Seelöwe (Teil 2)

Begonnen von Bergedorf, 04 April 2012, 18:05:23

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Bergedorf

Hallo Gerard,

Millpoint habe ich im letzten Post doch erwähnt.

Lohnt sich das Büchlein?

Gruß

Dirk

Bekoe

Zitat von: Bergedorf am 16 April 2012, 19:27:22

Am RMC haben wir dann noch das 75th Fd Rgt mit 24 24pdr.


Hallo Dirk,

24 pdr -- gab es nicht. Das 75th Field Regiment hat seine Batterien ja in Frankreich gelassen. Hatten die dann im Herbst 40 wirklich schon wieder 24 Rohre erhalten und welche waren dass, die alten 18/25 pdr oder die erst im Mai eingeführten 25 pdr (alles eine Frage der Reichweite) ?

In Antwort 54 ging es im letzten Absatz um den Durchmarsch nach dem Durchbruch durch die Küstenverteidigung und die zu erwartenden verheerenden Verluste der deutschen Marschkolonnen durch Artillerie. So viel scheint da aber dann doch nicht in zweiter Reihe vorhanden gewesen zu sein...

Die aufgeführten grossen Kaliber wären nach erfolgtem Durchbruch zum Beschuss wohl grösstenteils nicht mehr in Frage gekommen weil entweder zerstört, erobert, verschossen oder schlicht ausser Reichweite. Auch die Eisenbahngeschütze hätten sicher keinen grossen Effekt gebracht weil zu unständlich zu handhaben und ein schönes Ziel für die Luftwaffe.

Gruss
Bernd

Bergedorf

Hallo Bernd,

hast recht, die Zeit der 24pdr war schon ein wenig abgelaufen. War ein Schreibfehler, das sind 25pdr. Ich habe auch gerade eben das War Diary der 32st Bde bekommen. Danach sind die erst am 27.9. am RMC angekommen. Wobei es, wenn die Dt. Ihre Vorbereitungen fortgeführt hätten natürlich auch möglich gewesen wäre (Spekulation), dass die auch etwas früher dorthin verlegt worden wären.

Bei dem Rest weiß ich nicht so recht wovon Du ausgehst, solange, die Dt. noch in der Romney Marsh sind befindet sich das meiste noch in Sicherheit. Wobei ein paar Einheiten vielleicht Probleme mit den Fallis gehabt hätten. Ferner hatten die Briten ja auch noch eine Menge weitere Artillerie, die sie hätten heranziehen können.

Gruß

Dirk

Huszar

Hallo,

Wenn die 31.Bde erst am 27.09 an den RMC ging, wer stand denn da früher? (ich habe zumindest einige Anhaltspunkte, dass 6.SLI bei Bonnington stand, bevor 1.RUR dort ankam - und der Abschnitt dieses Btl ging nicht bis Lympe...)
Was Artillerie der 1.London bei Ashford - also im Hinterland der 45.ID - suchen soll, wäre eine Antwort schon wert.

ZitatEine Batterie scheint ferner in Littlestone gewesen zu sein, da die Commandos ausdrücklich die Batterien schützen sollten (wobei das auch die .  Für die 4. Bty habe ich noch keine gesicherten Informnationen, wielleicht hat Gerard da schon was rausgefunden. Vieleicht ist das aber auch die Batterie in der Redoubt..

Sowohl Littlestone, als auch Greatstone wurden NACH September errichtet (zumindest laut kenthistory).
Derzeit bewiesen sind:
St.Mary: 2 Kanonen
Redoubt: 2 (3?) Kanonen
Dungeness East: 3 Kanonen. (die nicht in den Abschnitt wirken können)
Die 8 Stück 6" sind somit vollzählig vorhanden.

(dazu die 2 Rohre in Hythe)

Zitatund in Folkestone Millpoint mit 4 5,5", Folkestone West (339 Bty) und Folkestone East (wohl 340 Bty).

Keines dieser Batterien kann irgendwohin an die Landungsstrände wirken. Mit etwas gutem Willen könnten einige Rohre dieser Batterie eventuell die Frachter unter Feuer nehmen - wobei die Entfernung wohl grösser wäre, als 3sm.

Feldari:
laut dem eingestelltem Befehl standen:
Old Romney: 4*25pdr
Lydd: 2*4,5" FH + 4*75mm
Greatstone: 1*4" und 1*18pdr/75mm als PAK
Moore's Fort, Dungeness: 1*18pdr/75mm als PAK (wo auch immer das ist)
Punkt 524373: 1*4" als PAK (wo auch immer das ist)

Für die restlichen Orte südlich RMC bleiben demnach:
0*25pdr
4*4,5" FH
8*75mm
3*4"
und die drei schweren Rohre

Was nördlich RMC steht (bestenfalls diese 24*25pdr + ca 3 schwere Rohre) ist dann wohl natürich genügend, um eine Front von ca. 24km (länge RMC zwischen Lympe und Rother) zu bestreichen...

