Fliegerangriff am 03.04.44 auf Hafen Korfu

Begonnen von Zerstörerfahrer, 28 April 2007, 13:36:26

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Zerstörerfahrer

Aus dem KTB der 15. L.-Flottille, NARA-Mikrofilm.



1.Gefechtsbericht SF 118

über Fliegerangriff am 03.04.44 auf Hafen Korfu.

07.25 Uhr anfliegen sechs einmotoriger Jäger von Westen, Überfliegen Stadt Korfu und greifen aus der Sonne den Hafen an. Flughöhe ca. 1500m, Bombenwurf erfolgte im Sturzflug. Bomben fallen in freies Gelände der Westzitadelle und Hafen. Gebäude- und Glasschaden. 3 Griechen tot, 3 Griechenverletzt. Bei der Truppe keine Verletzte.
Abwehr erfolgte durch Vierlingsflak SF 118 und 2cm Breda im Hafen bzw. Westzitadelle. Eigene Waffen erst beim Sturzflug in Reichweite. Waffenwirkung nicht beobachtet.


11.20 Uhr, sechs einmotorige Jäger anfliegen von SW in ca. 2000m Höhe, überfliegen Stadt Korfu, angreifen mit Bomben den Hafen. Bombenwurf erfolgt im Sturzflug. Volltreffer im Treibstofflager Hafen, Lager ausgebrannt, Verluste.
In der Nähe stehendes LW.-Gerät und LKW verbrannt, ein Kohlenprahm angebrannt, zweiter in der Nähe liegender Prahm und ein LKW gerettet. Splitterschäden an Gebäuden und Motorseglern, keine Verluste.
Abwehr durch Vierlingsflak SF 118 und 2cm Breda des Hako. Eigene Waffen erst bei Sturzflug in Reichweite, gute Lage und Wirkung besonders bei letztem Flugzeug beobachtet, das darauf Sturzflug abbricht und vorzeitig Bomben auslöst. Notwurf in Innenstadt.
Flugzeug kommt mit Rauchfahne ausser Sicht.
Munitionsverbrauch 420 Schuss.



Fortsetzung folgt...

Zerstörerfahrer


2. Gefechtbericht SF 118.



Am 03.04.44 erfolgte um 15.35 Uhr ein Angriff feindlicher einmotoriger Jäger und zweimotoriger Bomber, Typ nicht festgestellt, auf Stadt und Hafen Korfu. Anzahl schwankt von verschiedenen Beobachtern zwischen 9 und 11 Maschinen.
Neun Maschinen greifen die im Hafen liegende SF 118 an. Abflug erfolgt aus der Sonne heraus in 2000m Höhe aus SW-Richtung. Gehen zum Tiefflug über und beschiessen mit Bordwaffen die Fähre. Daraufhin erfolgen Bombenreihenwürfe von insgesamt 11 Bomben. 2 Bomben fielen in 30 bis 15 Meter Entfernung und 1 Bombe traf die Fähre an Steuerbordseite Vorkante der Bühne und durchschlug den Bohlenbelag. Diese detonierte auf dem Träger, wodurch die Flakbedienung ausfiel und 3 Schwer- und 3 Leichtverletzte hatte.
Das Geschütz wurde an mehreren Stellen beschädigt und fiel aus. Der Aufbau und der Bohlenbelag der Fähre fingen Feuer, da mit Brandmunition geschossen wurde. Die Ladung von 5 to. Olivenöl sowie die an Oberdeck stehende Munition wurde dadurch vernichtet.
Beide Achterschiffe fingen ebenfalls Feuer und explodierten. Beide Brennstoffbehälter waren vollgetankt und an Deck befanden sich keine Benzinfässer.

Zustand der Fähre nach Löschen des Feuers:
Schwimmfähig, 2/3 des Bodenbelages verbrannt, Aufbau und Vierling 2cm C 38 vollkommen vernichtet. Achterschiffe vollkommen ausgebrannt. 2 Pontons an Steuerbordseite durch Bombensplitter von oben durchlöchert. RAG-Gerät und Backbord-Ankergeschirr durch Bordwaffenbeschuss beschädigt.

Der Munitionsverbrauch des Geschützes bei diesem Angriff bis Ausfall betrug 365 Schuss.

Nachsatz:
Durch Aussage des Unteroffiziers Schwadten, Karl 1.Maschinenwart auf SF 118, ist die Fähre am 08.04.44 wiederum von feindlichen Maschinen angegriffen worden und bekam einen Bombenvolltreffer mittschiffs in Höhe des Trägers 3. Der Träger ist in der Mitte durchgebrochen, sowie sämtliche Verbindungsträger.
Durch diesen Volltreffer sind Pontons leck geworden und die Fähre nicht mehr schwimmfähig.
Die Vorschiffe befanden sich bereits halb unter Wasser.


Göthel
Btsmt. und Kommandant




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