Gazelle- und Bremen-Klasse nach 1939

Begonnen von Admiral Kummetz, 29 Mai 2013, 20:17:40

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oldenburger67

Also Leute,

üsst Ihr denn immer so über Lucas herziehen ??

Also die Versorgung der Kerguelen sollte doch nun wirkllich das kleinste Problem sein !!

Wir haben doch schließlich unser Super Nazi UFO Untertassen, damit sind wir doch bei Lichtgeschwindigkeit  in ein paar Sekunden von Wilhelmshaven auf den Kerguelen.
Da braucht unser geliebter Führer oder auch unser heldenhafter Großadmiral Dönitz vom Klo zu Kartentisch wesentlich länger, Aber Hallo !!!!!!!

Zur Not schnallen wir noch eben die Tirpitz drunter, die kann dann da unten den Stützpunkt bewachen.
Auf der anderen Seite brauchgen wir das aber garnicht, mit ihren Super Nazi Strahlenkanonen können unsere Untertassen ja selbst eine Missouri im Nullkommanix verdampfen.
Ja so sieht das Aus , von wegen Royal Navy oder so !!!

Glaubt Ihr nicht?

Hier ist der Beweis:

http://www.bibliotecapleyades.net/ciencia/ciencia_flyingobjects55.htm



Und wenn alle Stricke reissen verkrümeln wir uns einfach mit samt unserer Wehrmacht auf den Aldebaran, und warten bis der Euro zusammenkracht.

In diesem Sinne

Mit aldebaranischem Gruße

Der Oldenburger


t-geronimo

Aldebaran? ???
In welcher Science-Fiction-Welt lebst Du denn? ???

Schau selbst, wo sie in Wirklichkeit zu finden sind:  --/>/> Iron Sky

:-D
Gruß, Thorsten

"There is every possibility that things are going to change completely."
(Captain Tennant, HMS Repulse, 09.12.1941)

Forum MarineArchiv / Historisches MarineArchiv

Urs Heßling

moin, Karsten,

Zitat von: Karsten am 30 Mai 2013, 21:56:35
Der Kerl hatte keine Visionen!  :ROFL:
... also bitte !
Ernst-Felix K. ist bei mir einer der besten Kapitäne, die die KM hatte, human, mutig und phantasiebegabt (!).

Zitat von: Big A am 30 Mai 2013, 22:36:23
@ urs (#24) - Besprechen wir mal privat, ist hier mMn off topic.
.. machen wir, bei Deinem nächsten Besuch in Hannover  :DO/: +  :OuuO:

btw: bei mir ist es #23 (das Phänomen ist also noch da)

Gruß, Urs
"History will tell lies, Sir, as usual" - General "Gentleman Johnny" Burgoyne zu seiner Niederlage bei Saratoga 1777 im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg - nicht in Wirklichkeit, aber in George Bernard Shaw`s Bühnenstück "The Devil`s Disciple"

Urs Heßling

moin, Thorsten,

Zitat von: t-geronimo am 30 Mai 2013, 20:33:23
Zitat von: Urs Heßling am 30 Mai 2013, 19:46:47
Z.B. wurden noch im Sommer 1943 die Nordmeerkonvois eingestellt, weil die schweren Schiffe im Mittelmeer waren
Ein kleiner Einwand:
Zur Einstellung der Nordmeer-Konvois im Sommer führte m.W. vor allem der Mangel an Eskorten und die volle Konzentration auf die Atlantik-Schlacht (nach den enormen Verlusten v.a. im März 1943).
Da habe ich Rohwer (aus dem Gedächtnis, Seite müßte ich suchen) zitiert.
Die Briten hatten mW den (temporären) Rückzug der U-Boote aus der Atlantikschlacht im Juni 1943 erkannt.

Zitat von: suhren564 am 30 Mai 2013, 20:41:19
.. schlimmer war dies 1942, nach den Debakeln mit PQ.17 und PQ18.
Meine Wissens sahen die Alliierten PQ.18 nicht als Debakel, sondern als einen unter schweren Opfern errungenen Sieg. Diese Auffassung wäre auch meine.
Wenn es ein deutscher Sieg war  :|, war es, angesichts der Verluste der Torpedoflieger, ein "Pyrrhussieg".

