Seelöwe (Teil 2)

Begonnen von Bergedorf, 04 April 2012, 18:05:23

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AndreasB

Hier noch was zum Thema HAA in der Kuesten- und Bodenverteidigung:

Zitat8. GROUND DEFENCE

Preparations were made by all A.A. defences to assume a secondary ground-defence role; Bofors were provided with anti-tank ammunition, and sited to cover approaches to aerodromes, V.P.'s etc. Certain 3.7-inch guns suitably sited were given an anti-ship role, and preparations were made for barrages to be put on certain beaches. Under the immediate threat of invasion in May 1940, mobile columns of A.A. troops were formed, but these troops reverted to their A.A. role before the Battle of Britain began.

http://www.ibiblio.org/hyperwar/UN/UK/UK-Defence-UK/UK-DefenseOfUK-XXIII.html

Das die Englaender in der Wueste die 3,7" HAA bis 1942 nicht als Erdwaffe eingesetzt hatten machte in deren Kontext durchaus Sinn, und man kann daraus keine Schluesse fuer England 1940 ziehen.

Was schwere Flak gegen ungepanzerte Kriegsschiffe ausrichten konnte sieht man bei HMS Sikh:

http://www.hmscavalier.org.uk/G82/

M.W. waren die 'Shore Batteries' 88 Batterien (s. Piekalkiewicz - Die 8,8cm Flak im Erdeinsatz).

Alles Gute

Andreas

Alles Gute

Andreas

mhorgran

Schwere Flak nicht in Erdkämpfen einzusetzen macht auf jeden Fall "Sinn". Darum gehts gar nicht es steht schlichtweg eine andere Doktrin und Geisteshaltung dahinter.

Bergedorf

Zitat von: Bekoe am 19 April 2012, 17:41:03
Zitat von: AndreasB am 19 April 2012, 14:03:36
Zitat von: Huszar am 18 April 2012, 08:49:38
Zitat- CHL nicht in der Lage gewesen wäre eine Invasionsflotte zu orten
War sie es?

Ja, war sie.


Hallo Andreas,

die Antwort ist ein ganz klares nein. Mitte / Ende 1940 gab es keine Chain Home Low Station die Schiffe hätte orten können. Und mit der Übernahme der Stationen durch die RAF bestand die Aufgabe der CHL Stationen in der Erfassung von tief einfliegenden Flugzeugen.

Zitat von: AndreasB am 19 April 2012, 14:03:36
http://webcache.googleusercontent.com/search?hl=en&gbv=2&gs_nf=1&gs_l=hp.3...750.6000.0.6234.33.33.0.21.21.0.172.1172.7j5.12.0.egSjde_JfJ0&safe=active&q=cache:7Ehy1L39H9UJ:http://www.kenthistoryforum.co.uk/index.php?topic=9159.0+could+chain+home+low+detect+ships&ct=clnk

Irgendwie auch nicht ueberraschend wenn man bedenkt das a) Type 279 Schiffe orten konnte, und b) CHL auf dem CD Radar System basierte/identisch damit war.

Alles Gute

Andreas

Der Sinn dieser Aussage ist mir jetzt völlig unklar. Was bringst Du in Zusammenhang mit Deiner ersten Aussage jetzt hier das 279 er Set ?
Das ist doch etwas vollkommen anderes. CHL oder AMES Type 1 (Air Ministry Experimental Station) benutzte eine Wellenlänge von 1,5 m.
Das 79 er Set was später 279 benannt wurde nutzte eine Wellenlänge von 7,5 m...  :?

Gruss
Bernd

Hallo Bernd,

konnten Sie doch und das hatten wir im 1. Threat schon das Thema: http://forum-marinearchiv.de/smf/index.php/topic,1550.75.html ff

Im Übrigen habe ich sogar genaue Tracking Charts vorliegen.