ZitatWobei ein paar Einheiten vielleicht Probleme mit den Fallis gehabt hätten.
Understatement des Jahres. Die Fallis sollten direkt über zwei der Kanonen abspringen.

ZitatFerner hatten die Briten ja auch noch eine Menge weitere Artillerie, die sie hätten heranziehen können
Natürlich. Ich verkneife mir jetzt einen Kommentar, der Hülsenfrüchte beinhaltet.

mfg

alex
Reginam occidere nolite timere bonum est si omnes consentiunt ego non contradico
1213, Brief von Erzbischof Johan von Meran an Palatin Bánk von Bor-Kalán

Bergedorf

Moin Alex,

ZitatWenn die 31.Bde erst am 27.09 an den RMC ging, wer stand denn da früher? (ich habe zumindest einige Anhaltspunkte, dass 6.SLI bei Bonnington stand, bevor 1.RUR dort ankam - und der Abschnitt dieses Btl ging nicht bis Lympe...)
Was Artillerie der 1.London bei Ashford - also im Hinterland der 45.ID - suchen soll, wäre eine Antwort schon wert.
Aha, woher kommen denn Deine Anhaltspunkte? Ich habe die Regimentsgeschichte der SLIs und ich kann mich an so etwas gerade nicht erinnern. Ich denke, dass die Pillboxes dort mit Homeguard besetzt waren. GGf. könnte es noch die Reservebde der 45st Div gewesen sein. Deren War Diary gibts es übrigens auch beim Archiv in Kew zu bestellen...

ZitatSowohl Littlestone, als auch Greatstone wurden NACH September errichtet (zumindest laut kenthistory).
Derzeit bewiesen sind:
St.Mary: 2 Kanonen
Redoubt: 2 (3?) Kanonen
Dungeness East: 3 Kanonen. (die nicht in den Abschnitt wirken können)
Die 8 Stück 6" sind somit vollzählig vorhanden.

(dazu die 2 Rohre in Hythe)
Ja, da herrscht großen Chaos bei den Angaben im Netz. Muss man noch mal ordentlich nachforschen.

ZitatKeines dieser Batterien kann irgendwohin an die Landungsstrände wirken. Mit etwas gutem Willen könnten einige Rohre dieser Batterie eventuell die Frachter unter Feuer nehmen - wobei die Entfernung wohl grösser wäre, als 3sm.
da bitte ich Gerard sich mal mit zu beschäftigen (Habe gerade keine Zeit dafür). So einfach glaube ich diese Aussage aber nicht.

ZitatZitat
Wobei ein paar Einheiten vielleicht Probleme mit den Fallis gehabt hätten.
Understatement des Jahres. Die Fallis sollten direkt über zwei der Kanonen abspringen.
Sag ich doch, dass ein paar Einheiten Probleme gehabt hätten. Die Fallis hätten bei einem Absprung direkt über britischen Einheiten aber auch ein paar Probleme gehabt.

ZitatWas nördlich RMC steht (bestenfalls diese 24*25pdr + ca 3 schwere Rohre) ist dann wohl natürich genügend, um eine Front von ca. 24km (länge RMC zwischen Lympe und Rother) zu bestreichen...
Ähm ich zähle dort 2-3 (je nachdem man 31st Bde mit rein nimmt) 2-3 Fd Rgt je 24 Rohre und dazu noch je eine eine Bty Med und Hvy. Und natürlich marschieren die dt. gleichmäßig auf den ganzen 24km an  :-D. Im ernst, interessant wäre es mal Daten von Abwehrerfolgen durch Ari zu sammeln. In Verbandschroniken von der Ostfront habe ich da einiges gelesen, dass Angriffe von Ari zerschlagen wurde. Da wäre es spannend wenn man genauere Daten zu bekäme.

ZitatZitat
Ferner hatten die Briten ja auch noch eine Menge weitere Artillerie, die sie hätten heranziehen können
Natürlich. Ich verkneife mir jetzt einen Kommentar, der Hülsenfrüchte beinhaltet
Ich weise darauf hin, dass nach dem Planspiel der HGr A die Dt. am S+2 Tag den RMC noch nicht überschritten hatte.