Gruß, Urs
"History will tell lies, Sir, as usual" - General "Gentleman Johnny" Burgoyne zu seiner Niederlage bei Saratoga 1777 im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg - nicht in Wirklichkeit, aber in George Bernard Shaw`s Bühnenstück "The Devil`s Disciple"

suhren564

Okay Urs,

stimmt, PQ18 war ein Pyrrhussieg. Ich war zuerst nur von den 3 verl. U- Booten ausgegangen, aber es kommen ja noch etwa fast 40 Flugzeuge dazu, deren meisten Besatzungen starben.
Bissel sehr viel für 13 vers. Schiffe.
Gruß Ulf

Nie darf man so tief sinken, von dem Kakao, durch den man euch zieht, auch noch zu trinken.... 
Erich Kästner

Snuffy

Hallo, das waren alles JU-88- Flugzeuge  oder auch andere. War die luftabwehr so stark, oder war auch ein Träger dabei. Mfg: Willi.

suhren564

Zitat von: Snuffy am 31 Mai 2013, 12:28:25
Hallo, das waren alles JU-88- Flugzeuge  oder auch andere. War die luftabwehr so stark, oder war auch ein Träger dabei. Mfg: Willi.

Hi Snuffy,
beides!
Mal schnell rausgesucht:

http://de.wikipedia.org/wiki/Geleitzug_PQ_18
Gruß Ulf

Nie darf man so tief sinken, von dem Kakao, durch den man euch zieht, auch noch zu trinken.... 
Erich Kästner

Snuffy

Hallo Ulf, danke dir für die Antwort. Mfg.Willi.

Admiral Kummetz

Hallo Oldenburger

nein ich habe leider nur eine 2:
- angeblich war der Hefter zu schlecht gestaltet (dabei war der so schön)
- ich sollte der Klasse etwas über Dönitz erzählen, da ich aber fand das man auch ein paar Zusammenhänge kennen muss wurden daraus 20 min dabei warn max 10 min geplant

Gruß Lucas

RePe

#54
Ich meine hier gehen einige Foristen ein bisschen zu ironisch mit Lucas um. Threads mit Fragen "Was wäre wenn..." hatten wir im FMA doch
schon öfters ohne dass dies gross Anstoss erregt hätte, z.B. bei http://www.forum-marinearchiv.de/smf/index.php/topic,16675.0.html .
Lucas' Idee mit den Kerguelen als Flottenstützpunkt für die Kriegsmarine geht allerdings tatsächlich sehr in Richtung "Hätte-Könnte-Wäre"-
Irrealis, insofern hat er den Spott provoziert.
@Lucas: Schau dir doch mal den Eintrag in Wiki (oder in einem guten Lexikon) zu den geografischen Verhltnissen der Kerguelen an. Was sonst
noch gegen deine Idee spricht, haben andere schon geschrieben.
Es hatte schon seine Gründe, warum Frankreich seinen Flottenstützpunkt für den Indischen Ozean nicht dort, sondern in Diégo Suarez / Antsirane
auf Madagaskar einrichtete.

     RePe

ReiMar

#55
Mal abgesehen von der etwas "off topic" gegangenen Diskussion um Möglichkeiten und Unmöglichkeiten einer ozeanischen Kreuzerkriegsführung der KM, ...

Ich find' die Idee das "alte Eisen" der Gazelle- und Bremen-Klasse zu nutzen (oder besser zu nutzen) gar nicht schlecht.
Allerdings würde ich einen anderen Zeitrahmen vorschlagen. ... so etwa 16/17 Jahre früher.  :-D

An Stelle des Neubaus einer eh' innerhalb kürzester Zeit von der technischen Entwicklung überholten "Emden" III, die 1921 eingeplanten 120 Mio RM in eine "ausführlichere" Modernisierung des vorhandenen Materials stecken.