@
ZitatHab übrigens gestern ein wenig im Netzt bez. 6. und 7.SLI gesucht, unbedingt viel ist nicht viel dabei rausgekommen, ausser, dass 7.SLI etwa genauso oft mit Dymchurch in Verbindung gebracht wurde, wie 6.SLI.
(nicht zu vergessen, dass das Netz verpestet mit unserer alter Gliederung (Planspiel) ist, aber es fehlt sowohl die Quelle, als auch der Hinweis, dass diese Gliederung gegisst ist...)
Also hast Du nichts belastbares gefunden, wonach die 7 SLI am RMC stand. Dagegen steht die klare Ortsangabe Dymchurch Area aus der Regimentsgeschichte.

Gruß

Dirk

Nachtrag: Hier haben wir noch was zu den angeblich ja nicht existenten Panzersperren:
ZitatThe army dug out tank traps in fields at the back of Seaway Gardens. These were designed to stop the movement of enemy armoured and logistic vehicles. The army was detailed to build a small bridge across the tank trap. It was manufactured from twenty foot steel scaffold poles with bracing struts. A walkway of about eighteen inches was fixed to the bridge. This provided a short cut by way of a small road that routed past the Levin Club, which was used as the NAFFI during wartime.

Defences along the sea wall were reinforced as iron scaffolding was erected and mines fixed to it.  On the land side, fences were constructed with barbed wire coils fixed to the top. Only army and maintenance engineers were allowed over the sea wall.
vgl. http://www.stmarysbay.net/history/st_marys_bay_wartime.htm

AndreasB

@Stefan

Na gut, dann halten wir also fest das 1940 in Suedengland eine andere Geisteshaltung herrschte als 1941 in der Wueste, obwohl das keinen Sinn machte.

Alles Gute

Andreas

Huszar

Hallo,

AA-Radar als Schiffsaufklärer:
In deinem Artikel ist durchweg von 1941 die Rede, 1940 gabs genau zwei Stationen, die überhaupt in der Lage gewesen wären, die Schiffe rechtzeitig zu erkennen, nämlich in Dover. Rye, Fairlight, Pevensey und Beachy Head würden - wenn überhaupt - die Geleitzüge erst erfassen können, wenns schon soweiso Wurscht ist. Irgendwo wurde ein Bericht der Radarspezies von November (?) 1940 eingestellt, es wimmelt darin nur so von Konjunktiv. Mal hat man was aufgeklärt, mal nicht, dan wieder etwas aufgeklärt, was garnicht da war. Insofern würde ich mich nicht darauf verlassen, dass die Stationen die Flotten zwingend rechtzeitig aufklären könnten. Möglich ist es, sicher nicht.

Flak:
Als "last resort" wird man alles einsetzen, was gerade greifbar ist - auch Flak, und auch die Engländer. Fakt ist, dass sie von dieser Möglichkeit in der ersten Hälfte des Weltkrieges weit weniger GEbrauch gemacht haben, als zB Dtl mit den 8,8ern. Wenn die Engländer keine "normalen" Sprenggranaten mit Aufschlagzünder für ihre schweren Rohre gehabt haben (im Gegensatz zu Dtl), nur Zeitzündergranaten, dann ist es mit Schiffeversenken Essig. Splitterwirkung reicht da nicht.
Wie dem auch sei: die Frage ist eine ziemliche akademische, denn - wie schon gesagt - die nächsten 3,7"er standen irgendwo bei Farthingloe, ausserhalb der SChussweite für Beach B. In Schussweite standen höchstens diese komischen RM und Lees-Batterien mit 3" und die gesicherten drei Rohre bei Hawkinge, ebenfalls mit 3". (jeweils knapp 10, knapp 9, etwa 7 und etwa 7 km Entfernung)
Angenommen, diese Rohre haben das Schussfeld, können das Feuer dorthin leiten und sind nicht gerade mit irgendeinem Luftangriff beschäftigt (wie viele Stuka sollten Folkstone und Dover gleich angreifen? 180?), ja, dann könnten sie die Prähme unter feuer nehmen.
Von Navweapons:
Zitat2) In 1931 it was estimated that the HE shell for this gun against aircraft had a lethal volume 21 feet long by 39 feet in diameter (6 x 12 m).
Wir sprechen hier von einem Flugzeug aus den Anfang-30ern (also Tuchbespannt, ev. Holzgerippe)


mfg

alex
Reginam occidere nolite timere bonum est si omnes consentiunt ego non contradico
1213, Brief von Erzbischof Johan von Meran an Palatin Bánk von Bor-Kalán