Gruß

Dirk

mhorgran



ZitatAha, woher kommen denn Deine Anhaltspunkte? Ich habe die Regimentsgeschichte der SLIs und ich kann mich an so etwas gerade nicht erinnern. Ich denke, dass die Pillboxes dort mit Homeguard besetzt waren. GGf. könnte es noch die Reservebde der 45st Div gewesen sein. Deren War Diary gibts es übrigens auch beim Archiv in Kew zu bestellen...
Mußmaßungen als "Ergebnisse"?


Zitat
ZitatKeines dieser Batterien kann irgendwohin an die Landungsstrände wirken. Mit etwas gutem Willen könnten einige Rohre dieser Batterie eventuell die Frachter unter Feuer nehmen - wobei die Entfernung wohl grösser wäre, als 3sm.
da bitte ich Gerard sich mal mit zu beschäftigen (Habe gerade keine Zeit dafür). So einfach glaube ich diese Aussage aber nicht.
Richtig, "glaubt" man nicht denn natürlich darf nicht sein was nicht ins Bild paßt.


Zitat
Zitat
ZitatZitat
Wobei ein paar Einheiten vielleicht Probleme mit den Fallis gehabt hätten.
Understatement des Jahres. Die Fallis sollten direkt über zwei der Kanonen abspringen.
Sag ich doch, dass ein paar Einheiten Probleme gehabt hätten. Die Fallis hätten bei einem Absprung direkt über britischen Einheiten aber auch ein paar Probleme gehabt.
Da erübrigt sich doch wohl jeder Kommentar da die Probleme der FJ garnicht Thema war. Stattdessen die Möglichkeit der Einwirkung der br. Artillerie.



Zitat
ZitatWas nördlich RMC steht (bestenfalls diese 24*25pdr + ca 3 schwere Rohre) ist dann wohl natürich genügend, um eine Front von ca. 24km (länge RMC zwischen Lympe und Rother) zu bestreichen...
Ähm ich zähle dort 2-3 (je nachdem man 31st Bde mit rein nimmt) 2-3 Fd Rgt je 24 Rohre und dazu noch je eine eine Bty Med und Hvy. Und natürlich marschieren die dt. gleichmäßig auf den ganzen 24km an  :-D. Im ernst, interessant wäre es mal Daten von Abwehrerfolgen durch Ari zu sammeln. In Verbandschroniken von der Ostfront habe ich da einiges gelesen, dass Angriffe von Ari zerschlagen wurde. Da wäre es spannend wenn man genauere Daten zu bekäme.
Ich kann mir schon vorstellen was dabei rauskommt - siehe Projektionen von Dieppe auf Hythe. Mit sachlich und -auch nur versuchter- Objektivität hat das nicht im Ansatz etwas zu tun.




Zitat
Zitat
ZitatZitat
Ferner hatten die Briten ja auch noch eine Menge weitere Artillerie, die sie hätten heranziehen können
Natürlich. Ich verkneife mir jetzt einen Kommentar, der Hülsenfrüchte beinhaltet
Ich weise darauf hin, dass nach dem Planspiel der HGr A die Dt. am S+2 Tag den RMC noch nicht überschritten hatte.
Und das Ergebnis des Planspiels bedeutet was?

mhorgran

#66
Seltsam, ich noch ein anderes Post verschickt - das ist irgendwo verschippt gegangen.

Naja.
@Knouterer
- Littleton-Bild -- Nunja, das aber sicherlich kein großes Panzerhindernis
- ja, nach deinen "Seewall-Spreng-Impressionen" war das schön sachlich.

---------------------------------
ZitatDanach sind die erst am 27.9. am RMC angekommen. Wobei es, wenn die Dt. Ihre Vorbereitungen fortgeführt hätten natürlich auch möglich gewesen wäre (Spekulation), dass die auch etwas früher dorthin verlegt worden wären.
Bekanntlich hat die Wehrmacht (aus Tarnungszwecken) ihre Vorbereitungen bis 41 weiterlaufen lassen und bekanntlich liefen auch die britischen Anti-Invasions-Vorbereitungen weiter. Es fragt sich also was von obiger Aussage zu halten ist.


ZitatFerner hatten die Briten ja auch noch eine Menge weitere Artillerie, die sie hätten heranziehen können.
Ja, und alle welche sich mit dem 2.Weltkrieg beschäftigt haben wissen wie "schnell" die Briten mit taktischen Aushilfen, Verlegungen von Einheiten etc. reagierten.  Aber dieses Wissen blenden wir mal schnell wieder weg.


interessant finde ich folgendes:
http://ads.ahds.ac.uk/catalogue//adsdata/arch-455-1/dissemination/pdf/Text_Reports/DA36_TEXT_-_ROYAL_MILITARY_CANAL.pdf
  In October and  November 1940, the infantry battalion defending the line of the Royal Military Canal
in 'Z' Sector was the 1st Bn. Royal Ulster Rifles, who have left us a detailed map
showing their defence positions. When the battalion took over the sector, it
commented in its war diary that the positions of the previous defending battalion here
were badly positioned and dug
.


und
The 1st Bn. Royal Ulster Rifles occupied six miles of the Royal Military Canal on its
centre and right, with its left flank bent back from the Canal for a further three miles
towards the village of Aldington.