Gazelle-Klasse

- Schiffskörper
     - neuer "Kreuzer"-Bug
     - Heckverlängerung (analog Umbau der japanischen Schlachschiffe ?)
       (ev. sogar "kreuzer"-Heck ? aber so weit waren die Marine-Konstrukteure zu dem Zeitpunkt wohl noch nicht)
     - so, daß KWL hinterher ca. 114 - 116 m
     - "Durchziehen" der Back bis ca. Mitte oder gar bis zur hinteren Hütte (wird dann zum "Flush-Decker")
Dadurch Verbesserung  der Seeeigenschaften (durch Verlängerung auch der erreichbaren Geschwindigkeit) und Schaffung zusätzlichen Raumes z.B. bei der Verwendung als Schulschiff oder Freimachen von potentiellen Bunkerraum tiefer im Schiff. ... Und wenn man schon dabei ist und die eine oder andere Rumpfplatte ersetzt und die französischen Beobachter der NIACC nicht ganz genau hinschauen :wink:, könnte man ja auch etwas kräftigeres Material verwenden (Verbesserung Seitenschutz).

- Bewaffnung
     - 6 x 10,5 cm/45 SK L45 oder Tbts L45 (dann mit Schutzschilden) alle in Mittschiffslinie:
       2x überhöht auf der Back (vielleicht derart, wie Heckaufstellung bei späterer Raubvogel- und Raubtier-Klasse T-Booten/Versailles-Zerstörern                um nicht zu viel Gerwicht, zu hoch zu plazieren)
       1x Heck, Höhe (altes) Oberdeck
       3x nach Art Zerstörer-Klasse 34 etwa alte Position der achteren Geschütze, Höhe Backdeck, besser ebenso "halberhöht" wie auf                                  Raubvogel-/Raubtier-Klasse
Da die Franzosen schon so'n Zores gemacht haben, als sie von der geplanten Armierung der Emden mit 15 cm Doppeltürmen gemacht haben, würde ich diese Variante von vornherein sein lassen (später mehr dazu).
     - 2x 50 cm Torpedo-Doppelsätze
     - 2x 3,7 cm Flak, 2-4x 2 cm Flak (bin mir nicht ganz sicher wie "präsent" das Thema Flugabwehr zu dem Zeitpunkt für die deutschen                               Marinekonstrukteure war)

- Antriebsanlage
     - Variante I: Dampfturbinenanlage
       Eine Anlage, wie sie in den Großen T-Booten Mob 1918 (S 178, S 179, H 186, H 187) geplant und möglicherweise/höchstwahrscheinlich
       zu Kriegsende in der Fertigung war (34000 - 38000 WPS) oder in den Torpedo-Zerstörern V 99, V 100, B 109 - B 112 zum Einsatz kam.
       => ca. 27 - 28 kn max, ca. 3000 - 4000 sm bei 10 kn (Pi durch Daumen mal Fensterkreuz)
       Ob ev. die Anlage der Großen T-Boote 1916 ( V 116, S 113) 'reingepaßt hätte (50000 - 55000 WPS) ... weiß' nich'... wär' schöön :-D, dann ev.
       sogar 30 kn max.
     - Variante II: Dieselmotoren
       Eine Anlage ähnlich der später in der "Bremse" eingebauten. Da ich nicht weiß, inwieweit MAN zu diesem Zeitpunkt in der Lage war, "schon"
       einen solchen Motor herzustellen etwas spekulativ, muß ich zugeben. Daher setze ich mal "nur" etwa 22000 WPS an. Aber eigentlich denke ich,
       daß die Expertise und Kompetenz dazu durchaus vorhanden war.
       Wobei der "Knachpunkt" einer solchen Anlage wohl eher die Getriebeentwicklung wäre. Ich weiß nicht, wie "weit" da die Entwicklung zu der Zeit
       war, um schon so etwas wie die Vulcan-Getriebe bei "Bremse" und Deutschland-Klasse zu bauen.
       => ca. 24 - 26 kn max, ca. 4500 - 5500 sm bei 10 kn


Bremen-Klasse

- Schiffskörper
     - analog Gazelle-Klasse s.o.
     - so, daß KWL hinterher ca. 120 - 122 m

- Bewaffnung
     - analog Gazelle-Klasse s.o. ev. noch ein weiteres 10.5 cm Geschütz oder 2 weitere T-Sätze