Spee

Servus,

nur als Zwischeneinlage. Ob schwere Flak im Bodeneinsatz genutzt wird oder nicht, entscheiden eher die Leute vor Ort. Wenn es das letzte Mittel ist, welches noch zur Verfügung steht, warum nicht? Besser als nichts ist es allemal. Über die Geisteshaltung von Truppen kann man nicht per se entscheiden. Neuseeländische oder australische Truppen galten Ende 1941/Anfang 1942 in Afrika als gute Einheiten, in Singapore war ihre Performance im gleichen Zeitraum teilweise grottenschlecht. Was nimmt man nun als übliche Geisteshaltung?
Servus

Thomas

Suicide Is Not a War-Winning Strategy

Bergedorf

Hallo Alex,

ZitatC O S . (40) 199th Meeting.29 June 1940:

RDF might detect the approach of the ships of
a sea-borne expedition up to 29 miles, but it would not
be safe to count on receiving any warning from this
sourceo There would probably be large numbers of
our own craft in the area which might make it difficult
to identify the enemy,, In certain conditions we
might not get warning from the air of the approach of an
invading force, and the first information might be
obtained from the auxiliary patrols working only 8 to
10 miles from the coast
1940! Und auf den Folgeseiten findest Du genug aus 1940. Bei 29 Miles Reichweite würden die von Dir genannten Stationen (also auch Rye, Fairlight etc.) die Invasionsflotte schon reichlich vor der S-Zeit erfassen können. und bedenke bitte wir reden hier nicht von einem Einzelziel, dass vielleicht mal durch die Lappen gehen mag, sondern von Invasionsflotten mit vielen 100 Booten die eine Fläche von z.B. 15km mal1km einnehmen. Ein solches Ziel zu übersehen halte ich schon für unwahrscheinlich.

Gruß

Dirk

Huszar

Hallo,

Ich hebe mal einige wichtige Sätze heraus:

RDF might detect the approach of the ships of
a sea-borne expedition
up to 29 miles, but it would not
be safe to count on receiving any warning from this
source
o There would probably be large numbers of
our own craft in the area which might make it difficult
to identify the enemy,, In certain conditions we
might not get warning from the air of the approach of an
invading force, and the first information might be
obtained from the auxiliary patrols working only 8 to
10 miles from the coast


Situation Ende juni: keine Ahnung, was das Teil kann, und vertrauen tun wir dem Ding auch nicht.

...be pleased to inform Their Lordships that considerable experience hat now been gained in the performance of Dover and Fairlight C.H.L. Stations as far as their reporting of surface craft is concerned.
2. It has been found that on request and having provided an indication of their whereabouts, the position an frequently the number of our own patrolling craft or convoys can be readily obtained from C.H.L. Stations.
3. On one occasion Dover C.H.L. Station, having been informed that special Intelligence indicated the presence of enemy craft, was able to determine a bearing and distance which enabled M.T.B´s to locate in low visibility and sink an enemy vessel. The vessels were of the large trawler type and their distance about 15 sea miles from the station.
4.On the other hand there have been several occasions in low visibility by day when surface vessels have been reported by C.H.L within distances of 10 miles and yet organised searches by M.T.B´s or aircraft have found nothing even though C.H.L. plots have persisted during search.
5. In addition Dover C.H.L. has passed a number of reports of surface craft giving them a course and a speed of 60 miles an hour. Experience has shown that these may savely be ignored and almost invariably the plots are reported to have faded out in a few minutes.
6. It must also be mentioned that an enemy minefield within a distance of 5 sea miles from Dover C.H.L. must have been laid at night by surface vessels of which no plot was reported.
7. Results to date must therefore be summed up as variable and unreliable.
8. It is appreciated that C.H.L. Stations have also low flying aircraft to plot and it is not altogether clear whether the continious search over sea arcs that is the necessary by night and in low visibility to establish the presence (unleserliches Wort von zwei Buchstaben) otherwise of surface craft is not sometimes irregular.
If this is the case the value of the stations to Naval Authorities is very considerably lessened.
9. It is felt that the narrow waters of Dover Strait are particularly likely to form an area in which the successful development of C.H.L. methods would prove most valuable,
Enemy vessls whether bent on minelying or other raids or merley making the passage of the Strait come within C.H.L. range.
Reliable C.H.L. information would enable M.T.B. or aircraft attacks to be organised with confidence and might well enable coastal batteries to open fire on unsighted enemy vessels.

