Argentinischer Kreuzer General Belgrano

Begonnen von Albatros, 01 Juli 2007, 18:10:44

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Albatros

Hall Big A.

hoffe Du hattest nicht nur einen PC-freien Urlaub sondern auch einen schönen!. :MZ:
Wenn Köpfe gerollt sind wird es wohl so sein das es Verantwortliche getroffen hat da bleiben in diesem Fall dann ja nicht so viele Möglichkeiten.

Gruß, :MG:

Manfred

Big A

@ albatros
Danke, der Urlaub war entspannend und wie immer zu kurz!
Zum Thema Falklands und "Heldenhafte Taten" gibts übrigens noch so ein Ding, das zumindest fragwürdig ist!
Britische Harriers haben in der zweiten Hälfte der Kämpfe eine Herkules C 130 abgeschossen die sich leer auf dem Rückweg von Port Stanley zum Festland befand. wird selbst innerhalb der RN als nicht besonders sportlich angesehen.

Und noch'n Nachklapp:
Während des Flakland-Krieges habe ich in HH studiert und bin interessehalber mal an die zivile Uni gegangen und habe mir einen Vortrag eines der friendesbewegten Foren angehört. Dort wurde nur von Malvinas gesprochen und dem natürlichen Recht der Argentinier, die Inseln zu besetzen. Jeder Hinweis meiner Kollegen und von mir darauf, dass es wohl ziemlich völkerrechtswidrig war, eine klassische Ablenkung von innenpolitischen Zuständen durch Aktionen nach aussen  und es schon merkwürdig stimmt, dass die patriotischen Gefühle genau dann aufkommen, wenn Bodenschätze (Öl) gefunden werden wurde niedergebrüllt. Diskussion zwecklos, GB ist schließlich der "klassische kapitalgesteuerte Aggressor" Cool, nicht war?
Weapons are no good unless there are guts on both sides of the bayonet.
(Gen. Walter Kruger, 6th Army)

Real men don't need experts to tell them whose asses to kick.

Albatros

Hallo Big A,

also was die Herkules jetzt anbelangt kann ich wenig zu sagen,da mir nicht bekannt ist in welcher Situation (Position) sie abgeschossen wurde,auch ist mir nicht bekannt ob sich die Speerzone auch auf den Luftraum erstreckte?.
Du weißt,mir ging es bei dem Angriff die Belgrano ja um die Speerzone aber das hatten wir ja schon.

Die Friedensbewegungen nicht nur in der Zeit und ganz besonders an den Uni`s waren anti amerikanisch,gegen die Nato gerichtet und somit auch gegen Großbritannien.
Wie ich hier im Thread auch schon betont habe bin ich der Meinung das die Briten das recht hatten sich die Inseln zurück zu holen,nur man darf nicht allzu lange darüber nachdenken! :MV:
Das führt einen nämlich unweigerlich zu den Problemen die mit Kolonien und abhängigen Gebieten zusammen hängen.
Und das ist ein Faß ohne Boden!.

Gruß, :MG:

Manfred

Big A

Zumindest haben die Versenkung der Belgrano und der Abschuss der Herkules dazu geführt, dass die Flotte im Hafen blieb und die Luftversorgung eingestellt wurde. Völkerrecht mal aussen vor gelassen, dazu bin ich zu wenig Jurist (wer ist das schon gerne und gibt das auch noch freiwillig zu? :wink:) es war zumindest im Sinne der Kriegsführung GBs wirksam und somit ex post aus deren Sicht gerechtfertigt.
Anyway, es stimmt schon nachdenklich, wenn das Kriegsvölkerrecht selbst von sich so zivilisiert gebenden Nationen wie GB und ARG gebrochen wird!?!
Weapons are no good unless there are guts on both sides of the bayonet.
(Gen. Walter Kruger, 6th Army)

