Amerika und das Unternehmen Indigo

Begonnen von Scheer, 14 Oktober 2003, 13:19:26

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Scheer

Mitte 1941 wuchs bei dem brit. Premierminister Winston Churchill die Zuversicht, daß sich die Schlacht im Atlantik zu Gunsten der Allierten wenden würde.
In einer geheimen Rede in Unterhaus führte er zwei wichtige Gründe dafür an.

1.
Das Unternehmen Barbarossa.
Der Einmarsch der deutschen Truppen in Russland würde die deutschen Kräfte so stark binden, daß eine Invasion in England kaum noch wahrscheinlich schien.
Die Seestreitkräfte, die zur Abwehr einer möglichen Invasion, der Home Fleet zugeteilt waren konnten nunmehr wieder zur U-Boot Abwehr in den Nordatlantik entsand werden.

2.
Indigo
Unter diesen Codewort verbarg sich die geplante Besetzung Islands durch amerikanische Truppen.


Am 1.Juli lief die amer. Task Force 19 aus.
Der Geleitzug bestand aus 4 Truppentransportern mit 4000 US-Marines sowie 2 Frachtern mit der Ausrüstung dieser Truppen.
Gesichert wurde der Geleit von den Schlachtschiffen ARKANSAS und NEW YORK, den Leichten Kreuzern BROOKLYN und NASHVILLE sowie 13 Zerstörern.
Am 07.Juli gingen die Marines der 1st Provisional Marine Brigade in Reykjavik an Land und begannen umgehend damit, sich auf der Insel einzurichten.
Am 06.August folgte die Patrol Wing 7. Diese bestand aus einer Staffel Consolidated Catalinas sowie einer Staffel Martin Marauder,
Insgesamt umfassten die Fliegerstaffeln 36 Maschinen.
Sie unterstützten die ca. 50 Aufklärungsflugzeuge der Royal Air Force, welche sich schon auf Island befanden.

Weiterhin wurden nach der Besetzung zwei Marineverbände geschaffen.
Die Task Force 1 mit den Schlachtschiffen ARKANSAS, NEW YORK und TEXAS sowie die Denmark Strait Patrol mit den Schlachtschiffen IDAHO, MISSISIPPI und NEW MEXICO.
Ihre offizielle Aufgabe sollte es sein, als Aufklärer unter dem Befehl der Royal Navy zu dienen. Ihr wahres Einsatzziel war jedoch mit Sicherheit die Verhinderung eines evtl. Durchbruchs des deutschen Schlatschiffes TIRPITZ oder eines der deutschen Kreuzer in den Atlantik. Oder auch die Verhinderung eines Rückmarsches der Brest-Gruppe (SCHARNHORST, GNEISENAU, PRINZ EUGEN) in die deutschen Heimathäfen.

Anfang September wurde die amer. Streitmacht auf Island nochmal um 5000 Soldaten der US-Army vergrößert. Island wurde zu einer Festung ausgebaut.

Mit der erfolgreichen Besetzung Island begann das Wirken der Denmark Patrol. Diese diente als Geleitzugsicherung mit Flugzeugen und Überwassereinheiten und schloß eine der Lücken in der Sicherung der Nordatlantikgeleite.

Indigo stellte eine wichtige Säule im Aufbau einer erfolgreichen U-Boot-Abwehr im Nordatlantik dar.

Amerika begann damit sich immer stärker in den Kampf um den Atlantik einzubringen

kalli

@Scheer
mal ein Tipp zum Thema :
Schau Dir unbedingt mal folgendes an im
www.politikforen.de
unter Politische Foren, Geschichte / Hintergründe findest Du vom Champion Klaus E. Daniel den Beitrag "Island im 2. WK und danach"

Scheer

Ach ja, KED

Wie schreibt er dort in einem Posting nach seinen Ausführungen-
"Saß eine Menge Arbeit drin"

Schau mal hier rein.
http://www.woydt.be/politik/inde70de.htm

Dann vergleiche mal. DIe größte Arbeit war wohl das Rausformatieren der Inhaltsangabe.
Ich glaube so etwas hatten wir schon mal.  :wink:

Der Beitrag von mir war ursprünglich für eine andere Seite vorgesehen und ist seit etwa 8 Monaten fertig. Dann kam meine Kur und ich hatte ihn vergessen. Beim Durchsehen meiner Sicherungsdisketten fand ich ihn wieder und habe ihn mal als Info eingestellt. Er ist selbst geschrieben und basiert auf Informationen aus dem Doppelbänder von Clay Blair.