Situation Ende Oktober: nettes Spielzeug, wenn wir sagen, wo unsere eigenen Schiffe sind, klappt alles wunderbar, ansonsten ist das TEil durchaus gut, um Geister aufzuspüren, kann aber T-Boote 5sm von Dover nicht finden. Erfahrungen zeigen, dass die Ergebnisse unverlässlich sind.

Daraus abzuleiten, dass die Radarstation alles und auf jeden Fall gefunden hätten, finde ich etwas übertrieben.

ZitatAlso hast Du nichts belastbares gefunden, wonach die 7 SLI am RMC stand. Dagegen steht die klare Ortsangabe Dymchurch Area aus der Regimentsgeschichte.
7.SLI war auch vorher klar, 6.SLI war die Frage. Wenn allerdings öffters 6.SLI mit dem RMC (oder sogar Cripp's Corner) in Verbindung gebracht wird, dafür 7.SLI mit Dymchurch, wäre ich ein wenig vorsichtig.
Für welchen Zeitraum wird für 6.SLI eigentlich mit Dymchurch in Verbindung gebracht? Juni, Juli, august, September, Oktober oder November? Nur aus Neugier.

ZitatNachtrag: Hier haben wir noch was zu den angeblich ja nicht existenten Panzersperren:
Ich will jetzt nicht kleinlich sein, und auf den Unterschied zwischen durchlaufendem Pzgraben und Pzfallen hinweisen.

Übrigens danke, dass du den Landeplatz bei St.Mary ins Spiel gebracht hast. Wäre für die Dt von einem gewissen Wert  :-D

mfg

alex
Reginam occidere nolite timere bonum est si omnes consentiunt ego non contradico
1213, Brief von Erzbischof Johan von Meran an Palatin Bánk von Bor-Kalán

mhorgran

Nein.

Darüber entscheidet die Doktrin wie ein Heer seine Einheiten sieht. Es gibt Armeen die setzen Werkstatt-, Nachrichteneinheiten und ähnliches nicht in Kämpfe ein. Nur Verteidigung aber nicht als Alarmeinheit oder ähnliches. Das deutsche Heer sah bis 43 ALLE Einheiten als Kampfeinheiten an. Natürlich wurden Werkstatt...  nur in allerhöchsten Notfällen bei Alarmeinheiten eingesetzt. Diese Sichtweise änderte sich 43/44, ab einem bestimmten Zeitpunkt wurden / durften zb. Nachrichtenfernaufklärungseinheiten nicht mehr in Alarmeinheiten verwendet werden.

Ich finde es inzwischen höchst lächerlich wenn hier permanent Gleichmacherei betrieben wird. Die deutsche schwere Flak war mit panzerbrechender Munition für den Erdkampf ausgerüstet. Gab es bei den Briten nicht. Warum wohl, weil die deutsche Flak als in einer Nebenrolle in die Erdkämpfe eingreifen sollte.
Und sorry, Spee, natürlich entschied beim deutschen Heer nicht der örtliche Befehlshaber über den Flakeinsatz. Die Flak (außer ab 41 Heeresflakeinheiten) waren der Luftwaffe unterstellt und die entsprechenden Einheiten (auch Flak) sollten mit den Heeresstellen zusammenarbeiten. Das heißt schlichtweg das ein örtl. Heeresbefehlshaber seine Wünsche zum Flakeinsatz im Erdkampf äußern konnte - ob das dann so kam war eine ganz andere Frage.