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Big A

Ein Auszug aus dem "Hamburger Abendblatt" vom 08.07.07 zum Thema:
Wozu aber selbst kleine nicht nukleare, dafür aber extrem leise U-Boote fähig sein können, hat der Falkland-Krieg bewiesen. Dort hätte anno 1982 ein in Kiel gebautes U-Boot des Typs 209 um ein Haar den argentinisch-britischen Seekrieg um die Falklands bzw. Malvinen gegen Großbritannien entschieden:

Das unter argentinischer Flagge operierende U-Boot "San Luis" feuerte aus nur 7000 Metern Entfernung acht Torpedos, darunter vier deutsche drahtgelenkte Geschosse des Typs SST-4, auf den britischen Flugzeugträger "Invincible" und seine Begleitschiffe ab. Trotz günstiger Verhältnisse traf kein einziger Torpedo. Wie sich herausstellte, hatten die unerfahrenen Techniker an Bord des U-Bootes nicht erkannt, dass zwei Drähte im Feuerleitsystem falsch angebracht worden waren. Nach dem Abschuss der Torpedos konnten ihre Laufbahnen daher nicht mehr korrigiert werden.

Wozu aber selbst kleine nicht nukleare, dafür aber extrem leise U-Boote fähig sein können, hat der Falkland-Krieg bewiesen. Dort hätte anno 1982 ein in Kiel gebautes U-Boot des Typs 209 um ein Haar den argentinisch-britischen Seekrieg um die Falklands bzw. Malvinen gegen Großbritannien entschieden:

Das unter argentinischer Flagge operierende U-Boot "San Luis" feuerte aus nur 7000 Metern Entfernung acht Torpedos, darunter vier deutsche drahtgelenkte Geschosse des Typs SST-4, auf den britischen Flugzeugträger "Invincible" und seine Begleitschiffe ab. Trotz günstiger Verhältnisse traf kein einziger Torpedo. Wie sich herausstellte, hatten die unerfahrenen Techniker an Bord des U-Bootes nicht erkannt, dass zwei Drähte im Feuerleitsystem falsch angebracht worden waren. Nach dem Abschuss der Torpedos konnten ihre Laufbahnen daher nicht mehr korrigiert werden.

Nach Ansicht des britischen Befehlshabers Admiral "Sandy" Woodward hätte sein Verband nach dem Verlust eines seiner zwei Flugzeugträger sofort abziehen müssen. Die Argentinier dagegen kommentierten hinter vorgehaltener Hand die Fehlschüsse noch jahrelang mit den Worten: "Ein Mechaniker hat den Krieg um die Malvinen verloren!" Immerhin hatte die "San Luis" die Briten, die mehr als 100 U-Jagd-Torpedos ohne Ergebnis auf dieses Boot und andere angebliche U-Boot-Kontakte abgefeuert hatten, aber sechs Wochen lang in Angst und Schrecken versetzt.

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(Gen. Walter Kruger, 6th Army)

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Albatros

Hallo Big A,

interessanter Bericht aus dem Hamburger Abendblatt.8 Torpedos,alle verschossen,das hätte dem Konflikt im Erfolgsfalle eine ganz andere Wendung geben können.
Hier kann man deutlich erkennen wie wertvoll eine gute Ausbildung eine gute Besatzung sind.Vier SST-4,hast Du eine Ahnung von welchem Typ die anderen 4 gewesen waren(sein könnten).

Gruß, :MG:

Manfred

Big A

Momentan noch nicht, muss mich mal umhören

Gruß

Axel
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Albatros

Ich hänge hier mal ein Bild der sinkenden General Belgrano an, dass ich in Farbe noch nicht gesehen habe.

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/1/17/ARA_Belgrano_sinking.jpg 

:MG:

Manfred

ede144

Hallo

in diesem Forum haben Teilnehmer mal ein paar Informationen ausgetauscht:http://www.kbismarck.org/forum/viewtopic.php?f=32&t=1280&start=75
und es wird auch der Argentinische Abschlußbericht erwähnt.
Alles sehr interessant, auch was den Versuch der Argentinier betrifft, die RN Schiffe mit Artillerie zu beschiesen.

