Was war mit Prien

Begonnen von Axel Niestlé, 19 Dezember 2025, 11:07:13

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Axel Niestlé

Was war mit Prien?

Fast 35 Jahre lang galten U 47 und seine Besatzung als verschollen, nachdem sich 1991 herausgestellt hatte, dass die ursprüngliche Nachkriegs-Verlustangabe nachweislich falsch war. Der Kommandant von U 47, Korvettenkapitän Günther Prien, war zweifellos der bekannteste deutsche U-Boot-Offizier während des Zweiten Weltkrieges. Nach seinem spektakulären Einbruch in den britischen Kriegshafen Scapa Flow auf den Orkney-Inseln und der Versenkung des Schlachtschiffes HMS Royal Oak war er am 18. Oktober 1939 als erster Angehöriger der deutschen Kriegsmarine mit dem Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes, dem bis dato höchsten deutschen Tapferkeitsorden, ausgezeichnet worden. Durch die propagandistische Darstellung dieses herausragenden Erfolgs in der deutschen Wochenschau und allen Printmedien im Deutschen Reich wurde Prien alsbald zum Vorzeigesoldaten und bekanntesten Gesicht der Kriegsmarine.

Dank intensiver Recherche ist es nunmehr gelungen, das Schicksal des Bootes und seiner Besatzung zu klären. Dafür wird in der neuen Publikation erstmals der Ablauf der letzten Feindfahrt von U 47 in detaillierter Form auf der Grundlage der vorhandenen deutschen und englischen Quellen zusammengestellt. Das Ergebnis ist Operationsgeschichte 'at its best'. Darüber hinaus kommt auch der komplizierte Umgang mit dem Verlust von U 47 auf deutscher und alliierter Seite zur Sprache. Dank der Auswertung der verschollen geglaubten Personalakte von Günther Prien wird zudem erstmals auch der im Anhang wiedergegebene zivile und militärische Lebenslauf dieses herausragenden Offiziers in vollständiger Form publiziert.

Die neue Veröffentlichung kann ab sofort über den Verlag Edition Erich Gröner und in Kürze auch über die Webseite des Verlages hier im Forum bestellt werden. Wir hoffen, dass die Druckerei rechtzeitig liefert, so dass vielleicht noch vor Weihnachten mit der Auslieferung begonnen werden kann.

Axel Niestlé – Was war mit Prien?
40 Seiten, zwei farbigen Operationskarten, 25 S/W-Bilder, 6 Faksimile-Abdrucke, Format 21 x 21 cm, Softcover 300 g/m²

Preis 9,90 € zzgl. 3,00 € Versandkosten (Inland).
Sie dürfen diesen Dateianhang nicht ansehen.


Urs Heßling

moin

... herausragene Offizier ...
... der ohne den Untergang der NIOBE vielleicht nie Marineoffizier geworden wäre ...

Gruß, Urs
"History will tell lies, Sir, as usual" - General "Gentleman Johnny" Burgoyne zu seiner Niederlage bei Saratoga 1777 im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg - nicht in Wirklichkeit, aber in George Bernard Shaw`s Bühnenstück "The Devil`s Disciple"

t-geronimo

Wunderbar!  :-)

Die erste Bestellung ist raus ( :lol: ) und weitere können über die Webseite des Verlages getätigt werden:

 --/>/> https://verlag-edition-erich-groener.de/
Gruß, Thorsten

"There is every possibility that things are going to change completely."
(Captain Tennant, HMS Repulse, 09.12.1941)

Forum MarineArchiv / Historisches MarineArchiv

kalli

Wem die Bestellung über die Webseite des Verlages wegen fehlendem Outlook nicht möglich sein sollte, der kann mir auch eine PN schicken. Ich leite sie dann an die Versandabteilung des Verlages weiter.

Axel Niestlé

Zitat von: Urs Heßling am 19 Dezember 2025, 11:42:18... herausragene Offizier ...
... der ohne den Untergang der NIOBE vielleicht nie Marineoffizier geworden wäre ...

Hallo Urs,

Zustimmung! 'Ein U-Bootkommandant von bester und vollkommenster Prägung' gemäß dem laufenden Beurteilungsbericht des Flo-Chefs vom 8. Januar 1940, der im vollen Wortlaut im Heft als Faksimile abgedruckt ist.

Beste Grüße
Axel

Axel Niestlé

Liebe Freunde,

die Hoffnung, dass die Druckerei es vielleicht doch noch vor dem Weihnachtsfest schafft, den "Prien" rechtzeitig zu liefern, hat sich leider zerschlagen. Die Festtage mitten in der Woche waren da wohl nicht dienlich. Wir bitten deshalb alle der zahlreichen Besteller noch um etwas Geduld. Wir von der Edition Erich Gröner hoffen aber, dass es gleich zu Beginn des neuen Jahres dann wirklich klappt. Spannender Lesestoff zum Start von 2026 kann ja auch nicht schaden. Zudem können versichern, dass der Jahreswechsel, anders als bei vielen sonstigen Dingen, keine Preiserhöhung mit sich bringt!

