Atom-U-Boot K-152 NERPA geht an Indien

Begonnen von hillus, 28 Oktober 2011, 17:25:30

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olpe

Zitat von: hillus am 07 April 2012, 17:34:16
K-??? KABAN
Werft N° 519
1994 auf Stapel
2002 42% Fertigstellungsgrad
2006 Orderung von Indien
11.2008 Weiterbau für Indien
Hallo Jochen,
danke für die umfangreiche Info ...  top :MG:

Bei der Werftbau-N° 519 K-??? "KABAN" hält sich hartnäckig der neue Name "IRBIS", welche nach Projekt 09719 (wie die "NERPA") für die IN weitergebaut werden soll ...
Nun, seeing is believing ... mal schaun, was so aus der Werfthalle in Komsomolsk-am-Amur rollt ...  :-)
Grüsse
OLPE


der erste

In dem Blog findet Ihr noch einen Film über die INS "Chakra" http://livefist.blogspot.de/

olpe

Hallo,
technisch nicht uninteressant bei der ex. K-152 "NERPA", nun INS "CHAKRA", ist, dass augenscheinlich im Bugbereich oberhalb der Torpedorohre die Ausstoßeinrichtungen und Klappen für die 533mm-hydroakustischen Täuschkörper MG-74 "Korund" ausgebaut wurden:

Hier der Bug der INS "CHAKRA". Oberhalb der Torpedorohre fehlen die Ausstoßeinrichtungen ...
INS "CHAKRA" (I)
INS "CHAKRA" (II)

Eine Skizze des Ursprungprojektes.

Boote des ursprünglichen Projektes:
K-331 "MAGADAN" (Pazifikflotte)
AKULA-Boot in der Pazifikflotte  (der Name an der Stelling gehört zum Nachbar-U-Boot)

Grüsse
OLPE


olpe

Hallo,
hier ein Link zu einem sehr schönen Video von der Überführungsfahrt der INS "CHAKRA" ex. K-152 "NERPA" ... ich hoffe, es ist nicht schon in einen anderen post aufgetaucht ...  :? Sehenswert ... Die Bildqualität läßt sich mit dem kleinen 'Zahnrad' erhöhen ...

http://www.youtube.com/watch?v=u3s4fqt0-jM

Grüsse
OLPE


hillus

Hallo,

darüber ist außer dem Bau von K-152 NERPA für Indien nicht viel bekannt. Der aktuelle Stand der Erkenntnisse über den Fortgang der Gespräche mit Indien zu einem 2. Leasingboot ist nicht weiter gediehen, als im Beitrag von Manfred steht.
Allerdings gehen diese Gespräche oder vielleicht nur der Gedankenaustausch schon seit 2006. Hier das Wichtigste zu den Booten Projekt 971, die in Fernost gebaut wurden.

Bei der SSZ N° 199, heute OAO AMURSKIY SUDOSTROITELNYY ZAVOD in Komsomolsk na Amure, waren insgesamt elf Boote Projekt 971 geordert. Davon wurden bisher acht Boote abgeliefert, zuletzt K-152 NERPA als Leasingboot an Indien. Für die restlichen drei Boote wurden bisher folgende Daten bekannt:

K-??? IRBIS         Werft N° 519
1994 auf Stapel
2004 60% Fertigstellungsgrad   
2006 Orderung von Indien angekündigt

K-??? BIZON                   Werft N° 520
1990 auf Stapel
03.1998 25% Fertigstellungsgrad
auf der Helling abgebrochen   

K-???                               Werft N° 521
1991 auf Stapel
03.1992 12% Fertigstellungsgrad
auf der Helling abgebrochen

hillus



hillus

#22
Nach einem PC-Crash kann ich nun wieder loslegen!

Moin!!

