Ein Iranisches Uboot ? Eigenbau ?

Begonnen von Albatros, 05 Juni 2010, 19:48:18

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Urs Heßling

Zitat von: olpe am 04 August 2010, 21:54:23
es handelt sich hierbei um drei Boote des Projektes 877EKM PALTUS (NATO: SS der KILO-I-Klasse):
- "TAREGH" [901]
- "NUH" [902]
- "YUNES" [903]
Diese Boote wurden zwischen 1992 und 1996 in der Iranischen Marine Dienst gestellt.

Ich erinnere mich, irgendwo gelesen zu haben, daß inzwischen ein Boot verlorengegangen sei ...

Gruß, Urs
"History will tell lies, Sir, as usual" - General "Gentleman Johnny" Burgoyne zu seiner Niederlage bei Saratoga 1777 im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg - nicht in Wirklichkeit, aber in George Bernard Shaw`s Bühnenstück "The Devil`s Disciple"

Albatros

Zitat von: Urs Hessling am 04 August 2010, 22:04:43
Zitat von: olpe am 04 August 2010, 21:54:23
es handelt sich hierbei um drei Boote des Projektes 877EKM PALTUS (NATO: SS der KILO-I-Klasse):
- "TAREGH" [901]
- "NUH" [902]
- "YUNES" [903]
Diese Boote wurden zwischen 1992 und 1996 in der Iranischen Marine Dienst gestellt.

Ich erinnere mich, irgendwo gelesen zu haben, daß inzwischen ein Boot verlorengegangen sei ...

Gruß, Urs


Hat zudem von Urs geschriebenen eigentlich mal jemand etwas genaueres gehört/gelesen?

Und dann zur Ghadir-Klasse.......Iranische Marine hat drei neue U-Boote!

http://www.net-tribune.de/nt/node/80975/news/Iranische-Marine-hat-drei-neue-U-Boote?cp=1

:MG:

Manfred


Leutnant Werner

Wie sieht es denn eigentlich mit der Ortbarkeit dieser Midgets aus? Ich weiß: Spitzenprodukte der nordkoreanischen Rüstungsindustrie. So furchtbar klein sind aber auch wieder nicht. Und sie werden nicht unter die thermoklinale Schicht tauchen können, schätze ich.

hillus

Eine kleine Ergänzung zu den drei iranischen U-Booten!

Nach meiner Listung sieht das so aus:
PN 901 TAREGH 
- bis zur Übergabe an die Seestreitkräfte Irans am 22.11.1992 russische PN B-175

PN 902 NOOR
- bis zur Übergabe an die Seestreitkräfte Irans am 06.06.1993 russische PN 224

PN 903 YUNES
- bis zur Übergabe an die Seestreitkräfte Irans am 25.11.1996 russische PN B-220

Alle drei U-Boote wurden bei der Leningrader Admiralitätsvereinigung gebaut (damaliger Werftname) und sind in Bandar Abbas stationiert. Sie sollen sich 2006 in der Instandsetzung befunden haben. Ein Boot soll der Modernisierung nach Projekt 08773 unterzogen worden sein. Alle Arbeiten wurden mit Hilfe von russischen Spezialisten der OAO TsS ZVEZDOCHKA in Bandar Abbas durchgeführt. Ein Boot sollte zur Instandsetzung und Modernisierung in eine Werft nach Rußland überführt werden, doch es fiel wohl den Embargobestimmungen gegen Iran zum Opfer und die Russen taten gut daran, es nicht zu tun! Über eine Werftzeit der Boote in Indien liegen keine offiziellen Meldungen vor.

PN = Penannt number - taktische Nummer, auch als Bordnummer möglich!

Nach inoffiziellen Meldungen werden seit 2005 entsprechend der bisherigen Praxis für U-Boote an andere Marinen keine taktischen Nummern mehr vergeben, solange sie sich noch im Bereich der russischen Seekriegsflotte befinden.

Grüße aus Braunschweig

hillus

AND1

hält sich hartnäckig die These, dass auch die schnelle superkavitierende Unterwasser-Torpedorakete zum Bestand gehört ...  :MZ:

Später als die drei benannten U-Boote soll noch ein neuerer Typ geliefert worden sein, die USA hatte bei Rußland Protestnote abgegeben.


hillus

Hallo AND1,

im Prinzip sollten wir die Sache recht ruhig angehen. Das zur Modernisierung nach Rußland nicht gekommene U-Boote sollte mit dieser tatsächlichen superkavitierende Unterwasser-Torpedorakete ausgerüstet werden, so vermutet man mit höchster Wahrscheinlichkiet. Aber die Russen sind politisch nicht so unterernährt, dass sie sich hier eine internationale Blöße geben bzw. großen Ärger einhandeln. Viel wahrscheinlicher ist der Deal der Werftinstandsetzung in Indien!!! Ich weiß hierzu wesentlich mehr, aber ich kann und darf es hier nicht einfach so daherschreiben. Ganz einfacher Selbstschutz und derer, die es auch wissen!!!

