Krise Ukraine/Krim

Begonnen von Albatros, 28 Februar 2014, 20:08:57

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Glasisch

Fast 97% für die Rückher zur Matuschka Rossija und was werden jetzt, unternehmen, die Neurotiker unter dem Banner von Stepan Bandera und anderer faschister Häuptlinge ad. 1941 - 1943, also UPA, das eine Groß - Ukraine bis nach Przemyśl anstrebte, also auf Kosten Polen, die diese Chaoten unterstüzt?

Wie wird die empörte Eurokolchose reagieren und was wird Barak und seine Kamarilla sagen? Nichts konstrukives, es wird ein Fluß Krokodiltränene fliesen und  sie werden weiter ihr Kosakenlächeln behalten,  sie werden alle geschickt  die beleidigte Wurst spielen und sich damit zum  Affen machen.
,,Ruhe in den Telefonen. Denkt daran, daß auch in England auf jeden Mann eine Mutter wartet!" KzS Helmuth Brinkmann Kommandant der ,,Prinz Eugen"  in der Dänemarkstrasse am  24. Mai 1941, nachdem die ,,Hood" kurz davor explodiert worden war.

Matrose71

Naja,

ich glaube nicht an diese 97%, bei weitem nicht!

Außerdem würde ich mal davon Abstand nehmen, dass die westliche Ukraine ausschließlich aus Nazis/Nationalisten und Rechtspopulisten besteht.
Sie gibt es keine Frage, aber nicht in dem Umfang, in dem es die russische Propaganda sugeriert.
Viele Grüße

Carsten

der erste

Zitat von: Matrose71 am 17 März 2014, 12:45:01
Naja,

ich glaube nicht an diese 97%, bei weitem nicht!

Außerdem würde ich mal davon Abstand nehmen, dass die westliche Ukraine ausschließlich aus Nazis/Nationalisten und Rechtspopulisten besteht.
Sie gibt es keine Frage, aber nicht in dem Umfang, in dem es die russische Propaganda sugeriert.
Warum glaubst Du es nicht? Am besten fragst Du die ca. 100 internationalen Beobachter aus Polen, Deutschland, Frankreich, Spanien, Ungarn, Italien, unter ihnen viele Abgeordnete des EU Parlamentes und nationaler Parlamente. Hier spricht ein Spanier.
http://tvzvezda.ru/news/vstrane_i_mire/content/201403161241-5giq.htm

bodrog

Hier wird leider derselbe unselige Kampf ausgetragen wie in anderen Medien...

-Wie hoch war denn die Wahlbeteiligung? - und wie schnell erst ausgezählt....
-95%, soso dh. die Krimtataren wollen auch alle in den Schoß von Mütterchen Russland (Russen stellen nach der Volkszählung von 2001 leider keine 60% der Bevölkerung)  :?
-die Westukraine besteht aus Faschisten (da hat wohl 40 Jahre sozialistische Erziehung total versagt)  :-o
-häufiger gelesen: die Adenauerstiftung hat beim Umsturz geholfen (wie groß ist den deren Etat?), will die KAS einen eigenen Staat?
-andere merkwürdige Sachen (bei Spiegel Online war zB das Forum zu Krimthemen manipuliert, da haben Leute im besten Stabilehrer-Deutsch gepostet, deren Account seit drei Jahren nicht genutzt wurde und wo die Beiträge auch nicht in der History auftauchen - komisch das alles)

Naja...

