Entmagnetisierung

Begonnen von Sperrmaat314, 13 Oktober 2010, 16:14:59

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wirbelwind

Hallo Alex,
so was machten die ,,bösen Deutschen" im 2. WK :-D Wie verhielt es sich denn umgekehrt, da ja die Briten auch mit Magnetminen arbeiteten :?

MfG Rüdiger

suhren564

Hi Rüdiger,

die Briten/Franzosen waren zu Kriegsbeginn von den dtsch. Magnetminen überrascht worden. Sie hatten aber schnell die Entmagnetisierung im Griff.
Deutscherseits war diese Maßnahme m.W.n. zumindest bei den ÜW-Einheiten üblich, da die KM vom Vorhandensein brit. Magnetminen ausging, was zu dieser Zeit noch nicht der Fall gewesen zu sein scheint. Deshalb wurden z.B. ja auch die Sperrbrecher so ausgebaut, daß sie diese Minenart zündeten.

http://de.wikipedia.org/wiki/Sperrbrecher#Sperrbrecher

Gruß Ulf

Nie darf man so tief sinken, von dem Kakao, durch den man euch zieht, auch noch zu trinken.... 
Erich Kästner

wirbelwind

Hallo Ulf,
danke für Deine Antwort. War es auch nicht so, dass die Briten dann Minen mit Geräuschmembranen hatten :?Glaube, hier im Forum davon gelesen zu haben. Zumindest soll ein U-Boot beim Anwerfen seiner Dieselmotoren in einem französischen Hafen davon betroffen gewesen zu sein.
MfG Rüdiger

suhren564

Hallo Rüdiger,

ja das hatten sie auch dann.
Du meinst bestimmt U415 unter dem Kommando des jetzt kürzlich verstorbenen Herbert A. Werner.
Angeblich soll das dieselgeräusch die Mine zum Explodieren gebracht haben. es kann aber auch sein, daß es eine "normale"Magnetmine mit Überlaufzähler gewesen ist.
Gruß Ulf

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Erich Kästner

wirbelwind

Hallo Ulf,
danke für Deine Antwort. Die Sache mit der Akustikmine hast Du ja bereits in einem anderen Tread beschrieben. Habe es nochmals nachgelesen. Läßt sich mit Bestimmtheit sagen, ob ausser U 415 noch andere deutsche U-Boote vom gleichen Schicksal betroffen waren ?
MfG Rüdiger

suhren564

Hi Rüdiger,

mir fällt da spontan U 526 ein.
Welchen Thread meinst du?
Gruß Ulf

Nie darf man so tief sinken, von dem Kakao, durch den man euch zieht, auch noch zu trinken.... 
Erich Kästner

wirbelwind

Hallo Ulf,
der Thread heißt ,,Verlust von U 526 (Kptl. H. Möglich) und wurde von Rheinmetall eröffnet. Darin beschreibst Du auch, dass U 415 im Hafen von Brest durch die Explosion einer Akustikmine 2 Tote hatte.
MfG Rüdiger

suhren564

Zitat von: wirbelwind am 24 Juni 2013, 19:16:27
Hallo Ulf,
der Thread heißt ,,Verlust von U 526 (Kptl. H. Möglich) und wurde von Rheinmetall eröffnet. Darin beschreibst Du auch, dass U 415 im Hafen von Brest durch die Explosion einer Akustikmine 2 Tote hatte.
MfG Rüdiger

Hallo Rüdiger,
Daran siehst du mal
1. wie oft ich mich wiederhole und
2. wie oft ich auf @Rheinmetalls Fragen antworte  :MLL:

Man sollte auch nicht vergessen, daß die dtsch. U-Bootwaffe schon zu Beginn des Krieges einige Verluste durch Minen hatte. Inwiefern dies Magnetminen waren, entzieht sich zz meiner Kenntnis.

Gruß Ulf

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Erich Kästner

hillus

#23
Moin,

nachdem Olaf (Olpe) schon einige Details zur Entmagnetisierung bei sowjetischen U-Booten schrieb, steuere ich nunmehr zwei Fotos bei, wie diese U-Boote vor- bzw. nach der Entmagnetisierung aussahen, dass sagt nun mal das Foto nicht. Seine Fotos zeigen zwei KILO-Boote (Projekt 877-PALTUS). Ich stelle einmal einen FOXTROT (Projekt 641) und dann ein Atom-U-Boot mit Torpedobewaffnung vom Projekt 627-A (NATO-Code NOVEMBER) ein.

