Brand auf "USS Miami"

Begonnen von Tostan, 24 Mai 2012, 09:22:07

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Tostan

Bericht auf Spiegel Online ... Es sind zwar noch keine Einzelheiten bekannt, aber es erinnert doch auf den ersten Blick stark an den Vorfall auf der russischen K-84 "Jekaterinburg" ende letzten Jahres.

Edit: "Der Reaktor des Schiffs sei zum Zeitpunkt des Brands nicht in Betrieb gewesen und nicht von den Flammen erfasst worden" ... "Auch Stunden nach Beginn des Feuerwehreinsatzes steigt noch dichter schwarzer Qualm aus dem Schiff der Los-Angeles-Klasse." die Bilder, die lange Brenndauer und das schnelle Statement, dass der Reaktor nicht von den Flammen erfasst wurde, als es noch brannte könnte meiner bescheidenen Meinung nach auch auf einen Brand der Gummihaut hindeuten.... Allerding schreibt der Spiegel von "Brandherd im vorderen Teil des Schiffes" aber kann ein Brand innerhalb eines U-Bootes mit seinen umfangreichen Feuerlöscheinrichtungen etc. diese Intensität erreichen? Auch wenn es in der Werft lag, also ohne Besatzung? Gibt es da keine Sicherheitsvorschriften, dass zumindest die Brandmeldung/-bekämpfung weiter sichergestellt werden müssen?

"Die Einsatzkräfte mussten Ausrüstung unter anderem vom rund 90 Kilometer entfernten Internationalen Flughafen von Boston heranschaffen" Hat so eine Werft keine ädequaten Brandbekämpfungskapazitäten? Kann man sich eigendlich nicht vorstellen....

smutje505

Hallo Ich möchte an das Jahr 2011 erinnern(U-Boot "Jakaterienburg"-Murmansk).Alle Rußland Kritiker waren plötzlich wieder hellwach-Argumente wie russische Alkoholiker-veraltete Technik-unfähige Werftarbeiter usw.sollten hier Schuld gehabt haben.Bin gespannt was diese Kritiker nun sagen.

Ulrich Rudofsky

Ulrich Rudofsky

Baunummer 509

Wäre es nicht billiger das Ding jetzt einfach abzuwracken und ein neues zu bauen, anstatt es zu reparieren??


( :-D :-D :-D :-D :-D garstige Anspielung auf Ulrich, nicht böse gemeint)

U 48

Moin,moin,

da sieht man das man Atom betriebene Objekte nie wirklich sicher machen kann es Wundert mich wie leichtsinnig da gearbeitet wurde wenn das nun in den Reaktor gebrannt hätte?

Da muß doch jemand bei Schweißarbeiten Wache stehen mit ein Feuerlöscher und mindestens 8 Stunden danach.

Die können von Glück reden das jetzt keine Verstrahlte Werft da liegt, ich bin echt kein Grüner aber wieder ein Beweiß das der Scheiß Atom misst weg muß.

Gruß
U 48

Elektroheizer

Zitat von: Tostan am 24 Mai 2012, 09:22:07
Bericht auf Spiegel Online"Die Einsatzkräfte mussten Ausrüstung unter anderem vom rund 90 Kilometer entfernten Internationalen Flughafen von Boston heranschaffen" Hat so eine Werft keine ädequaten Brandbekämpfungskapazitäten? Kann man sich eigendlich nicht vorstellen....
Spekulation:

a) Sicherheitsmaßnahmen werden immer nur bis zu einem gewissen Szenario bemessen, sonst wird das unbezahlbar. Beispiel etwa Hochwasserschutz: da geht man von einem "Jahrhunderthochwasser" aus, nimmt also in Kauf daß die Leute einmal in 100 Jahren nasse Füße bekommen. (Wenn so ein Hochwasser öfters vorkommt, hat entweder die Statistik einen Streich gespielt oder die Grundlagen bzw Modelle stimmen nicht).  Chemische Betriebe haben ja auch idR eine gut ausgestatte Werksfeuerwehr, bei einem Großbrand kommen aber trotzdem andere Rettungskräfte zu Hilfe. Daß die hier aus 90 km rangekarrt werden mussten, find ich aber auch etwas merkwürdig.

b) Das Sicherheitskonzept sah vor "Schiffe sind aus Stahl, und Stahl brennt nicht..."   :-o
PS: Jajaaa, ich weiss, Metallbrände...
,,Ihr seid alle Individuen" - "Ich nicht!"