- Antriebsanlage
     - Variante I: Dampfturbinenanlage
       Hier sollte eigentlich eine Anlage wie V 116/S 113 gut 'reinpassen
       => 28 - 30 kn max., ca. 4500 - 5500 sm bei 10 kn
     - Variante II: Dieselmotoren
       Siehe oben. Eigentlich wär' hier auch Platz für eine Anlage mit jeweils 12 Zylindern/Motor und bis zu 30000 WPS (?).
       => ca. 25 - 27 kn max, ca. 6500 - 7500 sm bei 10 kn (?)
     - Variante III: Gemischt
       In der Art der K-KreuzermMit o.g. Turbinenanlage Große T-Boote Mob 1918 plus 1800 PS Diesel. Ich weiß, ob der technischen Machbarkeit sogar
       noch spekulativer, als eine reine Dieselmotorenanlage
       => ca. 26 - 28 kn max, ca. 8000 - 9000 sm bei 10 kn (???)


Erläuterungen zu Hintergründen, Hintergrundgedanken, Einsatzzweck(en), politischesm Umfeld etc. ... folgen.
Familie fordert ihren Tribut :wink: aber :"I'll be back".

Über Ergänzungen, Belehrungen, Richtigstellungen, eigene Gedanken von euch bin ich jederzeit dankbar.
:MG:

Am I a man ? And isn't a man stupid ?
So, I am a man.....house, wife, children.....

THE FUUULL CATASTROPHY

ReiMar

Familie "ruht" noch, also Zeit hier weiterzuschreiben.

Angenommen, die oben beschriebenen Umbauten wären in den Jahren 1921/22 bis etwa 1924/25 durchgeführt worden, dann hätten der damalige Reichsmarine 3 - 4 ex-Gazellen zu ca. 3100 - 3300 t und 1 - 2 ex-"Bremer" zu ca 4000 - 4200 t Konstruktionsverdrängung (vorzugsweise in beiden Klassen eine von jeder Antriebsvariante) zur Verfügung gestanden.

Wat macht' se nu' damit ? Iss' ja hier im Forum meist eene der zu allererst jestellten Fragen bei Wundawunschtütenvorschlägen :zz:
Zunächst einmal genau dasselbe, was diese Schiffe auch im geringer veränderten Zustand taten  - nur besser  :ML: :

Ausbilden und Auslandsfahrten bis zum Abwinken.

Ausbildung im Betrieb und Einsatz von modernen Antriebanlagen, deren Möglichkeiten und ev. auch Grenzen kennenlernen, um so ein "Gefühl" für solche Anlagen zu bekommen. Expansionsdampfmaschinen wurden schon vor Ausbruch des Krieges als nicht mehr zeitgemäß erkannt (außer vielleicht in eng umrissenen Sondersituationen, wie z.B. dem Bau der Minensuchboote ab Typ 1940). Würde ebenso einen erheblichen Erfahrungsgewinn in denselben Bereichen für die Marinekonstrukteure bringen  :wink:.

Auslandsreisen "staatlicher" also Marine-Schiffe waren damals ein allseits anerkanntes, angewandtes und probates Mittel, für das eigene Land "Werbung" zu machen. So 'ne Art "Mini-Expo Wander-Ausstellung" für das jeweilige Land, die zum einen durch das Auftreten der Besatzungen der Schiffe vor Ort, etwas worauf die Marineleitung ganz besonderen Wert legte, da mit dem vorhanden Schiffmaterial im Bereich der zweite Aufgabe solcher Schiffsreisen, Präsentation der Leistungsfähigkeit einer nationalen Industrie, eh' nicht viel "Staat" zu machen war. (Steigerte womöglich eher die Bewunderung für deren Besatzungen, sich mit solchen Schiffen noch auf's Meer zu wagen :-D) Auch hier ergäbe sich mit den Umbauten obiger Art eine ... erfreulicheres Bild.