Scheer

Noch mal ganz auf die Schnelle gefunden.

Beitrag KED:
http://www.politikforen.de/beitrag_1333.htm

und aaaachtung:
http://www.dhm.de/lemo/html/biografien/StalinJosef/

Ein Schelm wer dabei böses denkt  :D

kalli

@Scheer
wir kennen doch "unseren" KED - Smilie wieder falsch gesetzt :)  ?
Nebenbei gesagt was Stalin, Bucharin, Sinowjew, Kamenjew, Trotzki und auch Lenin betrifft ( und auch viele andere z. B. Militärs ) brauche ich keine Internetseiten.
Ach so was ich noch sagen wollte. Wenn KED gerne abschreibt und er das Internetforum braucht- so soll er das tun. Meine Altersweiheit sagt mir folgendes :
Vielleicht erreicht er Leute damit, vielleicht tut es ihm gut als sinnvolle Beschäftigung - man sollte diesbezüglich tolerant sein- oder irre ich jetzt ?

Der_Alte

Ich kipp hier grade vom Stuhl!

Im Thread "Dresden" zietiert KED was von seinem Freund Heinz...in diesem zitierten Text finden sich wiederum Äusserungen, die von mir stammen und zwar Buchstabe für Buchstabe!

Nicht zu fassen! :evil:
Achtung! Texte von "Der Alte" könnten Spuren von Ironie, Sarkasmus, Denkanstössen und freier Meinungsäußerung enthalten!
www.marinesims.de

kalli

@Der Alte
einiges habe ich bei KED auch schon gefunden oder zumindest als Plagiat erahnt.
Aber das geht dann aber wirklich zu weit.

Mario

Der Hauptgrund für die amerik. Besetzung Islands war sicher die Entlastung der überstrapazierten britischen Armee. Dies konnte ohne eine Kriegserklärung durch den Kongress erfolgen.
Die US-Hemishären-Verteidigungsstrategie beruhte hauptsächlich auf der Erhaltung der Seeherrschaft. Das größte Unglück wäre eine Niederlage Großbritanniens und eine Übergabe der Flotte an Deutschland gewesen. Dies mußte unter allen Umständen verhindert werden. Zumal es ja immer noch die starke franz. Flotte gab.

Der_Alte

Zitat von: Scheer
Am 1.Juli lief die amer. Task Force 19 aus.
Der Geleitzug bestand aus 4 Truppentransportern mit 4000 US-Marines sowie 2 Frachtern mit der Ausrüstung dieser Truppen.
Gesichert wurde der Geleit von den Schlachtschiffen ARKANSAS und NEW YORK, den Leichten Kreuzern BROOKLYN und NASHVILLE sowie 13 Zerstörern.
Am 07.Juli gingen die Marines der 1st Provisional Marine Brigade in Reykjavik an Land und begannen umgehend damit, sich auf der Insel einzurichten.
Nun stelle man sich vor, dieser Geleitzug wäre von deutschen U-Booten angegriffen worden.
Er hatte zwar eine mordsmäßig starke Sicherung, aber 1941 war noch viel möglich, zudem waren die US-Zerstörer noch nicht sonderlich "geübt" in der U-Boot-Abwehr, was sich ja später bei der Operation Paukenschlag zeigte.
Achtung! Texte von "Der Alte" könnten Spuren von Ironie, Sarkasmus, Denkanstössen und freier Meinungsäußerung enthalten!
www.marinesims.de

Mario

Ich bin mir sicher, daß sich die US-Schiffe als solche ausgewiesen haben. Wäre es dennoch zu einem Angriff gekommen, dann hätten die Männer um Roosevelt einen Freudensprung getan. Vor diesem Hintergrund kann man diese Aktion als einen weitere amerikanische Provokation an Deutschland mit dem Ziel eines US-Kriegseintritts sehen.

kalli

ZitatIch bin mir sicher, daß sich die US-Schiffe als solche ausgewiesen haben. Wäre es dennoch zu einem Angriff gekommen, dann hätten die Männer um Roosevelt einen Freudensprung getan.
war es nicht so, dass Hitler jeden Konflikt mit den USA in der Zeit der "begrenzten" Neutralität vermeiden wollte ? Und damit eine relative Sicherheit bestand, die Besetzung Islands bzw. der Ablösung der Briten gefahrlos abzuwickeln ?