So schauts!
hillus

t-geronimo

Eine interessante und mir eher unbekannte Optik.
Wie lange gab es die wohl und warum wurde sie später wieder modifiziert (von neueren Booten kennt man sie ja nicht mehr, oder habe nur ich sie verpasst?)?
Gruß, Thorsten

"There is every possibility that things are going to change completely."
(Captain Tennant, HMS Repulse, 09.12.1941)

Forum MarineArchiv / Historisches MarineArchiv

wirbelwind

Hallo,
Ulf, Du schreibst zu den verschiedenen Themen eine Menge Interessantes. Da kann es schon passieren, das da was durch die Lappen geht. Ich habe damit jedenfalls kein Problem. 8-). Die von Hillus in den Thread gestelten Fotos finde ich auch sehr aufschlussreich!Eine Frage habe ich noch. Läßt es sich verifizieren, wie das Verhältnis von verlegten Magnetminen zu Akustikminen war :?
MfG Rüdiger

Schorsch

Hallo zusammen!

Ich will auch noch ein paar Hinweise loswerden. Beim Lesen der letzten Frage von Rüdiger könnte der Eindruck entstehen, dass Fernzündungsminen entweder magnetisch oder akustisch ausgelöst werden. Das mag in der Anfangszeit des Einsatzes solcher Minen durchaus zugetroffen haben, jedoch birgt diese Trennung der Zündverfahren die Möglichkeit, solche Minen durch das Hervorrufen möglichst großer ,,Schlüsselreize" relativ leicht und gezielt zu räumen.

Sehr bald ging man dazu über, Zünder zu bauen, die nur durch das Auftreten der richtigen Kombination der verschiedenen akustischen, hydrodynamischen und magnetischen Felder eines Schiffes die Zündung der Mine auslösten. Es reichte also z.B. nicht mehr aus, mit einer GBT durch das vermutete Feld von Fernzündungsminen zu klöppeln, wenn nicht gleichzeitig den Zündern das Magnetfeld und die Druckverteilung eines vorbeifahrenden Schiffes vorgegaukelt werden konnte. Letztlich wurden sogar die verschiedenen Frequenzen, aus denen sich das Geräusch eines fahrenden Schiffes aufbaut, oder die Richtung der Änderung des Magnetfeldes genutzt, zu entscheiden, ob eine Mine gezündet wurde oder nicht.

Mit freundlichen Grüßen
Schorsch
'Judea, London. Do or Die.'

"Ubi dubium ibi libertas." (Wo Zweifel ist, da ist Freiheit.)

suhren564

Hallo,

ergänzend zu Schorsch kommen ja noch die Impulszähler dazu, die ein mehrmaliges Überlaufen zuließen und somit den Räumdiensten die Arbeit erschwerten.
Erstaunlich ist der Einsatz/Nichteinsatz der Druckmine. Die SKl und auch A.H. ließen keine großen Verminungen mit diesem Minentyp zu, weil sie befürchteten, daß die Alliierten, wenn sie dann den Mechanismus entdeckten, ihre eigenen Druckminen im Ostsee/ Skagerrak/Kattegat legen würden. Damit wäre der U-Bootkrieg noch mehr erschwert worden. Erst kurz vor der Invasion wurden einige wenige Druckminen verlegt.
Gruß Ulf

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Erich Kästner

wirbelwind

Hallo Schorsch und Ulf,
wieder dazu gelernt. Vielen Dank für die Infos top.Noch etwas nachgeschoben. Sind die beschriebenen Minen dann auch in der Ostsee / Nordsee von den Allierten verlegt worden, um die U-Boot-Ausbildung zu stören bzw. ist bekannt, ob dadurch U-Boote in Ostsee / Nordsee verloren gingen :?
MfG Rüdiger

suhren564

Hi Rüdiger,

klar sind die dann auch in der Ostsee benutzt worden. Es sind einige Verluste bei den U-Booten aufgetreten, u.a. auch die Verluste an Typ XXI-Booten, die schon i.D. gestellt waren.
z.B. U 2342; U 3520;U 923 ( nicht geklärt, da Raketenteile im Wrack gefunden wurden); U3519; U 367 (sowj. Mine); U843;
Gruß Ulf

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Erich Kästner

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