Von wesentlich größerer Bedeutung ist die gestrige Mitteilung von Associated Press (New York)

Iran hat seine Flotte mit drei neuen U-Booten verstärkt!!!

Die iranischen Seestreitkräfte haben drei neue Kampf-U-Boote bekommen, teilte am 27. November die NewYorker Agentur Associated Press mit dem Hinweis auf die Erklärung iranischen Behörden, die vom staatlichen Fernsehen Irans verbreitet wurden, mit.

Am Morgen des 27. November waren in den iranischen Hafen Bandar Abbas im Persischen Golf drei U-Boote der Klasse GHADIR eingelaufen. Die iranischen Massenmedien bemerkten, dass die U-Boote im Iran gebaut worden sind.

Die U-Boote der gegebenen Klasse verfügen über eine Torpedobewaffnung als auch über Raketenwaffen. Die Boote sind besonders geeignet zum Einsatz in den geringen Wassertiefen des Persischen Golfs.

Bereits 2010 hat Iran seine Seestreitkräfte mit elf dieser 120 Tonnen großen U-Booten GHADIR vergrößert.Die Boote, so betonten iranische Militärs, sind für den Einsatz im Persischen und Omanischen Golf bis hin zum Roten Meer einsetzbar.

Abendliche Grüße aus Braunschweig

hillus

Ich verweise auf die hier im Blog eingestellten links und auf http://de.wikipedia.org/wiki/Streitkr%C3%A4fte_des_Iran

olpe

Hallo,
es verdichten sich Informationen, nach denen die Iranische Marine im Kaspischen Meer Klein-U-Boote stationieren wollen ... es könnte sich dabei um Boote der GHADIR-Klasse handeln:
Ich kann mir vorstellen, dass die Anrainerländer diese Meldungen aufmerksam verfolgen. Bis Dato war die südliche Grenzregion im Kaspi - nach meinem Kenntnisstand - seit 1945 eine relativ ruhige ... trotz einiger politischer Umbrüche ... Ich bin gespannt, was da so weiter passiert ...
Grüsse
OLPE


Albatros

Zitat von: olpe am 07 Juli 2012, 21:46:14
Hallo,
es verdichten sich Informationen, nach denen die Iranische Marine im Kaspischen Meer Klein-U-Boote stationieren wollen ... es könnte sich dabei um Boote der GHADIR-Klasse handeln:
Ich kann mir vorstellen, dass die Anrainerländer diese Meldungen aufmerksam verfolgen. Bis Dato war die südliche Grenzregion im Kaspi - nach meinem Kenntnisstand - seit 1945 eine relativ ruhige ... trotz einiger politischer Umbrüche ... Ich bin gespannt, was da so weiter passiert ...
Grüsse
OLPE



Hintergrund wird wohl der Streit um die Nutzungsrechte des Kaspischen Meeres sein, und hier geht es in erster Linie, welch Überraschung, mal wieder ums Öl!

:MG:

Manfred

The Voice

Moin!
Auch in Iranischen Medien wurde intensiv über den Plan berichtet, im Kaspischen Meer ein U-Boot zu dislozieren.

Persönlich halte ich dies für wahrscheinlich und durchführbar.
Allerdings muss man in den Medien des Iran schon sehr darauf achten, ob einige Pläne sich nur als reine Propaganda entpuppen. Hier einige Beispiele:

1. Rear Admiral Abbas Zamini, zuständig für Marinerüstung, gab bekannt, dass der Iran nun über die Fähigkeit verfüge, auch Schlachtschiffe bauen zu können.
Doch zunächst würde man sich damit begnügen, eine ganze Reihe neuster Zerstörer und Fregatten zu bauen.
Diese seien weiterentwickelte Zerstörer JAMARAN und Fregatten SINA.
(Anmerkung: Der "Zerstörer" ist eine kleine Fregatte, die Fregatte ist ein Schnellboot)

2. Brigadier General Hossein Salami (Revolutionäre Garden) sagte, dass der Iran mit seinen ballistischen Flugkörpern nun in der Lage sei, auch mobile Ziele in der ganzen Golfregion mit einer 100% Trefferwahrscheinlichkeit vernichten könne.
(Anmerkung: Solche Flugkörper hätte ich auch gern)