Der "normale" Verteidigungsabschnitt eines Infanteriebtl der Kriegsteilnehmer lag zwischen 400 und 2500 m.
Nun sind 6 engl.Miles = 9,6 km. Schon diese Gefechtsbreite bedeutet eine massive Überdehung (und Verdünnung) der britischen Verteidigungslinien.

Huszar

Hallo,

ZitatAha, woher kommen denn Deine Anhaltspunkte? Ich habe die Regimentsgeschichte der SLIs und ich kann mich an so etwas gerade nicht erinnern. Ich denke, dass die Pillboxes dort mit Homeguard besetzt waren. GGf. könnte es noch die Reservebde der 45st Div gewesen sein. Deren War Diary gibts es übrigens auch beim Archiv in Kew zu bestellen...

Stefan war da schneller. Fussnote im Artikel (gibts etwa 78 Teile dieser Reihe)

Zitatda bitte ich Gerard sich mal mit zu beschäftigen (Habe gerade keine Zeit dafür). So einfach glaube ich diese Aussage aber nicht.

Laut lageplan, Haupt-Schussrichtung Süd-Südost, Romney Marsh liegt aber westlich. Mehr, als 90° Seitenrichtung ist also nötig.

ZitatÄhm ich zähle dort 2-3 (je nachdem man 31st Bde mit rein nimmt) 2-3 Fd Rgt je 24 Rohre und dazu noch je eine eine Bty Med und Hvy. Und natürlich marschieren die dt. gleichmäßig auf den ganzen 24km an  . Im ernst, interessant wäre es mal Daten von Abwehrerfolgen durch Ari zu sammeln. In Verbandschroniken von der Ostfront habe ich da einiges gelesen, dass Angriffe von Ari zerschlagen wurde. Da wäre es spannend wenn man genauere Daten zu bekäme.

aha, und welche Ari hatte dann die 1.London, um den Abschitt zwischen Sheerness und Hythe zu decken? Die Frage bleibt allerdings weiterhin, was Ari der 1.London im Abschnitt der 45.ID zu suchen hat.

@Knouterer:
Der Artikel über den Sea Wall ist klasse! Danke dafür.

mfg

alex
Reginam occidere nolite timere bonum est si omnes consentiunt ego non contradico
1213, Brief von Erzbischof Johan von Meran an Palatin Bánk von Bor-Kalán

Knouterer

Zitat von: mhorgran am 16 April 2012, 16:51:14
Tja, die deutschen Pioniere waren also ndA nicht in der Lage -unter Feindfeuer- Sprengladungen zu legen und zu zünden.
Wobei, wenn ich mir den Seewall ansehe, mehrere geballte Ladungen unter das überstehende Teil gepackt, mit ... verdämmt und der obere Teil is nicht mehr. Aber wahrscheinlich zu schwer für die deutschen Pioniere. Dazu wären sie auch von frontalem Feindfeuer geschützt gewesen. Aber wie gesagt, viel zu schwierig für die deutschen Pioniere.

Logischerweise waren die Tauchpanzer unter Wasser blind, am Strand natürlich auch mindestens 2 Stunden - vielleicht auch 4 Wochen. Der Grund dafür? egal.
Allerdings, die Tauchpanzer der 18.PzDiv am 22.06.41 griffen nach dem durchfahren des Bugs sofort in den Kampf ein -- aber solche Tatsachen ignorieren wir mal schnell.

Überhaupt (bezieht sich auf 2+3. Absatz) war das deutsche Heer bekannt dafür massiv taktische Fehler zu fabrizieren. Schon Polen, wie auch Frankreich und natürlich die Schlachten in der SU 1941/42 wurden nicht durch das taktische und operative Können der Wehrmacht für diese gewonnen - stattdessen haben diese Länder / Streitkräfte mitgeholfen das das 3.Reich gewinnt. Damit bestätigten sie dein Argument.

Ich hab zur "Stärke der Verteidigung" (britischen 1940) viel allgemeine Zahlen / Fakten gelesen aber kaum etwas genaues wie der Strandabschnit ABR geschützt war, dokumentiert durch genaue Zahlen und Lagepläne. Dazu lese ich ständig Mutmaßungen - seltsame Schlußfolgerungen ala "da" war vielleicht ein Panzergraben also muß woanders auch einer gewesen sein, ala in Dieppe war eine Steilküste - hinter Hythe waren Hügel also muß zwangsläufig ein ähnliches Ergebnis herausgekommen sein und ähnliches.


