Schlachtkreuzer oder großes Panzerschiff

Begonnen von Sven L., 20 Juni 2026, 21:44:38

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Sven L.

Ein abendliches Hallo in die Runde,

Aus (für mich) gegebenen Anlass möchte ich mal Meinungen bzgl. Schlachtkreuzer oder großes Panzerschiff von euch erfragen.

Hintergrund:

Bei J. Dülffer, Weimar, Hitler und die Marine findet sich eine Textstelle die sich auf Kreuzerkampfgruppen bezieht und die ich hier zur Verdeutlichung einstelle:
Zitat... . Carls forderte weiter neben ausreichenden Vorräten im Lande eine Bündnispolitik auch gegenüber Staaten in Übersee, um von dort her ebenfalls einen totalen Krieg gegen England und Frankreich führen zu können. Sein Schiffbauplan sah neben einer Heimatflotte mit sechs Schlachtschiffen H, neben U-Boot-Verbänden und großen einzeln operierenden U-Booten die Bildung von Kampfgruppen aus je einem Schlachtkreuzer, schweren Kreuzer und Flugzeugträger, vier Handelszerstörern, fünf U-Booten und Versorgungsschiffen vor.
Im weiteren steht zu lesen, dass vier solcher Kampfgruppen von nöten wären.

Zu einem deutschen Bauprogramm hatte Harold hier einen "Weihnachtswunschzettel" niedergeschrieben.

Für mich von interesse ist derzeit die Frage ob nun Schlachtkreuzer, wie der geplante Typ O, oder doch eher wie Harold schreibt:
ZitatF
G  ... zwei Reaktionen auf Dunkerque, mit 26.000 ts und 2xIIII-28cm (war 1934 angedacht!),
H
J  ... beide "Neuentwurf II" aus 1934, als Antwort auf mögliche Kalibersteigerung, mit ebenso 26.000 ts und 3xIII-35cm.

Wobei für F und G auch eine SA-Bewaffnung äquivalent zur Scharnhorst-Klasse, alternativ 30,5-cm, beides in drei Drillingstürmen, in Frage kommen könnte.

Wie würdet ihr entscheiden und wie würdet ihr den Schiffstyp konfigurieren?

Planungszeitraum wäre ab Frühjahr 1938.
Grüße vom Oberschlickrutscher
Sven


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Solange man seinen Gegner nicht bezwungen hat, läuft man Gefahr, selbst bezwungen zu werden.
Clausewitz - Vom Kriege

Smutje Peter

Hallo Sven die 30,5 machen schon deshalb Sinn, weil die recht schnell verfügbar gewesen wären.
 
Gruß

Peter aus Nürnberg

Smutje Peter

Wie schnell wären die wohl mit einer 110000 Ps Dieselanlage gewesen. Die wäre nämlich verfügbar gewesen. Ich schätze mal 28 kn. Damit wären sie in See wohl kaum langsamer als Dunkerque gewesen. Und
 besser gepanzert obendrein.
Gruß

Peter aus Nürnberg

Smutje Peter

Für den realen Entwurf D 3c wird bei 26000 tonnen und 220m Länge bei 27m Breite für 110000 WPs Dieselantrieb 30 kn angegeben.
 
Gruß

Peter aus Nürnberg

Sven L.

Hallo Peter,

Da ich annehme, dass die Flottenführung schnelle Schiffe hätten haben wollen, gehe ich von Geschwindigkeiten von 32+ aus.
Grüße vom Oberschlickrutscher
Sven


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Smutje Peter

Hallo Sven
Da hast Du Recht. Sowohl das alte 30.5 L 50 Geschütz als auch die Geschwindigkeit währen für 1938 nicht mehr zeitgemäß.
Gruß

Peter aus Nürnberg

Sven L.

Hallo Peter,

Ich habe gestern ein Blick in Die deutsche Kriegsmarine-Rüstung 1942-1945 geworfen. Da gab es 1942 mehrere Schlachtkreuzer-Projekte. Unter anderem auch zwei (P1 und P2) mit reinem Dieselantrieb bei 90.000 PS sowie 27,8 bzw. 27,5 kn. Für diese war sogar eine Flak-Seezielartillerie (12,7 cm) vorgesehen.
Aber das sind Entwürfe von 1942. Für 1938 sah es anders aus.
Grüße vom Oberschlickrutscher
Sven


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Sven L.

#7
Für 1938 muss man die dort vorhandene Situation berücksichtigen. Da stelle ich mir persönlich etwas deutlich kleineres vor. Es gab ja nicht nur ein Personal-Problem auf den Werften, sondern es war auch die Stahlzuteilung ein Problem.
Grüße vom Oberschlickrutscher
Sven


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wirbelwind

Moin,

das ewige Ringen mit der Stahlquote. Der Panzerbau, der Ausbau der U-Boot-Flotte, um nur einige Projekte zu nennen, alle benötigten Stahl. Da mussten Entscheidungen getroffen werden, die letztendlich zu Lasten der noch geplanten Dickschiffe 1942 gingen.

MfG Wirbelwind

Sven L.

Hallo wirbelwind,

es geht um 1938 und auch da gab es Engpässe, weil die Zuteilung maßgeblich war. Insgesamt geht es hier aber um Überlegungen wie ich es in Post #1 formuliert habe.
Grüße vom Oberschlickrutscher
Sven


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wirbelwind

Moin Sven,

Dein Anliegen hab ich schon verstanden. Die Stahlquote war und blieb aber, ob 1938 oder 1942 ein wichtiges Kriterium, ob es nun zum weiteren Ausbau der DKM mit Großschiffen kam oder eben nicht. Die Aufrüstung und später der Ersatz durch materielle Verluste z.Bsp. im Heer setzte dem Bau von Dickschiffen, neben anderen Faktoren, sehr enge Grenzen.

MfG Wirbelwind 

Sven L.

Ja, mit dem sowohl als auch hast du vollkommen recht. Nur in der Kriegsmarine könnten sich einige der höheren Ränge einfach nicht von den Schlachtrößern gedanklich freimachen. Darum wurde um 1942 trotzdem fleißig an den Dickschiffen festgehalten.

Aber ein paar Gedanken zur Eingangsfrage wären schon schön.
Grüße vom Oberschlickrutscher
Sven


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Smutje Peter

Hallo Sven
Mit Rücksicht auf den ozeanischen Einsatz sollten die Schiffe Diesel oder gemischten Antrieb haben. Als Bewaffnung halte ich 6 x 28 cm oder 6 Geschütze einer neuen 30,5 am wahrscheinlichsten. etwas wie die historische 30,5 cm C39. MAN hätte wohl rechtzeitig den V 12 Z 42/58 liefern können, aber ich denke im K-Amt hätte man wohl eher die Reihenmotoren mit Hilfsmotoren wie für den Kreuzer M eingeplant.   
Gruß

Peter aus Nürnberg

Sven L.

Hast du Vorschläge für die Abmessungen deiner Entwurfs-Idee?
Grüße vom Oberschlickrutscher
Sven


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Smutje Peter

Interessant währe hier wohl der Einbau von Mehrzweckgeschützen für MA und s Flak. Allerdings halte ich das angesichts der Entwurfs-Beamten im K-Amt für eher unwahrscheinlich. Etwas wie den 10,5cm Flakturm C38 der H- Klasse nur mit 12,8 cm Kaliber Patronenmunition und mechanischen Ladehilfen. Gewicht für den stabilisierten Zwillingsturm von etwa 45 bis 50 to. 
Gruß

Peter aus Nürnberg

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