ZitatNeuseeländische oder australische Truppen galten Ende 1941/Anfang 1942 in Afrika als gute Einheiten, in Singapore war ihre Performance im gleichen Zeitraum teilweise grottenschlecht. Was nimmt man nun als übliche Geisteshaltung?
Quatsch mit Soße. Um das gehts doch gar nicht.

===============

ZitatNachtrag: Hier haben wir noch was zu den angeblich ja nicht existenten Panzersperren:
Mal abgesehen vom Unterschied Panzerfalle - Panzergraben (worauf schon Alex hinwies)
keine Ahnung zum wieviel malten diese Wiederholung und ob das wirklich sein muß.

Wir diskutieren einen Panzergruppen links oder rechts von Hythe - als Verlängerung des Panzerhindernis Seewall in Hythe --- nicht ein Panzergraben in / um  Dymchurch - Littleton - Lydd oder sonstwo. Natürlich wird es in Südostengland Panzergraben gegeben haben

==========

@Andy
Ich sag nur "Hülsenfrüchte".


Huszar

BTW:

Diese Diskussionen laufen schon seit mindestens 10 Jahren, und niemand ist bisher auf die Idee gekommen, die Stellungskarten für SO-England aus Freiburg anzufordern...
Reginam occidere nolite timere bonum est si omnes consentiunt ego non contradico
1213, Brief von Erzbischof Johan von Meran an Palatin Bánk von Bor-Kalán

Bergedorf

#100
Hallo Alex,

bei dem COS hast Du gerade einen entscheidenden Teil nicht hervorgehoben:
ZitatThere would probably be large numbers of
our own craft in the area which might make it difficult
to identify the enemy
Flugzeuge könnten die Identifizierung schwierig machen. Nun wie lange befindet sich die Invasionsflotte im Ortungsbereich? Gehen wir mal davon aus das es sich bei der Angabe um eine normale Meile handelt, dann würde dieser Bereich 46km betragen. Die Landungsflotte würde sich mit 5 sm = 9,26km/h bewegen. Gehen wir mal davon aus dass die Entfernung auf die sich die Flotte dem Radargerät nähert in etwa dem Weg entspricht, die sie danach innerhalb der Reichweite des Radars noch bis zur Landungszone zurücklegen müßte (dürfte für Landungsflotte B in etwa hinkommen). Beachten wir dann noch die Länge der Transportflotte von 15km, dann wäre die Flotte 61km/9,26km/h= 7,68 Stunden im Ortungsbereich des Radars. Solange werden da keine Massen von Flugzeugen rumfliegen.

Bei dem zweiten Bericht mußt Du beachten, dass es sich dabei um die Ortung von Einzelschiffen handelt. Dabei war das Radar unzuverlässig. Das bedeutet aber nicht, dass es auch unzuverlässig bei der Ortung von riesigen Invasionsflotten gewesen wäre. Im Übrigen war die Ausgangsfrage, ob das CHL in der Lage war Schiffe zu orten. Und da ist die Antwort eindeutig ja!

ZitatFür welchen Zeitraum wird für 6.SLI eigentlich mit Dymchurch in Verbindung gebracht? Juni, Juli, august, September, Oktober oder November? Nur aus Neugier.
Im Juli in Lydd Area, dann kommt 5 SLI aus dem Bereich Cliff End-Appledore am 1.8. nach Dymchurch Area und dann müssen 5 SLI und 6 SLI die Positionen getaaucht haben, denn dann heißt es das während des Septembers 5 SLI in Lydd-Dungeness und 6 SLI in Dymchurch Area lag.

