Suche Abbildungen der Funktechnischen Einrichtungen des Kreuzers LEIPZIG

Begonnen von Nikolaus Sifferlinger, 02 Februar 2021, 21:08:07

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Nikolaus Sifferlinger

Sehr geehrtes Forum,

Schreibe die Lebensgeschichte eines Offiziers, der
vom 30. September 1931 bis zum 27. September 1933 auf dem Leichten Kreuzer LEIPZIG,
zuerst zur Baubelehrung und dann als FT-Offizier (Funkoffizier) war.

Es ist mir bewusst das Fotos von Funkräumen selten sind (da geheim), aber vielleicht hat ein Forumteilnehmer trotzdem einen Hinweis wo ich
vielleicht eine Abbildung der Funkräume der LEIPZIG finden könnte.

Mit besten Grüßen
Nik

Nikolaus Sifferlinger

Die Nachrichtenanlagen der LEIPZIG bestanden aus:

Funksenderaum (Plattformdeck Abteilung XI):
1 Langwellensender 1 KW, Telefunken Spezial 490 S
1 Kurzwellensender 1 KW,  Telefunken Spezial 486  S
1 Langwellenempfänger, 6 Röhren, 6 Kreis, Telefunken Spezial 464 S
2 Kurzwellenempfänger, 6 Röhren, 3 Kreis, Telefunken Spezial 516 S
1 Kurzwellensender 1 KW, Telefunken Spezial 487 S
1 Kurzwellensender 1 KW, Telefunken Spezial 488 S
1 Kurzwellensender 0,4 KW Telefunken Spezial 489 S
1 Funksprechgerät, Telefunken Spezial 783 S

Funkempfangraum (Aufbaudeck, unter achterem Leitstand)
2 Langwellenempfänger 66,67 – 1500 kHz, Telefunken Spezial 464 S
3 Kurzwellenempfänger 1500 – 7500 kHz, Telefunken Spezial 516 S
1 Funkpeiler mit Geniokreuz , Navigatorischer und taktischer Peiler 75 – 3000 kHz, Telefunken Spezial 1144 N
1 Rundfunkempfänger Owin L 73 W
1 Langwellenempfänger 1500 – 2300 kHz, Telefunken E 381 H

Z-Funkstelle (Kommandoturm)
1 Kurzwellensender Telefunken Spezial 614
1 Kurzwellenempfänger Telefunken Spezial 600
1 Funksprechgerät Telefunken Spezial 783 S
Horchraum (unteres Plattformdeck Abteilung XIII)
1 Nahhorchgeräteempfänger (NHG)
1 Gruppenhorchgeräteempfänger 22 E (GHG)
NHG- und GHG-Apparate im Kartenhaus

Echolot (Stauung Abteilung XVI)
Flachlot und Tieflot (5KVA S-Anlage)
UT (Unterwassertelephonie)

Dazu gab es für die Energieversorgung noch den Umformerraum 1 (Stauung Abteilung XIII) und Umformerraum 2 (Plattform Abteilung XIII).
Die Antennenanlage wurde regelmäßig den neuesten Erkenntnissen angepasst.

Zu dem Gruppenhorchgerät finden sich bei Helmuth Giessler  interessante Angaben zur Entwicklung: ,,Die ersten einfachen Gruppenhorchanlagen mit sechs elektromagnetischen Empfängern in gerader Anordnung auf jeder Seite und einem Kompensator waren 1935 auf den alten Linienschiffe eingebaut. Bei dem Einsatz der HANNOVER als Zielschiff für die Torpedoschießübungen der Flottillen wurden hiermit eingehende Erprobungen angestellt. Die Flottillenchefs erhielten erstmalig die Möglichkeit, anlaufende Torpedos zu horchen und zu peilen. Bei Gefechtsschießübungen übte man auch das Ausweichen vor anlaufenden Torpedos.
Man lernte die charakteristischen Geräusche der einzelnen Schiffsklassen und der Torpedos zu unterscheiden."

Hab einiges an alten Telefunken, DEBEG und Lorenz Unterlagen bestellt und hoffe darin das eine oder andere Gerät in Abbildung zu finden.

LG
Nik

Peter K.

Die Angaben stammen offenbar aus Willi SCHULTZ, Kreuzer Leipzig 1929-1946, der sich wiederum auf BA-MA TS 298 M 3 (PG 57412 / MP), dem Schiffbuch II des Kreuzers, als Quelle bezieht. Allerdings fehlt in der Aufstellung die Z-Funkstelle (Kommandoturm) mit
1 KW-Sender Spezial 614 Telefunken
1 KW-Empfänger Spezial 600 Telefunken
1 Funksprechgerät Spezial 783 S Telefunken

BTW, kennst du diese Seite?
Grüße aus Österreich
Peter K.

www.forum-marinearchiv.de

Nikolaus Sifferlinger

Hallo Peter
Quelle: ja das Buch von Willi Schultz zur LEIPZIG

Internet-Seite kannte ich noch nicht

vielen Dank

Nik

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