Lenta.ru meldete am 21.10.2013

Indien beabsichtigt, mit Russland einen Vertrag zur Miete des zweiten atomaren U-Bootes des Projektes der 971 SHCH-B, ähnlich dem Vertrag zum vorherigen atomaren U-Boot NERPA, zu unterschreiben, das derzeit auf Leasingbasis gemietet wird. Wie die Zeitung "Kommersant" schreibt, könnte das Abkommen im Verlauf des Treffens des Ministerpräsidenten Indiens Manmohan Singh mit dem Präsidenten Russlands Wladimir Putin am 21. Oktober 2013 unterschrieben werden. Der neue Vertrag der Miete soll ebenfalls langfristig angelegt sein. Andere Einzelheiten des möglichen Abkommens sind bisher unbekannt.

Darüber, dass das Verteidigungsministerium Indiens beabsichtigt, von Russland das zweite atomare U-Boot in Pacht zu übernehmen, wurde bereits im März 2013 mitgeteilt. Der fertige Bootskörper (Druckkörper-Erg. hillus) dieses Atom-U-Bootes befindet sich auf Stapel in der Bauhalle des Amur Schiffsbaubetriebes (in Komsomolsk na Amure-Erg. hillus). Indien plant, den Fertigbau dieses U-Bootes zu finanzieren und dann zu pachten. Nach dieser Mitteilung begannen beide Seiten mit ihren Verhandlungen.

Das erste U-Boot des Projektes 971 haben die Seestreitkräfte Indiens im Frühjahr 2012 übernommen. Das atomare U-Boot, das den Namen CHAKRA bekam, wurde Indien auf Pachtbasis für die Periode von zehn Jahren im Rahmen eines entsprechenden Abkommens übergeben, dessen Wert ca. 900 Millionen Dollar beträgt. Derzeit ist CHAKRA das einzige atomare Unterwasserschiff im Bestand der indischen Seestreitkräfte. Es hat eine Wasserverdrängung von 12.000 Tonnen und kann bis auf eine Tiefe von bis zu 600 Metern tauchen. Die Unterwasser-Geschwindigkeit beträgt bis zu 30 Knoten und ist bereits mit dem Raketenkomplex CLUB-S und den neuen Torpedos ausgerüstet.

Anmerkung:
1. Die Ratifizierung eines diesbezüglichen Vertrages wurde bisher nicht veröffentlicht.
2. Die Tatsache, dass das Amur-Schiffbauwerk auf Anordnung des Verteidigungsministers keine Atom-U-Boote mehr bauen sollte, stellt die Frage in den Raum, wer soll es denn fertigstellen???
3. Den Bootskörper aus der Bauhalle zu ziehen, vorher entsprechend zu konservieren, auf evtl. TRANSSHELF zu verladen und zur OAO PO SEVMASH zum Fertigbau zu überführen, halte ich für recht gewagt.

Aber:
Wenn Indien bezahlt, ist das natürlich kein Problem, zuzüglich der höheren Überführungskosten nach Indien selbst.

hillus


hillus

Hallo,

lange hörte man nichts vom ehemaligen russischen U-Boot K-152 NERPA bzw. dem Verbleib seines Kommandanten Kapitän 1. Ranges (deutsch Kapitän zur See) Lawrentjew. Dazu kam jetzt diese Meldung.

Der ehemalige Kommandeur des Atom-U-Bootes K-152 NERPA setzt den Dienst in der Flotte fort

Der ehemalige Kommandeur des atomaren Garde-U-Bootes К-152 NERPA Dmitrij Lawrentjew setzt den Dienst in der Pazifikflotte als Kommandant des Atom-U-Bootes K-322 KASHALOT fort.
Wie jetzt bekannt wurde, bekleidet Kapitän 1. Ranges Lawrentjew jetzt das Amt des Kommandanten des Atom-U-Bootes K-322 KASHALOT (Projekt 971 - NATO  Code AKULA I), das sich derzeit zur Reparatur in der OAO ,,Amurskij sudostroitjelnyj sawod" (OAO Amur-Schiffbauwerk) in Komsomolsk na Amure befindet. Wie Dmitrij Lawrentjew mitteilte, "...wollte er wieder Kommandant eines U-Bootes des Projektes 971 SHCHUKA-B (NATO Code AKULA) sein, wie er es bereits beim Atom-U-Boot K-152 NERPA war. Er verzichtete dabei auf eine vom Kommando der Flotte angebotene Erhöhung der Dienststellung. Die Beziehungen zum Personal der Amur Schiffsbauwerke als auch zur Besatzung der K-322 KASHALOT entwickele sich ausgezeichnet. Für ihn ist ehrlicher Dienst in seiner Tätigkeit das Wichtigste."

