V-Waffen auf deutschen U-Booten

Begonnen von wirbelwind, 03 März 2013, 11:12:37

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chattius

Hallo
Nur dass die V1 auf der Risszeichnung keine Startrakete hat. Die V1 brauchte um 300km/h um den Motor zu zünden. Ohne Startrakete nur mit Katapult müsste man wohl auch noch gegen den Wind laufen... Dann müsste das Katapult bugwärts.
Die Walter-Raketen für die Me323 hatten 500kp Schub, müsste jemand ausrechnen ob Brenndauer und Schub ausreichend gewesen wären um die Zündgeschwindigung zu erreichen.
Ich kenne aber keinen Test einer landbasierten V1 mit einer Startrakete ?

MFG Chattius

bettika61

Zitat von: scharrenberg am 08 März 2013, 21:31:13
Wegen der kurzen Zeit von Kriegsende in Deutschland bis zum ersten Start der "LOON" scheint es mir möglich, dass die USN sich bei der "CUSP" auf deutsche Konstruktionsunterlagen abgestützt hat,
Hallo,
JB2-Loon war eine Kopie der V1, die die Amerikaner im Krieg entwickelt  haben,KGW-1 die Marine Version
"A navalized version, designated KGW-1, was planned to be used against Japan from LSTs (Landing Ship, Tank)....The U.S. Navy's version, the KGW-1, later redesignated LTV-N-2, was developed to be carried on the aft deck of submarines in watertight containers. The first submarine to employ them was the SS-348 Cusk which successfully launched its first Loon on February 12, 1947, off Point Mugu, California http://en.wikipedia.org/wiki/Republic-Ford_JB-2

Foto Cusk # http://commons.wikimedia.org/wiki/File:USS_Cusk;0834807.jpg

Durch den Nachbau der V1 waren die Amerikaner mit den Einsatzmöglichkeiten der V1 vertraut ,daraus resultierten die Befürchtungen vor einem deutschen Angriff auf das amerikanische Festland von U-Booten aus.
Wilhelm Hellmold hat dies in seinem Buch "Die V1 (Eine Dokumentation)" beschrieben
und Auszüge aus einem amerikanischen Bericht vom 1.2.1945 zitiert:

"Ein amerikanischer Fachmann beschrieb detailliert die technischen Möglichkeiten und bestätigte die von Admiral Ingram, Oberbefehlshaber der US Navy im Atlantik, an die Öffentlichkeit gerichtete Warnung vor deutschen V1-Angriffen, da die Deutschen, so der Admiral, in sehr kurzer Zeit in der Lage sein wurden, wenigstens 300 U-Boote mit V1-Raketen bestückt auslaufen zu lassen. Dem amerikanischen Bericht ist folgender Auszug entnommen:
»Bei windstillem Wetter ist die Treffgenauigkeit fliegender Bomben, die nach Kreiselkompasspeilungen von U-Booten aus gestartet werden, am größten. Bei weniger günstiger Witterung geht sie entsprechend zurück, da die auf dem Verdeck errichtete Startrampe jede Bewegung des Bootskörpers mitmacht.
Für die Beförderung fliegender Bomben durch U-Boote kommen zwei Möglichkeiten in Betracht:
1. Lagerung der Einzelteile innerhalb des druckfesten Bootskörpers und Zusammenbau an Deck vor dem Start.
2. Unterbringung der startfertigen V1-Geräte in einer offenen Halle an Deck, die vom Wasser überflutet werden kann.
Die Unterbringung der Einzelteile im Innern des Bootes gestattet die Mitnahme einer beträchtlichen Anzahl von fliegenden Bomben, da das Gesamtgewicht eines VI-Gerätes weniger als 3 Tonnen betragt, die beim Trimmen des U-Bootes durch Umpumpen der gleichen Gewichtsmenge Seewasser leicht ausgeglichen werden können.
Startfertige VI-Gerate im Bootsinnern unterzubringen, ist nicht möglich, da die Größe der hierzu erforderlichen Ladeluke die statische Widerstandsfähigkeit des Bootskörpers wesentlich beeinträchtigen würde. Deshalb läßt  sich der Ausweg nicht umgehen, die Geräte zerlegt zu stauen und die Einzelteile vor dem Start an Deck zusammenzubauen. Dazu müsste aber das U-Boot verhältnismäßig lange aufgetaucht bleiben, und das würde eine ebenso lange Unterbrechung der Gefechtsbereitschaft des U-Boots bedeuten,die auf einem Standort in nur 300 km von der Küste, also im Bereich der gegnerischen See- und Luftüberwachungskräfte, nicht tragbar ist.
Bei Unterbringung der V1-Geräte an Deck, in einem nicht gegen Wassereintritt gesicherten Aufbau vor dem Turm, ist es zweifelhaft, ob ein U-Boot mehr aIs höchstens 4 fliegende Bomben mitführen kann.
Es liegt auf der Hand, daß der Mantel einer an Deck untergebrachten Robot-Bombe verstärkt werden muss, damit sie den Druck der größten Tauchtiefe des U-Boots auszuhalten vermag. In Anbetracht des verhältnismäßig kleinen Durchmessers der Bombe dürfte die Durchführung dieser Maßnahme allerdings nicht schwierig sein.
Ein U-Boot mit 2 oder 4 VI-Geräten an Bord kann diese vor der amerikanischen Atlantikküste innerhalb von wenigen Minuten in aufgetauchtem Zustand starten, um dann sofort wieder zu tauchen. Überdies ist das U-Boot nach dem Start der mitgeführten VI-Geräte in der Lage,
Einsatzaufgaben üblicher Art zu erfüllen. Da die Halle an Deck überflutet wird, beeinträchtigen Mitnahme und Start der VI-Geräte die Trimmlage des U-Boots nicht nennenswert, und es braucht nur die Wasserverdrängung der VI-Geräte, nicht aber ihr gesamtes Gewicht durch Trimmung ausgeglichen zu werden.
Taktisch gesehen ist es wahrscheinlich günstiger, die V1-Geräte an Deck unterzubringen. Der eigentliche Start erfordert lediglich einen Stahlaufbau auf dem Verdeck ähnlich dem Flugzeug-Katapult, mit dem das britische U Boot M2 ausgestattet war.«
"

zitierte Quelle: Beurteilung der V1 durch den Gegner 1.2.1945, Militärarchiv Freiburg. 8A-2826

Grüsse
Beate
Grüße
Beate

,,Wer sich nicht an die Vergangenheit erinnern kann, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen." George Santayana

Spee

Servus,

welche Erkenntnisse? Praktisch gab es doch keine, oder wurde eine V1 von einem deutschen U-Boot gestartet?
Servus

Thomas

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