Mit den besten Wünschen für die restlichen Festtage

Axel Niestlé

 

Axel Niestlé

Liebe Freunde,

nach einigen unerwarteten Schwierigkeiten mit der Druckerei ist es nun endlich soweit: die bereits bestellten Exemplare der Neuerscheinung gehen heute in den Versand!

Die Edition Erich Gröner bittet um Nachsicht für die Verzögerung bei der Auslieferung. Wir können zwar gute Bücher machen, aber den professionellen Druck überlassen wir weiterhin lieber den Profis. Aber um die Weihnachtsfeiertage kommen leider manchmal auch Profis ins Schleudern, was Fertigstellungstermine angeht.

Wir wünschen allen Bestellern viel Spaß beim Lesen und freuen uns natürlich auch über die eine oder andere Rückmeldung hier im Forum.

Für alle interessierten Leser, die Ihr Exemplar noch nicht bestellt haben, sei der Hinweis auf die Webseite des Verlags hier im Forum Marinearchiv gestattet.

Mit den besten Grüßen

Axel Niestlé

Lothar W.


Flip_M

Ich habe gestern mein Exemplar erhalten und gleich voller Spannung durchgelesen.
Zunächst erstmal sei ein großer Dank an den Verfasser und den Verleger gerichtet, sich solch "nischigen" Themen auch weiterhin zu widmen und diese zu verlegen. Fundierte U-Boot-Literatur ist heute bzw. leider schon lange nicht mehr selbstverständlich.
Die Broschüre ist vom Umfang her recht kurzgehalten und liest sich dementsprechend schnell innerhalb ein paar Stunden durch, was jedoch auch dem Thema geschuldet ist. Insofern handelt es sich quasi um eine Art Fachartikel.
Das Thema "Was war mit Prien" wird nüchtern, aber absolut lesenswert aufgearbeitet. Neben der Rekonstruktion der letzten Feindfahrt begeistert vor allem die Darlegung der formal-bürokratischen Vorgänge und der  propagandistischen Intentionen nach Priens Tod. Dessen Dienstbeurteilung schärft zudem nochmal die Sicht auf die letzte Feindfahrt (und überhaupt auf Priens Gesamterfolge), insbesondere darauf, dass die Erfolge nicht zufälliger Natur waren, aber auch, welch Tücken eine Kriegsfahrt trotz der offensichtlichen Fähigkeiten dieses Kommandanten unterworfen war.
Von daher: absolute Kaufempfehlung für den U-Boot-Interessierten.
 

Axel Niestlé

Vielen Dank für die Rezension. Das freut uns als Verlag. Wir hätten es auch nicht besser schreiben können! Rückmeldungen von Lesern stellen eine wichtige Informationsquelle für Verlage und Autoren dar. Bücher bzw. Veröffentlichungen in dieser "Nischensparte" werden in erster Linie deshalb geschrieben, weil der Autor "Bock darauf hatte". Wenn sich dann jemand findet, der eine Rückmeldung darüber gibt, ob das Thema vernünftig bzw. zufriedenstellend bearbeitet wurde, sollte dies nicht dazu dienen, das Ego des Autors zu fördern oder den Verlag glücklich zu machen, sondern die Qualität der Arbeit zu verbessern. Ohne Rückmeldung ist in etwa so, als wenn die Hausfrau als Köchin von den Gästen oder dem Rest der Familie die Rückmeldung "ist o.k., kann man essen" erhält.

In diesem Sinne mit den besten Grüßen

Axel Niestlé

Muchibushi

Hervorragende Publikation! Ausgezeichnete Recherche. Das Thema des schwierigen und extrem gefährlichen U-Boot-Krieges wird sehr gut beleuchtet. Was ist also mit der Prien passiert? Wahrscheinlich führte eine Fehlfunktion des Tauchsystems beim Ausweichen vor den Wasserbomben des Zerstörer Wolverine dazu, dass das U-Boot in unvorstellbare Tiefe abtauchte und unterging.

Mit freundlichen Grüßen, Vladislav.

Urs Heßling

moin,

Zitat von: Muchibushi am 19 Januar 2026, 19:45:23... eine Fehlfunktion des Tauchsystems ...
neben dieser denkbaren Erklärung steht die Möglichkeit menschlichen Versagens aufgrund "Überbelastung" beim Bedienen des "Systems"

Zitat von: Flip_M am 18 Januar 2026, 12:01:57absolute Kaufempfehlung für den U-Boot-Interessierten.
Das bin ich nicht; und meine Marinebücher- bzw. Zeitschriftenschrank ist übervoll
Lieber Axel, deswegen hier eine Frage an Dich :
Wie sieht es mit der Autorenschaft des Prien-Buchs "Mein Weg nach Scapa Flow" aus ?
Hat er es wirklich selbst verfaßt ? oder hatte er Autorenhilfe ? ... oder war es gar ein "Ghostwriter" ?