Trimmer

Nun ich glaube das der größte Teil der Bevölkerung der Krim für den Anschluß an Russland gestimmt hat ( mit den Prozenten - nun das kommt mir aus früherer Zeit in der DDR auch bekannt vor ) Aber Ihr dürft auch nicht vergessen das jetzt erstmal "Speck "- Rubel auf die Krim fliessen. Ja und mit Speck fängt man ja bekanntlich Mäuse. Erinnert sei hier an " Kommt die D-Mark nicht zu uns gehen wir zu ihr ". Irgendwie gleichen sich die Dinge immer wieder . In meinen Augen also nicht eine Abstimmung der Vernunft sondern des Magens. Ob es dann so kommt wie man es versprochen hat  :/DK:

Gruß - Achim - Trimmer
Auch Erfahrung erhält man nicht umsonst, gerade diese muß man im Leben vielleicht am teuersten bezahlen
( von Karl Hagenbeck)

2M3

Zitat
...
-Wie hoch war denn die Wahlbeteiligung? - und wie schnell erst ausgezählt....
-95%, soso dh. die Krimtataren wollen auch alle in den Schoß von Mütterchen Russland (Russen stellen nach der Volkszählung von 2001 leider keine 60% der Bevölkerung)  :?
-die Westukraine besteht aus Faschisten (da hat wohl 40 Jahre sozialistische Erziehung total versagt)  ....

mW haben die Führer der Krimtataren diese zum Wahlboykott aufgerufen, fallen also zum großen Teil bei der Wahlbeteiligung raus und warum sollen die anderen Nichtrussen eigentlich automatisch gegen Russland sein? Die Ukraine hat es doch vor 1991 im Prinzip nie gegeben, mal abgesehen von der --> Kiewer Rus im Spätmittelalter und diese war die eigentliche Wiege des Altrussischen Staates.

Wenn ein Krimukrainer dort eine relativ gut bezahlte Arbeitsstelle in einer aufsteigenden Wirtschafts- und Tourismus-Region hat, wird er sich bestimmt nicht die langjährigen ukrainischen Chaos-Zustände wünschen.

Wie völkerrechtsverbindlich war denn eigentlich die 1954 erfolgte Schenkung der russischen Krim an die damalige Ukrainische SSR durch den Ukrainer Chrustschow, wurden da die Einwohner der Krim befragt?

Ich kann die dortigen Bewohner schon verstehen, wenn ihnen der Spatz in der Hand lieber ist als die Taube auf dem Dach. Was die Prozente betrifft, die Entscheidung zu Russland zu gehören wären auch mit 60 % klar und verbindlich, warum sollen sie also manipulieren?

Wir, die Bundesrepublik Deutschland sollten uns da mMn absolut raus halten und besänftigent auf die Streithähne einwirken. An einer militärischen Auseinandersetzung kann keiner Interesse haben.

Frank
Flottenschule Parow 78-79, Ausbildung Ari-leicht, 25mm 2M3/M110 und 30mm AK-230, 79-82 Ari-Maat 1. MSR Abteilung/1. Flottille Peenemünde auf Proj. 89.2 MSR-lang/Kondor-II

Tostan

Zitat von: der erste am 17 März 2014, 13:28:41
Warum glaubst Du es nicht? Am besten fragst Du die ca. 100 internationalen Beobachter aus Polen, Deutschland, Frankreich, Spanien, Ungarn, Italien, unter ihnen viele Abgeordnete des EU Parlamentes und nationaler Parlamente.

Ich glaub die 97% auch nicht. Und die "internationalen Wahlbeobachter" - Komischerweise sind da eine Menge Rechtspopulisten dabei.... FPÖ, Lega Nord Front National etc....

Außerdem: Ich glaube nicht, dass man innerhalb von nur 2 Wochen(vor allem in so turbulenten Zeiten) überhaupt eine saubere Wahl organisieren kann. Ich glaube auch nicht, dass eine Wahl mit gläsernen Wahlurnen und Stimmzetteln ohne ohne Umschlag so unbeeinflusst und geheim ablaufen kann wie sie sollte. Und ich glaube auch nicht, dass man in der Zeit überhaupt der Bevölkerung zeit zur Meinungsfindung gegeben hat. Man vergleiche mal mit dem Schottischen Referendum. Das wird seit 2 Jahren vorbereitet, alles für und wider wird gründlich diskutiert und der Bürger hat zeit sich eine Meinung über eine so wichtige Sache zu bilden(denn ich glaube nicht, dass die Krim, sollte sie sich doch anders entscheiden, wieder per Referendum von Russland wegkommt!)