Einsatz als "Kampfschiff"

Naja, realistisch betrachtet gab es eigentliche eh' nur ein oder zwei "kriegerische" Situationen, in denen die Reichsmarine hätte eingesetzt werden können :
Sicherung der Nachschubwege nach Ostpreußen im Falle einer deutsch-polnischen Auseinandersetzung und nach Skandinavien auch bei einer ev. Beteiligung französischer (wie in den diversen französisch-polnischen Beistandsabkommen/Militärkonventionen etc. im weiteren Verlauf der Geschichte festgelegt) und/oder russisch-sowjetischer Kräfte.
Sicherung der Ostseeküste und -häfen gegen Eindringen und Anlanden fremder (sowjetischer) Kräfte zur Unterstützung eines erneuten Ausbrechens der "Revolution". Das war in den Jahren 1919 - 1921 eines der wichtigsten - und v.a. bei der Mehrheits-SPD ziehenden - Argumente für den Erhalt einer deutschen Marine überhaupt. Die Regierung versuchte ja im Rahmen der Verhandlungen mit den Alliierten für die Aufgabe einer eigenen Zugeständnisse im Bereich der Wehrmacht und v.a. der Besatzungs- und Abtrennungsgebiete zu bekommen, besonders nach Geschehnissen des Kapp-Putsches.
Sicherung der Zufuhr, sprich Geleitschutz via Norsee und Nordmeer bei Auseinandersetzungen, die Frankreich betreffen oder miteinbeziehen. ....Solange sich die Briten 'raushalten, ab da wäre auch das illusorisch.
Kreuzer-Kriegsführung wäre im Ansatz ein wenig vielversprechender, als mit den Schiffen, wie sie umgebaut wurden - sollten sich 1 oder 2 dieser Schiffe in Übersee befinden.

:| O.K. Prinzipiell wäre JEDER Versuch mit einem der Hauptalliierten anzubandeln von vornherein zum Scheitern verurteilt und mehr als symbolische Effekte wohl kaum erreichbar ("Emden"-Effekt). :|

Durch höhere Geschwindigkeit und Reichweite ergäbe sich mit den umgebauten Schiffen ein deutlich verbessertes Einsatzprofil wobei die artilleristische Minderwertigkeit anerkannt werden muß. Die ließe sich vielleicht etwas verbessern, würde man eine Umrüstung/Aufrüstung auf 15 cm Geschütze im Mob-Fall von vornherein mit einplanen (hätt' ich vielleicht besser GLEICH im obigen Umbauvorschlag einbringen sollen).

Fürderhin wären die wie vorgeschlagen umgebauten Schiffe meiner Ansicht nach auch fit für ein Weiterdienen in der Kriegsmarine :
Geleitschutz
Minenlegen
S-Boot-Begleitschiff
T-Boot-Begleit- ev. auch Führungsschiff
Artillerie- und Kadettenschulschiff
fällt jemandem noch was ein ?

Sie könnten auch als "Vorlage" und damit Erprobungsschiffe z.B. für schnelle Minenleger oder die späteren "Späh-Kreuzer" sein sowie für Zerstörer-Flotillenführer nach Art der Leichten Kreuzer der niederländischen "Tromp"-Klasse.


Damit vorläufig Schluß hier. Weitere Ausführungen zu Machbarkeit, Hintergrungbedingungen etc. folgen. :MG:
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ReiMar

#57
 :MG: Melde mich zurück. Weiter geht's mit dem Bereich der "Machbarkeit" und "Durchführbarkeit.

