Transport Gefangener durch die Kriegsmarine

Begonnen von bettika61, 28 Juni 2016, 23:29:53

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Violoncello

Hallo Thomas,

trotz aller Schwierigkeiten sollte man den Versuch nicht aufgeben, den Hintergrund für den Funkspruch  vom 29.4.1945 zu klären. Wenn er nicht von Engelhardt in einer seiner beiden Funktionen abgesetzt wurde, käme nach dem Unterstellungsverhältnis nur der Kommandierende Admiral der östlichen Ostsee in Betracht. Im Bundesarchiv enden die ihn betreffenden Überlieferungen allerdings ebenso wie für den Kommandanten der Seeverteidigung Ostpreußen spätestens am 15.1.1945. Sofern die Akten vor der Kapitulation nicht mehr vernichtet wurden, könnte CAMO noch eine Chance bieten. Ansonsten blieben neben TNA DEFE 3, die du gerade auswertest, wohl nur die Akten des Oberkommandos der Kriegsmarine (BArch RM 6/) und ggf. der Seekriegsleitung (BArch RM 7/).   

Ich versuche ebenfalls, ein Auge darauf zu halten.

Viele Grüße

Violoncello 

Frozzix

This photo was taken on 16 March 1943 in Stettin.

It shows a large group of Soviet prisoners of war being prepared for loading onto the transport ship SS DONAU, which was to transport them to Oslo, Norway. Several of the prisoners have the letters SU (Sowjetunion) painted on their backs in white or black paint.

Do you have any more information about this transport?

TW

In den Datensatz "Donau" (HMA-Projekt "Transporter Weserübung") habe ich jetzt mal alle DONAU-Einträge aus dem Thread "Transport Gefangener durch die Kriegsmarine" eingefügt, soweit ich fündig geworden bin. Weitere Hinweise zur DONAU nehme ich gerne auf.

@ Frozzix: Can you tell us, please a little bit about your home location and your interest in this matter ?
Schönen Gruß aus Stuttgart
Thomas

bettika61

Hallo frozzix,
am 18.3.1943 DONAU an Oslo aus Stettin
1003 sowj. Kriegsgefangene 1.Kriegsgefangenen Bau-und Arbeitsbataillon 182
501 serbische Häftlinge

Quellen. Kriegsmarinedienststelle Oslo, Wehrmachtsbefehlshaber Norwegen Transportoffizier

P.S.
ZitatThis photo was taken on 16 March 1943 in Stettin.
das Foto fehlt leider
Grüsse
Beate
Grüße
Beate

,,Wer sich nicht an die Vergangenheit erinnern kann, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen." George Santayana

Frozzix

#454
Sorry. I'm having trouble uploading photos. This is one of three photos I have of the embarkation of Soviet prisoners of war on 16 March 1943, in Stettin. Thank you very much for your help.
Kind regards!

https://files.fm/f/av23xr8v84


bettika61

#455
Hallo Frozzix,
 :MG: für das Photo

Das Photo wurde gezeigt https://www.facebook.com/groups/474605206432889/permalink/1905080866718642/
Mit der Info (übersetzt)
Zitat... Foto aufgenommen am 16. März 1943 am heutigen Ungarischen Kai (ehemals Kaiser Wilhelm Kai) in Stettin.....
Die Häftlinge werden von deutschen Soldaten des Landesschützenbataillon 632 bewacht.

Info LDW
https://www.lexikon-der-wehrmacht.de/Gliederungen/LandschtzBat/LandschtzBat632-R.htm
Grüße
Beate

,,Wer sich nicht an die Vergangenheit erinnern kann, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen." George Santayana

TW

#456
Dieter Pohl, Tanja Sebta (Hrsg.)
Zwangsarbeit in Hitlers Europa. Besatzung · Arbeit · Folgen

Die Zwangsarbeit von Ausländern im nationalsozialistischen Deutschland ist inzwischen allgemein bekannt. Ganz anders sieht es mit der Zwangsarbeit aus, die die Menschen in den besetzten Gebieten verrichten mussten. Der vorliegende Band gibt erstmals einen breiten Überblick über die Zwangsarbeit in Hitlers Europa – am Beispiel vieler Länder, die von Deutschland beherrscht wurden. Zugleich werden die Nachkriegsschicksale der Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter in Osteuropa plastisch vor Augen geführt.

Inhaltsverzeichnis: https://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/media/beitraege/rezbuecher/toc_21493.pdf
Schönen Gruß aus Stuttgart
Thomas

bettika61

Zitat von: bettika61 am 25 März 2024, 18:31:42
Zitat von: TW am 09 Juli 2016, 20:09:34..
Aber die Diskussion in Finnland ist nicht bei dem Buch von Elina Suominen stehen geblieben. Nachdem renommierte finnische Historiker behauptet hatten, dass zahlenmäßig es keine nennenswerte Deportation von Juden aus Finnland gegeben habe, erschien ein Buch von Elina Sana (dieses publiziert auf englisch), in dem sie eine Zahl von 500 Juden nennt, die in Konzentrationslager deportiert wurden. Ob wiederum mit der "Hohenhörn", kann ich nicht sagen, weil ich kein Finnisch verstehe.

Zu der finnischen Auseinandersetzung dieser Artikel im Internet:
http://jcpa.org/article/finlands-tarnished-holocaust-record/
Elina Sanas Forschung
Die ersten Informationen über die acht jüdischen Flüchtlinge, die an die Gestapo ausgeliefert wurden, dokumentierte die finnische Autorin Elina Suominen (Sana) in ihrem 1979 erschienenen Buch ,,Todesschiff S/S Hohenhörn".¹ Dieses deutsche Schiff brachte die Flüchtlinge ins deutsch besetzte Tallinn in Estland. Für ihre Recherchen wertete sie deutsche Archive sowie die des Roten Kreuzes in der Schweiz aus. Inzwischen ist bekannt, dass während des Krieges weitere jüdische Flüchtlinge an die Gestapo ausgeliefert wurden.

Sana fand den einzigen jüdischen Überlebenden, Herrn Georg Kollman, in Israel. Von ihm erfuhr sie, dass die acht Flüchtlinge in Auschwitz gelandet waren. Sana reiste nach Auschwitz und bat um Einsicht in die Häftlingslisten, doch man teilte ihr mit, die Daten seien nicht geordnet. Sie blieb hartnäckig, und innerhalb weniger Tage fand die Verwaltung die Liste mit den Namen der Flüchtlinge, die im November 1942 aus Finnland deportiert worden waren



Hallo,
Hintergrund und Schicksal der 8 jüdischen Flüchtlinge ist Thema des Films "Nie allein "
der heute bei ARTE zu sehen war.
https://www.arte.tv/de/videos/115981-000-A/nie-allein/?utm_source=android&utm_medium=share&utm_campaign=115981-000-A
Grüße
Beate

,,Wer sich nicht an die Vergangenheit erinnern kann, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen." George Santayana

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