Tostan

Aber was meinen die Experten? Also für mich sehen diese Rauchschwaden nicht nach einem Brand innerhalb des Bootes aus(welches ja geschlossen ist bis auf wenige kleine Öffnungen - oder wurde der Druckkörper aufgeschnitten?) sonden eher nach einem Brand der Gummischicht(wie eben bei K-84).

Elektroheizer

Nun warte doch erstmal ab, die werden im Moment noch genug mit den Lösch- und Nacharbeiten zu tun haben.

1/2 OT: Da fällt mir ein, vor einigen Monaten ist in Bielefeld ein Hochofen explodiert, wobei es Tote gab. Die Unglücksursache war wohl zu uninteressant, um überregional darüber zu berichten. Hat das jemand aus der Ecke mitgekriegt? Oder kann sagen, wieso ein Hochofen explodieren kann? Gab einigen Flurschaden... Das war ein eher kleines Teil in einer geschlossenen Halle, nicht wie diese großen freistehenden Hochöfen zur Erzverhüttung. Ich schätze der diente zum Einschmelzen bzw Veredeln von Stahl oder Schrott. Könnte da eine gefüllte Sauerstofflasche rein geraten sein?
,,Ihr seid alle Individuen" - "Ich nicht!"

Ulrich Rudofsky

Ich glaube nicht, dass die USN noch mehr Mio Dollar in das 24 Jahre alte Boot hineinstecken wird.  Es sind doch noch eine Anzahl (42!) von der  Los Angeles Klasse vorhanden und 17 andere warten auf Verschrottung.  Das Boot kostete in 1988 $900 Mio., die heutigen Neubauten dreimal soviel.   http://en.wikipedia.org/wiki/List_of_Los_Angeles_class_submarines 

http://www.theday.com/article/20120524/NWS01/120529818/1018  http://www.allvoices.com/contributed-news/12240916-us-nsubmarines-fire-doused-7-injured-extensive-damages-to-900-million-uss-miami 
Ulrich Rudofsky

Baunummer 509

@Tostan

Aus den Links von Ulrich geht meiner Meinung nach klar hervor, dass es sich um ein Feuer innerhalb des Bootes gehandelt hat.


seeziege

@ Elektroheizer Schau mal in dein Postfach :wink:
Gruß Thorsten

Elektroheizer

#11
@Seeziege, gemacht und bedankt  :MG:

PS: Schau mal in Dein Postfach  :wink:
,,Ihr seid alle Individuen" - "Ich nicht!"

Ulrich Rudofsky

Update: Das Feuer auf der USS MIAMI wurde angeblich wie auf der CUTTY SARK von einem heissen Staubsauger ausgelöst, der in einen Abstellraum gestaut wurde. http://in.reuters.com/article/2012/06/06/usa-submarine-fire-cause-idINL1E8H6JY120120606 

PS:  So ein Feuer sah ich selbst im Hotel wo ich als Koch für die Renovierungscrew arbeitete (Glacier Park Hotel, Winter 1957).  Ein Staubsauger durchbrannte in der Nacht durch den Fussboden und fiel im Keller, aber das Feuer breitete sich gottlob nicht aus.  Die automatische Löschanlage war wegen Reperaturen abgeschaltet! 
Ulrich Rudofsky

Ulrich Rudofsky

"Worker on nuclear sub set fire so he could leave early, Navy says"    [Arbeiter zündet Feuer auf U-Boot an um früher nach Hause gehen zu können, so die Navy.]  Die Navy hat festgestellt, das Feuer auf dem U-Boot "Miami" wurde von einem Zivilarbeiter absichtlich angezündet.  Er wollte auf diese Weise frühen Feierabend machen.  Dem Anstifter droht lebenslange Haft. Er war unter medizinischer Behandlung wegen einer Angst-Depression-Neurose.  Sogar nach dem Feuer auf der "Miami" am 23. Mai, zündete er ein zweites Feuer am 16. Juni in einem Drockendock der "MIAMI" an.
http://www.washingtonpost.com/national/civilian-worker-charged-with-setting-both-fires-aboard-near-submarine-in-maine-shipyard/2012/07/23/gJQAfBgO4W_story.html 
Ulrich Rudofsky

Captain Hans

#14
bei dem Schaden werden in Zukunft wohl alle Arbeiter erst an Bord gelassen, wenn
sie einen Test beim Shrink absolviert haben :wink:
,Nur wer sich ändert,bleibt sich treu"!!!
,,Nicht was du bist,ist das was dich ehrt,wie du bist,bestimmt den Wert"!!!

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