Gruß, Urs
"History will tell lies, Sir, as usual" - General "Gentleman Johnny" Burgoyne zu seiner Niederlage bei Saratoga 1777 im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg - nicht in Wirklichkeit, aber in George Bernard Shaw`s Bühnenstück "The Devil`s Disciple"

Axel Niestlé

Lieber Urs,

zu Priens Buch kann ich nur soviel sagen: ich weiß es nicht! Aber die Antwort darauf ist ja auch eigentlich ohne Belang, weil sie am Inhalt nichts ändern würde.

Erlaube mir die Gegenfrage: Hattest Du als aktiver Schnellboot-Kommandant (zum Glück in Friedenszeiten) genügend freie Zeit, um nebenher ein Buch zu schreiben? Fakt ist jedenfalls, dass viele U-Boot-Kommandanten im Krieg schon große Schwierigkeiten damit hatten, ein den Vorschriften und Befehlen gemäßes Kriegstagebuch für ihr Boot zu schreiben. Damit erübrigt sich die Frage nach weiteren literarischen Ergüssen.

Was ich aus eigenen Gesprächen mit Klaus Korth, der ja auch ein Buch mit Wolfgang Lüth als Co-Autor veröffentlicht hat, sagen kann, ist, daß er nur Stichworte geliefert hat.

Zum Prien-Heft: das passt locker als Gute-Nacht-Lektüre auf Deinen Nachttisch!

Beste Grüße

Axel

Urs Heßling

moin, Axel,

Zitat von: Axel Niestlé am 20 Januar 2026, 13:14:48Hattest Du als aktiver Schnellboot-Kommandant (zum Glück in Friedenszeiten) genügend freie Zeit, um nebenher ein Buch zu schreiben?
Kein ganzes Buch, aber ein Kapitel :O/Y

Auf meinem Nachttisch liegt Hilary Mantels Cromwell-Trilogie ... aber ich denke drüber nach :wink:

Gruß, Urs
"History will tell lies, Sir, as usual" - General "Gentleman Johnny" Burgoyne zu seiner Niederlage bei Saratoga 1777 im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg - nicht in Wirklichkeit, aber in George Bernard Shaw`s Bühnenstück "The Devil`s Disciple"

Flip_M

#14
Zitat von: Axel Niestlé am 19 Januar 2026, 14:52:16Vielen Dank für die Rezension. Das freut uns als Verlag. Wir hätten es auch nicht besser schreiben können! Rückmeldungen von Lesern stellen eine wichtige Informationsquelle für Verlage und Autoren dar. Bücher bzw. Veröffentlichungen in dieser "Nischensparte" werden in erster Linie deshalb geschrieben, weil der Autor "Bock darauf hatte". Wenn sich dann jemand findet, der eine Rückmeldung darüber gibt, ob das Thema vernünftig bzw. zufriedenstellend bearbeitet wurde, sollte dies nicht dazu dienen, das Ego des Autors zu fördern oder den Verlag glücklich zu machen, sondern die Qualität der Arbeit zu verbessern. Ohne Rückmeldung ist in etwa so, als wenn die Hausfrau als Köchin von den Gästen oder dem Rest der Familie die Rückmeldung "ist o.k., kann man essen" erhält.

In diesem Sinne mit den besten Grüßen

Axel Niestlé

Ehre, wem Ehre gebührt; gerade wenn das Werk auch handwerklich besticht  (Quellenumfang und Auseinander/Zusammensetzung zu einem verständlichen Gesamtbild) und es sich, wie bereits geschrieben, interessant liest. Klar, das Ego sollte dadurch nicht poliert werden, aber freuen darf sich Autor und Verlag dann aber doch ein wenig und das zurecht, denn: zufriedene Autoren/Verlage haben gewiss mehr Elan, das Niveau auch weiterhin zu halten, als unzufriedene .... Ausserdem ist es definitiv eine Leistung, wenn Geschichte aus dem ,,Dunkel" gezerrt wird und für Interessierte sichtbar gemacht wird. Da steckt mehr als nur kostbare Zeit und ,,Bock" dahinter.

Mal davon abgesehen, habe ich mir auch schon häufiger, wie im Buch ebenfalls aufgeworfen, die Frage gestellt, ob sich irgendwann eine Tauchroboter-Expedition finden täte, die zu so manchem Boot tauchen würden! Lohnt sowas aus finanzieller Sicht! Wie teuer wäre sowas? Immerhin wären im Nordatlantik mehrere Kilometer zu überbrücken. Spannend wäre es allemal.

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