Die letzten schweren Kreuzer der DKM

Begonnen von halina, 10 März 2013, 18:59:21

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IAO

Hey Leute ,
nur mal so nebenbei , die beiden nicht fertiggestellten , währen mit ihrer ursprünglich geplanten Bewaffnung (15 cm ) leichte Kreuzer gewesen .
Nach der Klassifizierung vom Washingtoner abkommen .

MfG Hans
MfG Hans

Benjamin

Gibt es die Heye Denkschrift im Netz zu lesen? Die würde mich allgemein sehr interessieren um mein rudimentäres wissen in dieser Thematik zu erweitern.:)
If there's more than one possible outcome of a job or task, and one of those outcomes will result in disaster or an undesirable consequence, then somebody will do it that way.

Urs Heßling

moin, Benjamin,

Zitat von: Benjamin am 12 März 2013, 17:42:27
Gibt es die Heye Denkschrift im Netz zu lesen?
Eine Suche im englischsprachigen internet führte zu dieser nicht ganz üblen Seite
http://en.wikipedia.org/wiki/Anglo-German_Naval_Agreement

Gruß, Urs
"History will tell lies, Sir, as usual" - General "Gentleman Johnny" Burgoyne zu seiner Niederlage bei Saratoga 1777 im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg - nicht in Wirklichkeit, aber in George Bernard Shaw`s Bühnenstück "The Devil`s Disciple"

Benjamin

Hallo Urs, der link bzw. Dessen Inhalt ist mir bekannt. Ich spielte mit meiner Frage eher auf den originalen Wortlaut der Denkschrift "seekriegführung gegen England" von 1938(?) von Heye an. Insbesondere interessiert mich zusätzlich noch für diesen thread hier das exakte Datum zum einen für die Verfassung und zum anderen für die Veröffentlichung dieser Schrift.

Meine zugegebenermaßen bisherige kurze recherche hat keine Denkschrift zu Tage gefördert
If there's more than one possible outcome of a job or task, and one of those outcomes will result in disaster or an undesirable consequence, then somebody will do it that way.

Urs Heßling

"History will tell lies, Sir, as usual" - General "Gentleman Johnny" Burgoyne zu seiner Niederlage bei Saratoga 1777 im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg - nicht in Wirklichkeit, aber in George Bernard Shaw`s Bühnenstück "The Devil`s Disciple"

Benjamin

Hallo Urs, das klingt auf jeden Fall schon mal vielversprechend . vielen dank dafür :)
If there's more than one possible outcome of a job or task, and one of those outcomes will result in disaster or an undesirable consequence, then somebody will do it that way.

ede144

Zitat von: harold am 12 März 2013, 00:44:10
@ redfort, laß´die Haar´bitte drauf - bringt hier doch nix; schaut dann am End aus wie beim Friseur am Boden - nix wie abgezauselte Fuzzln anstelle stolz geschwung´ner Mähne.

Gib einfach in google die entsprechenden Namen ein, dann kommen per "Bildersuche" noch viele-viele schöne Billers für die Kreuzer G, H, J zum Anschauen,
und mehr sollts hier doch auch nicht werden, oder wen interessiert schon K oder L?, oder die Vorstudien zu alledem?, oder gar was mit Gröner.---

@ ede144,
im Sinne des thread-Erstellers guckstu gläubigst hier:
http://en.wikipedia.org/wiki/Admiral_Hipper-class_cruiser#General_characteristics

Und hier drei schöne Sachen für die Voyeure mit dem Röntgenblick:
http://dreadnoughtproject.org/plans/KM_Prinz_Eugen_1940/

@ Günther/halina:
das mit "im Wesentlichen" glaube ich Dir ja gerne, aber "baugleich"?  :/DK:

Ciao,
Harold

Danke Harold,

man kann so alt werden wie eine Kuh......
pflegte mein Opa zu sagen.