ZitatBTW:

Diese Diskussionen laufen schon seit mindestens 10 Jahren, und niemand ist bisher auf die Idee gekommen, die Stellungskarten für SO-England aus Freiburg anzufordern...
Dann mach das doch mal... die würden aber auch nur anzeigen was die Deutschen dachten und nicht was dort tatsächlich war. Auf meine bisherigen Angebote zusammen Originaldokumente zu besorgen bist Du leider ja nicht eingegangen. Btw. sind Kopien von Karten aus dem BAMA sau teuer.
Gruß

Dirk

Nachtrag:
ZitatÜbrigens danke, dass du den Landeplatz bei St.Mary ins Spiel gebracht hast. Wäre für die Dt von einem gewissen Wert
Muss Dich leider enttäuschen:
ZitatJust before the Second World War the landing lights were switched off for the last time and removed. The land reverted back to farmland and has remained so to this day.
:-D

AndreasB

@Alex

Also halten wir fest, technisch kann das CHL Schiffe feststellen, aber es ist aber absolut nicht verlaesslich dabei. Das deckt sich mit dem was ich fand, und macht ja auch Sinn wenn die engl. Armee die CD Technologie zum Richten einsetzen wollte. Da die CHL nur ein Teil des Warnsystems war (andere waren V-Boote und Luftaufklaerung), ist das zumindest hilfreich, und besser als wenn sie gar keine Schiffe orten koennen.

@Stefan

Da Du so gerne auf der Doktrin rumreitest, kannst Du uns sicher die engl. Field Regulations zitieren in denen steht das schw. Flak nicht zum Erdeinsatz zugelassen ist? Bis dahin (und wohl auch danach) halte ich mich an die Official History, die ich oben verlinkt habe, in der klar gesagt wird das die schwere Flak in der Invasionsabwehr fuer den Erdeinsatz vorgesehen war. Die Zahl der Rohre, die Mun.-Ausstattung, und die Wirkung von Splittergranaten im Ziel gegen Weichziele wie Praehme, M-Boote, und Soldaten, spielen dabei zuerst mal keine Rolle. Panzerbrechende Granaten braucht man ja nur wenn man auf gepanzerte Ziele schiesst. Die hatten die Deutschen aber eher nicht?

Ueber die LAA koennen wir uns hoffentlich einig sein? Die wurden auch in der Wueste so oft im Erdeinsatz verwandt das sie in deutschen Dokumenten von 1941 als Pakflak bezeichnet wird.

Der Zeitzuender war dazu zu nutzen die Granate direkt ueber dem Ziel, fuer maximale Splitterwirkung, detonieren zu lassen.

http://www.lexikon-der-wehrmacht.de/Vorschriften/Flak88.pdf

Ich verstehe wirklich nicht was hier so schwer zu akzeptieren ist?

Alles Gute

Andreas

Knouterer

RDF hätte man kaum gebraucht, am Vorabend der Invasion hätte man von Dover aus grössere Teile der Invasionsflotte mit Ferngläser klar erkennen können (bei gutem Wetter), wenn nicht sogar mit dem blossen Auge.

Aber ich wollte eigentlich etwas über die britische Armee sagen. Hier mal eine interessante website für diejenigen die gerne ins Detail gehen - und das sind wir wohl alle:

http://www.warestablishments.net/

Wenn man zB unter "reconnaissance - Great Britain" guckt, findet man da die offizielle Stärke und Ausrüstung eines Divisional Cavalry Regiments für oktober 1940, wahrscheinlich so ziemlich das was die NZ Division da bei Ashford hatte. Interessant ist dass für je 3 leichte Panzer (Mk VIB oder vielleicht Mk VIC) 2 Ersatzfahrer ("driver operators") + 2 extra "driver mechanics" vorgesehen waren, so was ist mir eigentlich noch nie aufgefallen. Ich schliesse daraus vorläufig mal dass der Fahrkomfort eher unbefriedigend war.