Vorweg vielleicht erst einmal, wie ich mir (in etwa) den Bauablauf eines solchen "Modernisierungsprogramms" vorstelle :
Im Juli '20 und Sept. '20 waren "Medusa" und "Hamburg" praktisch unverändert erst mal wieder in Dienst gestellt worden, um überhaupt irgend etwas - außer den Minenräumern -  auf dem Wasser zu haben. Etwa zur selben Zeit muß auch der - bescheidene - Modernisierungsumbau der "Arcona" begonnen worden sein (lasse mich hier aber GERNE eines besseren belehren, weiß jemand 'was ?). In meinem Szenario etwas zu früh, als daß ich sie "jetzt" schon in mein Programm aufnehmen möchte.
"Thetis"
Umbaubeginn ca. jan./Feb. '21, Maschinenanlage a la S 178 oder V 100 (um möglichst "realistisch" zu bleiben). Wieder In Dienst Stellung zwischen Mai und Juli '22
"Amazone"
siehe "Thetis"
"Berlin"
Umbaubeginn - wie auch in realiter - Juni '21, hier halte ich ob der Größe eine Turbinenanlage a la V 116 für relativ problemlos ausführbar. Hinsichtlich einer vorgeschlagenen gemischten Anlage ..., WENN bei Beginn des Programmes vorgesehen, müßte die Zeit zum Bau einer entsprechenden Getriebe-Anlage und bei der in Deutschland vorhandenen Expertise eigentlich machbar sein. Schiffsdieselmotoren in der entsprechenden Leistungsklasse waren ja schon 10 Jahre vor dem Krieg in Betrieb (siehe Anhang "Hansa 1"). In Dienst Stellung nach Umbau: Jahreswechsel '22/'23
"Nymphe"
Umbaubeginn nach In Dienst Stellung von "Amazone" und "Theis", also ca. August '22. Ausgehend vom "Wunsch-Programm" mit dem integrierten Ziel der Erprobung neuer Antriebsanlagen, setze ich hier die reine Dieselmotoren-Anlage ein, deren Entwicklung mit Beginn des Programms (Ende '20) in Auftrag gegeben worden sein könnte. Geplante wieder In Dienst Stellung Frühjahr (Feb. bis April) '24. Aber hier würde es wahrscheinlich zu den selben, erheblichen Bauverzögerungen kommen wie historisch bei "Emden III", "Amazone" und "Nymphe" (historische Geschehnisse 1923: Rheinlandbesetzung, passiver/aktiver Widerstand dagegen, Hyperinflation). Daher wäre ein Zeitpunkt um den Jahreswechsel '24/'25 wohl realistischer (positiver "Nebeneffekt": mehr Zeit zur Motorenentwicklung :-D ).

Wie's danach weitergeht ... . Da weiß ich nicht so recht, wie nach dem Führungswechsel in der Marine von Behnke zu Zenker letzterer einzuschätzen ist. Ausgehend von den wie ich meine, hoffe, glaube :angel: positiven Erfahrungen mit den schon umgebauten Schiffen, sollte die Bereitschaft zum Umbau eines letzten "alten" Kreuzers schon vorhanden sein, v.a. da nach Besserung der politischen UND finanziellen Situation für einen solchen "letzten" Umbau - gerade auch in Hinblick auf Bauzeit. Ich setzte daher mal :
"Hamburg"
Umbaubeginn April/Mai '24 und In Dienst Stellung - jetzt Antriebsanlage "nach Wunsch" und aus den Erfahrungen mit der Rheinlandbesetzung eingeplanter Umrüstung auf 15 cm Kaliber im Mob-Fall (Einplanung entspr. "Baureserve") - Ende '25

Eines der Argumente gegen Admiral Kummetz Vorschlag war die in seinem Zeitrahmen gegebene "kritische" Lage der Werftkapazitäten. Das ergibt sich bei meinem Vorschlag nicht - eher das Gegenteil war der Fall : Werft- und Arbeitskraftkapazitäten SATT  :-D .
Ein wichtiger Grund für die, da noch Admiralität genannte Marineführung bei den Politikern auf eine Bewilligung von Neubauten zu drängen, war gerade die relative Tatenlosigkeit auf den Werfen. Man befürchtete die Abwanderung und den Verlust der vorhandenen v.a. auch Fachkräfte in andere Branchen - und konnte/versuchte das dann auch als "Beschäftigungs/Arbeitsbeschaffungs"-Programm bei den Politikern unterzubringen.

Bei der Abschätzung der Bauzeiten bin ich einmal davon ausgegangen, wie lange die Moderinsierungen/Überholungen in der Reichsmarinezeit (sowohl Kleine Kreuzer als auch alte Linienschiffe) gedauert haben sowie dem doch erheblich umfangreichen Umbau der "Karlsruhe" unter den "gestressten" Bedingungen vor und bei Kriegsausbruch (20.05.1938 - 13.11.1939).

