Pearl Harbour - Warum wurde die Infrastruktur nicht zerstört?

Begonnen von Khyron, 18 April 2011, 09:38:01

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Kosmos

ist es noch wichtig wie wütend der Riese ist?  :-D

Folgen einer Zerstörung der Tankfarmen wären interessant, Auswirkungen auf Midway?

Chancen auf Erfolg könnte japanische Strategie nur haben wenn sie Pearl Harbor unter eigene Kontrolle bringen könnten, so wäre es den Amerikanern schwer gefallen ihre Rüstungsprodukte auch tatsächlich an die Front zu bringen, aber die Frage der Realisierbarkeit........

Markus Becker

Der Treibstoff scheint haupts. Bunker C und etwas Diesel für die U-Boote gewesen zu sein. Avgas wurde bei den Flugplätzen gelagert. Um Ersteren in Brand zu setzen reichen MG nicht aus, 60kg Bomben schon, aber die Erdwälle würden den Schaden begrenzen.
Auf Midway würde ein erfolgreicher Angriff keine Auswirkungen haben. Sechs Monaten sollten mehr als ausreichen, um den Schaden zu reparieren.

Eine Invasion von Oahu?
www.combinedfleet.com/pearlops.htm

Kosmos

Zitat von: Markus Becker am 06 Juli 2011, 15:56:48
Auf Midway würde ein erfolgreicher Angriff keine Auswirkungen haben. Sechs Monaten sollten mehr als ausreichen, um den Schaden zu reparieren.
es geht ja nicht darum die Bleche der Tanks zu erneuern sondern um verbrannten/ausgelaufenen Treibstoff zu ersetzen, aber ich stimmte im Grundsatz zu, für ehe deffensive Operationen dieses Zeitraumes sollten die Amerikaner trotzdem befähigt bleiben.
ZitatEine Invasion von Oahu?
die Schwierigkeiten wurden hier oft genug besprochen, aber Oahu ist wenigstens in der Theorie in der Nähe der Machbarkeit, ich meine wenn die Alternativen Niederlage oder Marsch auf Waschington sind.  :roll:

Huszar

#168
Hallo, Markus,

MG und MK reichen sogar nicht mal für den Durchschlag der Tanks, bei den 60kg bin ich ziemlich skeptisch. Muss noch einige Damage REports durchforsten, welche Splitterwirkung die kleinen gehabt haben, gehe aber derzeit davon aus, dass mit 60kg praktisch nur Volltreffer für die Ausschaltung eines Tanks nötig sind.

ZitatAuf Midway würde ein erfolgreicher Angriff keine Auswirkungen haben. Sechs Monaten sollten mehr als ausreichen, um den Schaden zu reparieren

Ja. Und wahrscheinlich auch, um den ausgefallenen Treibstoff zu ersetzen. Bei der Grösse der diversen Tankfarms halte ich es für recht wahrscheinlich, dass nur ein geringer Teil überhaupt ausfallen wird.


Interessanter wäre der Angriff der 30-33 D3A auf die vier in Pearl liegenden und noch nicht angegriffenen Kreuzer (New Orleans, San Francisco, St. Louis, Honolulu), und die Zerstörer landseitig dieser Kreuzer  :-D

mfg

alex

PS:
Bei USS Chester hab ich folgendes gefunden:
USS Chester, 1*60kg, Splitterbombe. Loch im Oberdeck (10lbs-Platten -> ca. 15mm) 36ft2 (ca 3,34 m2).
Zitat:
Zitat... The danger zone has a radius of about 100 feet (=30m), and most fragments will be confined to a relatively narrow horizontal band. There will not be much dispersion in a vertical sense. The avarage medium steel structure within the danger zone will be penetrated {10-20lbs-Platten -> ca. 15-30mm}. Near the outer limits of the damger zone, however, even light medium steel affords protection against some fragments which would otherwise cause serious or fatal injuries.

Anmerkung: laut Tabelle im Damage Report, ab ca. 70ft (ca 21m) reichen in manchen Fällen 7,5-10lbs-Platten, um einen Durchschlag zu verhindern. insofern die Wände der Tanks im unterem Bereich ca. 38mm stark sind, müsste die 60kg näher, als ca 50ft (15m) einschlagen, um nennenswerte Schäden anzurichten. Eher noch näher...

