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Begonnen von TomShark, 19 August 2026, 20:02:07

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TomShark

Zitat von: Gabler am 27 August 2026, 19:39:12Hallo Rainer,

sehr gut, das passt ja perfekt. Und mein Namensgeber muß es ja wissen ;-) Habe noch ein wenig in der Tauchvorschrift geblättert: Dort wird der Restauftrieb in Tonnen angegeben, die Messung bzw. Einstellung scheint  nur für den Trimmversuch erforderlich, wenn das Boot gerad so unter Wasser liegt; Zitat (Nr. 81):

ZitatDurch Fluten der Regler nach den Befehlen des L.I. wird das Boot zunächst
ohne Berücksichtigung des Trimms auf einen Restauftrieb von etwa 2 t gebracht.
Jetzt ist das Boot in seiner Längsstabilität weich geworden und wird mit kleinen
Trimmitteln durchgependelt, um die Restluft aus den Tauchzellen zu bringen.
Durch weiteres Zufluten in die Regler wird das Boot auf den befohlenen
Restauftrieb gebracht. Von 2 t Restauftrieb ab meldet der L.I. laufend das
Abnehmen des Restauftriebes.
Weiter unten dann:

ZitatSind Restauftrieb und Trimm wie befohlen hergestellt, meldet
L.I. an K.: ,,Restauftrieb beträgt x t, Boot liegt nullastig".
(Es ist der Restauftrieb anzugeben, den das Boot bei eben überfluteter
Turmdecke hat.)
Sofern ich das richtig verstanden habe, erfolgt der Versuch stationär, also ohne Fahrt, das Boot sinkt also nur duch Fluten der Zellen und nicht dynamisch duch Eigenfahrt. Sonst wird der Restauftrieb nicht mehr weiter erwähnt. Fragt sich noch, warum der eine Wert in Rot markiert ist. Vielleicht ist das ein Sollwert für die Tauchfahrt oder der o.e. Restauftrieb bei überfluteter Turmdecke.

Gruß

Gabler

Grundsätzlich ist das alles schlüssig. Nur die Zahlen nicht. Tonnen können es nicht sein (selbst wenn es Hektotonnen wären, wäre das ja gerade so / nicht mal ganz die U-Wasserverdrängung vom VIIer). Prozent kanns aber auch nicht sein, weil bei "40" wäre der Bootskörper ja bereits vollständig unter Wasser.

Theo

Zitat von: TomShark am 27 August 2026, 20:44:09Grundsätzlich ist das alles schlüssig. Nur die Zahlen nicht. Tonnen können es nicht sein (selbst wenn es Hektotonnen wären, wäre das ja gerade so / nicht mal ganz die U-Wasserverdrängung vom VIIer). Prozent kanns aber auch nicht sein, weil bei "40" wäre der Bootskörper ja bereits vollständig unter Wasser.

Hallo TomShark,
eben nicht, bei 40 ist das Boot aufgetaucht, der Restauftrieb ist eben sehr hoch.
Mit zunehmender Tauchtiefe verringert sich der Restauftrieb und deswegen zeigt die Skala beim vollständigen unterschneiden der Wasseroberfläche 0 an, da es keinen Auftrieb mehr gibt.
 


Gabler

Hallo Rainer,

Deiner Überlegung zu den Werten stimme ich zu. Die Frage ist nun, wie genau ist der "Restauftrieb" definiert, da habe ich auch etwas Verständnisschwierigkeiten und folgendes überlegt: Nach wiki hat das VIIC/41-Boot aufgetaucht eine Verdrängung von 759t und in getauchtem Zustand 860t, also 101t Wasserverdrängung mehr. Nun behauptet ein gewisser Archimedes seit geraumer Zeit, daß der Auftrieb eines Körpers im Wasser dem Gewicht des verdrängten Volumens entsprechen soll. Wenn das stimmt, dann ist der Auftrieb des Bootes unter Wasser ja größer und nicht etwa kleiner, da die Verdrängung ja größer wird. Mit "Restauftrieb" scheint also nur (!) die verbleibende Gewichtsreserve gemeint zu sein, die das Boot aufnehmen kann, bis es vom aufgetauchten Schwimmzustand in den getauchten Schwebezustand kommt, und dieser wird immer kleiner, je schwerer das Boot wird. Damit würde sich der Verlauf der Skala - abnehmend von unten nach oben - erklären, bin aber nicht ganz sicher, ob das stimmt. Wenn so, dann hätte das Boot also einen maximalen "Restauftrieb" von 101t.

Dann habe ich mal die U-Boot-Kunde (M.DV 371) für das Typ VII konsultiert. Dort sind die Inhalte der Tauchzellen 1,3 und 5 mit zusammen 103m³ angegeben (die Tauchbunker 2 und 4 haben zusammen nochmal knapp 50m³ und sind anfänglich mit Öl gefüllt, was leichter als Wasser ist und nach und nach durch Seewasser ersetzt wird). Das scheint zumindest von der Größenordnung her zu passen. Aber auf der linken Skala für den Restauftrieb steht ganz unten die "40" und nicht etwa "101". Wirklich erklären kann ich mir diese Zahl auch nicht.