Gruß

Ede

Albatros

Vor 30 Jahren, ein interessantes Interview mit Admiral Sir John "Sandy" Woodward, Befehlshaber der Flotte der Royal Navy, im damaligen Falkland-Krieg.
In diesem Interview äußert er sich auch zur Belgrano.

http://diepresse.com/home/politik/aussenpolitik/765184/Falklandkrieg_Heute-haetten-wir-keine-Chance-mehr

:MG:

Manfred

t-geronimo

Gruß, Thorsten

"There is every possibility that things are going to change completely."
(Captain Tennant, HMS Repulse, 09.12.1941)

Forum MarineArchiv / Historisches MarineArchiv

Peter K.

ZitatSehr interessant!

... allerdings!  top
Grüße aus Österreich
Peter K.

www.forum-marinearchiv.de

ede144

Zitat von: Albatros am 02 Juli 2007, 14:55:10
@ Redfive

sowohl England als auch Argentinien hatten eine 200 Meilen Sperrzone um die Falklandinseln erklärt die Engländer ab dem 29.04.82.Jedes Schiff das in diese Sperrzone einfuhr mußte mit Angriffen des Gegners rechnen.Bis zum 02.05.82(dem Datum der Versenkung der General Belgrano) war es noch zu keinem größeren Kampfhandlungen  um die Falklandinseln gekommen.Es liefen noch viele Verhandlungen/Vermittlungsversuche.Es kann gut sein das England genau das nicht wollte,sie hatten vielleicht die berechtigte Angst das bei Verhandlungen um die Falklandinseln Argentinien irgendwelche Rechte zugesprochen werden.
Das die Schiffe außerhalb der Sperrzone angegriffen werden war nicht ohne weiteres zu erwarten,wenn ich den Gegner überall Angreife wo ich ihn antreffe brauche ich keine Sperrzone,oder?.
Über sehr viele große Schiffe verfügte die argentinische Marine nicht und so wurde auch der alte Kreuzer auf Patrouillenfahrt geschickt.

Gruß, :MG:

Manfred



Richtet man nicht eine Sperrzone ein um die Unbeteiligten zu waren und sie darauf aufmerksam zu machen, das es innerhalb der Sperrzone ohne Vorwarnung zu Angriffen kommen kann?
Für gegnerische Kriegsschiffe gilt das nicht. Sie sind Kombattanten.

Gruß
Thomas

Albatros

Zitat von: ede144 am 21 Juni 2012, 20:14:44

Richtet man nicht eine Sperrzone ein um die Unbeteiligten zu waren und sie darauf aufmerksam zu machen, das es innerhalb der Sperrzone ohne Vorwarnung zu Angriffen kommen kann?
Für gegnerische Kriegsschiffe gilt das nicht. Sie sind Kombattanten.

Gruß
Thomas

Hallo Thomas ,

wie im Thread selber schon beschrieben, die General Belgrano befand sich am 02.05. gut 35-40  sm südlich der 200 sm Speerzone die Großbritannien gegen argentinische Schiffe und Flugzeuge am 7.4. ausgerufen hatte.
Die General Belgrano mit zwei Zerstören hatte die Aufgabe etwa 230 Seemeilen vor den Falklandinseln zu patrouillieren. Die Gruppe sollte einen Kampf mit den Einheiten der Royal Navy vermeiden und patrouillierte deshalb südlich der von den Briten deklarierten Sperrzone von 200 Seemeilen. Mein Infostand ist das die Sperrzone nicht nur Zivilen Schiffen und Flugzeugen der Argentinier galt sondern auch den Militärischen. Sperrzone ist auch missverständlich, da habe ich mich nicht korrekt ausgedrückt, die Briten nannten es Kriegszone!

:MG:

Manfred

Albatros

Hier ein weiterer Bericht über Admiral Sir John Forster ,,Sandy" Woodward

ER war auch Commander des Atom-U-Boots ,,Warspite" Anfang der 1970er  und dazu schildert er im letzten Viertel der Reportage  ein paar Begebenheiten mit der Russischen Marine

http://diepresse.com/home/spectrum/zeichenderzeit/768281/Wovon-traeumt-ein-Admiral

:MG:

Manfred

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