Anzal der allierten Schiffsverluste durch dt. U-Boote

Begonnen von Rheinmetall, 11 April 2011, 18:47:29

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Rheinmetall

Guten Abend zusammen !

Wollte mal fragen ob es eigentlich genaue Zahlen über die Anzahl der von der deutschen U-Waffe versenkten Schiffen gibt ?
Bzw. wieviel von der U-Waffe als Versenkungserfolg beansprucht werden und von den Allierten tatsächlich als Verluste eingeräumt werden.



In einem Buch, weiß leider den Titel nicht mehr, habe ich die Zahl 2828 gelesen.
Kann das hin kommen ?

Bin mal gespannt was Euch für Zahlen bekannt sind.  :)

Rheinmetall
Ab Kapstadt ohne Kreiselkompass - Jürgen Oesten, U 861

t-geronimo

Die 2828 stammen von Roskill (bzw. er benutzt jedenfalls diese Zahl) und werden auch in der Chronik des Seekrieges verwendet:
--/>/> http://www.wlb-stuttgart.de/seekrieg/verluste/roskill-ursachen.htm

Auch Cernuschi et. al., "On seas contested" wird diese Zahl verwendet (ohne direkte Quellenangabe) und dürfte daher insgesamt als äußerst zuverlässig angesehen werden.
;)
Gruß, Thorsten

"There is every possibility that things are going to change completely."
(Captain Tennant, HMS Repulse, 09.12.1941)

Forum MarineArchiv / Historisches MarineArchiv

Rheinmetall

Moin, moin !

Vielen Dank, t-geronimo für Deinen Link.
Sehr interessant das Ganze.  :-D

Viele Grüße,

Rheinmetall
Ab Kapstadt ohne Kreiselkompass - Jürgen Oesten, U 861

Urs Heßling

moin,

ich kannte 2828 auch (ist so leicht zu merken)

Quelle uboat.net (als gut erachtet) kommt mit einer anderen Zahl: 2779 http://www.uboat.net/special/faq.htm?question=4

Der Text mit "GRT" läßt die Vermutung (!!!) zu, dies könnten nur Handelsschiffe sein, da uboat.net den Unterschied GRT/ts kennt, siehe http://www.uboat.net/boats/u9.htm

Dann läge die Gesamtzahl wohl über 3000.

Gruß, Urs
"History will tell lies, Sir, as usual" - General "Gentleman Johnny" Burgoyne zu seiner Niederlage bei Saratoga 1777 im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg - nicht in Wirklichkeit, aber in George Bernard Shaw`s Bühnenstück "The Devil`s Disciple"


Rottenburger1801

Hallo Herr Obermaat, da kann ich Dir wärmstens die fünfbändige Reihe von Rainer Busch und Hans-Joachim Röll - Der U-Boot Krieg - empfehlen. Meines Erachtens das  beste und umfassendste Fachbuch über die deutsche U-Bootwaffe im 2. Wk. :MG: Da bleibt praktisch keine Frage offen. Die Bücher  gibt es jetzt meines Wissens nur noch antiquarisch bei amazon etc., aber natürlich erheblich preiswerter als die ersten Ausgaben.
Aber ich nehme an, das wusstest Du alles schon.Ahoj Rottenburger1801
CHACUN A SON GOUT

UC 67

Moin,

Busch/Röll ist zweifellos eine Quelle erster Güte, allerdings bereits über 10 Jahre alt und nicht aktualisiert!!!

Aktuelle Zahlen gibt es im Deutschen U-Boot-Museum, auch bekannt als U-Boot-Archiv, in Altenbruch.

www.dubm.de
Gruß aus Potsdam

Simon

Captain Hans

was mich interessieren würde wäre der Vergleich zwischen den  Verlusten und den
Schiffsneubauten der Alierten im selben Zeitraum.
Die T1- T2 Tanker, die Liberty- und die Victory Schiffe wurden von den USA in einer unglaublichen
Zahl in kürzester Zeit gebaut.

Hunderte von solchen Schiffen habe ich noch in den 60er Jahren als eingemottete Flotten in den USA gesehen.
(gibt es die eigentlich noch :?)

Vielleicht kann Uli da helfen :?

viele Grüße

Hans
,Nur wer sich ändert,bleibt sich treu"!!!
,,Nicht was du bist,ist das was dich ehrt,wie du bist,bestimmt den Wert"!!!

t-geronimo

Gruß, Thorsten

"There is every possibility that things are going to change completely."
(Captain Tennant, HMS Repulse, 09.12.1941)

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Captain Hans

Danke Thorsten für die superschnelle Antwort, sehr interessant
Man kann deutlich den Knick 1942 sehen.
Aber gibt es eigentlich noch die eingemotteten Flotten :?

1971 gab es am Sabine Pass River noch eine Flotte von mehr als 150 Schiffen, die
auch noch gewartet wurden.

viele Grüße

Hans
,Nur wer sich ändert,bleibt sich treu"!!!
,,Nicht was du bist,ist das was dich ehrt,wie du bist,bestimmt den Wert"!!!