Übrigens:
Letztens hab ich doch tatsächlich gelesen das die Briten in der zweiten Hälfte 1940 massenhaft Hülsenfrüchte angebaut und an ihre Einheiten ausgegeben haben, dazu bekam jeder Soldat noch seine persönliche Dose "Spinat".

Ehrlich gesagt, ich glaube nicht dass es unsere Diskussion viel weiter bringt wenn du systematisch alles was ich sage verdrehst, (absichtlich ?) falsch verstehst oder ins Lächerliche ziehst.

Ich habe selbst festgestellt, dass die Pioniere da wohl an verschiedenen Stellen ein Stück Mauer sprengen müssen, nur wäre das eben NICHT "ohne Probleme" über die Bühne gegangen. Material zur Verdämmung zB lag höchstwahrscheinlich nicht am Strand herum. Tut mir leid, aber ich kann diesen grenzenlosen Optimismus dass die Pioniere überall gleich zur Stelle gewesen wären und in Windeseile mit Minen, Drahtverhauen, Betonsperren, Strandmauer usw fertig geworden wären, ohne nennenswerte Verluste zu erleiden, einfach nicht teilen. Dat hat sich von der Realität völlig losgesungen und ist reines Wunschdenken (wie manche andere Äusserungen in dieser Diskussion).

Die Tauchpanzer waren blind BEIM AUFTAUCHEN am Strand. Ich nehme jedenfalls an dass die Fahrer die Abdeckungen nicht absprengen/entfernen würden bevor sie ganz sicher waren auf dem Trockenen zu sein. Weshalb da IN DEM MOMENT keine Sturmboote oder Flosssäcke im Weg sein sollten. Weshalb die Pioniere erst nach dem letzten Tauchpanzer and Land gehen. Wie geplant. Weshalb alles ein Bisschen länger dauert und die Verteidiger naturgemäss etwas mehr Zeit haben um PAK, MGs, Mörser usw in Stellung zu bringen, soweit die nicht schon da sind. Alles klar? 

Was schliesslich Hülsenfrüchte und Spinat betrifft: da wollen wir doch mal hoffen dass die Tommys so nett gewesen wären ihren Gästen auch etwas anzubieten, die wären ja wohl nicht direkt in Topform gewesen nach (mindestens) einer schlaflosen Nacht und die meisten hätten auch wohl seit 12 Stunden oder länger nichts mehr gegessen wegen Seekrankheit.   
     

Bergedorf

Hallo Gerard,

ja das ist echt traurig hier. Während in einem anderem Threat jemand extrem abgestraft wird, weil er ungeprüft was aus Wiki übernommen hat, dürfen hier Personen anscheinend ungehindert alles Mögliche behaupten.

Wenn wir dem allem nicht wiedersprochen hätten, dann würden wir z.B. annehmen, daß
- die Sea Wall im Großteil des Landungsabschnittes nicht vorhanden gewesen wäre
- sie sonst auch kein Hinderniss gewesen wäre
- es die Flakstellungen entlang der Höhenlinie nicht gab
- die SAS-Soldaten über das ganze Land verteilt wären
- es maximal einen Zerstörer mit Radar gegeben hat
- CHL nicht in der Lage gewesen wäre eine Invasionsflotte zu orten
- die 1st  und 2nd Lond Bde quasi unmotorisiert war
- es keine Anti Invasions Netzsperren gegeben hat
- es für die deutschen kein Problem gegeben hätte die Invasionsflotte zu versammeln
- die Minensperren von den deutschen ohne Probleme hätten gelegt werden können
etc. etc.

Echt nervig womit man sich rumsschlagen muss. Und jetzt kommt noch hinzu, dass plötzlich behautet wird das ein Btl der SLI nicht in der Romney Marsh sondern am RMC gestanden hat. Leider gibt "History of The Somerset Light Infantry 1919-1945" von George Molesworth die Standorte genau an und danach waren sie ab Anfang August nur (davor war ein Btl im Bereich Cliff End-Appledore) in der Romney Marsh. Aber man kann mal einfach drauf los behaupten.

Das ist auch der Grund weshalb ich die Aussage über die Batterien in Folkestone nicht ungeprüft glauben würde.