Immerhin eine Annäherung: Wenn man das Ziffernblatt ganz unten genau betrachtet, so ist auf der rechtens Seite beim Tiefgang die unterste Markierung mit "5" (m) versehen. Der normale Tiefgang des aufgetauchten Bootes liegt irgendwo bei 4,7-4,9m, die Linse der Flüssigkeitssäule im Glas sollte also in aufgetauchtem Zustand etwas unterhalb der 5m-Markierung liegen. Die "40"-Markierung links liegt aber deutlich oberhalb der rechten 5m-Markierung, ich schätze mal bei einem Tiefgang von etwa 5,2m. Ich weiß nicht, ob eine Gewichtszunahme von 100-40=60t nur zu einem solchen etwas größeren Tiefgang führt, halte das aber für nicht ausgeschlossen, da das Boot in diesem Tiefgangsbereich seine größte Grundfläche hat. Auch erinnerlich ist mir, daß das Boot nach dem Auftauchen in ausgeregeltem Schwebezustand etwa einen halben Meter tiefer lag und erst nach dem Ausblasen vollends aufschwamm. Vielleicht passt das ja irgendwie zusammen mit diesem Restauftriebswert von "40".

Übrigens, eine "0" ganz oben links ist nicht angegeben, der oberste Strich über der 0,2 hat kein Beschriftung. Der Buchstabe "C" befindet sich zwischen diesen beiden Markierungen, das ist bestimmt kein Zufall. Es wird vmtl. das Kürzel für den Restauftrieb sein.

TomShark

Zitat von: Theo am 27 August 2026, 23:46:39
Zitat von: TomShark am 27 August 2026, 20:44:09Grundsätzlich ist das alles schlüssig. Nur die Zahlen nicht. Tonnen können es nicht sein (selbst wenn es Hektotonnen wären, wäre das ja gerade so / nicht mal ganz die U-Wasserverdrängung vom VIIer). Prozent kanns aber auch nicht sein, weil bei "40" wäre der Bootskörper ja bereits vollständig unter Wasser.

Hallo TomShark,
eben nicht, bei 40 ist das Boot aufgetaucht, der Restauftrieb ist eben sehr hoch.
Mit zunehmender Tauchtiefe verringert sich der Restauftrieb und deswegen zeigt die Skala beim vollständigen unterschneiden der Wasseroberfläche 0 an, da es keinen Auftrieb mehr gibt.
 



Sorry, Denkfehler! Danke für den Hinweis.

TomShark

#19
Hallo Gabler und Theo,

ich denke mit dem Restauftrieb liegen wir richtig. Ich hatte bisher die Vermutung, dass sich die Angaben mglw.
auf den oberhalb der Schwimmwasserlinie liegenden Anteil der druckfesten Verdrängung bezieht.
Das stimmt nicht, allerdings hat es damit zu tun.

Soweit ich das jetzt recherchieren konnte, zeigt die Skala den konstruktiven! Restauftriebswert in t, welcher wiederum davon abhängig ist, wieviel der druckfesten Verdrängung oberhalb/unterhalb der Schwimmwasserlinie liegt.

Angenommen das stimmt so, bringt mich das aber zu der Frage, was der eigentliche Mehrwert dieser Anzeige war. Der Restauftrieb ist ja keine feste oder lineare Größe, ganz im Gegenteil.
Der tatsächliche Restauftrieb musste ja im Trimmversuch überhaupt erst festgestellt werden.
Was dann die "Werksseite" Referenz auf der Anzeige bringt, ist mir nicht wirklich schlüssig.

Ideen dazu?

Zum ominösen "C" konnte ich nach wie vor keinen Anhalt finden. Vielleicht ist aber auch einfach die Beschriftung unvollständig, und es soll "0,1" heißen? Passen würde es ja ungefähr. Und er oberste Strich dann "0".

Liebe Grüße!

TomShark

Ich hab die Zahlenangaben von euch mal hier ins Bild eingefügt, ist etwas anschaulicher

TomShark

Habe noch eine bessere Aufnahme bekommen, da ist alles deutlich zu sehen. Und das C ist definitiv ein C. Die Idee dass es vlt eine abgeblätterte Beschriftung sein könnte, fällt also aus

Thor

Hallo Tom,

hab' das beiliegende Foto für Dich von U-30 - Quelle: BAMA, W-04/17026.

Gruß
David
"Wooden ships with iron men beat iron ships with wooden men" - Zusammenfassung der Seeschlacht von Lissa (1866)

TomShark

Danke David für das super Foto! Da steht's sogar noch gleich drauf :)

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