Trimmer

Weil sich diese Frage anbietet - Lettland - 34% der Bevölkerung sind Russisch- Stämmig. Wählen dürfen sie nur wenn sie einen lettischen Sprachtest bestehen - dadurch rund 300.000 Staatenlos
                                            - Estland - 1/4 der Bevölkerung Russisch-Stämmig - Sprachtest - sonst keine Wahlbeteiligung - Staatenlos

Nun würde ich gerne mal wissen was die Herrn in Brüssel dazu sagen denn diese Länder sind in der EU . Aber interessiert vielleicht auch erst wenn  " eine Krim vor der Tür steht "

Gruß - Achim - Trimmer
Auch Erfahrung erhält man nicht umsonst, gerade diese muß man im Leben vielleicht am teuersten bezahlen
( von Karl Hagenbeck)

Jong

Zitat von: bodrog am 17 März 2014, 13:44:43
Hier wird leider derselbe unselige Kampf ausgetragen wie in anderen Medien...

-Wie hoch war denn die Wahlbeteiligung? 
laut Interfax über 80%

Zitat- und wie schnell erst ausgezählt....
auch nicht schneller als bei Wahlen in Deutschland

Zitat95%, soso dh. die Krimtataren wollen auch alle in den Schoß von Mütterchen Russland
nur der Anteil der beim Referendum dafür gestimmt hat, soll es ja geben daß auch Krimtataren eine andere Meinung vertreten als uns von unseren unabhängigen Medien suggeriert wird

Zitat(Russen stellen nach der Volkszählung von 2001 leider keine 60% der Bevölkerung)  :?
so isses und was für ein Problem ergibt sich daraus jetzt für Dich...

:MG:

der erste

Zitat von: Trimmer am 17 März 2014, 17:03:02
Weil sich diese Frage anbietet - Lettland - 34% der Bevölkerung sind Russisch- Stämmig. Wählen dürfen sie nur wenn sie einen lettischen Sprachtest bestehen - dadurch rund 300.000 Staatenlos
                                            - Estland - 1/4 der Bevölkerung Russisch-Stämmig - Sprachtest - sonst keine Wahlbeteiligung - Staatenlos

Nun würde ich gerne mal wissen was die Herrn in Brüssel dazu sagen denn diese Länder sind in der EU . Aber interessiert vielleicht auch erst wenn  " eine Krim vor der Tür steht "

Gruß - Achim - Trimmer

Mindestens 2 von diesen Staatenlosen kenne ich. Das sind dann so Geschichten, die man mitbekommt, Vater in der Ukraine, Bruder in Moskau, man selbst lebt als Staatenloser in Estland. Auch Auswirkungen des Zerfalls der SU. Vor ca. 3 Jahren waren in diesen 3 Ländern (Litauen, Lettland Estland) starke Proteste, von denen man hier nicht so viel mitbekam. Seitdem hat Riga einen russischstämmigen Bürgermeister. In Litauen ist über die Hälfte der Bevölkerung im Ausland (USA, Deutschland Norwegen, GB) arbeiten, weil die Löhne im Land nicht ausreichen. In Estland wollen viele Eltern, nach einer Auszeit in den 90er Jahren, das ihre Kinder in der Schule Russisch lernen, damit sie für beide Seiten offen sind.


michael-1

Zitat von: der erste am 17 März 2014, 13:28:41
Zitat von: Matrose71 am 17 März 2014, 12:45:01
Naja,

ich glaube nicht an diese 97%, bei weitem nicht!

Außerdem würde ich mal davon Abstand nehmen, dass die westliche Ukraine ausschließlich aus Nazis/Nationalisten und Rechtspopulisten besteht.
Sie gibt es keine Frage, aber nicht in dem Umfang, in dem es die russische Propaganda sugeriert.
Warum glaubst Du es nicht? Am besten fragst Du die ca. 100 internationalen Beobachter aus Polen, Deutschland, Frankreich, Spanien, Ungarn, Italien, unter ihnen viele Abgeordnete des EU Parlamentes und nationaler Parlamente. Hier spricht ein Spanier.

