://users.fbihome.de/~mhofmann/ubootwiki/index.php?title=U_1102

Spekulation on: Entweder hatte derjenige auch mit dem Tauchunfall zu tun und wurde strafversetzt oder er tat es daraufhin (vielleicht nicht alleine) "freiwillig" oder es wirklich eine "bessere" Alternative, als vielleicht mit einer Marine-Alarm-Einheit einen schnellen Tod zu sterben.
Mit den oben genannten Einheiten, waren also zum Teil erfahrene Leute in den Battaillonen, da war die Chance grösser, zu überleben, als wenn es vielleicht reine Marine"infanterie"einheiten waren.
Spekulation off

Arche

Vielleicht noch zu Ergänzung:

Man findet den Marinesoldaten in der DRK-Vermisstenliste einmal U-1102 (habe ich im Moment nicht parat)
oder Band MA 43  FPN: 55331
Er war Stabsgefreiter

Gruß
Heinz-Jürgen

AJFuchs67

#9
Hallo Küstenjäger,
Da warste schneller ,ich wollte grad auch nchsehen was es zu U1102 an Infos gibt.
Zu Deinen Spekulationen,ersteres glaub ich eher nicht,der Verlust eines Bootes durch Verschulden eines Mannschaftsdienstgrads hätte zu der Zeit u in der Situation wohl eher vors Erschießungskomando (evtl Vorwurf der Sabotage usw) oder bestenfalls zur Versetzung in eine reine Strafeinheit (Strafbattalion, Minenräumkomando etc)geführt.
Aber eher nicht zur Versetzung in ne "priviligierte" Kampfeinheit.Ich vermute mal eher das im Moment kein anderes Boot
bzw Bordkomando zur Verfügung stand u der Stabsgefreite aus genannten Gründen sich freiwillig meldete um dem Heldenklau zu entgehen.Da zu der Zeit ja auch U-Boot fahren extrem gefährlich war, wohl keine schlechte Maßnahme
um seine Überlebenschance wenn auch nur um ein paar Prozent zu erhöhen.

ZitatMit den oben genannten Einheiten, waren also zum Teil erfahrene Leute in den Battaillonen, da war die Chance grösser, zu überleben, als wenn es vielleicht reine Marine"infanterie"einheiten waren.

Auch das wird mitunter als Grund für ne freiwillige Meldung zu FJ u SS Einheiten in einigen Quellen angeführt!!
Gruß Fuchs
Es grüßt der Fuchs

Optikus

#10
Hallo allerseits!
Mein Onkel war in der 9. Fallschirmjägerdivision im 25. Regiment.
Er erwähnt in seinem Tagebuch das es ein bunt zusammengewürfelter Haufen war, größtenteils ohne Erfahrung im Erdkampf  und das er als hochdekorierter "Veteran" ,bzw." Frontschwein" seinen Untergebenen kaum eine Überlebenschance gegeben hat,bzw. er ihnen erstmal soweit möglich alles beibringen mußte.  Diese Einheit war an den Abwehrkämpfen um Stettin und auf den Seelower Höhen beteiligt, bzw.am Kampf um Berlin.
Bevor er zu dieser Einheit kam war er in der 3.Fallschirmjägerdivision 9.Fallschirmjägerregiment, die wie bekannt ist fast völlig vernichtet wurde, oder in Gefangenschaft ging, davor war in der 2. Fallschirmjägerdivision, 6. Fallschirmjägerregiment. Er war noch einer der wenigen echten Fallschirmjäger, der in Monte Cassino, St. Lo und im Kessel von Falaise, Hürtgenwald, Ardennenoffensive etc. gekämpft hat und zigmal verwundet wurde (Verwundetenabzeichen in Gold)!

Maurice Laarman

Ubootwaffe.net, von unserer Mitglied Hubertus, meldet zwei verstorbene Besaztungsmitglieder am 24.03.1944 in Pillau;

Markmann Kurt MaschMt
Weber, Waldemar MtrGfr

Was mich weiter auffiel, und also das oben genannte bestätigt, ist das bei die ganze Besatzung kein weitere Boot genannt wird. Normalerweise konnte man erwarten das Crews für das Type XXI/XXIII bereit gehalten wurde.

http://ubootwaffe.net/crews/crews.cgi

Gruss,

Maurice

Arche

Hallo Maurice!

Am 24.3.1944 gab es einen Unfall auf U-1102. Dabei ist das Achterschiff vollgelaufen und die beiden Besatzungsmitglieder sind ertrunken.

Heinz-Jürgen

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