Gruß
Thomas

RePe

@ede144:
ZitatWarum war die PG 5 m länger als Hipper, Blücher und Lützow?
Ich habe dazu mal nachgeschlagen im Buch von Paul Schmalenbach (ehem. I. AO auf der PG) "Kreuzer PRINZ EUGEN unter 3 Flaggen" und gefunden (S. 25-27):
"Aus dieser Tatsache entwickelt sich die Hamburger Werft (gemeint ist Blohm & Voss) zu einer Art Vorbauwerft, denn aus Gründen der
gemeinsamen Ausbildung, der billigeren Ersatzteilwirtschaft und der Auswechselbarkeit vieler Einrichtungen, Geräte und Ausrüstungs-
stücke ist das Oberkommando (der Marine) einerseits um Vereinheitlichung bemüht, andererseits aber auch daran interessiert, durch
Vergleiche neue Erkenntnisse für spätere Bauten zu gewinnen.
Den vier Werften (Deutsche Weft Kiel, Blohm & Voss, Krupp Germaniawerft Kiel, Deschimag Bremen) wird nicht nur ein einheitlicher
Rumpf bei gleichen Abmessungen und gleiches Schiffsbaumaterial für bestimmte Schiffsteile vorgeschrieben, sondern auch die einheitliche
Aufstellung der Bewaffnung, insbesondere der schweren Artillerie mit den grossen Gewichten. Selbst die Abstände von einem Geschütz-
turm zum nächsten und den anderen sind vereinheitlicht, um z. B. die Parallaxverbesserung in den Rechengeräten einheitlich auslegen zu
können für den Fall, dass die Geräte auf ein anderes Schiff kommen.
Die erhofften Erkenntnisse sollen vor allem durch den Vergleich verschiedenartiger Ausführungen der Antriebsanlage und der Energiever-
sorgung gewonnen werden.
BLÜCHER erhielt Kessel nach dem System Wagner 70 atü Druck und Turbinen von Deschimag,
ADMIRAL HIPPER erhielt Kessel nach dem System La Mont mit 80 atü Druck und Turbinen von Blohm & Voss,
PRINZ EUGEN erhielt Kessel nach dem System La Mont mit 70 atü Druck und Turbinen von Brown, Boveri & Cie.,
SEYDLITZ  und LÜTZOW erhielten bzw. sollten erhalten Kessel nach dem System Wagner mit 60 atü Druck und Turbinen von Deschimag.
Bei der Untersuchung, ob die für PRINZ EUGEN bestimmten Kessel in den drei Kesselräumen aufgestellt werden können, ergeben sich bald Zweifel, die anhand eines bei Blohm & Voss aufgebauten Holzmodells im M 1 : 1 behoben werden: Der gegenüber ADMIRAL HIPPER geringere
Kesseldruck verlangt grössere Abmessungen und grösser dimensionierte Hilfsmaschinen zum Betreiben der Kessel. Eine Lösung kann nur
in der Verlängerung oder bzw. und Verbreiterung der Kesselräume gefunden werden. Die Vereinheitlichung des Rumpfes muss aufgegeben
werden. Das führt dazu, dass im Bereich der Kesselanlage und zwangsläufig auch der Turbinenräume PRINZ EUGEN gegenüber den beiden
älteren Schwestern um 2,40 m länger ist. Dadurch wird auch der Abstand des vordersten vom achtersten Geschützturm um dieses Mass
grösser.
Da im Blick auf die Sicherheit der Munition bestimmte Abstände zwischen Bordwand und Munitionsstapel eingehalten werden müssen und
gleichzeitig die guten Wasserlinien nicht gestört werden dürfen, fordert die Verlängerung der Antriebsanlage auch eine Änderung der
Rumpfform, eine Vergrösserung des den ganzen Bau bestimmenden Hauptquerspantes. Dadurch ist seitwärts, querschiffs etwas Platz in
den Kesselräumen gewonnen.
Deshalb können die Hilfsmaschinen der Kessel anders angeordnet werden. Aus dem dargelegten Zwang ergeben sich für PRINZ EUGEN
andere Abmessungen als für die Schwesterschiffe ... Sie weichen erheblich von Erich Gröners "Die deutschen Kriegsschiffe 1815-1945" ab.
(hier meint Schmalenbach Gröners Werk von 1966)
Abmessungen:
BLÜCHER und ADMIRAL HIPPER Länge in der KWL 194,6 m, Lüa 202,8 m bzw. 205,9 m*, Breite in der KWL 21,3 m, max. 21,3 m;
PRINZ EUGEN, SEYDLITZ und LÜTZOW Länge in der KWL 199,5 m, Lüa 207,7 m*, Breite in der KWL 21,48 m, max. 21,7 m (PRINZ EUGEN)
bzw. 21,9 m (SEYDLITZ und LÜTZOW).
*Nach Veränderung des Vorschiffes ist ADMIRAL HIPPER 205,9 m und PRINZ EUGEN 212,5 m über Alles lang. Auf ADMIRAL HIPPER wird
  der Vorsteven leicht ausfallend aufgrund der ersten Seegangserprobung verändert. Diese Erfahrungen führen bei PRINZ EUGEN zu dem
  weit ausfallenden Klippersteven. Die Seitenhöhe des Rumpfes ist einheitlich 12,45 m."

Soweit Schmalenbach. Anmerkung noch von mir: Aufgrund des grösseren Abstandes der vorderen Turmgruppe von der achteren Turm-
gruppe auf PRINZ EUGEN im Vergleich zu HIPPER und BLÜCHER konnten auf PRINZ EUGEN auch die Flugzeugeinrichtungen (Halle und
Katapult) und die Bordkräne für Flugzeuge/Beiboote anders gestaltet bzw. aufgestellt werden.