Noch besser: Die Betroffenen, also Juden in der Ukraine fragen, dann wird der Propagandaschwindel des Kremls so richtig deutlich:
http://www.tagesspiegel.de/politik/juden-in-der-ukraine-wir-sind-keine-opfer/9575342.html

bodrog

Ob Russland auch so gehandelt hätte, wenn die Ukraine 1994 nicht auf dir dort stationierten Atomwaffen verzichtet hätte  :? :?

Tostan

#208
Das ist das Problem.... Vor allem da ja Russland im Budapester Memorandum die territoriale Integrität der Ukraine vertraglich garantiert hat.

Lehre aus der Krise für alle anderen Staaten: "Versuche an Atomwaffen zu kommen, und wenn du sie einmal hast, gib sie nie wieder weg, egal was die 'großen' dir dafür versprechen!"

Zitat von: michael-1 am 17 März 2014, 23:28:05
Noch besser: Die Betroffenen, also Juden in der Ukraine fragen, dann wird der Propagandaschwindel des Kremls so richtig deutlich:
http://www.tagesspiegel.de/politik/juden-in-der-ukraine-wir-sind-keine-opfer/9575342.html

Hingegen ein Gerücht von der Krim: "In der Stadt Bachtschissaraj, zwischen Simferopol und Sewastopol gelegen, sollen krimtatarische Häuser mit roten Kreuzen markiert worden sein. "(http://www.taz.de/Moegliche-Folgen-des-Krim-Referendums/!134592/) - das erinnert doch unangenehm an braune Vergangenheit!

Mal was zur maritimen Seite der Krise: Ein Großteil der Ukrainischen Flotte und Küstenwache ist ja auf der Krim stationiert und blockiert. Die Krim-Regierung hat angekündigt, diese zu beschlagnahmen. Naja - Ein Großteil der Ukrainischen Schiffe ist aber auch nicht gerade state of the art bzw. gut in Schuss.... Welche Verluste wären denn für die Ukraine besonders schmerzhaft bzw. nicht akzeptabel?
An großen Schiffen fallen mir da spontan U402 Kostjantyn Olschanskyj(großes Landungsschiff) und U510 Slawutytsch(Aufklärungs- und Kommandoschiff) ein. Die Slawutytsch ist ja noch nicht so alt, und die Kostjantyn Olschanskyj scheint noch gut in Schuss zu sein, war 2011 auch in Libyen im Einsatz.
Die Hetman Sahajdatschny(Projekt 1135.1(Kriwak-III)) war ja zu beginn der Krise unterwegs und liegt nun in Odessa.
Wo die Korvetten(2xProjekt 1124-M(Grisha-V), 1xProjekt 1241.1(Tarantul-II-Klasse), 1xProjekt 1241.2-P(Pauk-I-Klasse)) derzeit liegen ist mir nicht bekannt. Gerade die beiden UAW-Korvetten des Projektes 1124-M sind ja die jüngsten Schiffe der Ukrainischen Marine.
Die Küstenwache könnte ihre Projekt 1241.2-P(Pauk-I-Klasse) einbüßen, welche in Balaklawa stationiert sind.

Trimmer

Hallo Tostan - stimmt - im Budapester Memorandum wurde die Integrität der Ukraine garantiert  - aber in den damaligen 2 plus 4 Verhandlungen wurde auch keine Osterweiterung der NATO garantiert. Und was passierte  :? Gesetzt den Fall die Ukraine kommt heute in die EU dann steht morgen die NATO noch direkter vor der russischen Tür.
Nun konnte man das mit Russland vielleicht in einer Zeit machen als es wirklich am Boden lag und und " Wodka Jelzin " im Kreml herrschte aber diese Zeiten sind vorbei. Man reizt einen Bären nicht bis aufs Blut

Gruß - Achim - Trimmer
Auch Erfahrung erhält man nicht umsonst, gerade diese muß man im Leben vielleicht am teuersten bezahlen
( von Karl Hagenbeck)

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