Beeindruckend sind auch immer die Angaben über die viel zu langen Abschnitte in der Verteidigung. Das die Abschnitte für den Angreifer auch evtl. ein wenig zu breit sein könnten wird allerdings nie behandelt und die Unterschiede zwischen einer Seelandung und einem Angriff auf Land wird auch schön ausgeblendet.

Eigentlich könnten wir es uns ja auch einfach machen und analog der anderen Seite einfach sagen, am 23.09 waren in Ostende nur 63 von denen in der Nacht davor (Einladezeitpunkt!) 17 beschädigt wurden. In Dünkirchen waren zu diesem Zeitpunkt 163 angekommen von denen 33 versenkt oder schwer beschädigt waren. Also statt 230 Prähme nur 176 Prähme und an Sonderprähmen (wovon allerdings 35 im Soll enthalten gewesen wären) waren ganze 2 C-Prähme (für Schwimmpanzer) in Ostende angekommen, wovon einer allerdings ausgebrannt und der andere beschädigt worden ist.

Also  gehen nur 90 % der 1. Welle der Infanteriedivisionen und keine Panzer auf den Weg nach Strand B... was dort ankommt ist dann noch eine ganz andere Frage...

Obwohl ich vergaß, es scheint nach deren Meinung ja auch so zu sein, dass
- Minensperre nordöstlich The Varne keine Opfer verursacht.
- Die britischen Patrouillen, die nur ca. 17km lange Invasionsflotte übersehen
- und die Zerstörer ja sowieso alle was anderes zu tun haben.

Ferner sind:
-Maschinenstörungen bei den Dt. offensichtlich unbekannt.
-das zuwenige mot Prähme vorhanden waren spielt auch keine Rolle
-seemännisch absolut gering eingeschätze Besatzungen würden natürlich auch im großen und ganzen in der Formation bleiben und es würde keine Rammings geben.

Ist echt Hahnebüchen. Das beste ist noch, dass sie jetzt den Spruch von Andreas mit dem Frühstück der deutschen geklaut und umgemüntzt haben. Unterschied ist nur, dass er von Andreas noch witzig rüberkam während er jetzt nur noch ätzt.

Sorry, dass ich mich hier (wieder) so ausgek...tzt habe, aber es macht echt keinen Spaß, wenn man auf eine Frage eines anderen Mitgliedes sachlich antwortet  und daraufhin mit falschen Unterstellungen angefeindet wird.

Gruß

Dirk

Nachtrag: Es kann, ja mal vorkommen, dass man was falsch aus dem Netzt übernimmt. Ist mir was die EMC-Minen anbetrifft auch passiert (wobei ich meine den Konjunktiv verwendet zu haben). Wenn aber ständig falsche Behauptungen ohne konjunktiv verwendet werden, dann schadet das m.E. dem Ansehen des Forums.

Knouterer

Zitat von: Bergedorf am 16 April 2012, 20:54:01
Hallo Gerard,

Millpoint habe ich im letzten Post doch erwähnt.

Lohnt sich das Büchlein?

Gruß

Dirk

Ach ja , Tschuldigung - das Büchlein ist weiter nicht so interessant, hauptsächlich eine Lange liste der Standorten von übriggebliebenen Pillboxes, Sperren usw.

mhorgran

#71
@Knouterer

1.) Ich ziehe nicht "systematisch alles " was du schreibst ins Lächerliche. Zb.(aber nicht nur) auf dein Post 50 (das erstemal die Seewallsprengung) antwortete ich sachlich, mit Beispielen ... . In deinem nächsten Post hast du davon gesprochen das die Briten eine 1/2 h das Feuer hätten einstellen damit die deutschen Pioniere in der Lage gewesen wären das obere Teil des Dymchurch-Seewalls wegzusprengen.
2.) und sorry, das IST einfach nur lächerlich.
Was erwartest du wenn Dirk dir mit obskuren Hindernisüberschreitvergleichen PzIII-Churchill-(angeblich) Dieppe -.... sekundiert. (im übrigen hatte ich auch das sachlich beantwortet.)


Ebenso deine Aussage zu den Tauchpanzer. Wie nur -ich schreib ich nochmal- konnten die Tauchpanzer der 18.Panzerdivision am 22.06.1941 den Bug durchfahren UND ANSCHLIESSEND ohne große Pause in die Kämpfe eingreifen?


Aber du schreibst weiter in selbigem Stil:
ZitatWie geplant. Weshalb alles ein Bisschen länger dauert und die Verteidiger naturgemäss etwas mehr Zeit haben um PAK, MGs, Mörser usw in Stellung zu bringen, soweit die nicht schon da sind. Alles klar?  
Wie jetzt, sind die Waffen schon in Position oder müssen sie erst in Stellung gebracht werden? Wie lange dauert es wohl bis ein MG in eine vorbereitete Stellung aufgestellt ist.  In einer vorbereiteten - ausgebauten - Stellung muß ein Mörser nicht in Stellung gebracht werden - er steht bereits in dieser. Gleiches gilt für Geschütze ... . Pakgeschütze müssen nur in Stellung gebracht werden wenn sie bei nicht Gebrauch in verdeckter Stellung standen ansonsten siehe Mörser.