3. Ausbau und Dislozierung der iranischen U-Boote ,,Flotte":
Teheran plant die Stationierung von ,,leichten U-Booten" im Kaspischen Meer.
Drei der ,,super schweren" Boote (vermutlich die drei kleinen Boote der KILO – Klasse) sollen den Grundstein für insgesamt 20 U–Boot Flottillen bilden.
Wenn dies erreicht ist, sollen U–Boote permanent in folgenden Seegebieten präsent sein:
-Kaspisches Meer
-Indischer Ozean
-Golf von Aden
-Rote Meer
-Suez Kanal
-Mittelmeer
-Atlantischer Ozean.
(Anmerkung: Dies ist kein Scherz! Die Aussage stammt von Admiral Abbas Zamini, der für die Logistik der Iranischen Marine zuständig ist. Er war es auch, der verkündete, dass man nun Atom U–Boote bauen würde.
Man kann aber beruhigt weiter zur See fahren. Es wird wohl noch etwas dauern, bis der Iran die Häfen Rotterdam, Hamburg und New York  gleichzeitig blockieren kann! (Kleiner Scherz!) )
In God we trust - all others we track

AND1

hält sich hartnäckig die These, dass auch die schnelle superkavitierende Unterwasser-Torpedorakete "SHKVAL-E" zum Bestand gehört
aber später
deswegen hatte doch die USA interveniert.

olpe

Zitat von: AND1 am 03 September 2012, 20:33:19
hält sich hartnäckig die These, dass auch die schnelle superkavitierende Unterwasser-Torpedorakete "SHKVAL-E" zum Bestand gehört
Hallo,
nach Informationen aus dem --/>/> net (leider nur in russ.) haben iranische Seestreitkräfte in 2006 mit einer Unterwasserraktete geübt. Dabei handelte es sich wohl um einen Nachbau des russischen "SHKVAL-E" mit dem Namen "HOOT". Daten über die Konstruktion (Blaupausen?, Teile? oder ein ganzes Exemplar?) sollen über China in den Iran gelangt sein. China verfügt über diese Marinewaffe, geliefert aus Russland in den 90er Jahren des v.Jh.
Hier ein Bild des orginären "SHKVAL-E", der auch mehrfach während der russichen Marineausstellung IMDS gezeigt wurde: SHKVAL-E
Das Thema ist durchaus interessant ... sollte weiterverfolgt werden ... einen Hinweis gab es ja bereits in diesem thread (klick & scroll)
http://www.forum-marinearchiv.de/smf/index.php/topic,12147.msg138621.html#msg138621
Grüsse
OLPE

AND1

superkavitierende Unterwasser-Torpedo
Auf der Spitze Aufsatz
Hatte mal gesehen wie sich die Metall-Spitze um 180 Grad verdreht hat, dachte da wirken aber Kräfte...
Titan ?

olpe

#27
Zitat von: AND1 am 03 September 2012, 21:49:51
Hatte mal gesehen wie sich die Metall-Spitze um 180 Grad verdreht hat, dachte da wirken aber Kräfte...
Titan ?
Hallo,
nun, die Verdrehung erscheint eher ungewöhnlich, da die schwenkbare Spitze m.E. nur zum Tiefehalten am vorderen Teil der Kavitationsblase verwandt wird ... Die Metallspitze - sicher gefertigt aus einem sehr stabilen Material ... nicht unbedingt Titan, dieses bringt nur Vorteile bei einer Gewichtseinsparung verbunden mit hoher Festigkeit ...
Grüsse
OLPE

olpe

Hallo,
hier noch eine späte Ergänzung zum eher peripheren Thema der Hilfsantriebe in diesem Thread, speziell  im --/>/> Post auf der vorherigen Seite.

Bilder aus dem Jahr 1988 vom havarierten sowjetischen Kleinen U-Bootabwehrschiff MPK-41 des Projektes 1124 ALBATROS (NATO: FF der GRISHA-I-Klasse), Pazifikflotte. Die Bilder zeigen die aufgerissene Backbordseite des Rudermaschinenraumes, so dass ein Blick in das Innere möglich ist. Dort ist u.a. auch die Mechanik des Backbord-Hilfsantriebes nebst Propeller zu erkennen. Dieser Antrieb wird als "POVOROT-159" bezeichnet ... und ist ebenfalls in die Wachschiffe vom Projekt 159 eingebaut worden ... siehe auch --/>/> FMA Post, ebenda
Gerade im letzen Bild ist der Hilfsantrieb recht anschaulich zu sehen ...
Grüsse
OLPE

Albatros

Hallo Olpe,

interessante Bilder.... top
Ist Dir bekannt welches Ereigniss zu dieser Havarie des MPK-41 geführt hatte?

:MG:

Manfred

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