Scheer

Im  Grunde genommen sind die letzten Postings von Mario und Kalli wichtige Aussagen im Bezug auf Indigio.

Durch die strikte Ablehnung Hitlers zu dieser Zeit auch nur eine Aktion zu starten, die Amerika in den Krieg zieht waren die amerikanischen Schiffe vor den U-Booten relativ sicher. In gewissem Sinne durften auch die Amerikaner dies gewußt haben.
Andererseits ist auch die Aussage, daß ein Angriff auf die amerikanischen Schiffe ein Wendepunkt in der amerikanischen Haltung der Nichteinmischung in den aktiven Kampf gegen Deutschland gewesen wäre.

Ein sehr wichtiger Punkt, im Hinblick auf die Aktionen der Kriegsmarine, der mit Indigo angestrebt wurde, war die Entlastung der brit. Home Fleet bei der Sicherung der Durchbruchswege deutscher Großkampfschiffe.
Bei Betrachtungen evtl. Aktionen deutscher Schiffe zu dieser Zeit müssen die amer. Schlachtschife mit einbezogen werden.
Sicher waren die Schiffe der Task Force 1 und der Denmark Street Patrol nicht die modernsten, aber sie waren eine latente Gefahr für die verbliebenen deutschen Schlachtschiffe bei evtl. neuen Atlantikeinsätzen.

Mario

ZitatBetrachtungen evtl. Aktionen deutscher Schiffe zu dieser Zeit müssen die amer. Schlachtschife mit einbezogen werden.
Sicher waren die Schiffe der Task Force 1 und der Denmark Street Patrol nicht die modernsten, aber sie waren eine latente Gefahr für die verbliebenen deutschen Schlachtschiffe bei evtl. neuen Atlantikeinsätzen.


Besonders gefährlich für alle deutschen Schiffe außer der Tirpitz.
Das Gefecht der Scharnhorst/Gneisenau mit der Renown im April 1940 beweist es. Damals standen 18 deutschen gegen sechs britische Geschütze. Falls jetzt jemand auf das Kaliber hinweisen möchte, dann verweise ich auf die Schlacht am Rio de la Plata.  :)  :)  :)
Wo befanden sich eigentlich die USS North Carolina und die USS Washington im Sommer 1941 ???

Scheer

@Mario

ZitatWo befanden sich eigentlich die USS North Carolina und die USS Washington im Sommer 1941 ???

Da die beiden Schiife erst im April bzw. Mai 1941 in Dienst gestellt wurden denke ich mal, daß sie sich in der Ausbildungsphase befanden.
Ich meine aber auch das die Ausbildung in der Karibik und im Golf von Mexiko erfolgte. Also in relativer Schlagweite für deutsche Schiffe bei einem Atlantikeinsatz.
Ich denke mal das die amerikanischen Verbände auch einer einzeln fahrenden TIRPITZ durchaus gefährlich hätten werden können. Eine geschickte Taktik (Zangenangriff) hätte TIRPITZ zu einer Feuerverteilung gezwungen bei der sie ihre volle Schlagkraft nicht zum Tragen gebracht hätte. Einzig ihre Geschwindigkeit hätte es ihr erlaubt das Gefecht möglichst schnell zu beenden. Fragt sich nur welche Schäden sie bei dem konzentriertem Feuer dreier Schlachtschiffe bekommen hätte.

Huszar

Hab mal etwas kalkuliert - jetzt auf die britischen Schiffe und GEschützte bezogen. Ist wahrscheinlich nicht zu 100% richtig, aber eine Übersicht gibt es schon.
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mfg

alex
Reginam occidere nolite timere bonum est si omnes consentiunt ego non contradico
1213, Brief von Erzbischof Johan von Meran an Palatin Bánk von Bor-Kalán

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