ZitatWas schliesslich Hülsenfrüchte und Spinat betrifft: da wollen wir doch mal hoffen dass die Tommys so nett gewesen wären ihren Gästen auch etwas anzubieten, die wären ja wohl nicht direkt in Topform gewesen nach (mindestens) einer schlaflosen Nacht und die meisten hätten auch wohl seit 12 Stunden oder länger nichts mehr gegessen wegen Seekrankheit.  
Unzweifelhaft hatte die deutsche Planung erhebliche und ziemlich sicher entscheidende Schwächen. Das sie aber 12 Stunden nichts gegessen hatte wird wohl eher zu den geringen Problemen gezählt haben.
Die Tatsache der Schwächen in dere deutschen Planung definitiv vorhanden waren werden keine "Strategen" welche Stellungen, Minenfelder, Panzergräben, Artillerie herbeiphantasieren und ähnliches (bzw. so verlegen das "es" paßt).

Ich "glaube" (wobei das der falsche Ausdruck ist) das diesen "Thread" nur eines weiterbringt. Jedenfalls
- nicht Mutmaßungen (siehe oben Sprengung-Seewall, Panzergraben,   und vieles vieles  mehr)
- nicht in mehrfacher Hinsicht völlig unsinnige Vergleiche mit anderen Kampfplätzen (das kann eine Vorstellung für das Problem bringen aber nicht mehr)
- nicht die "Erforschung" Abwehrerfolge durch deutsche Artillerie gegen die RA (gehört ansich ebenso zum letzten Punkt)

sondern objektive Recherchen zb. zu den britischen Befestigungen, deren Ausbau, deren Bestückung, der Ausbildungstand der Truppen darin und zur Aufstellung der britischen Einheiten.
Aber soetwas sehe ich hier im Thread kaum einmal.


Lieber Dirk
Halt lieber mal Füße still denn mehr als Knouterer bist du angesprochen.
Schon der erste Satz:
Zitatja das ist echt traurig hier. Während in einem anderem Threat jemand extrem abgestraft wird, weil er ungeprüft was aus Wiki übernommen hat, dürfen hier Personen anscheinend ungehindert alles Mögliche behaupten.
Ein Beispiel gefällig?
http://forum-marinearchiv.de/smf/index.php/topic,16891.msg188202.html#msg188202
Nicht nur gibt dein Link zum PzIII keine Angabe zu, ndM, maßgebenen "Hindernisüberschreitfähigkeit" aber das bessere ist ja der Link zum Wiki-Bild:
http://en.wikipedia.org/wiki/File:Bundesarchiv_Bild_101I-291-1230-13,_Dieppe,_Landungsversuch,_tote_alliierte_Soldaten.jpg

Puys, nicht Dieppe, Dirk.  Puys - andere Landungszone - gleiche britische Operation. Puys - ein Hindernis das KEIN Panzer überschreiten könnte und dort - es wird dich wahrscheinlich überraschen- setzten auch die Briten keine Churchill-Panzer ein. Das hättest du wissen können weil:
http://forum-marinearchiv.de/smf/index.php/topic,1550.msg186715.html#msg186715

Zum Rest deines "Textes" erübrigt sich jeglicher Kommentar.

Am nervigsten finde ich an diesem Thread diese Pseudo-Objektivität (richtiger: Mußmaßungen, Projektionen ...).
Servus

edit:
wer auf folgende Aussage
Zitat
ZitatWeiter gehe ich davon aus das 1940 noch eine dt Luftherrschaft bestand.
Gesamt-Luftwaffe 721 einsatzbereite Me 109 mit allerdings nur 688 einsatzbereiten Besatzungen (28.9.40) gegen RAF auf der ganzen Insel 846 einsatzbereite 1mots (30.9.40), mag jeder selbst beurteilen ob so Luftherrschaft aussieht...
Ich hatte ja schon mal darauf hingewiesen das ohne bestimmte -erfüllte / erkämpfte- Voraussetzungen die Operation Seelöwe nicht angelaufen wäre. Warum blendest du das immer wieder aus?