Das Thema der Bewilligung und Finanzierung ist hier enger mit den politischen Gegebenheiten der damaligen Zeit verbunden/verwickelt, als es zu Zeiten der späteren Kriegsmarine war. Gerade '38/'39, wie von Admiral Kummetz vorgeschlagen genügte zur Bewilligung (die real existierende Finanz- und Materiallage wurde zu dem Zeitpunkt von den Entscheidungsträgern ja eh' nur noch sehr "marginal" mitbedacht) ja ein "einfacher" Führerentscheid - oder die entsprechende Interpretation einer Führeräußerung (solange der nicht später irgendwann sich mal wieder umentschied).
D.h.:
Da ist eine etwas ausführlichere Betrachtung notwendig. - Also - Fortsetzung folgt .... Bis dahin  :MG:
Am I a man ? And isn't a man stupid ?
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Huszar

Moin, moin,

So sieht die Sache schon wesentlich gescheiter aus  :-D

Allerdings:
1, ich bin ziemlich skeptisch, ob Diesel ohne wirklich grundlegende Änderungen so einfach einzubauen wären (Motorenfundamente!), und auf die Schnelle weiss ich auch nicht, ob zu dieser Zeit überhaupt serienreife Grossdiesel überhaupt zV standen.
2, zu diesem Zeitpunkt war eine 10,5cm-Bewaffnung schon absolut unzureichend, mitunter auch ein Grund, weshalb die Emden gebaut wurde. Als Mindestkaliber würde ich von Vornherein an ca. 12,7-13cm festhalten, allerdings würden 15cm den Rahmen höchstwahrscheinlich schon sprengen (ca. 6,5t für eine 10,5 vs ca. 17t für eine 15cm)
3, der Umbau von gleich 4-6 Uralt-Kreuzern halte ich persönlich schon für zu viel des Guten - immerhin sind wir nicht in Südamerika!  :-D Für das Sammeln von Erfahrungen würden mM 2, höchstens 3 Stück reichen (wenn drei, dann einer als wirklicher Totalumbau), und immerhin DARF man ja auch nagelneue Schiffe bauen.

mfg

alex
Reginam occidere nolite timere bonum est si omnes consentiunt ego non contradico
1213, Brief von Erzbischof Johan von Meran an Palatin Bánk von Bor-Kalán

ReiMar

Moin, Moin,

Danke, Huszar, daß Du Dir schon mal die Mühe gemacht hast mein Machwerk bis hierer schon mal durchzulesen.

@1, da bin ich ähnlich skeptisch, v.a. ob die vorhandenen Maschinen- und Kesselräume auf "Gazelle"- und "Bremen"-Klasse in der Höhe ausgereicht hätten.
Was die Verfügbarkeit von Großdieseln in der Leistungsklasse einer "Bremse" schon zu Beginn meines "Programms" ('20/'21) angeht - deshalb hab' ich deren Einbau auch erst für '22/'23 angedacht, WENN ein entsprechender Entwicklungsauftrag rechtzeitig erteilt werden würde/worden wäre. Ich denke die grundsätzlicheren Fragen und notwendigen Erkenntnisse für eine solche Konstruktion könnten durch die Arbeiten an den geplanten Dieselmotorenmonstern ( 2000 PS pro Zylinder ) für "Prinzregent Luitpold" und folgende Schlachtschiffe abgearbeitet und erreicht worden sein.

@2, warum ich es in der "Erst-Ausstattung" der Umbauten beim Kaliber 10,5 cm zunächst belassen möchte - kommt noch, hat viiieel mit Politik zu tun  :roll: .
Übrigens : 15 cm/45 Tbts KL/45 ca. 8,525 t (navweaps.com), mit 'nem Splitterschild vielleicht 9t.

@3, warum ich gleich alle "ollen Schoten" - zumindest soviel, wie die RM zu dieser Zeit überhaupt bemannen könnte - umbauen würde, um mit Neubauten erst nach Oktober '24 zu beginnen - kommt auch noch. ...-wieder Politik :-P
Aber darüber kann man gerne "streiten".
Am I a man ? And isn't a man stupid ?
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