Reginam occidere nolite timere bonum est si omnes consentiunt ego non contradico
1213, Brief von Erzbischof Johan von Meran an Palatin Bánk von Bor-Kalán

Kosmos

einige kleinere Löcher bringen nicht viel, bei 60 kg sollte es ein Volltreffer sein, erst bei 250 kg Bomben kann man in 10-15 m auf bedeutende Splitterschäden hoffen

Markus Becker

Zitat von: Kosmos am 07 Juli 2011, 07:28:58
es geht ja nicht darum die Bleche der Tanks zu erneuern sondern um verbrannten/ausgelaufenen Treibstoff zu ersetzen, aber ich stimmte im Grundsatz zu, für ehe deffensive Operationen dieses Zeitraumes sollten die Amerikaner trotzdem befähigt bleiben.

Den Treibstoff zu ersetzen sollte für die Amerikaner noch die leichteste Übung sein. Sie waren damals autark. Und bei der Größe und Höhe der Erdwälle sollte es zumindest einige Zeit dauern, bis das Feuer überspringt. Zeit die die Feuerwehren nutzen werden. Außerdem sind die Tanks nicht alle auf einem Haufen:

http://bluenred.files.wordpress.com/2011/05/20100402214056pearl_harbor_submarine_base_and_adjacent_fuel_tank_farms.jpg

-Markus


Huszar

Hallo

GEnau deswegen würde ich auch die Dämme einebnen, oder zumindest Breschen schlagen. (auf dem Bild ist übrigens nur die obere Tankfarm zu sehen, die untere ist - wieüblich gerade ausserhalb des Bildrandes!)

mfg

alex
Reginam occidere nolite timere bonum est si omnes consentiunt ego non contradico
1213, Brief von Erzbischof Johan von Meran an Palatin Bánk von Bor-Kalán

Ulrich Rudofsky

Wo lagen denn die Munitionslager in Pearl Harbor/Ohau?  Wären nicht die ein besseres Ziel gewesen?

Die anderen Inseln hatten ja auch allerhand Treibstoff- und Munitionlager vorhanden.  Also ein schwerer Treffer auf die P-H Tankfarm würde  nicht unbedingt ganz Hawaii lahmlegen. 
Der Stand der USN/AAF Lager scheint anzudeuten, daß die US sich zum Krieg mit Japan schon gut vorbereitet hatte.  Allein der Bau vom Red Hill Depot anfangs Dezember 1940 und die anderen Festungsarbeiten zeigen m.M. an, daß schon ein, zwei Jahre zuvor ein Angriff aus Richtung Asien erwartet wurde. 
Pearl Harbor and the Outlying Islands:
US Navy Base Construction in World War II
http://www.history.navy.mil/library/online/constructpearlww2.htm
Ulrich Rudofsky

Kosmos

ZitatDen Treibstoff zu ersetzen sollte für die Amerikaner noch die leichteste Übung sein. Sie waren damals autark.
viel Öl in Nordamerika bringt erstmals nicht viel, man müsste dieses Öl trotz eher knapen Bestand an Tanker nach Hawai schaffen, hier kommt es durchaus auf Zeit an
ZitatUnd bei der Größe und Höhe der Erdwälle sollte es zumindest einige Zeit dauern, bis das Feuer überspringt. Zeit die die Feuerwehren nutzen werden. Außerdem sind die Tanks nicht alle auf einem Haufen:
so große Tanks kann man durchaus gezielt einzeln angreifen, es ist ja auch eine überschaubare Anzahl an Tanks

Allerdings ist mir nicht wirklich klar wo und in welchen Tanks zum Zeitpunkt des Angriffs Treibstoff hauptsächlich gelagert wurde, wenn man dem link von Ulrich Rudofsky folgt war noch vielles noch im Bau bzw. konnte gar nicht genutzt werden.


Ulrich Rudofsky

Es ist auch durchaus möglich, dass die Tankfarm in PH leer war   :-D
Ulrich Rudofsky

Richard Aigner


Q

Quand tu veux construire un bateau, ne commence pas par rassembler du bois,
couper des planches et distribuer du travail,
mais reveille au sein des hommes le desir de la mer grande et large.

St.Ex

Ulrich Rudofsky

Die einfachste Anwort ist, das die Zeit nicht ausreichte und  und die Feuerkraft nicht vorhanden war.  Schiffe sind schwerer zu ersetzen als Infrastruktur.   :-D
Ulrich Rudofsky

Woelfchen

Eine kurze klare Antwort ist viel besser als eine lange wo man am Ende nicht mehr weis worauf es ankommt.

@Ulrich:
top

Grüße
Johannes

Woelfchen

Na, ich grab mal wieder was altes aus.  :-)

Gegen eine dritte Angriffswelle sprach ja auch der Einbruch der Dunkelheit, bevor diese wieder zurück ist. Man hätte diese ja vielleicht auch am nächsten Tag starten können.

Die Frage die sich bei mir dabei stellt ist:
Was hatten die Amerikaner am 8. Dezember an Schiffen und Flugzeugen einsatzbereit?

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