U 842 Indienststellungsrede

Begonnen von Maurice Laarman, 05 Mai 2013, 20:27:39

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Maurice Laarman

Da ich mit ein Bericht beschäftigt bin über eine Niederländische Zwangsarbeiter auf die AG Weser, habe ich mal meine Unterlagen nachgeforscht was ich mehr zur dieses Thema habe. Dazu gehört auch einiges über die U-842, wie diese Indienststellungsrede von Wolfgang Heller.

Wenn man liest wie begeistert man offenbar war um auszulaufen, an Krieg teil zu nehmen, und wenn mann dann auch weisst das 7 Monaten später alle 56 Besatzungsmitglieder die Tode fanden, ist es schwer vor zu stellen. Jedoch war es so, es ist ein interessante Einblick in die damalige Zeitgeist. Man sollte auch bedenken das zur dieser Zeit die U-Bootverluste noch nicht so hoch angestiegen waren, aber das sich rasch änderte. Zur Zeit der Probefahrten und übungen fing es wirklich an mit die Niedergang..

Vielleicht ist es für Jemand interessant. Wer weitere Angaben hat zur U 842, ausser die bekannte Sachen, kann gerne auf dieses Thema antworten. Meinungen zur mein oben genannte Meinung sind natürlich auch wilkommen!

Gruss,

Maurice

suhren564

Hallo Maurice,

natürlich wußte keiner der Besatzung, wie hoch zu dieser Zeit die Verlustrate war, aber daß die 1. Feinfahrt die Gefährlichste ist, wußten alle !
1942 waren alle U-Bootangehörigen sehr postiv den Zielen der Regierung eingestellt! Warum auch nicht? Nazi-Deutschland war auf dem Höhepunkt seiner Expansion, und die meisten Bürger glaubten auch an einen Sieg. Deshalb ist eine Indienststellungsrede auch nicht unbedingt als bestimmende Meinung des Kmdt. zu werten. Dies war nur bestimmten notwendigen, seinerzeit nötigen Sprachregelungen geschuldet.
Gruß Ulf

Nie darf man so tief sinken, von dem Kakao, durch den man euch zieht, auch noch zu trinken.... 
Erich Kästner

RonnyM

Würde ich auch sagen, die Rede passt voll auf die seinerzeitige Lage. Zu der Zeit war man ja noch voller Hoffnung. Auf dieser Euphorie-Welle befand sich ja auch die Bevölkerung dank der täglichen Propaganda-Meldungen.

Grüße Ronny
...keen Tähn im Muul,
over La Paloma fleuten...

Maurice Laarman

Danke für eure Antworten.
Ja, das stimmt, deshalb ist es auch ein interessantes Zeitdokument. Es werde mich interessieren wie die Reden aussahen in 1944. Hat Jemand ein Vergleich?

Habe die Text mal abgeschrieben damit es besser lesbar ist.

Indienststellungsrede

               
                           Bremen, d.1 März 1943
Meine Besatzung!

Nach langen Wochen und Monaten gründlicher Ausbildung stehen wir heute hier auf einem U-Boot, das klar ist zur Indienststellung. Und dieses Boot gehört uns. Kameraden, welch unbändiger Stolz und welch beglückende Freude liegt in diesem Wort: es ist u n s e r Boot, mit dem wir fahren werden, fahren gegen den Feind zur See, um ihn zu schlagen, wo immer wir ihn treffen werden.
Von dem heutigen Tage ab gehören wir nun in dieser Zusammensetzung gemeinsam der Waffe an, auf die Heimant mit stolzen Vertrauen blickt, denn sie ist es, mit der allein wir heute England schlagen und in die Knie zwingen können und werden. Zäh ist die Gegner, hart und ausdauernd, zäher und härter aber willen wir sein, wenn wir in absehbarer Zeit auslaufen zu unsern Feindfahrten.
Aus Erfahrung anderer wie auch aus eigener Anschauung wissen wir, das wir von dieser Werft ein Boot erhalten, auf das wir uns verlassen können. Denn hier lebt und wirkt jeder Mann, von einfachen Arbeiter bis zu den höchsten leitenden Stellen mit seinem Herzen für die U-Waffe mit, und wo das Herz dabei ist, gelingt auch das Werk. Und so tragen auch wir, die nun dies fertige Werk mit und durch uns zum lebendigen und scharfen Schwert machen, den Glauben an den Sieg in unserm Herzen. Mit ganzen Kraft werden wir uns einsetzen in fester Kameradschaft, um getreu unserm Fahneneid jederzeit unsere Plicht zu erfüllen, um mitzuhelfen in diesem gewaltigen Völkerringen, unserer Heimat Sieg und Frieden zu erkämpfen. Und somit stelle ich jetzt auf Befehl unseres Oberbefehlshaber U 842 in Dienst.

Stillgestanden!
Heiss Flagge und Wimpel!
Rührt Euch!
U 842 ist in Dienst gestellt. In dieser stolzen Stunde grüssen wir unsern Führer und Obersten Befehlshaber, Adol Hitler, und geloben ihm, als eine fest verschworene, Tod und Teufel nicht füchtende Kampfgemeinschaft stets für ihn und unser Deutschland unser Leben einzusetzen.

Unser Führer und Oberster Befehlshaber, Adolf Hitler,

Sieg Heil!

Trimmer

Hallo Maurice - ich habe zwar keinen Text von 1944 aber zumindest der ganze erste Teil der Rede könnte so oder in ähnlicher Form auch bei den Briten, den Amis oder der SU gewesen sein. Den Treueschwur auf Adolf gab es eigentlich bis zum Ende.

Gruß - Achim - Trimmer
Auch Erfahrung erhält man nicht umsonst, gerade diese muß man im Leben vielleicht am teuersten bezahlen
( von Karl Hagenbeck)

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