Hitler's directive set four conditions for the invasion to occur:[6]

* The RAF was to be "beaten down in its morale and in fact, that it can no longer display any appreciable aggressive force in opposition to the German crossing".
* The English Channel was to be swept of British mines at the crossing points, and the Strait of Dover must be blocked at both ends by German mines.
* The coastal zone between occupied France and England must be dominated by heavy artillery.
* The Royal Navy must be sufficiently engaged in the North Sea and the Mediterranean so that it could not intervene in the crossing. British home squadrons must be damaged or destroyed by air and torpedo attacks.
diese Antwortet postet:
@Stefan: Ja, da sind wir wieder beim Thema: Wenn Dtl. 1940 die Atombombe gehabt hätte, dann hätte man sich die ganze Planung sparen können.. hatten sie aber nicht! (http://forum-marinearchiv.de/smf/index.php/topic,1550.msg186986.html#msg186986)

muß sich nicht im Ansatz beschweren, da das nicht einmal das einzige "Argument" dieser Art ist.

Bergedorf

#72
Zitat von: Knouterer am 17 April 2012, 19:22:50
Zitat von: Bergedorf am 16 April 2012, 20:54:01
Hallo Gerard,

Millpoint habe ich im letzten Post doch erwähnt.

Lohnt sich das Büchlein?

Gruß

Dirk

Ach ja , Tschuldigung - das Büchlein ist weiter nicht so interessant, hauptsächlich eine Lange liste der Standorten von übriggebliebenen Pillboxes, Sperren usw.
Danke für die Info!

Hier habe ich noch was gefunden dazu, wie schlecht ja angeblich die Briten ausgerüstet waren:
ZitatThe war diary also provides some interesting statistics on the strength of troops, weapons and ammunition. As at September 1940, the battalion strength was 35 officers and 856 other ranks. Weapons were:

867 rifles (184,769 rounds), 48 Bren Guns and 6 Lewis Guns (109,000 rounds), two 3" mortars (159 rounds), 12  2" mortars (568 HE and 294 smoke rounds), 16 anti-tank rifles (940 rounds), 36 .455 pistols (624 rounds) and  one .38 pistol (6 rounds). It was also expected to receive six Thomson sub-machine guns in the immediate future. The battalion also had 62 pedal bicycles, 20 motor cycles (5 awaiting spares), one car, five 8 cwt trucks, six 30 cwt trucks (one awaiting spares) and 10 Bren carrier
vgl. http://pillboxes-suffolk.webeden.co.uk/#/7th-royal-sussex-15th-div/4539263552

Ansonsten bleibe ich, entgegen einigen Leuten die mehrfach laut behaupten, dass Ihnen das alles hier zu blöd ist und sich dann doch immer wieder aggressiv hier melden bei dem was ich angekündigt habe und ignoriere die Posts einer gewissen Person, die hier auch nicht mehr posten wollte.

Gruß

Nachtrag: Beitrag formatiert und Verweis eingefügt

Dirk

Knouterer

Also, ich mache mal unbeirrt weiter mit der Wahrheitsfindung (wenn man mir den Ausdruck erlaubt ....)
Soweit ich das alles bis jetzt rekonstruieren kann:
Die 29th und 31th Independent Brigade Groups wurden ende Juli aufgestellt als mobile Reserve-einheiten, mit je 4 Inf Bat, 1 Art Regt, RASC, RE, MG-cy, usw. Ich nehme mal an dass diese für den Gegenangriff vorgesehene Einheiten eine gewisse Priorität genossen was Ausrüstung betraf und dass die 24 x 25-pounders fabrikneu waren (über die Produktion von Artillerie und Munition im 3. Quartal 1940 hatten wir schon eine längere Diskussion, das müssen wir hoffentlich nicht wieder aufrollen).
In September änderte man (dh Alan Brooke) die Strategie und die "coastal crust" die bis dahin wirklich dünn war wurde verstärkt, man setzte mehr auf Vorwärtsverteidigung, was für unseren Abschnitt heisst dass die 135. Brigade am Strand verlegt wurde und die 31. IBG ihre Stellungen am RMC übernahm (am 24.9 oder laut anderen Angaben am 27.9; take your pick): das 1st Bn. Royal Ulster Rifles übernahm den Abschnitt vom 6th SLI, das 52nd Light Infantry (Ox&Bucks) den vom 18th Royal Fusiliers (Pioniereinheit, wahrscheinlich nur teilweise bewaffnet ?), eine Strecke von etwa 10 km von Stone bis Hamstreet (plus die rechte Flanke und zwei Brücken über den Rother).

Bergedorf

Hallo Gerard,

nach dem mir vorliegenden War Diary der 31st kamen die am 27.9 an und nach der Regiments-Geschichte der SLI war 6. SLI in der Dymchurch Area.

Gruß

Dirk

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