Was die Infanterie betrifft, wie Alex richtig feststellt, gab es anno 1940 nur 2 x 3" Mörser pro Bataillon, was man als eine Schwäche bezeichnen kann, solche Waffen wären sehr nützlich gewesen bei lokalen Gegenangriffen in den Dünen (oder sonstwo). Ab 1941 gab es dann 6 Stück pro Bn, genau wie in der dt. oder US Armee.

Boys AT rifles: die waren sept. 1940 wohl ausreichend vorhanden (etwa 40 pro Bn), laut Statistical Digest wurden etwa 13 000 produziert in den ersten 9 monaten von 1940. Munition (habe ich irgendwo gelesen) war zu dem Zeitpunkt etwas knapp, 100 Schuss pro Waffe. Pz III und IV (und Stug) waren mit 30 mm+ Panzerung rundum wohl ausreichend geschützt gegen .55 Beschuss, die Flammpanzer (PzKpfw II Ausf. D) aber verwundbar (14,5-30 mm Panzerung).


 

Spee

@mhorgran,

Und sorry, Spee, natürlich entschied beim deutschen Heer nicht der örtliche Befehlshaber über den Flakeinsatz.

Bei welcher Besentruppe warst du denn? Im Ernstfall wird mit allem geschossen was da ist. Oder glaubst du, das deutsche/britische Kanoniere auf einen Feuerbefehl von irgendeiner Heeresstelle warten, wenn feindliche Panzer o.ä. vor denen auftauchen?

Quatsch mit Soße.

Richtig!
Servus

Thomas

Suicide Is Not a War-Winning Strategy

Bergedorf

#104
Hallo Bernd,

ZitatInteressant ist dass für je 3 leichte Panzer (Mk VIB oder vielleicht Mk VIC) 2 Ersatzfahrer ("driver operators") + 2 extra "driver mechanics" vorgesehen waren, so was ist mir eigentlich noch nie aufgefallen. Ich schliesse daraus vorläufig mal dass der Fahrkomfort eher unbefriedigend war.

Den Schluss finde ich so ein wenig gewagt. Man könnte genau so gut vermute, dass die Ersatzleute da sind um einen 24h-Betrieb sicherzustellen (nur aus der Hüfte geschossen, ich habe keinerlei Hinweise oder Belege hierfür).

ZitatWas die Infanterie betrifft, wie Alex richtig feststellt, gab es anno 1940 nur 2 x 3" Mörser pro Bataillon, was man als eine Schwäche bezeichnen kann, solche Waffen wären sehr nützlich gewesen bei lokalen Gegenangriffen in den Dünen (oder sonstwo). Ab 1941 gab es dann 6 Stück pro Bn, genau wie in der dt. oder US Armee.
Ja, das war eine Schwäche, das haben sie auch selbst erkannt. Stärke war dafür der Bren Carrier Zug. Da hatten die Dt. nichts entsprechendes...

ZitatBoys AT rifles: die waren sept. 1940 wohl ausreichend vorhanden (etwa 40 pro Bn),
In dem Beispiel waren nur 16 Stück vorhanden, insofern denke ich schon, dass die ggf. ein wenig knapp waren. Bisher habe ich aber (genau wie bei der PzB) noch nie jemanden gehört, der die Dinger für sonderlich effektiv gehalten hat.

Gruß

Dirk

Nachtrag: Schaue mir gerade mal den zitierten Bericht der ADS an nach dem 1 RUR die Verteidigungsanlagen des Btl, von dem sie die Stellungen übernommen hat, als schlecht positioniert bezeichnet. Bezeichnenderweise wurde folgender Abschnitt hier nicht zitiert:
ZitatThe infantry brigade defending 'T' and 'Z' Sectors during the critical invasion period of June-October 1940 was the 31st Independent Brigade Group.5
Leider ist diese Angabe aber auch falsch, da wir ja aus dem WD der 31st wissen, dass die erst am 27.09. am Kanal angekommens sind.

Dann steht dort noch:
Zitat5 There is no surviving War Diary for this brigade at The National Archives.
Schade, das diese eigentlich seriös scheinende Quelle solche Fehler macht. Das entsprechende War Diary hat die Signatur WO 166/942.

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