     RePe

halina

Moin , hier ein Foto von der "Admiral Hipper" nach dem Lancaster-Bomberangriff am
9./10. April 1945 auf Kiel . Foto von der Royal-Navy (public domain)
                                                                                                Gruss Halina
" Man muss nicht unbedingt das Licht des Anderen ausblasen , um das eigene Licht leuchten
zu lassen"
                      Phil Borman

kawa1705

Oooha, sieht ganz schön wüst aus!

:MG:

Rüdiger

halina

Bei einer Nachbetrachtung der Tragödie die sich am 9.4.1940 mit dem SK "Blücher"
ereignete ist auch die Frage gestellt worden,warum Konteradmiral Oscar Krummetz
nicht den Vorschlag des Kommandanten Kpt.z.S. Heinrich Woldag akzeptierte,der
ein nicht so wertvolles Schiff vorausschicken und die nur ca. 800 meter breite Fahr-
Rinne mit hoher Geschwindigkeit passieren wollte , möglicherweise wäre es dann
nicht zum Totalverlust des Kreuzers mit so vielen Toten gekommen . Die von oben
befohlene Schleichfahrt mit ca.7 Kn ergab somit ein leichtes Ziel für die Verteidiger
der norwegischen Küstenbatterien , denen das Einlaufen der deutschen Schiffe in
den Oslofjord schon längst bekannt und somit vorbereitet waren .
                                                                                             Gruss Halina

Das erste Foto zeigt eine der 28 cm- Kanonen  von der Festung Oscarsborg, die auf
"Blücher" gefeuert hat mit schwerwiegenden Treffern .
            Foto vom Juli 2006 , Urheber: Krister Brandser  (public domain )

Das zweite Foto zeigt die sinkende "Blücher" vor der Insel Askenholmen , nachdem
zuvor das Schiff die 2 tödlichen Torpedotreffer erhalten hatte .
           Foto vom 9.4. 1940 , Urheber unbekannt ,  (gemeinfrei)
                                                                                                                       





" Man muss nicht unbedingt das Licht des Anderen ausblasen , um das eigene Licht leuchten
zu lassen"
                      Phil Borman

Urs Heßling

moin,

Zitat von: halina am 13 März 2013, 14:13:49
... möglicherweise wäre es dann nicht zum Totalverlust des Kreuzers mit so vielen Toten gekommen . Die von oben befohlene Schleichfahrt mit ca.7 Kn ergab somit ein leichtes Ziel für die Verteidiger ...
Da bin ich anderer Meinung. Bei einem Torpedoschuß aus fester Position und 400 m Zielabstand ist ein 200 m langes Schiff, egal ob es mit 7, 17 oder 27 kn läuft, kaum noch zu verfehlen, wenn man die Vorhaltewerte berücksichtigt. Von Artillerie ganz zu schweigen ...

Gruß, Urs
"History will tell lies, Sir, as usual" - General "Gentleman Johnny" Burgoyne zu seiner Niederlage bei Saratoga 1777 im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg - nicht in Wirklichkeit, aber in George Bernard Shaw`s Bühnenstück "The Devil`s Disciple"

halina

Moin , hier noch einige Fotos von geborgenen Erinnerungsstücken unserer schweren
Einheiten der DKM .
                                                                                              Gruss Halina

Bild # 1 Der abgebaute Entfernungsmesser der "Graf Spee" im eingezäunten Hafen-
Gebiet von Montevideo , Foto vom 21.9.2006 , CC-BY SA 2.5  Generic

Bild # 2 Die Backbordschraube der "Prinz Eugen" am Marine-Ehrenmal in Laboe .
           Foto vom 1.6.2004 , Urheber : Darkone , CC-BY SA 2.5 Generic

Bild # 3 Die Original-Funktaste von der "Prinz Eugen" , ein Geschenk an den Funk-
Maat vom Kommandant ,Foto vom 28.11.2011 ,Wilfried Huber,CC-by SA 3.0

Bild # 4 Der geborgene Anker der "Blücher" , hier aufgestellt im Osloer Hafen
            Foto vom August 2007 , Urheber : Elbe 1 ,  (public domain)

" Man muss nicht unbedingt das Licht des Anderen ausblasen , um das eigene Licht leuchten
zu lassen"
                      Phil Borman

Trimmer

Klasse Bilder Günter - besonders der " Faustkeil " - Morsetaste  :-D

Gruß - Achim - Trimmer
Auch Erfahrung erhält man nicht umsonst, gerade diese muß man im Leben vielleicht am teuersten bezahlen
( von Karl Hagenbeck)

Snuffy

Hallo, wurde der Kreuzer nur 1 mal getroffen, oder war es ein Fächer. Dass er so schnell unter gegangen ist. Mfg: Willi.

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