Es sei erinnert, dass am 9. November 2008 auf dem atomaren U-Boot K-1252 NERPA eine Tragödie geschah, die das Leben von 20 Menschen forderte. Während der Probefahrten im Japanischen Meer schlug das System der Feuerlöschanlage LOKHS unbefugt an, in dessen Ergebnis in zwei Bugabteilungen eine Mischung des giftigen Freon-Gases zur Löschung von Bränden freigesetzt wurde. Insgesamt befanden sich an Bord des Atom-U-Bootes 208 Besatzungsangehörige und Werftfachleute. Im Resultat der Havarie starben 20 Mann, davon 17 Fachleute der Abnahmekommission, weitere 21 Mann von 38 Verletzten mussten mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht werden.

Ursprünglich wurde der Brückenmaschinist Dmitrij Grobow, angeblich wegen falsch reguliertem Sensor für die Lufttemperatur in der Wohnabteilung, im Sinne des Strafgesetzbuches für das Zufügen des Todes wegen Unvorsichtigkeit, angeklagt. Dies sieht einen Freiheitsentzug von bis zu fünf Jahren vor. Im Gefolge der Untersuchungen der Militär-Staatsanwaltschaft der der Pazifikflotte der Russischen Föderation kam es wegen angeblicher Schlamperei der Besatzung zur Anklage des Kommandanten des atomaren U-Bootes K-152 NERPA Dmitrij Lawrentjew sowie des ehemaligen Brigadechefs Kapitän 1. Ranges Sergej Sachartschenko der 72. Sonderbrigade Baubelehrungs- und Werftlieger-U-Boote, die für den Bau und Inbetriebnahme des neu gebauten U-Bootees in Bolschoj Kamen verantwortlich war. Im Mai 2011 trug das Gericht dem Antrag der Anwälte des Kommandanten des Atom-U-Bootes Dmitrijs Lawrentjew und dem Maschinisten Dmitrij Grobow Rechnung und übergab die Strafsache zur Betrachtung an die Geschworenen, die einen Freispruch erklärten. Im Januar 2012 war dann das Atom-U-Boot K-152 als Leasingboot an die Seestreitkräfte Indiens offiziell übergeben worden. In der indischen Kriegsmarinebasis Wischakchapatnam fand dann am 4. April 2012 die offizielle Zeremonie der Indienststellung des Atom-U-Bootes in den Bestand der indischen Flotte unter dem Namen CHAKRA statt. Laut dem Vertrag wird sich das Atom-U-Boot für 10 Jahre im Bestand der Seestreitkräfte Indiens befinden.

Bemerkung:
Das U-Boot K-322 KASHALOT befindet sich seit 11 Jahren in der Werft und konnte bis heute nicht fertiggestellt werden!!!  :BangHead:

übersetzt und ergänzt von hillus

Wer im Original nachlesen möchte, dann hier: http://www.navy.ru/news/navy/?ELEMENT_ID=167698

bodrog

ZitatDas U-Boot K-322 KASHALOT befindet sich seit 11 Jahren in der Werft und konnte bis heute nicht fertiggestellt werden!!!  :BangHead:

vielleicht kann man aufgrund dieser Angabe auch mutmaßen, dass man russischerseits gewillt ist, dieses Boot wieder einsatzklar zu bekommen...

angesichts der massiven maritimen Investitionen in den letzten Jahren würde mich das jetzt nicht verblüffen  :MV:

andererseits wäre die Kohle bei Infrastrukturmaßnahmen sicherlich sinnvoller angelegt (wer russische Straßen kennt, weiß was ich meine)

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