Rottenburger1801

Hallo UC 67, meinst Du es hat sich in den 10 Jahren seit es die Busch/Roll Bücher gibt durch neueste Forschungen wesentliches geändert ? Ich hatte mal mit Busch telefoniert, nach seinen Angaben hat er praktisch nur die in USA lagernden Akten abdrucken lassen und die dürften doch 100 %ig  realistisch/authentisch sein, weil von den damaligen Akteuren -sicher auch mit großen Irrtümern - verfasst und nicht von späteren Hobbyhistorikern kommentiert oder geändert. Man kann ja nicht immer nach Cuxhaven fahren oder weißt Du ob man man dort eine neue Buchreihe oder Überarbeitung über das Thema plant ????  Das wäre natürlich klasse , wenn das einer finanzieren würde. Busch war von weiteren Veröffentlichungen - ich hatte Zerstörer vorgeschlagen, weil das zahlenmäßig viel weniger waren - nicht so angetan, weil ja der wahnsinnige Aufwand in keiner Relation zum finanz. Erfolg steht. Die Bücher wurden zum Schluss richtiggehend verramscht, was ich sehr bedauert habe. Aber so geht es bei militärgeschictlichen Werken bekanntlich öfters.
Ahoj. Weiterhin erfolgreiches Forschen.            :TT/(
CHACUN A SON GOUT

Big A

ZitatDie T1- T2 Tanker, die Liberty- und die Victory Schiffe wurden von den USA in einer unglaublichen
Zahl in kürzester Zeit gebaut.

Hunderte von solchen Schiffen habe ich noch in den 60er Jahren als eingemottete Flotten in den USA gesehen.
(gibt es die eigentlich noch )

Meines Wissens gibt es nur noch ein Liberty-Schiff, ein Museumsschiff in New York, die USS John Brown.

Die eingemotteten Schiffe wurden noch einmal bei Dessert Shield/Storm 1990/91 aktiviert. Auf Grund der veralteten und aufwändig zu bedienenden Technik (häufig noch Dampf! und der geänderten Verladungstechnik (Container  :-o) wurden sie aD gestellt. Man ist dazu übergegegangen, große Reedereien finanziell zu unterstützen mit der Maßgabe, bei Bedarf die Schiffe (teil Voll-, teils bareboat-Charter) an die US-Regierung abzustellen. Ist einfach billiger, als ständig eine Flotte vor sich hinankern zu lassen und ständig warten zu müssen

Axel
Weapons are no good unless there are guts on both sides of the bayonet.
(Gen. Walter Kruger, 6th Army)

Real men don't need experts to tell them whose asses to kick.

t-geronimo

#12
Auf alle Fälle gibt es noch die Jeremiah O'Brien in San Francisco - ich stand davor war aber nicht drauf weil man in zwei Tagen einfach nicht alles schaffen kann...  :|


Edit:
Die fährt sogar noch:
--/>/> http://www.ssjeremiahobrien.org/EVENTS/cruises.htm

Und die Arthur M. Huddle liegt gar nicht so weit weg. Laut Wiki wurde sie 2008 für das griechische Schiffsmuseum Trokadero Marina in Athen erworben (zum Gedenken an die 98 Liberty-Frachter, die nach 1945 den Grundstock für die griechische Handelsmarine bildeten) und ab 2011 soll sie als Hellas Liberty zu besichtigen sein, befindet sich aber noch in der Restaurierung.


Und es gibt noch einige weitere, die an Land festgelegt sind:
--/>/> http://en.wikipedia.org/wiki/Liberty_ship
Gruß, Thorsten

"There is every possibility that things are going to change completely."
(Captain Tennant, HMS Repulse, 09.12.1941)

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UC 67

ZitatHallo UC 67, meinst Du es hat sich in den 10 Jahren seit es die Busch/Roll Bücher gibt durch neueste Forschungen wesentliches geändert ? Ich hatte mal mit Busch telefoniert, nach seinen Angaben hat er praktisch nur die in USA lagernden Akten abdrucken lassen und die dürften doch 100 %ig  realistisch/authentisch sein, weil von den damaligen Akteuren -sicher auch mit großen Irrtümern - verfasst und nicht von späteren Hobbyhistorikern kommentiert oder geändert. Man kann ja nicht immer nach Cuxhaven fahren oder weißt Du ob man man dort eine neue Buchreihe oder Überarbeitung über das Thema plant?

Moin Rottenburger1801,

ja, da sind viele bis dato ungeklärte bzw. unklare Schiffsschicksale auf den neuesten Stand gebracht worden. Ich habe dort eine Ausarbeitung von A-Z mit sämtlichen Schiffsverlusten, incl. Foto (wenn vorhanden), gesehen. H.J. Röll hat mir auch bestätigt, daß die Bände eigentlich mal überarbeitet werden müßten. Das betrifft auch die Schicksale der U-Boote. Man ist dabei die KTB und Monthly Anti Submarine Reports abzugleichen. In den letzten 10 Jahren sind einige vermißte U-Boote und auch Handelsschiffe von Tauchern gefunden und identifiziert worden. Im uboat.net z.B. wird gelegentlich auch aktualisiert. Ggf. würde ich mal bei Michael Lowrey oder Dr. Axel Niestlé nachfragen. Für Recherchen im U-Boot-Archiv muß man natürlich hinfahren, ist übrigens mit jedem Archiv so.
Gruß aus Potsdam

Simon

Rottenburger1801

#14
Kleiner Nachtrag für UC 67: Die Busch/Röll Bücher sind noch älter als 10 Jhr. Mein Exemplar über die Kommandanten, wenn ich mich nicht irre war es das Erste in dieser Reihe ist von 1995.   Frohes Forschen weiterhin.
CHACUN A SON GOUT

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